NATIONALE GEBETS-  UND WEIHETAGE

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vom nationALeN gEBETSTAG IN lUZERN AM 20. fEBRUAR 2005

 

 

 

 

 

 

NATIONALER WEIHE- UND GEBETSTAG

bulletDie Nachrichtenagentur kath.net über unseren Anlass        
bulletNationaler Fatima-Gebetstag in Luzern - ein grosser Erfolg
bulletDie Festpredigt des Bischofs im Wortlaut
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Begrüssungsansprache des Präsidenten des Fatima-Vereins Schweiz 

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Bericht: Nationaler Gebetstag

 

DIE BEIDEN SELIGEN SEHERKINDER  /  ZUM TOD VON SR. LUCIA
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Selige Hirtenkinder von Fatima stehen vor Heiligsprechung

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 Priorin des Karmels von Coimbra über Schwester Lucias Leben

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Sr. Lucia sagte ihren Sterbetag voraus und bat die Gottesmutter, an einem 13. sterben zu dürfen

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Die "Woche von Fatima". Wurde durch die Weltweihe (1984) der Atomkrieg verhindert?>>>  Bedeutende Worte von Sr. Lucia

   

    

NATIONALER 

FATIMA-GEBETSTAG

Luzern, 25. März 2005

MIT KINDER-, JUGEND- UND FAMILIENWEIHE

und VOR DEM AUSGESETZTEN ALLERHEILIGSTEN:

WEIHE VON VOLK UND HEIMAT

Mit Weihbischof Dr. Andreas Laun, Salzburg, in der Jesuitenkirche Luzern am 20. Februar 2005, dem liturgischen Gedenktag der seligen FRANCISCO UND JACINTA und 8 Tage nach dem Tod der ehrw. Schwester Lucia, die am 28. März dieses Jahres 98 Jahre alt geworden wäre.

 

 Nationaler Fatima-Gebetstag in Luzern  - ein grosser Erfolg

Sollten "repräsentative Umfragen" jemals einen Wert gehabt haben, dann müsste man dem Gebetstereffen vom 20. Februar 2005 ohne Bedenken die Note "repräsentative Umfrage" verleihen. Aus allen Teilen der Deustch-Schweiz kamen die Gläubigen und (über)füllten die Jesuitenkirche in Luzern. Die allgemeine Meinung anschliessend: Endlich wurde auch unsere Heimat, die so weit von ROM entfernt ist (NICHT in km. gemeint...), in die Hände der Gottesmutter gelegt. Es zeigt sich also, wenn die hl. Messen so, wie die Kirche sie wünscht - und ohne  eigenes Zutun - zelebriert werden, die Kirchen auch wieder voll sind! Es fehlt weder an der Zahl der Priester noch am "veränderten Zeitgeist" des katholischen Volkes; vielmehr fehlt es an der Durchführung dessen, was in der Kirche HEILIG ist!

Das schrieb die Nachrichtenagentur kath.net über unseren Anlass:

Luzern: Gebetstag am Gedenktag der Seligen Jacinta und Francisco

Luzern (kath.net, 19.02.2005)


In der Jesuitenkirche Luzern wird am liturgischen Gedenktag der seligen Hirtenkinder Jacinta und Francisco Marto, die zusammen mit ihrer diesen Sonntag verstorbenen Verwandten Schwester Lucia die Jungfrau Maria in Fatima sehen durften, ein nationaler Gebetstag abgehalten. Der heiligen Messe am 20.Februar um 11.30 Uhr steht der Salzburger Weihbischof Andreas Laun vor. Bis 14.30 Uhr wird anschließend der ausgesetzte eucharistische Herr angebetet, die Heimat und die Familien dem unbefleckten Herzen Mariens geweiht und der Rosenkranz gebetet.

In seiner Homilie anlässlich der Seligsprechung der beiden sehr jung verstorbenen Geschwister sagte Johannes Paul II. im Jahr 2000 in Fatima unter anderem: "Was den seligen Francisco am meisten wunderte und ganz in Anspruch nahm, war Gott in jenem immensen Licht, das sie alle drei bis in ihr Innerstes durchdrungen hatte. In seinem Leben bringt er eine Wandlung zuwege, die man als radikal bezeichnen könnte, eine Wandlung, wie sie für Kinder seines Alters sicher nicht alltäglich ist. Er gibt sich einem intensiven geistlichen Leben hin, das sich in eifrigem und inbrünstigem Gebet niederschlägt, so dass er zu einer wahren Form mystischer Vereinigung mit dem Herrn gelangt. Und gerade das bringt ihn zu einer fortschreitenden Läuterung des Geistes durch vielerlei Verzicht auf Angenehmes, selbst auf unschuldige Kinderspiele. Francisco ertrug die großen Leiden, welche die Krankheit verursachten, die zu seinem Tod führte, ohne jede Klage. Groß war in dem kleinen Jungen der Wunsch, Sühne zu leisten für die Beleidigungen der Sünder; und so strengte er sich an, und opferte Verzicht und Gebete auf.

Und Jacinta, seine fast zwei Jahre jüngere Schwester, lebte von denselben Gefühlen getragen. In ihrer mütterlichen Fürsorge ist die heiligste Jungfrau hierher, nach Fatima, gekommen, um die Menschen aufzufordern, dass sie Gott, unseren Herrn, nicht mehr beleidigen, der schon so viel beleidigt wird. Deshalb sagte sie zu den Hirtenkindern: "Betet, betet viel, und bringt Opfer für die Sünder; denn viele Seelen kommen in die Hölle, weil niemand da ist der sich für sie opfert und für sie betet". Die kleine Jacinta fühlte und lebte diese Sorge der Muttergottes als ihre eigene, und sie brachte sich heldenmütig als Opfer für die Sünder dar."

Weihbischof Laun sprach in Luzern über Wege aus der Kirchenkrise.

Luzern (kath.net, 23.02.2005)

 Ein Nationaler Gebetstag zum Gedenken an die Hirtenkinder von Fatima, die Seligen Jacinta und Francisco, fand am Sonntag, 20. Februar, in Luzern statt. Organisiert wurde das Treffen vom Fatima-Weltapostolat der Deutsch-Schweiz. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun feierte mit sieben Konzelebranten die Heilige Messe mit Kinder- und Jugendweihe, anschließend gab es Anbetung und eine Heimatweihe.

Weihbischof Laun schlug in seiner Predigt einen weiten Bogen von den seligen Kindern Jacinta und Francisco sowie der am 13. Februar 2005 verstorbenen Lucia hin zur Krise in der Kirche. Die Krise zeige sich an zwei Punkten: Im „innersten Kern“ des Glaubens, der Liturgie und der Moral; und „außen“, in einer anti-katholischen Stimmung, wie am Beispiel des italienischen Politikers Rocco Buttiglione klar wurde, der wegen seiner auf der katholischen Lehre basierenden Haltung vom Parlament der EU abgelehnt wurde.

Laun sprach außerdem über die Vision des heiligen Don Bosco und zeigte Wege aus der Krise auf: Eucharistie, Papst und die Gottesmutter Maria. Der Papst, der uns das Gotteswort verstehen lehrt als Wahrheit im „Internet der Welt“; die Botschaft Marias in Fatima, die das Leben der Kinder veränderte, am Beispiel des kleinen Francisco, der nichts anderes mehr wollte, als unsern Herrn zu trösten.

Es sei noch nie von einem Heiligen gesagt worden, dass er nichts anderes wolle, ob hier auf Erden oder im Himmel, als „Jesus zu trösten“ wegen der vielen Sünder. Das sei es, was ein Kind, Francisco, zum Heiligen machen konnte. Der Bischof appellierte, den Mut in dieser schwierigen Zeit nicht zu verlieren.

An dem Gebetstag nahmen die verschiedensten Gebetsgruppen teil, darunter der Lourdespilgerverein mit den Fahnendelegationen, die gesamtschweizerische Bewegung für Papst und Kirche „Pro Ecclesia“, die Pater Pio Gebetsgruppe, die Schönstattbewegung, die Legio Mariä, die Gebetsaktion Medjugorje, den marianischen Frauen- und Mütterverein MFM, die Fokolar-Bewegung, die Mitglieder des Lebendigen Rosenkranzes sowie fünf Schweizergardisten.

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Begrüssungsansprache des Präsidenten des Fatima-Vereins Schweiz zum Beginn des Gottesdienstes am 20. Februar

Hochwürdiger Herr Weihbischof, Dr. Andreas Laun,

Exzellenz!

Sehr geehrte konzelebrierende Priester

Liebe Gläubige

Namens des Fatima-Weltapostolates der Deutsch-Schweiz darf ich Sie herzlich zu unserem Nationalen Gebetstag in Luzern begrüssen.

Es ist uns eine besondere Ehre, dass Seine Exzellenz, Weihbischof Dr. Andreas Laun, extra für diesen Anlass über Nacht aus Budapest angereist ist. Vielen ist Weihbischof Laun durch seine zahlreichen Publikationen ein Begriff. Er hat einige Schriften in seinem Gepäck mitgebracht und sie können hinten im Vorraum gekauft werden.

Beim Studieren des Lebenslaufes von Weihbischof Laun ist mir ein Datum ganz besonders aufgefallen: Sein Geburtstag. Er ist an einem 13. Oktober zur Welt gekommen. Das passt sehr gut zu Fatima, hat doch die Gottesmutter ihre Lieblinge auch immer an einem 13. in die Cova da Iria gerufen. Ganz besonders die Ereignisse vom 13. Juli und 13. Oktober haben es schliesslich ermöglicht, dass wir am heutigen Tag die einzigen und jüngsten Seligen (und wohl bald Heiligen) unserer Katholischen Kirche feiern können, die als Nicht-Märtyrer in diesem zarten Alter zur Würde des Altares erhoben wurden.

In diesem Sinne passt auch Ihr Geburtstags-Datum, Exzellenz, zu unserem heutigen Nationalen Gebetstag, an dem wir uns mit den drei Seherkindern, den Seligen Jacinta und Francisco und der vor acht Tagen, am 13. Februar, verstorbenen Lucia verbunden wissen.

Papst Pius XII. wurde am ersten Erscheinungstag, also am 13. Mai 1917, in Rom zum Bischof geweiht. 25 Jahre später vollzog er in Ihrem Geburtsmonat die Weltweihe an das Unbefleckte Herz Mariens. Und heute vollziehen Sie, Exzellenz, mit uns die Weihen der Heimat, der Familien, der Kinder und Jugendlichen. Wir legen alle Menschen jener Mutter in die Hand, die „ihre Kinder in die Cova da Iria" ruft – und diese Cova da Iria ist für jeden Menschen wo anders. Beten wir heute darum, dass wir den Ruf der Jungfrau und Gottesmutter Maria immer hören mögen! Dabei vertrauen wir auf die Fürbitte der von der Kirche uns als Beispiel gegebenen kleinen Seligen und Lieblinge der Mutter Gottes.

Besonders begrüssen möchte ich an dieser Stelle

bulletdie fünf Schweizergardisten
bulletden Lourdespilgerverein mit den Fahnendelegationen
bulletdie gesamtschweizerische Bewegung für Papst und Kirche „Pro Ecclesia"
bulletdie Pater Pio Gebetsgruppe
bulletdie Schönstattbewegung
bulletdie Legio Mariä
bulletdie Gebetsaktion Medjugorje
bulletden marianischen Frauen- und Mütterverein MFM
bulletdie Mitglieder des Lebendigen Rosenkranzes
bulletdie Fokolar-Bewegung
bulletund alle anderen mir namentlich nicht bekannten Gebetsgruppen.

Wir alle beten ja zum gleichen Dreifaltigen Gott und verehren die gleiche Muttergottes.

Hier noch ein Wort zum Opfer:

Wir möchten es wie folgt aufteilen:

bulletfür die gegen die Abtreibung kämpfende Organisation Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind,
bulletzum Kauf eines speziellen Messgewandes für Marienfeiertage zugunsten der einzigen Fatima-Kirche in der Schweiz in Andeer (diese schöne Marienstatue wurde uns von den Eltern des dortigen Pfarrers, von Familie Bühler, Domat-Ems, zur Verfügung gestellt)
bulletzur Deckung der entstandenen Unkosten für den heutigen Anlass.

Noch eine letzte Information

Sie haben ein Programmheft erhalten. Wir bitten Sie, immer kräftig mitzubeten, ganz gleich, ob es Fragen an Kinder oder Jugendliche oder andere Gebete sind. Besonders bei der Kinder- und Jugendweihe bitten wir Sie, kräftig mitzubeten, denn Sie beten alles stellvertretend für IHR KIND, das vielleicht heute nicht hier sein kann!

Am Schluss der hl. Messe können Sie dann das Heftchen mit nach Hause nehmen. Sie können es später noch öfter segensreich benützen!

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Bericht: Nationaler Gebetstag am Gedenktag der Seligen Jacinta und Francisco in Luzern

In der vollbesetzten Jesuitenkirche mit mehreren hundert Gläubigen fand am Sonntag, 20. Februar 2005, der durch das Fatima-Weltapostolat der Deutsch-Schweiz organisierte Nationale Gebetstag statt. Die von S.E. Weihbischof Dr. Andreas Laun, Salzburg (er war über Nacht extra von seinem Aufenthalt in Budapest angereist!) mit sieben Konzelebranten gefeierte hl. Messe mit Kinder- und Jugendweihe, anschliessender Aussetzung des hl. Altarsakramentes und Heimatweihe, dauerte 2 ½ Stunden. Das Echo war einhellig: Eine wunderbare, erhebende und Mut verleihende Eucharistiefeier. Niemand beklagte sich über eine zu lange Dauer, im Gegenteil! Auch die mindestens 100 anwesenden Kinder verhielten sich erstaunlich ruhig, wurden aber dafür durch den speziellen Segen von Weihbischof Laun, einem Rosenkranz und einem Fatima-Gebetbildchen belohnt!

Weihbischof Laun, der selber am 25. Jahrestag der letzten Erscheinung von Fatima, am 13. Oktober 1942 geboren und am 25. März 1995 zum Bischof geweiht wurde, begeisterte in seiner rund vierzigminütigen Predigt die Anwesenden. Er schlug darin einen weiten Bogen von den seligen Kindern Jacinta und Francisco sowie der am 13. Februar 2005 verstorbenen Lucia hin zur Krise in der Kirche. Diese befände sich im „Innersten Kern" des Glaubens, der Liturgie und der Moral;  und „aussen" in der vorhandenen anti-katholischen Stimmung (am Beispiel des wegen seiner klaren, auf der katholischen Lehre basierenden Haltung vom Parlament der EU abgelehnten Rocco Buttiglione aufgezeigt). Weiter kam er auf die Vision des hl. Don Bosco zu sprechen und in Verbindung damit zeigte er den Ausweg aus der Krise auf, die da sind: die Eucharistie, der Papst und die Gottesmutter Maria. Der Papst, der wie Eli [Bezug auf die hl. Lesung] das Gotteswort verstehen lehrt als Wahrheit im „Internet der Welt"; die Botschaft Marias in Fatima, die das Leben der Kinder veränderte, am Beispiel des kleinen Francisco, der nichts anderes mehr wollte, als unsern Herrn zu trösten. Es sei noch nie von einem Heiligen gesagt worden, dass er nichts anderes wolle, ob hier auf Erden oder im Himmel, als "Jesus zu trösten" wegen der vielen Sünder! Das ist es, was ein Kind, Francisco,  zum Heiligen machen konnte.

Schliesslich erinnerte er an die Vision des Propheten Daniel, der die endgültige Vernichtung einer  damals übermächtigen Weltmacht vorhersagte (Dan 2,31-45). Auch heute denken viele Menschen: Da können doch wir gegen die "Grossen" nichts ausrichten! Wir nicht, da der Stein  zur Zertrümmerung von einem Augenblick auf den anderen der heute so mächtig erscheinenden antichristlichen Mächte  in Gottes Hand liegt! Mit einem flammenden Appell, den Mut in dieser schwierigen Zeit nicht zu verlieren, endete seine aufrüttelnde Predigt!

Erfreulich war, dass der Präsident des Fatima-Weltapostolates in seiner Begrüssung die verschiedensten Gebetsgruppen begrüssen konnte, namentlich den Lourdespilgerverein mit den Fahnendelegationen, die gesamtschweizerische Bewegung für Papst und Kirche „Pro Ecclesia", die Pater Pio Gebetsgruppe, die Schönstattbewegung, die Legio Mariä, die Gebetsaktion Medjugorje, den marianischen Frauen- und Mütterverein MFM, die Fokolar-Bewegung, die Mitglieder des Lebendigen Rosenkranzes. Einen äusserst würdigen Rahmen bildeten zudem die fünf Schweizergardisten. Ausdruck der Begeisterung der Anwesenden war schliesslich das sehr grosszügige Opfer zugunsten der gegen die Abtreibung kämpfenden Organisation „Schweiz. Hilfe für Mutter und Kind", einem marianischen Messgewand für die einzige Fatima-Kirche der Schweiz in Andeer und der Kosten der Organisation dieses denkwürdigen Tages.

 

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Sr. Lucia sagte ihren Sterbetag voraus und bat die Gottesmutter, an einem 13. sterben zu dürfen

Gemäss Quellen in Portugal kündigte Sr Lucia selber an, sie würde am 13. Februar sterben, an einem Tag von  symbolischer Bedeutung, da ja die Erscheinungen am 13. Mai begannen und die sechste am 13. Oktober 1917 die letzte war.
Mr. Timothy Tindal-Robertson (England), der auch schon Bücher über Fatima herausgab, teilte dies der Zeitung "The Catholic Times" wie folgt mit: "Wie ich von zuverlässigen Quellen aus Portugal erfahren habe, wusste Sr. Lucia im Voraus über ihren Tod und es war ihr Wunsch, am 13. zu sterben. Der Vatikan war darüber unterrichtet und der Papst übermittelte Lucia (rechtzeitig) einen Brief, den sie noch vor ihrem Tod lesen konnte
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Selige Hirtenkinder von Fatima stehen vor Heiligsprechung

Der Bischof von Leira-Fatima gab am Sonntag bekannt, dass der diözesane Prozess zur Heiligsprechung abgeschlossen ist.

Fatima (20.2.2005) 

Bischof Serafim Ferreira e Silva von Leira-Fatima (Portugal) gab diesen Sonntag, am Gedenktag des seligen Geschwisterpaares Jacinto und Francisco Marto, den Abschluss des Diözesanprozesses zur Heiligsprechung der Hirtenkinder bekannt, die im Jahre 1917 zusammen mit der am 13. Februar verstorbenen Schwester Lucia die Jungfrau Maria in Fatima sehen durften.

“Ich kann bestätigen, dass am 19. Februar die so genannte ‚Positio’ zur Heiligsprechung von Jacinta und Francisco Marto eingereicht wurde“, erklärte der Bischof gemäß einem Bericht der Nachrichtenagentur „Ecclesia“ während einer festlichen Liturgiefeier am Wallfahrtsort Fatima. Nach dem Gottesdienst erläuterte er, dass mit dem Abschluss der „Positio“ die Phase der Dokumentation zu Ende sei. Alle Ergebnisse habe man an den Präfekten der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse weitergeleitet. „Über sie werden von nun an Kardinäle und Gelehrte befinden. Das letzte Urteil fällt der Papst“, fügte der Bischof hinzu.

Jacinta und Francisco Marto, die in sehr jungen Jahren 1919 bzw. 1920 starben, wurden von Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 2000, dem Jahrestag der Erscheinungen von Fatima, selig gesprochen.

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Priorin des Karmels von Coimbra über Schwester Lucia

Die Seherin von Fatima führte ein demütiges, bescheidenes Leben, berichtet Schwester Maria Celina.

Coimbra / Rom, 24.02.2005)

Die am 13. Februar verstorbene Fatima-Seherin Schwester Lucia sei zwar die „Perle“ im Kloster von Coimbra (Portugal), ihr Leben hinter den Klostermauern aber genauso unscheinbar wie das jeder anderen Ordensfrau gewesen, sagte Schwester Maria Celina, die ehemalige Priorin der 97-jährig verstorbenen Portugiesin.

“In diesen letzten Tagen, besonders seit dem 15. Juni 2004, war von uns immer jemand bei ihr –24 Stunden am Tag. So wurde sie uns immer vertrauter“, berichtete die Priorin des Theresianischen Karmels von Coimbra im Gespräch mit der Nachrichtenagentur „Ecclesia“. Aber eine solche Begleitung erfahre natürlich jede Ordensfrau, die im Sterben liege, ergänzte sie, und verwies dabei auf die Tatsache, dass solche Notsituationen immer tiefere Verbundenheit schaffe.

„Seit dem 21. November 2004, als sich ihr Gesundheitszustand verschlechterte, wurde sie abhängiger von uns“, fuhr Schwester Maria Celina fort. Sie habe auch die Einfachheit von Schwester Lucia bemerkt. Selbst die „Last“ des Geheimnisses von Fatima, das die Seherin jahrzehntelang bewahren musste, habe ihre demütige Gesinnung nicht beeinträchtigt.

Die Priorin, die 28 Jahre mit Schwester Lucia im Kloster von Coimbra verbrachte, erinnert sich noch an die ganz normalen Gespräche, die sie miteinander führten. Und erst acht Tage nach ihrer Ankunft im Kloster hätte sie herausgefunden, dass sie Schwester Lucia, die Seherin von Fatima, vor sich hatte. Im Laufe der Jahre sei dann zwischen ihnen eine so tiefe Verbundenheit entstanden, dass die Priorin Schwester Lucia „als ihre Nichte“ ansah.

Der Tod der Zeugin der Erscheinungen der heiligen Jungfrau Maria sei für die Schwestern ihrer Gemeinschaft sehr traurig gewesen, erklärte die Priorin: „Sie war ein Teil unseres Leben und, wie Sie gut verstehen können, in einem Karmelitinnenkloster, in dem man zurückgezogen lebt, ist man rund um die Uhr miteinander in Kontakt.“

Bezüglich der Mission, die der damaligen Hirtin von Fatima anvertraut wurde, sagte Schwester Maria Celina: „Nicht Schwester Lucia war es, die diese Nachricht mitteilen wollte. Sie wurde damit betraut, sie anderen zu überbringen.“

Nun weile Schwester Lucia zwar nicht mehr physisch unter den Ordensfrauen von Coimbra, aber Schwester Maria Celina ist sich sicher, dass „sie auf eine andere Weise mit uns ist. Geht man an ihrer Zelle vorbei, bekommt man Lust, hineinzugehen – aber sie ist nicht mehr dort“, sagte sie im Interview. „Nicht auf sinnlich wahrnehmbare Weise“ sei sie zugegen, „aber im Glauben wissen wir, dass sie bei uns ist“.

Dank dem Zeugnis ihres Lebens werde Schwester Lucia viele Berufungen zum kontemplativen Leben erwecken. „Gott zieht aus allen Dingen Nutzen: Es ist derjenige, der ruft. Es war kein Zufall, dass meine Berufung entstand, als ich ein Gespräch über dieses Kloster hörte, in dem die kleine Hirtin Schäferin nur dafür lebte, um zu beten. Und ich sagte: So will ich auch sein.“

Schwester Maria Lucia von Jesus und dem Unbefleckten Herzen, die letzte Zeugin der Erscheinungen unsere Lieben Frau von Fatima aus dem Jahre 1917, starb am 13. Februar 2005 im Theresianischen Karmel von Coimbra, in dem sie seit 1948 lebte. Sie war 97 Jahre.

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Die Festrede des Bischofs im Wortlaut

Liebe Gläubige

Wir sind zusammen gekommen, um die hl. Messe zu feiern, das Gedächtnis des Herrn. Dann kommt sozusagen „längere Zeit nichts" und dann kommt die Erinnerung an die Heiligen des Tages, Jacinta und Francisco, vor Gott (noch nicht vor der Kirche) wahrscheinlich auch Lucia, die vor einigen Tagen erst (am 13. Februar) in den Himmel heimgegangen ist.

Die Kirche verehrt auch Kinder als Heilige. Was haben sie „geleistet"? Es waren keine Wunderkinder wie ein Mozart oder ein anderes Genie, von dem man erzählen könnte, was schon der 5jährige konnte. Francisco und Jacinta waren Kinder, hier unterhalb des Altars sehen wir ihre Fotos. Sie schauen nicht aus wie Reklame-Kinder, die nur lächeln und verklärt auf eine bestimmte Schokolade schauen. Die Fatimakinder schauen ernst, fast abweisend und misstrauisch in die Kamera. Aber was sagt das schon! Die Kirche lädt uns ein, auf das Herz dieser Kinder zu schauen. Nicht ihr Auftreten war außergewöhnlich, außergewöhnlich war die Glut ihrer Liebe und Hingabe an Gott.

Jemand könnte sagen: Außergewöhnlich - natürlich außergewöhnlich, weil ihnen die Muttergottes erschienen ist. Aber das ist nicht der Punkt, auf den es hier ankommt. Natürlich ist es eine besondere Gnade, wenn jemand in einen gleichsam direkten Dialog mit Maria eintreten darf. Aber der Grund, warum uns die Kirche diese Kinder als Heilige vor Augen stellt, ist nicht die Erscheinung der Muttergottes, sondern die Antwort der Kinder auf sie: mit ihrer unbegrenzten Bereitschaft, ihr zu folgen.

„Heilige Kinder!" Liebe Gläubige, das muss man auf sich wirken lassen. Erinnert euch an die Botschaft des Konzils, eine im Grunde uralte Wahrheit, die das Konzil neu zum Leuchten gebracht hat: Alle, Ihr alle seid berufen - man traut es sich ja kaum zu sagen! -, Heilige zu werden. Für die Heiligkeit muss man nicht zuerst einen Kurs machen oder ein Trainingslager absolvieren, Heiligkeit ist im Grunde das grösste und auch das einfachste der Welt. Sie ist, das darf man heute mit dem Blick auf die Fatimakinder sagen, „kinderleicht": Ohne Gnade und ohne den ganzen Einsatz des Menschen schwer wie nichts anderes auf der Welt und unmöglich, mit der Gnade „kinderleicht". Jeder ist zur Heiligkeit berufen und jeder auf seinem Platz, jeder mit seiner Geschichte, jeder mit seinen Fähigkeiten, jeder in seinem Alter.

Ich weiss nicht, was jeder von uns erlebt hat, auch dunkle Stunden, Abstürze, Gottesferne und Sünde. Aber ich weiss: Gott wartet mit ausgebreiteten Armen auf jeden von uns und sagt: „Komm doch wieder zurück, tritt wieder ein in diese deine Berufung, ein Heiliger zu werden." Vielleicht als heiliger Büsser (wie man das in der Kirchengeschichte genannt hat), weil der Betreffende den einen oder anderen dunklen Punkt in seiner Vergangenheit aufzuarbeiten hat, eine Geschichte in der Familie, einen Bruch des Zölibates oder was auch immer. Auch das gehört zur Vielfalt der Berufung: Lucia hat über neunzig Jahre alt werden und ausharren müssen in einem herben Klosterleben, die anderen beiden sind Frühberufene. Gott hat sie schon kurz nach der Erscheinung zu sich geholt. Es ist gar nicht wichtig, was wir tun und wie lange wir es tun, aber Gott beruft mich zur Heiligkeit mit meinem Leben, wie es eben ist.

Manchmal geht’s mir dabei so: Ich denke daran, schau in den Spiegel und lach mir selber ins Gesicht: „Andreas, du ein Heiliger? Das meinst du doch nicht ernst?" Ja, ich vielleicht nicht, weil ich ein Kleingläubiger bin, aber Gott meint es ernst mit jedem von uns und darum sollten wir diese seine Berufung für uns ernst nehmen.

Liebe Gläubige, jetzt mache ich einen Sprung und verlasse scheinbar die beiden heiligen Kinder. Ich werfe nämlich einen Blick auf die Situation der Kirche und ohne Zweifel: Sie ist in einer Krise. Neulich habe ich per E-Mail mit einem Vertreter des Kirchenvolks-Begehrens, der Bewegung „Wir-sind-Kirche" (die unseligerweise in Österreich, übrigens unmittelbar nach meiner Bischofsweihe, entstanden ist) korrespondiert. Ich schrieb ihm: Sie haben recht, wir sind in einer Krise, vieles wird sich ändern müssen. Der Mann war glücklich über diese meine Antwort, aber er hat sie falsch verstanden. Ich musste ihm sagen: „Ja, wird sind einig, dass es eine Krise ist, aber in einer ganz anderen Richtung als derjenigen, die Sie meinen."

Worin besteht die Krise? Vor allem ist es eine Krise des Glaubens. Wir sind eine Glaubensgemeinschaft. Was ich landauf landab erlebe, ist: Ich treffe Menschen, die ihren „Glauben" dem Inhalt nach selbst bestimmen wollen.... Aber diese Leute wissen nicht, was katholischer Glaube ist. Es ist nicht mehr der Glaube, den sie von Gott empfangen und der in der Offenbarung seinen tragenden Grund hat, sondern egozentrischer Glaube, nicht selten ein lächerlicher, kleiner und dummer Glaube, getragen nur von den eigenen Meinungen, die man sich irgendwo zusammen gesucht hat. Manchmal begegne ich Menschen, angesichts derer ich denke: Ist das, was sie, und das, was ich glaube wirklich der gemeinsame katholische Glaube, der uns verbindet und zur Gemeinschaft macht? Auf vielen internationalen Reisen erlebe ich es als beglückend, dass ich in einem fernen Land – zum Beispiel in Kazachstan, in Karaganda – Menschen begegne, die ich noch nie gesehen habe und nie mehr sehen werde, aber mit denen ich den gemeinsamen Glauben teile. Das ist mehr, als wenn wir neben einander wohnen würden und ich wüsste, das ist der Herr Huber und das ist die Frau Meier und die anderen Nachbarn haben drei Kinder ... Was weiss ich damit von diesen Menschen? Aber wenn ich weiss: Dieser Mensch glaubt an Christus, auch er setzt all seine Hoffnung auf Christus und auf die Offenbarung des Evangeliums, weiß ich mich tausendmal mehr mit ihm verbunden als durch einen Pass aus dem gleichen Land, als durch die gemeinsame Sprache und all das andere, was Menschen irgendwie verbindet. Der Glaube der Kirche ist viel mehr.

Die Krise äußert sich auch in der Liturgie. Sie ist das Höchste und Kostbarste, was die Kirche hat und was sie den Menschen bringen und anbieten kann. Aber heute höre ich viele Berichte über Feiern, bei denen man den Eindruck hat: Da wird nicht mehr Liturgie gefeiert, da machen die Leute eine Art Feier für sich selber, selber erfunden und nur für sich selbst, nach außen und oben geschlossen. Da ist nicht mehr der Blick auf das Kreuz und auf den Herrn, es sind vielmehr Menschen, die ihre eigenen merkwürdigen Feste feiern – und ich fühle mich fremd. Natürlich, liebe Gläubige, nicht pauschal urteilen, pauschal ist immer daneben. Aber von der Tendenz her ist es wahr, eine Tendenz, die mit Eigensinn verbunden ist, mit Ungehorsam gegenüber der Kirche - die Krise der Liturgie.

Es gibt auch eine Krise der Moral. Weniger der offenen Unmoral, sondern eigentlich einer versteckten und dadurch gefährlicheren Abfallbewegung von den Zehn Geboten Gottes. Diese besteht in der Neu- und Umdeutung der Gebote Gottes. Man behauptet zu wissen, das und jenes sei ja gar nicht von Gott verboten, und weil es nicht verboten ist, kann man auch „so" leben. Dann treten Menschen erhobenen Hauptes, gelassen und ruhig zum Tisch des Herrn, aber sie leben im Widerspruch zu den Geboten Gottes, natürlich ohne Beichte, weil sie sich keiner Schuld bewusst sind. Was der Papst sagt oder irgend jemand, der die Lehre der Kirche vertritt, ist, so sagen sie, altmodisch, fundamentalistisch, überholt oder was auch immer.

Es sind, so scheint mir, vor allem diese drei Dinge, die die Kirche heute spalten, trotz ihrer äußerlich noch bestehenden Einheit: der Glaube, die Liturgie, die Moral. Natürlich ist das eine Krise der Kirche, und weil es um wichtige, zentrale Dinge geht, eine schwere. Kann man sagen, früher war alles besser? Nicht unbedingt. Krisen hat es auch früher gegeben und die Kirche hat schon oft eine Krise bewältigen müssen, eigentlich ist sie ständig dabei, Krisen zu bewältigen. Und doch, dass es früher auch Krisen und auch schwere Krisen gab, ist kein Trost. Wir müssen die heutige Krise bestehen.

Zur inneren, krisenhaften Gespaltenheit der Kirche kommt noch die Krise von aussen dazu. Diese Krise besteht darin, dass die Kirche mehr und mehr einen sehr starken und immer aggressiveren Gegenwind zu spüren bekommt. R. Buttiglione - der Italiener, der in der EU wegen seiner katholischen Überzeugungen abgelehnt wurde – sagte kürzlich: Der Antisemitismus von einst – so gefährlich er auch immer noch sein mag – wird heute abgelöst durch eine radikal antikatholische Stimmung. Das ist wahr, und man könnte es mit mit vielen Beispielen belegen. Erste Gesetze, die die Kirche in Schwierigkeiten bringen sollen, gibt es in manchen Ländern schon, weitere werden kommen.

Diese antikatholische Haltung kommt von den Laizisten. Sie behaupten, die Freiheit zu lieben, aber sie meinen damit nur ihre Freiheit, nicht die Freiheit aller, schon gar nicht die Freiheit der Katholiken. Wenn sie könnten, würden sie die Kirche austilgen – so, wie es schon viele vor ihnen versucht haben.

Mir scheint, darin liegt eine geheimnisvolle Gesetzmäßigkeit und die Parallele zwischen Judenverfolgung und Katholikenverfolgung ist treffend: Juden und Christen gehören zusammen, die Christen gehen aus dem Judentum hervor. Paulus bedient sich des Bildes vom aufgepfropften Zweig: „Wir sind aufgepfropft dem Stamme Israel", das neue Volk Gottes wächst aus dem alten heraus. Dem gemeinsamen Volk-Gottes-Sein entspricht die Gemeinsamkeit in der Verfolgung. Bei einem Rabbiner habe ich neulich gelesen: die Verfolgungen der Zukunft werden die Juden und die Christen gemeinsam betreffen, das entspricht ihrer Erwählung und Gemeinsamkeit.

Schildere ich die Lage zu traurig? Gibt es keine Hoffnung? Ja, es ist schrecklich und innerweltlich gesehen denke ich mir: Wie soll die Lösung der Probleme und Nöte ausschauen? Ich bin nicht gekommen, um Ihnen hier den Mut zu nehmen und Sie traurig nach Hause gehen zu lassen, sondern Ihnen Mut zu machen. 

Ich trage angesichts der Krise der Kirche von innen und außen zwei grosse Visionen in mir, die mich trösten:

Die erste Vision stammt aus dem Buche Daniel: Der König Nebukadnezar träumt. Er sieht ein Standbild aus Gold, Silber und Erz, und die Figur steht auf tönernen Füssen. Er schaut und sieht einen Stein, der sich oben auf dem Berg löst und rollt und rollt und schließlich das Standbild an den Füßen trifft, so dass es donnernd zusammenfällt. Das Standbild, erklärt Daniel dem König, ist dein Reich, aber dein Reich wird zerstört werden. So wird es auch mit den „Standbildern" sein, die heute die Kirche bedrohen. Wir glauben, wir sind ohne Hoffnung, aber dann lässt Gott unerwartet einen „Stein" ins Rollen kommen und er zerschlägt die Mächte des Bösen, die auf Ton gestützt sind. Sie stürzen in sich zusammen und am nächsten Tag geht man vorüber und fragt sich, wo sie denn sind. Darum sag ich euch: Habt nur Mut. Gott hat schon so viele Grosse, die gemeint haben, sie könnten die Kirche zu Boden reissen, zusammenstürzen lassen. Man sollte sich auch an das Pauluswort erinnern (2 Kor 10,4-5) „Die Waffen, die wir bei unserem Feldzug einsetzen, sind nicht irdisch, aber sie haben durch Gott die Macht, Festungen zu schleifen; mit ihnen reißen wir alle hohen Gedankengebäude nieder, die sich gegen die Erkenntnis Gottes auftürmen. Wir nehmen alles Denken gefangen, so dass es Christus gehorcht ..".

Und das zweite Bild ist die Vision des hl. Don Bosco. Er sieht die Kirche im Bild eines Schiffes auf einem bewegten Meer. Der Papst ist der Steuermann, aber das Schiff wird angegriffen von anderen Schiffen. Das Kirchenschiff flieht in einen Hafen zwischen zwei Säulen. Auf der einen Säule steht die Jungfrau Maria, auf der anderen die Eucharistie in der Monstranz mit dem Leib des Herrn. Don Bosco deutet dann diesen visionären Traum als die drei Sicherheiten der Kirche: Die Eucharistie, Maria und der Papst. Und zu allen drei möchte ich Ihnen etwas sagen.

Wir sind im Jahr der Eucharistie, ihr gilt die erste Überlegung. Wir dürfen die Eucharistie nicht isoliert sehen, ohne die ganze Geschichte des Heiles in den Blick zu nehmen. 

Das möchte Ihnen so erklären:

Bei vielen Christen besteht heute die Gefahr folgendermaßen zu denken: „Wissen Sie, Herr Bischof, ich bin tolerant. Für mich sind alle Religionen gleich, der Islam ist genau so gut wie das Christentum oder der Hinduismus. Da müssen wir einfach demütig bleiben, ohne Dünkel, dass nur wir die Wahrheit haben."

Bei Leuten, die so reden, denke ich: Sie kennen weder die anderen Religionen noch die eigene. Und ich antworte ihnen: „Lassen wir beiseite – nur kurz natürlich –, welche Religion die wahre Religion ist. Vergleichen wir nur, was uns die verschiedenen Religionen über Gott sagen, und tun wir so, als könnten wir die „Beste" wählen - wie in einem Geschäft die beste Ware. Erzählt nun alle von euren Religionen und davon, wie eurer Meinung nach Gott wirklich ist. Wie ist, Hand auf`s Herz, der beste Gott und welche Religion hat ihn?"

Wenn sie dann alle erzählt haben, möchte ich von meinem Gott erzählen, von dem Gott der Juden und der Christen, und liebe Gläubige, da muss man nicht sehr gebildet sein, um zu wissen: Unser Gott ist mit Abstand der „beste Gott", nicht einmal ansatzweise haben die andern „Vergleichbares zu bieten". 

Erinnern Sie sich nur, wie unser Gott ist:

Unser Gott ist nicht einer, der da irgendwo oben oder wer weiss wo wohnt - oder gar nur eine Kraft, was immer das sein soll – und der uns beobachtet, einer der vor allem streng mit uns verfährt und uns am Ende richtet. Unser Gott ist so anders! Er beginnt damit, dass Er Sein Volk befreit und ihm sagt: JAHWE, ich bin der, der da ist, bei euch ist. Nicht weit oben und nicht weit weg, sondern mitten unter euch. Dann begleitet Er sein Volk und schließt mit ihm einen Bund. Abraham verheisst er viele Nachkommen und verspricht ihm seine dauernde Hilfe.

Später am Sinai, sagt dieser Gott: Ich gebe euch die Regeln eures Lebens, ich helfe euch, dass ihr das nicht aus dem Auge verliert, was euch am Leben erhält. So gibt Er ihnen die zehn Worte des Lebens, die wir die „Zehn Gebote" nennen, aber nicht um unser Leben irgendwie einzuengen, wie mit einem Gitter, und nicht, um unsere Lebensfreude zu strangulieren und uns die Freude zu nehmen, sondern um uns zu bewahren, irgendwohin abzustürzen und in unser Unglück zu laufen.

Man könnte sagen: Also mehr kann Gott nicht tun. Den Bund hat er geschlossen, die Gebote hat er gegeben, sein Volk war untreu und was tut Gott? Er hat ein fürs andere Mal Seinen Bund erneuert und gesagt: Also gut, Ich fange noch einmal neu mit euch an.

Das war Ihm immer noch nicht genug: Der Gott, der die ganze Welt erschaffen hat, Der, durch den „alles geworden ist", das Wort Gottes, Er ist Mensch geworden und „hat unter uns gewohnt"! Ich bitte euch, wo gibt es so etwas: Gott hat „unter uns gewohnt"! Dann heisst es: Es ist für Gott eine Freude, bei uns zu wohnen. Eine Freude für Gott, bei mir zu wohnen? Die Vorstellung, dass Gott bei mir wohnen will, freiwillig, gerne! Bei wem wollen Sie wohnen? Ein kurzer Besuch ja, aber gleich wohnen? Aber Gott geht noch einen Schritt weiter, obwohl man meinen könnte, mehr geht nicht mehr. Dieser Sohn Gottes, der Mensch geworden ist und unter uns wohnt, er nimmt das Leiden und den Tod auf sich.

Und wieder ist auch das nicht alles: Jetzt schenkt Er uns noch die Eucharistie, dieses gewaltige, wunderbare Geheimnis, durch das Er bis ans Ende der Welt „unter uns wohnt", in dem Sein Tod „gegenwärtig" wird und bleibt, durch das wir schon jetzt den Himmel verkosten. Es ist mehr als Erinnerung. Ja natürlich, wir erinnern uns, Juden und Christen sind Leute, die sich ständig erinnern, aber gleichzeitig ständig nach vorne schauen und doch ganz im Jetzt leben.

Die Eucharistie ist mehr als Erinnerung. Distanzen kann man überbrücken, die Zeit nicht. Ich kann von Salzburg nach Luzern fahren, aber ich kann nicht heute leben und eines Tages beschließen, zehn Jahre in die Zeit zurückzugehen. Das geht nicht. Aber hier, am Altar, hier geht es. Es ist nicht eine Wiederholung, denn Jesus ist ein einziges Mal gestorben, sondern es ist Vergegenwärtigung des einzigartigen Opfers Jesu Christi. Zugleich ist die Messe, wie der hl. Vater neulich gesagt hat, ein Besuch im Himmel - offener Himmel. Dabei treten wir sozusagen in den Vorraum des Himmels ein und atmen den Duft des Himmels, wir berühren die Welt Gottes. Das ist die hl. Messe. Und so will Christus gegenwärtig sein, Christus gestern, Christus heute, Christus in Ewigkeit. So begleitet Er sein Volk bis ans Ende der Zeit, lebt den Bund und wohnt weiter unter uns – nicht damals, sondern jetzt und bis ans Ende der Welt.

Wenn die Eucharistie das ist, meine lieben Gläubigen, versteht man auch, warum sie das Grösste ist, was wir haben und tun. Und dieser Christus, der uns hier begegnet und den wir empfangen, bleibt nicht im Tabernakel, sondern will in der Gestalt des Brotes bei uns Wohnung nehmen. Das Brot, das der Priester in den Leib des Herrn verwandelt, verwandelt seinerseits uns in die Richtung Gottes, Teilhabe an der göttlichen Natur, Vergöttlichung des Menschen.

Das ist unser Gott und eine Haupteigenschaft dieses Gottes ist – fast hätte ich jetzt gesagt – Seine „Eselsgeduld" mit uns Menschen. Oder anders gesagt: Der sprichwörtlich geduldige Esel ist nichts gegen die Geduld Gottes mit uns. Gott hat eine „Gottesgeduld" mit uns, die alle „Eselsgeduld" als gering erscheinen lässt.

Wenn ich das alles gesagt habe, möchte ich mich in dem imaginären Kreis der Vertreter der andern Religionen gelassen zurücklehnen und sagen: „Jetzt zeigt mir einmal euren Gott." Es geht mir dann ähnlich wie dem Propheten Elia im Wettstreit mit den Priestern anderer Götter: Lebendig erweist sich nur der Gott des Elia. Ich glaube, die anderen müssten eigentlich schweigen. In dieses Schweigen hinein möchte ich sagen: Er ist nicht nur mit Abstand der „beste Gott", er ist „zufällig" zugleich der wahre Gott! Würde ich nur sagen: „Lasst uns jetzt den besten Gott auswählen", wäre das lächerlich, denn die Wirklichkeit richtet sich nicht nach unseren Wünschen. Aber was für ein Glück, es trifft sich wunderbar, der beste Gott ist zugleich der wahre Gott, unser Vater im Himmel.

Dann möchte ich den anderen sagen: „Liebe Brüder und Schwestern, ihr seid keine schlechteren Menschen als wir. Aber das, was ihr über euren Gott erzählen könnt, lässt sich doch überhaupt nicht vergleichen mit unserem Gott. Ihr müsstet uns Christen eigentlich sagen: „Wie schön wär`s, wenn ihr Recht hättet!" Das wäre eine normale, mit der Vernunft nachvollziehbare Reaktion, wenn ich den anderen das Evangelium und die Geschichte Gottes mit den Menschen wirklich erzählen kann und vorausgesetzt, sie verstehen, was ich ihnen sage.

Don Bosco hat auch vom Papst gesprochen, dem Steuermann des Kirchenschiffs. Mit dem Blick auf die Lesung von heute möchte ich ihn mit Eli vergleichen, der dem jungen Samuel hilft, das Gotteswort zu verstehen und anzunehmen. Was tut Eli? Er hilft verstehen. Wie Samuel den Eli braucht, um den Ruf Gottes richtig zu deuten, brauchen wir die Kirche und ihre Stimme, um in die richtige Beziehung zu Gott zu treten. Papst Johannes Paul II. und jeder andere zukünftige Papst, hoffentlich jeder Bischof sollte nichts anderes tun, als den Menschen, die von Gott zur Heiligkeit gerufen werden, zu helfen.

Der Teufel ist der Vater der Lüge, und er lügt so geschickt, dass er die grössten und gescheitesten Professoren lächerlich gemacht und sie in seine Lügennetze hineingezogen hat. Die Sicherheit vor der Verführung durch den Zeitgeist, der schon oft „des Teufels war", liegt nicht im akademischen Titel, sondern liegt im Hinhören auf den lebendigen Eli, die Kirche, den Papst, die anderen Christen, die mir helfen, in der Wahrheit zu bleiben. Mein Vater hat mir immer erzählt: In der Nazizeit habe ich Generaldirektoren, Professoren und andere gescheite Leute gekannt, die eine größere Bildung hatten als ich - und der Verführung dennoch erlegen sind. Und ich habe ganz einfache, aber gläubige Leute gekannt, die in Hitler den Teufel erkannt haben.

Die Kirche mit ihrem Lehramt ist, so denke ich mir das in einem modernen Bild, ein „GPS Gottes". Wissen Sie, was das ist? Ein Steuerungssystem über Satellit: Es „beobachtet" das Auto, weiß, wo es hinfährt – und hilft dem Fahrer, seinen Weg zu finden: Im Auto ertönt eine Stimme und sagt: „Nach 300 Metern fahren Sie rechts" und leitet so ins Ziel. Das „Gottes-GPS" ist die Kirche oder genauer gesagt: das Lehramt in der Kirche. Die Wahrheit findet man nicht in jedem Kirchenblatt. Nicht in allem, wo katholisch draufsteht, ist katholisch drinn! Aber ein mündiger Katholik weiss, wo er nachschauen muss: Im Katechismus zum Beispiel, den jeder mündige Katholik haben sollte.

Papst Johannes Paul II. hat uns als Lehrer der Wahrheit nicht nur viel geschenkt, sondern immer auch das, was wir besonders brauchen, besonders heute. Ich nenne „Familiaris consortio" in Bezug auf die Familie, „Evangelium vitae" zum Thema Heiligkeit des Lebens und jetzt die Enzyklika über die Eucharistie - und das viele andere zur Orientierung für mein Leben und für Ihr Leben. „Evangelium vitae" betrachte ich als meine „Bischofs-Enzyklika", weil sie am Tag meiner Bischofsweihe veröffentlich wurde. Tatsächlich ist es das Dokument, das meine Arbeit mehr begleitet als die anderen.

Das dritte Element der Vision des hl. Don Bosco war Maria, die Mutter des Herrn. Damit sind wir wieder bei Fatima. Durch ihr Erscheinen und ihre Botschaft hat Maria das Leben von Lucia, Francisco und Jacinta verändert. Nicht in ihrem Äußeren, wohl aber im Inneren. In welcher Richtung hat Maria das Leben dieser Kinder verändert? Ich möchte sagen: Von den Erscheinungen an war die Sehnsucht nach dem Himmel der Mittelpunkt im Leben dieser Kinder und sie waren bereit, alles zu tun, was „der Himmel" von ihnen wollte – nicht zwanghaft, sondern mit jener wunderbaren, inbrünstigen Liebe, deren Kinder fähig sind. Es war eine Umkehr, es war ein Nachoben-Kehren der Kinderherzen. In einer ihrer Visionen sahen sie ein Licht von den Händen der Muttergottes ausgehen, das sie bis ins Innerste durchdrang, und sie fühlten sich wie in Gott getaucht, ein Licht, das sie gleichsam hereingenommen hat in die Welt Gottes. Diese Gnade bewirkte, dass sie von da an für den Himmel lebten. Das taten sie aber nicht in dieser karikierten Form eines egoistischen Himmelsverlangens, neben dem die Anderen gleichgültig sind. Im Gegenteil, die Kinder sind voll des glühenden Eifers, um an der Rettung der verlorenen Seelen mitzuwirken. Und sie wollen „Christus trösten" angesichts der Vielen, die nicht an ihn glauben. Sie möchten Christus trösten wie man einen Freund tröstet, indem man ihm zuflüstert: Du hast doch mich, schau, ich bin für dich da. So wollten diese Kinder – wirklich, es waren nur Kinder! - Christus trösten.

Mein Taufpate, heute schon über neunzig Jahre alt, sagte mir vor einigen Jahren: „Der Gedanke, den ich besonders bei Francisco gefunden habe, dass er Jesus trösten möchte, hat mich tief berührt. Ich erinnere mich nicht, dies bei einem anderen Heiligen gefunden zu haben: dass man Jesus trösten kann durch die eigene Hingabe."

Maria rettet die Kirche, indem sie die Herzen dem Himmel zuwendet. Und sie lehrt Christ-sein. Heute redet man von verschiedenen Spiritualitäten. Aber es gibt keine christliche Spiritualität, in deren Kern nicht der „Engel des Herrn" enthalten wäre, und jede Spiritualität ist nur Auslegung und Hilfe dazu, 

den Engel des Herrn zu leben:

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und Maria antwortet: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn". Die Folge ist: „Und das Wort ist Fleisch geworden", der Dialog Gottes mit den Menschen kommt zu einem unerwarteten Höhepunkt und der Dialog mit Maria geht weiter durch die Jahrhunderte mit allen Menschen, mit den Kindern von Fatima und mit jedem von uns. Gott redet den Menschen an, und wenn der Mensch antwortet, vollbringt Gott seine Wunder. Das ist es. Und mit „Wunder" meine ich jetzt nicht etwas wie das Sonnenwunder oder sonst etwas Aussergewöhnliches, sondern ich denke an die Wunder Gottes im Alltag, Wunder, die man nicht beweisen kann, sondern erst im Rückblick erkennt.

Den Engel des Herrn zu leben ist das tägliche Programm unserer Heiligung, es ist das Mittel, das wir der Krise in der Kirche entgegenzusetzen haben, es ist der Stein, der die Tonfüße, auf denen die Macht des Bösen steht, zerschmettern wird. Nicht Gewalt ist die Lösung. 

Wir können nur den Weg Gottes gehen:

Wir feiern die Eucharistie in grosser Liebe, in grosser Treue, in der Schönheit, in der Offenheit für das, was da geschieht, und für das, was Gott dabei mit uns machen will. Der Herr will uns verwandeln, und als Verwandelte werden wir siegen.

Dem Glaubensabfall müssen wir eine grosse Treue in allem, was uns die Kirche wirklich lehrt, entgegensetzen. Dabei geht es nicht um irgendeine Theologen-Meinung, sondern um die Lehre der Kirche. Theresa von Avila hat einmal gesagt, sie würde für die kleinste Bestimmung der Kirche ihr Leben geben – erst recht für den Glauben. Es genügt nicht zu sagen: Im grossen und ganzen glaube ich, aber da und dort habe ich meine eigene Meinung.... Viele sind es, die heute so reden, und dann in heiklen Fragen von der Lehre der Kirche abweichen. Ich denke dabei an alle Fragen, die Ehe und Familie betreffen, aber auch an den Umgang mit dem menschlichen Leben. Wir brauchen eine neue, unerschütterliche Treue zur Lehre der Kirche.

Für diese Treue möchte ich ein besonders aktuelles Beispiel nennen: Die heutige Welt ist im Begriff, Ehe und Familie zu zerstören, in alle Richtungen zu zerstückeln. Papst Johannes Paul II. sagt: Die Familie ist die Zukunft – wer also die Familie zerstört, zerstört die Zukunft. Die Tatsachen zeigen, wie wahr das ist: Die Folge jener Politik, die Ehe und Familie zerstören will, wird bereits sichtbar: Wir Europäer sind im Aussterben begriffen. Das ehemals christliche Europa ist dabei, sich selber auszurotten, weil sich die Bewohner weigern, in den Dienst des Lebens zu treten. Wann werden die Christen, angefangen von den Bischöfen bis hin zu den Gläubigen in unseren Pfarreien, endlich aufwachen und wirklich für die Familien eintreten? Wann werden die Menschen wieder bereit sein, mit Freude Kinder zu bekommen? Die Muslime sagen uns heute ziemlich offen: „Wir haben Zeit und wir haben mehr Kinder als ihr. So werden wir Europa gewinnen. Nicht mit den Waffen, wie wir es damals vor Wien versuchten, sondern dadurch, dass wir mehr Kinder haben als ihr. Wann werden die Christen endlich begreifen, wann werden sie antworten können: „Ihr habt mehr Kinder? Ihr könnt ruhig viele Kinder haben, aber wir Christen haben genauso viele und noch mehr Kinder als ihr..."? Ein solches Ziel muss man doch nennen dürfen!

Die Treue zu Christus und seiner Kirche muss mit dem Mut verbunden sein, den Glauben zu bezeugen. Mit Mut, nicht mit Anmassung, nicht mit Besserwisserei, sondern demütig, so dass die Menschen spüren, dass es nicht „unsere" Wahrheit ist, sondern die Wahrheit, die wir selbst empfangen haben, die Wahrheit Gottes.

Zu den Wahrheiten, die heute besonders des Zeugnisses der Christen bedürfen, gehört die Heiligkeit des menschlichen Lebens. Ich habe gehört, dass viele von Ihnen im Lebensschutz tätig sind. Gott sei Dank, man soll später nicht sagen können, Ihr Christen habt geschlafen, Ihr habt nur leise gepiepst, während die ungeborenen Kinder zu Tausenden und zu Hundertausenden umgebracht worden sind. Zeugnis ablegen braucht manchmal Mut, wenigstens den Mut, der es erträgt, ausgelacht zu werden – ja und? Dann werden wir eben ausgelacht oder „gemobbt". Darüber sollten wir uns freuen, wenn wir an die Seligpreisungen denken. Das ist zudem nicht so schlimm, andere Christen hat man den Löwen vorgeworfen, und das war doch ein bisschen ärger....

Wir brauchen mutige Christen. Als Papst Johannes Paul II. sein Amt antrat, rief er den Menschen zu: „Fürchtet euch nicht!", ein Wort, das wir in der Bibel oft finden. Das kann ich nur unterstreichen: Ja fürchtet euch nicht, habt keine Angst. Vertraut auf die Macht des Herrn. Wir können den Stein, der den antichristlichen Riesen von heute zu Fall bringen wird, nicht selbst in Bewegung setzen. Gott wird ihn eines Tages rollen lassen. Von uns möchte Gott nur die Treue, den Mut, den Gehorsam gegenüber Seinem Wort. Christus ist gehorsam geworden, gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Das ist der Weg Gottes.

Und so schliesst sich der Kreis. Wir feiern heute diese beiden Kinder, die uns an das erinnern, was unser christliches Leben ausmacht: die Gemeinschaft mit Gott, die Sehnsucht nach dem Himmel, die Bereitschaft, auf Gottes Ruf zu antworten wie Maria im Dialog mit dem Engel. Aus dieser Welt Gottes gehen wir gereinigt und verwandelt in unser alltägliches Leben zurück und bezeugen Christus, nicht als einen Religionsstifter unter anderen, sondern als das Heil der Welt und unseren Herrn und Meister. ER ist unsere Hoffnung, an Ihn glauben wir und Er gibt uns Zuversicht und Mut. Amen.

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 FORSCHUNGSERGEBNISSE

 

 

 

NEUE FORSCHUNGSERGEBNISSE ZUM "WUNDERFOTO" (2007)

Wissenschaftliche Leitung der Begutachtung:

Prof. Dr.-Ing. W. K. Rienecker

 

 

Das Lichtphänomen am Fatima-Gebetstag 2005 -

Ein Rückblick auf das Ereignis und die Untersuchungsergebnisse

 

Am 20. Februar 2005 fand in der Jesuitenkirche in Luzern der nationale Fatima-Gebetstag des Jahres 2005 statt. Hauptzelebrant der Heiligen Messe war damals S. E. Weihbischof Dr. Andreas Laun aus Salzburg. Eine Teilnehmerin erstellte in der Veranstaltung mit einer Digitalkamera eine Reihe von Aufnahmen. Bei der späteren Betrachtung der digitalen Bilder auf einem Computer-Bildschirm bemerkte sie eine seltsame Lichtfläche in einer der Aufnahmen. Unter Einschluss seiner Stirn zeigte ein Bild eine kreisförmige Lichtfläche über und teilweise auf S. E. Weihbischof Dr. Laun. Die besondere Geometrie und der erstaunliche Kontrast dieser Kreisfläche verwunderten die Teilnehmerin und sie stellte die hoch interessante Aufnahme dem Fatima-Weltapostolat der Deutsch-Schweiz zur Verfügung. Nach der ersten Veröffentlichung des Bildes im Rahmen der Internet-Präsentation auf der Netzseite Fatima.ch resultierte ein Kontakt zum Verfasser dieses Artikels. Für eine wissenschaftliche Untersuchung und Begutachtung des Vorgangs wurden dem Verfasser anschliessend alle relevanten Informationen und Original-Bilddaten übermittelt. Das Kernanliegen des Fatima-Weltapostolats der Deutsch-Schweiz war verständlicherweise eine mögliche Antwort auf die Frage, ob die Licht-Kreisfläche im entsprechenden Bild einen übernatürlichen Ursprung besitzen könnte.

Die wissenschaftliche Analyse derartiger Fragestellungen ist von ausserordentlich hoher Komplexität und erfordert sehr umfangreiche gerätetechnische Untersuchungen. In der zurückliegenden Zeit erfolgte mit Methoden der modernen optischen Messtechnik und der digitalen Bildverarbeitung eine detaillierte Analyse des Gesamtsachverhalts.

Im Folgenden soll nun über die wesentlichen Ergebnisse in kurzgefasster Form berichtet werden. Obwohl die vielschichtige Thematik einer Reihe von Fachbegriffen bedarf, wurde eine möglichst allgemeinverständliche Darstellung angestrebt. Für alle Termini, auf die bezüglich einer fundierten Sachbeschreibung nicht verzichtet werden konnte, finden sich ergänzend an den jeweiligen Textteilen kurze Erläuterungen.

Zunächst soll an dieser Stelle das wesentliche Resultat der Expertise als kurze "Vorschau" zusammengefasst werden:

Die Licht-Kreisfläche in der untersuchten Digitalaufnahme kann in Anbetracht der Analyse-Ergebnisse nicht natürlichen Ursprungs sein. Im Zuge der messtechnischen Untersuchungen der Raum- und Lichtverhältnisse in der Jesuitenkirche in Luzern sowie der digitalen Bildanalyse der Aufnahme mit der Licht-Kreisfläche konnten sämtliche physikalischen und anthropogenen (also die eventuell durch Menschen hervorgerufenen oder gelenkten) Möglichkeiten für eine natürliche Verursachung ausgeschlossen werden.

In den weiteren Abschnitten wird nun über die Vorgehensweise und die verwendeten Untersuchungs-Verfahren, auf deren Basis dieses Ergebnis formuliert werden konnte, berichtet.

a) Die Ausgangs-Situation

Zur Begutachtung wurden übergeben: - Nikon Digitalkamera E3100 mit Original-CompactFlash-Karte, Kamera-Firmware E3100 V1.2, - Nikon Kamera-Software View COOLPIX (Europa-Version), - Nikon View Reference Manual.

Auf der CompactFlash-Karte befanden sich u. a. 11 Aufnahmen aus der Jesuitenkirche mit den Bild-Nummern DSCN2328.JPG bis DSCN2338.JPG. Diese 11 Aufnahmen wurden auf eine Festplatte eines Bildanalyse-Rechners übertragen. Die Digitalbilder verfügen jeweils über eine Auflösung von 1600 x 1200 Pixel. Das zu begutachtende Bild besitzt die Bezeichnung DSCN2337.JPG. Es umfasst 463 KB und wurde mit den folgenden Prozessdaten aufgenommen: - digitaler Zeitstempel: Sonntag, 20. Februar 2005 05:28:00 (gemäss interner Kamerazeit, nicht synchronisiert mit der tatsächlichen Ortszeit), - Belichtungs-Programm 2, - Blitz zugeschaltet, - Aufnahme-Brennweite 11,6 mm (entspricht der 35mm-Brennweite 76), - ISO-Wert 400, - Auflösung 1600 x 1200.

b) Die Inhalts-Struktur des Lichtphänomen-Bildes

Das vorrangig zu begutachtende Nikon Digitalbild DSCN2337.JPG enthält oberhalb von S. E. Weihbischof Dr. A. Laun eine kreisförmige Lichtscheibe, die im Folgenden "Licht-Kreisfläche" genannt werden soll. Das nachfolgende Bild zeigt das ausgelesene Original-Digitalbild mit der Licht-Kreisfläche, das lediglich in den Luminanz-Werten (Helligkeits, Kontrast) und bezüglich der Chrominanz (Farbsättigung) für die Wiedergabe innerhalb dieses Artikel-Textes angepasst wurde.

Bild_1-2007.jpg (1565153 Byte) Bild 1. (Bitte die Bilder ankicken, um sie in voller Grösse betrachten zu können)

b) Detaillierung der Fragestellung und Zielsetzung

In den 11 Digitalaufnahmen, die innerhalb einer Zeitspanne von 1 Stunde, 35 Minuten und 28 Sekunden in der Jesuitenkirche in Luzern mit der beschriebenen Nikon Digitalkamera aufgezeichnet worden waren, findet sich ausschliesslich im genannten Bild mit der Licht-Kreisfläche eine ungewöhnliche, nicht unmittelbar identifzierbare Bildkomponente. An erster Stelle stand nun die besondere Fragestellung, ob für die Licht-Kreisfläche in dieser Aufnahme eine natürliche Erklärung gefunden werden kann. Zielsetzung der durchgeführten Untersuchungen war, mit modernen Methoden der digitalen mehrdimensionalen Mustererkennung, Bildanalyse und Photogrammetrie (das wissenschaftliche Fachgebiet der Bildmesstechnik) spezifische Wesensmerkmale des Phänomens zu ermitteln. Geometrische, topologische, morphologische, luminanz-, chrominanz- sowie ortsfrequenzspezifische (bildspektrale) Charakteristiken der Bild-Szene können im Rahmen derartiger Analysen gegebenenfalls den Ursprung der Licht-Kreisfläche aufzeigen und verdeutlichen.

Natürliche Ursachen von Ereignissen oder Sachverhalten werden üblicherweise in zwei Bereiche unterteilt:

- Physikalisch-technische Ursachen (bekannten physikalischen Gesetzen folgend und durch technische System-Eigenschaften realisiert)

oder

- anthropogene Ursachen (gezielt durch menschliche Eingriffe hervorgerufen und mit technischen Hilfsmitteln erzeugt).

Wenn bei einem Phänomen alle Formen und Mechanismen dieser beiden Wesens-Ursachen ausgeschlossen werden können, liegt ein übernatürlicher Sachverhalt vor. Die Natur- und Ingenieurwissenschaften können in vielen Fällen ermitteln, ob natürliche oder übernatürliche Ursachen vorliegen. Die Gründe für ein übernatürliches Phänomen und dessen Herkunft sind dann allerdings durch die Geisteswissenschaften zu erforschen. An dieser Stelle sei auf die theologischen Ausführungen von Herrn Dr. A. Fugel auf der Internetseite des Fatima-Weltapostolats der Deutsch-Schweiz hingewiesen.

c) Bildanalyse, Mustererkennung und Photogrammetrie

Im Weiteren erfolgten nun Analysen, ob eventuell eine unbeabsichtigte oder beabsichtigte Einwirkung natürlicher oder technischer Lichtquellen vorliegen könnte.

Für die Untersuchungen wurden zunächst Bildsequenzen konfiguriert, die einerseits Referenzdaten für die photogrammetrischen Arbeiten und andererseits präzise Raumlicht-Analysen gestatteten. Hierfür erfolgten eigene Digitalaufnahmen in der Jesuitenkirche (Altarraum, sämtliche Fensterbereiche, elektrische Beleuchtungs-Szenarien).

Auch das Bild DSCN2338.JPG, das nur 12 Sekunden nach dem Bild mit der Licht-Kreisfläche aufgenommen worden war, diente als wichtige Analyse- und Kalibrier-Referenz.

Bild_2-2007.JPG (1356061 Byte) Bild 2

An Hand eines Differentiations-Prozesses (ein bildanalytisches Verfahren, bei dem Veränderungen des Bildinhalts untersucht werden) lässt sich im Bild mit der Licht-Kreisfläche erkennen, dass im weissen Spektrum der Licht-Kreisfläche ein Begrenzungs-Lichtkreis enthalten ist. Dieser - im zugehörigen Bild als Kreis mit Blau-Färbung zu sehende - Licht-Kreisring kann gewissermassen aus dem Weiss-Licht der Kreisfläche extrahiert werden. Schon an dieser Stelle resultiert ein interessantes Zwischenergebnis. Eine natürliche - ggf. anthropogene - Ursache könnte nur mit sehr hohem technischen Aufwand eine derartige Lichtstruktur hervorrufen, bei der zwischen Kreisring und Kreisfläche eine Transformations-Abbildung mit vergleichbar hoher geometrischer Präzision erfolgt.

Bild_3-2007.jpg (926652 Byte) Bild 3

Die Licht-Kreisfläche wurde nun mit verschiedenen photogrammetrischen Methoden analysiert. Alle eingesetzten Bildgeometrie-Messverfahren zeigten übereinstimmend eine weitgehend perfekte Kreis-Approximation (geometrische Annäherung an einen idealen Kreis) des Licht-Phänomens. Jeder natürliche oder künstliche Lichteinfall würde im Allgemeinen eine erhebliche Abweichung von der Kreisform besitzen, da die Musterabbildung nur in einem sehr geringen Raumwinkel unverzerrt erfolgen könnte. Ergänzend sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Lichtkreisfläche gewissermassen "im Raum schwebt" und nicht auf einem Projektions-Flächenträger erscheint. Auch aus dieser Sicht ist die ideale Kreisfläche mit normalen technischen Hilfsmitteln nicht erzeugbar.

Bild 4

Die Generierung einer "schwebenden", transparenten Licht-Kreisfläche mit technischen Mitteln würde zwei aufwendige Infrarot-Laser oder Elektronenquellen mit komplexer Strahlsteuerung erfordern. Mit derartigen Mitteln könnte im Schnittpunkt der flächenhaft abgelenkten Strahlen eine Photonen-Emission im sichtbaren Lichtbereich erzeugt werden. Die apparative Aufwand einer derartigen Lösung wäre allerdings exorbitant! Entsprechendes gilt für die damit verbundenen Kosten.

Dem Bild mit der Licht-Kreisfläche wurde im Weiteren zur Vorbereitung bildanalytischer und photogrammetrischer Datenbearbeitungen ein Ausschnitt mit den Hauptmerkmalen entnommen. Auf die Ergebnisse dieser Basis-Extraktion konnten nun Bildverarbeitungs-Algorithmen (hier handelt es sich um die computergestützte Anwendung mathematische Gesetze auf die Bilddaten) angewendet werden.

Bild 5

Durch nachfolgende Algorithmen-Schritte wurden nun qualitative und quantitative Untersuchungen der topologischen, morphologischen und geometrischen Bild-Charakteristiken möglich. Sämtliche hier durchgeführten Methoden der digitalen, zweidimensionalen Bildanalyse und Photogrammetrie verdeutlichten, dass die Licht-Generierung n u r direkt in der Licht-Kreisfläche selbst erfolgt sein kann. Das flächenhafte Licht dieser Kreisscheibe kann n i c h t aus irgendeiner Raum-Richtung (weder axial in Vorwärts- oder Rückrichtung noch senkrecht zur Transversal-Ebene) erzeugt worden sein, sondern ausschliesslich unmittelbar in der Lichtfläche.

Da sich in dieser Lichtfläche keine natürlichen oder technischen Objekte befinden, die eine Licht-Emission durchführen oder ermöglichen hätten können, müssen die Lichtsignale der Licht-Kreisfläche in einer der menschlichen Wissenschaft unbekannten Weise erzeugt worden sein (die weiter oben genannte technisch-physikalische Möglichkeit, eine derartige Lichtfläche auch mit geeigneter Strahlung zu erzeugen, würde dagegen ein Physik- und Elektronik-Laboratorium erfordern, das in etwa die gesamte Jesuitenkirche ausgefüllt hätte und kann somit vollständig ausgeschlossen werden).

Durch weiterhin angewandte spezifische zweidimensionale Bild-Operatoren wurde verdeutlicht, dass aus keinem Raumwinkelbereich eine Einstrahlung erfolgt sein kann. Sowohl die Bild-Textur als auch die ableitbaren Bild-Parameter aus dem Umgebungs-Licht, Blitzlicht sowie den korrelierenden Schatten-Strukturen beweisen die Lichterzeugung innerhalb der Kreis-Geometrie. Auch die aus diesen weiteren Analysen resultierenden Ergebnisse schliessen eine physikalisch-technische oder anthropogene Ursache der Licht-Kreisfläche zweifelsfrei aus.

Bild 6

d) Geometrische Korrelation

Mit modernen Mustererkennungs-Methoden wurde das Bild mit der Licht-Kreisfläche nach eventuell weiteren enthaltenen Merkmalen analysiert. Im Verlauf dieser Merkmals-Recherchen zeigte sich ein in der Tat sehr erstaunlicher Zusammenhang von Bild-Elementen. Der Flächenwert der Licht-Kreisfläche, deren ideale Kreis-Geometrie schon an früherer Stelle beschrieben wurde, sei im Folgenden als A(L) bezeichnet. Photogrammetrisch kann diese Fläche in einer normierten Form berechnet werden. Durch eine Kalibrierung resultiert aus dem normierten Flächenwert dann ein spezifischer Flächeninhalt in einer geeigneten Masseinheit. In den Untersuchungen wurde für die Kalibrierung ein bestimmtes Pixelmass pro Millimeter gewählt, das eine gute Approximation an die realen Grössenverhältnisse in der Jesuitenkirche darstellt. Die speziell hier gewählten Kalibrierungsdaten sind jedoch völlig unabhängig von den benutzten Bildmuster-Analyseverfahren und könnten jederzeit an ergänzende Raum-Messdaten angepasst werden.

Durch digitale Mustererkennungs-Prozesse konnte nun ein besonderer Geometriedaten-Zusammenhang aus dem Bildmuster extrahiert werden. In modernen Verfahren der automatisierten Personen-Erkennung werden bestimmte Charakteristika des menschlichen Gesichtes verwendet. Eine von vielen Messgrössen ist der Gesichts-Inkreis, jene Kreisfläche, die in die Begrenzung zwischen Haaransatz und Anfangslinie der Oberlippe gelegt werden kann. Diese Fläche sei im Folgenden mit A(I) bezeichnet.

Für die Aufnahme mit dem Licht-Phänomen zeigte sich nun der erstaunliche Zusammenhang:

A(L) = 13 x A(I)

Der Gesichts-Inkreis von S. E. Weihbischof Dr. A. Laun ist gerade 13-mal in der Lichtkreisfläche enthalten. Die spezifischen Messergebnisse sind: (A(L) = 647.586,7 mm² und A(I) = 49.510,9 mm².

Bild 7

e) Zahlenstruktur im Bildhintergrund

Das Bild mit der Licht-Kreisfläche offenbarte auch noch eine weitere, sehr interessante Inhaltssituation. Die eng mit den Ereignissen von Fatima verbundene Zahl 13 ist im Bild mit dem Licht-Phänomen nämlich zusätzlich auch in "Klarschrift" und in ganz besonderer Position enthalten.

Im folgenden Bild ist durch ein strichliertes Rechteck ein Bildausschnitt gekennzeichnet, in dem die Zahlenstruktur 63 - 1 - 13 auf einer Liedangabetafel enthalten ist.

Bild 8

In zwei weiteren Bildern ist der Bildinhalt des strichlierten Ausschnitts isoliert dargestellt und an Hand von Bildverarbeitungsverfahren verdeutlicht.

Bild 9      Bild 10

e) Analyse im Fourier-Raum - Eine ergänzende Untersuchung der Bildinhalte

Auch für Bilder, die Signale mit zwei Orts-Dimensionen x und y darstellen, kann eine Spektralfunktion mit Betrag und Phase bestimmt werden. Dieses Spektrum beschreibt den Anteil an Bildfrequenzen in den beiden Ortsrichtungen. Da ein Digitalbild aus diskreten Bildpunkten besteht (im vorliegenden Fall sind es 1600 x 1200 = 1.920.000 Bildpunkte = 1,92 Mega-Pixel), wird für die Spektralanalyse ein spezieller Algorithmus verwendet. Die Bezeichnung lautet "zweidimensionale diskrete Fourier-Transformation". Zur Vereinfachung wird für diesen Algorithmus im Folgenden das Akronym "DFT" benutzt. Die DFT wurde sowohl für das gesamte Bild mit der Licht-Kreisfläche als auch für zugehörige Teilbereiche - insbesondere für die isolierte Licht-Kreisfläche - berechnet. Die spektralen Charakteristiken könnten nämlich ebenfalls Merkmale besitzen, die gegebenenfalls auf natürliche Ursachen hinweisen. Zwei weitere Bilder zeigen die entsprechenden Ergebnisse, die allerdings ohne Fachkenntnisse nicht direkt in den Bildern interpretiert werden können. Während das erste nachfolgende Bild das sogenannte Leistungs-Spektrum der Licht-Kreisfläche in einer normierten Darstellung enthält, stellt das zweite nachfolgende Bild das zugehörige Phasen-Diagramm dar.. In sämtlichen Spektralanalysen konnten keine Merkmale oder Hinweise auf eventuelle Bild-Manipulationen oder sonstige anthropogene Komponenten gefunden werden.

Bild 11           Bild 12

f) Hinweis zum Originalzustand der Bilddaten

Prinzipiell könnte ein Fachmann für digitale Fotografie das Bild mit der Licht-Kreisfläche durch eine digitale Überlagerung eines ursprünglichen Bildes ohne die Licht-Kreisfläche mit einem künstlich erzeugten Bildmuster der Licht-Kreisfläche generiert und dann auf die Kamera zurückgespeichert haben. Hierzu wäre es möglich, zwei getrennt vorliegende Bild-Ebenen digital derart zu verkoppeln, dass eine Erkennung der ursprünglichen Teilbilder nicht mehr möglich ist. Bei einer späteren Bild-Analyse würde dann genau der vorliegende Fall einer Lichtebene ohne strahlenspezifische Verkopplung mit dem restlichen Bildinhalt resultieren.

Um diesen theoretischen Manipulationsfall auszuschliessen, wurde von der Eigentümerin der Nikon Kamera und Fotografin des Bildes DSCN2337.JPG eine Eidesstattliche Erklärung mit dem Inhalt erbeten, dass weder während des Fotografierens noch vorher oder nachher mit oder ohne Absicht eine gleichwie geartete Manipulation an der Nikon Digitalkamera oder am Aufzeichnungsträger mit dem Ziele des Erreichens einer aussergewöhnlichen Fotografie vorgenommen wurde. Das Original dieser Eidesstattlichen Erklärung verwahrt das Fatima-Weltapostolat der Deutsch-Schweiz.

g) Zusammenfassung der Untersuchungs-Ergebnisse

Die angewandten Methoden der digitalen Bildanalyse, Mustererkennung und Photogrammetrie führten zu den folgenden Ergebnissen:

- Die Licht-Kreisfläche kann nicht durch Lichteinfall über Fenster, durch elektrische Raum-Beleuchtungen, durch Reflexionen des Blitzlichtes oder gezielte manipulative Lichteinstrahlungen hervorgerufen worden sein. Die exakte Kreis-Geometrie der Licht-Kreisfläche und die Ergebnisse der Peripherie- und Hintergrund-Untersuchungen schliessen alle derartigen Ursachen vollständig aus.

- Die Licht-Kreisfläche besitzt geometrische, morphologische, topologische und textur-spezifische Charakteristiken, die auf eine Licht-Synthese innerhalb der Licht-Kreisfläche selbst hinweisen. Dies bedeutet, dass entweder eine Generierungs-Methode vorliegt, die der menschlichen Wissenschaft bisher unbekannt ist oder dass die Signal-Synthese in einer ebenfalls unbekannten Weise direkt im schon gespeicherten Bildmuster auf der Speicherkarte der Digitalkamera erfolgte.

- Die spektralen Charakteristiken zeigen in der Ortsfrequenz-Ebene keinerlei Merk- male einer gezielten anthropogenen Einflussnahme.

- Im Untersuchungs-Bild konnte ein geometrischer Muster-Zusammenhang entdeckt werden, der aus stochastischer Sicht nur eine extrem geringe Zufalls-Wahrschein- lichkeit besitzt. Die geometrische Korrelation A(L) = 13 x A(I) ist im Abschnitt d) detailliert beschrieben. 

Die Licht-Kreisfläche in der Digitalaufnahme der Teilnehmerin des nationale Fatima-Gebets-tages am 20. Februar 2005 in Luzern kann in Anbetracht der beschriebenen Analyse-Ergebnisse nicht natürlichen Ursprungs sein.

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Rienecker

Stiftung in honorem divinae sapientiae, Schwarzenberg

Institut für Multidisziplinäre Wissenschaft

 

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