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San Sebastian de GARABANDAL   

 

  Die_endzeitliche_Prophetie_von_Garabandal      Die letzten Erscheinungen in Garabandal      Die Zerstreuung der Herde      Garabandal heute      

Ein weiterer Beweis für die Echtheit          Die Kirche und Garabandal    

GARABANDAL_UND_DIE_ZEIT

 

 

Sämtliche Texte dieser Seite sind dem Buch "GARABANDAL -  Der Zeigefinger Gottes". WETO VERLAG, entnommen

Die Texte stehen unter dem COPYRIGHT © WETO-Verlag, Albrecht Weber, Postfach1103, D - 88701 Meersburg, Tel. 07532 5913

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Eine aktuelle Information:

Erzbischof Carlos Osoro-Sierra, Apostolischer Administrator, hat am 7. Mai 2007 alle Verbote gegenüber Garabandal aufgehoben und den Ortspfarrer Don Rolando-Cabeza Fuentes ermuntert in seinen Predigten über die Erscheinungen Marias zu sprechen.Ihr Albrecht Weber © WETO

 

 

 

 

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256 Seiten, mit vielen Bildern. Wird mit einem Zusatzkapitel über die neuesten Entwicklungen geliefert. €  12.70  / CHF 24.80

 

GARABANDAL - DER ERSCHEINUNGSORT

Die angekündigten Ereignisse

Wie oft hört man die Frage: " Was gibt es Neues in Garabandal?" Darin liegt die Erwartung auf etwas Außerordentliches verborgen, das von der Heiligen Jungfrau im Verlaufe ihrer über zweitausend Erscheinungen angekündigt worden ist, sich aber bis heute noch nicht ereignet hat.

Viele, ja man kann sagen, alle, die jemals von den Erscheinungen der Allerseligsten Jungfrau Maria in Garabandal gehört haben, warten darauf und sehnen herbei, was die Seherkinder als Prophezeiung von ihr gehört haben und was für alle Menschen erfahrbare Wirklichkeit werden soll.

Nicht zuletzt der zuständige Bischof, der, um eine neue Untersuchung der Ereignisse einleiten zu können, dringend solcher Fakten bedarf, wartet darauf mit großem Interesse. Papst PAUL VI. antwortete auf eine Frage von Pater Escalada S.J. aus Mexico, der den Jesuitengeneral P. Arupe bei einer Audienz vor seiner Visitationsreise nach Lateinamerika begleitete, erstaunlich offen und gut informiert. Pater Escalada sagte zu Papst PAUL VI., daß er in Mexico eine große Propaganda für Garabandal entfaltet habe. Nun aber habe der zuständige Bischof von Santander , Msgr. Puchol, * durch Dekret erklärt, die dortigen Ereignisse seien nicht übernatürlich, und dieses Dekret habe Kardinal Ottaviani bestätigt. Wie er sich denn nun verhalten solle, fragte Pater Escalada den Papst.

* Bischof Puchol war kurz nachdem er dieses negative Dekret über Garabandal veröffentlicht hatte am Fest des hl. Erzengel Michael, dem 8. 5. 1967, mit dem Auto, welches er selbst steuerte, auf einer Fahrt von Madrid nach Santander tödlich verunglückt. Sein Begleiter, ein Bediensteter seines Ordinariates, entstieg dagegen der völlig zerstörten Karosse nahezu unverletzt. Der Bischof wurde auf der Stelle getötet.

Darauf habe ihm der Papst (privat) geantwortet, daß er sich an diesen Entscheid nicht zu halten brauche und fortfahren möge, die Botschaft von Garabandal (wie bisher) zu verbreiten. Er selber, PAUL VI. , warte auf ein Ereignis, das ihm die Last von seiner Schulter nehme, oder sie ihm doch wenigstens erleichtern möge. ..

Seine Antwort war zumindest sehr ungewöhnlich und zeigte sein persönliches Interesse. Auch Kardinal Ottaviani äußerte sich bis dahin mehrfach sehr positiv zu dem Geschehen in Garabandal, verwies jedoch stets auf die Zuständigkeit des Ortsbischofs, insbesondere nach der Veröffentlichung des genannten Dekretes. Er hat aber die Hauptseherin auch zu einem über zweistündigen Gespräch im Vatikan empfangen, von dem Conchita später sagte, daß es sehr offen und sehr fruchtbar und mit großem Interesse von Kardinal Ottaviani geführt worden sei. Er habe ihr weder verboten über ihre Erscheinungen zu sprechen, noch habe er gesagt, daß sie die Botschaft nicht verbreiten dürfe. Wohl aber habe er ihr klargemacht, daß die Zuständigkeit dafür bei ihrem Bischof liege.

 Conchita`s  Besuch in Rom am 13. Januar 1966.

Immer und immer wieder baten die vier Mädchen die Heilige Jungfrau um ein Wunder, damit alle daran glauben können, daran glauben, daß SIE es ist, die Mutter Gottes, die hier erscheint. Sie baten natürlich auch darum, daß man ihnen Glauben schenken soll, um von den quälenden und bohrenden Fragen der Ungläubigen und Neugierigen befreit zu werden. Sie baten aber auch darum, damit alle den Ruf zur Umkehr und zur Buße ernst nehmen sollten, den der gütige Gott durch Maria und durch den Engel als seine Boten der ganzen Menschheit überbringen ließ. Durch SIE, der die Kirche den Titel "Königin der Propheten" verliehen hat, wie wir in der Lauretanischen Litanei beten.

Erinnern wir uns in diesem Zusammenhang an die den Mädchen schwergefallene Aufgabe, mit ihren eigenen einfachen Worten auszudrücken, was sie von der Heiligen Jungfrau als Botschaft für die Welt vermittelt bekamen. Immer und immer stand ihnen ihre absolute Unfähigkeit vor Augen, die vielen neugierigen und ungläubigen Menschen mit ihren eigenen Worten überzeugen zu können. Es schien für sie, wie auch für jeden von uns, schier unmöglich zu sein, mit Worten und ohne Beweise andere Menschen zu überzeugen. Dabei vergessen wir stets, daß der Glaube ein unverwechselbares und einmaliges Geschenk des Allmächtigen Gottes ist, dessen Vermittlung er weder in die Disposition der Kirche als Institution, noch in das Bemühen des einzelnen Menschen gelegt hat.

Unser Beispiel und unser Bekenntnis kann lediglich vorbereitend auf die Gnade des Glaubens bei anderen wirken. Gott selbst aber schenkt den Glauben in unanfechtbarer Souveränität. Ein Geschenk, in dem uns der Gegensatz zwischen Himmel und Hölle zur freien Entscheidung vor Augen gestellt wird. Danken wir dem allmächtigen Gott denn genug dafür, wenn wir das Geschenk des Glauben erhalten haben?

Nach dem Wunder der Hostie hat Conchita oftmals mit der Heiligen Jungfrau darüber gesprochen, daß durch dieses kleine Wunder ( el milagruco ), wie sie es nannte, die Leute nicht überzeugt worden seien. Sie bat immer wieder sehnlichst um das große Wunder, das die Heilige Jungfrau den Kindern ja schon sehr früh in Aussicht stellte.

Ein Wunder, das ihr Sohn für die ganze Menschheit wirken wird; ein Wunder , das so groß sein wird, daß es über jeden Zweifel erhaben sei und jedermann erkennen könne, daß es von Gott kommt. Sie kündigte auch an, daß die Kirche Ihr Erscheinen und die Geschehnisse in Garabandal erst nach diesem großen Wunder, genauer gesagt, am Tage nach dem großen Wunder anerkennen werde.

Nicht nur ein großes Wunder liegt noch in der Erfüllung der Prophetie von Garabandal verborgen, auch noch zwei andere Ereignisse gehören dazu, die für die Menschheit von weitreichender Bedeutung sein werden. Das eine ist eine Ankündigung, eine Vorwarnung über die ganze Welt, die alle Menschen gleichermaßen treffen wird und das andere ist die große Züchtigung Gottes, das Strafgericht, welches angekündigt wurde, falls sich die Menschheit auf die "letzte Botschaft" hin nicht bekehrt.  

Conchita in Ekstase

 

Conchita unmittelbar nach der Ekstase. 
Ihr Blick scheint noch in eine andere Welt gerichtet zu sein, 
die soeben ihrem Schauen entzogen wurde.

Warnung  
Die Warnung wird im Spanischen mit dem Wort "aviso" bezeichnet, das nach allen verfügbaren Wörterbüchern zu deutsch Vorwarnung, Warnung, Fingerzeig oder aber Ankündigung bedeutet, und sie ist ein Ereignis, welches Maria im Verlauf der Erscheinungen als letztes ankündigte, das aber als erstes von den drei großen Ereignissen außerordentlichen Geschehens eintreffen soll.

Conchita äußerte sich dazu folgendermaßen: " Vor dem Wunder, so hat es mir die Heilige Jungfrau am 1. Januar 1965 gesagt, wird sich eine Ankündigung (aviso) ereignen, damit sich die Welt bessere. Diese wird furchtbar wie eine Züchtigung sein, sowohl für die Guten wie für die Bösen. Die Guten werden sich Gott entschiedener zuwenden, die Bösen werden sich mehr von ihm abwenden, zugleich aber werden sie alle erkennen, daß das Ende der Zeiten nahe ist und daß es die letzte Warnung vor der großen Züchtigung ist. Niemand kann mehr verhindern, daß diese Ankündigung eintrifft. Daß sie kommt ist ganz gewiß, obwohl ich weder den Tag noch die Stunde kenne. " Conchita bemerkte weiterhin dazu, daß die Heilige Jungfrau wörtlich gesagt habe, daß es dabei zu einer deutlichen "Scheidung der Geister" kommen werde.

Das "aviso" wird also der ganzen Menschheit die darauf folgenden großen Ereignisse ankündigen und bereits auf das hinweisen, was Gott in seiner Allmacht allen Menschen bereitet. Furchterregend und aussichtslos wird es für den sein, der fern von Gott steht und von zornigem Haß erfüllt darin Seine unentrinnbare Allmacht erkennt; erschreckend, aber mit dem Anruf versehen "fürchtet euch nicht, " wird es für den sein, der die Nähe Gottes zu suchen bereit ist.

Worin die Ankündigung besteht durfte Conchita nicht sagen, sie sagte jedoch, daß sie sich selbst sehr vor der Vorwarnung fürchte und sie sich wünsche, die Vorwarnung in einer Kirche vor dem Tabernakel erleben zu dürfen, um Kraft zu bekommen, dieses grauenhafte Erlebnis ertragen zu können. "Die Ankündigung wird furchtbar sein, wie das Strafgericht, jedoch wird man nicht unmittelbar daran sterben. Wenn trotzdem dabei jemand den Tod erleidet, so geschieht das als Folge aus der Erkenntnis seiner eigenen Situation, aus Erschütterung über sich selbst. Gott will, daß wir uns auf die Vorwarnung hin bessern und weniger Sünden gegen ihn begehen. "

Diese Ankündigung wird für alle Menschen gleichermaßen erfahrbar und furchtbar sein. Es wird etwas sein, das in der Atmosphäre vor sich geht. Es wird sein wie Feuer, das den Körper nicht verbrennt, und doch wird es zugleich körperlich und seelisch wie ein Feuer spürbar sein. Wer sich im Stande der Gnade befinde, werde die Ankündigung gelassener ertragen können, denn jeder werde seine Seele so erkennen, wie sie vor Gott ist. Man kann daraus entnehmen, daß es eine globale Erkenntnis der Gewissen sein kann. "Die Ankündigung wird die Folge eines direkten Eingreifen Gottes sein. Sie wird von Getauften und Nichgetauften gleichermaßen wahrgenommen, " sagte Conchita dazu.

Und weiter sagte sie: " Wenn ich das Strafgericht nicht kennen würde, würde ich annehmen, daß die Vorwarnung (aviso = Ankündigung, Fingerzeig) bereits das große Strafgericht ist. " Immer wieder versicherte Conchita, so bereits in der Karwoche 1971 gegenüber Irmgard Hausmann: "Es ist gewiß, daß alles bereits sehr nahe ist. "

Der Begriff "sehr nahe" ist als biblischer Terminus wohlbekannt. Zugleich ist er mit der Erfahrung von Generationen als ein nicht mit unserem Zeitmaß übereinstimmender Zeitbegriff göttlicher Offenbarung behaftet, den sowohl die Propheten, als auch Jesus selbst mehrfach gebrauchten. Er bezeichnet weniger einen Zeitpunkt oder Zeitablauf, als den Zustand einer Entwicklung, einer Folge von etwas.

"Noch vor der Warnung, " so erfuhr sie von der Heiligen Jungfrau, " wird der Bischof von Santander ein persönliches Zeichen für die Echtheit der Erscheinungen von Garabandal bekommen und daraufhin das Verbot für Priester, dorthin zu gehen, wieder aufheben. "

Conchita betonte: "Es ist gewiß, daß das vor der Warnung geschehen wird, denn danach hätte es keinen Wert mehr. " Diese Aufhebung des Verbotes für Priester kann man gewissermaßen als Vorzeichen für das Eintreffen der Ankündigung betrachten. Und in der Tat, das Verbot für Priester ist durch den Bischof bereits aufgehoben worden, was von niemandem vorherzusehen war. Priester und Ordensleute können ohne jede Einschränkung und ohne Verletzung des Gehorsams nach Garabandal gehen und auch die hl. Messe darf dort in Übereinstimmung mit dem dortigen Pfarrer von ortsfremden Priestern gefeiert werden, wie es überall sonst auch üblich ist.

Im Gegensatz zu Conchita wurde Marie Loli von der Heiligen Jungfrau der Zeitpunkt der Vorwarnung mitgeteilt, jedoch mit der Auflage, diesen niemandem bekannt zu geben. Das wurde erst später bekannt. Frau Ch. Bocabeille führte im Verlaufe der Vorbereitung eines Garabandal Kongresses in Madrid mit allen vier Seherinnen ein Telefongespräch. So auch mit Marie-Loli am 9. Mai 1983. Dabei versuchte sie von ihr dadurch etwas über das Eintreffen der Warnung zu erfahren, daß sie Loli mitteilte, daß ihr eine außerordentliche Person, die beiden bekannt ist, das Datum der Ankündigung bereits mitgeteilt habe. Dadurch ergäbe sich die Gelegenheit das Datum zu vergleichen. Sie fragte Marie-Loli darum, ob sie das Datum der Vorwarnung noch immer wisse und welches es sei. 

 

Am Mittwoch, dem 21. Dezember 1977, machte der neu ernannte Bischof von Santander, Juan Antonio deI Val, seinen ersten Pastoralbesuch im Dorf San Sebastian de Garabandal. Am Ende seiner Predigt sagte er: "Ich werden nun einige Worte über die Ereignisse in Garabandal an Sie richten ...Sie wissen, daß meine Vorgänger im Bischofsamt erklärt hatten, daß das, was hier passiert ist, nicht übernatürlichen Ursprungs sei. ..Ich habe die Meinung meiner Vorgänger respektiert. Nun aber will ich Ihnen mitteilen, daß der Heilige Stuhl in Rom eine offizielle Kommission ernennt, die das, was sich hier ereignet hat, gründlich prüfen soll. ..Ich selbst werde mit Wärme und Respekt alle konkreten Zeugnisse, die von Ernst und Verantwortunggetragen sind, an den Heiligen Stuhl weiterleiten. Ich bitte Sie um Ihr Gebet. .." Was daraus geworden ist findet sich unter " Garabandal und die Kirche".

Interessant war die Antwort. "Ich weiß das Datum der Warnung, aber die Heilige Jungfrau hat mir streng befohlen, es niemandem zu sagen, auch nicht Ihnen. Wenn Sie es von N. N. wissen, so kann Ihnen das ja genügen. " " Wenn du mir schon nicht das Datum sagen darfst, dann kannst du mir vielleicht sagen, zu welcher Zeit es sein wird," fragte Frau Bocabeille. "Ja, es wird in dem Augenblick sein, wenn die Welt die Ankündigung am notwendigsten braucht. "Darauf die Frage: " Wann ist das?" "Es ist dann, wenn Russland einen großen Teil der freien Welt unvorhergesehen und plötzlich überfallen und überfluten wird. ..Gott will nicht, daß das so schnell geschieht. Auf alle Fälle wird die Vorwarnung kommen, wenn sie sehen, daß die hl. Messe nicht mehr frei gefeiert werden kann; dann wird die Welt es am notwendigsten haben, daß Gott eingreift. "

Das gibt auch einem kühlen Betrachter zu denken, denn es stellt uns eine Entwicklung vor Augen, die allen politischen Entwicklungen am Beginn des neunten Jahrzehntes unseres Jahrhunderts zuwider läuft, wäre darin nicht "unvorhergesehen und plötzlich" gesagt. Alle Spekulationen dazu müssen aber ins Leere treffen, denn Gott läßt sich nicht in die Karten schauen, auch nicht von sogenannten und angeblichen Sehern.

Vielmehr ist es in der Vergangenheit bezüglich der Voraussagen über die angekündigten Ereignisse in Garabandal stets so gewesen, daß alle nicht von der Prophetie von Garabandal ausgehenden Informationen zu Spekulationen führten, die nicht aufgegangen sind. Auch Vorhersagen sogenannter Begnadeter trafen immer, und das ist wichtig, nicht zu. Sie waren stets nur dazu geeignet, den Glauben an die Erscheinungen von Garabandal zu mindern, es unglaubwürdig zu machen. Alle, die in dieser Weise tätig wurden und noch werden wollen, sollten sich dringend fragen lassen, ob sie damit der Befriedigung der Neugierde und dem Verwirrer dienen wollen, oder ob sie bereit sind in Geduld und Vertrauen auf Gott zu warten, so, wie es Maria gewünscht hat.  

Häuser im Dorf; hinter der Kirche.

Auch daran kann man ablesen, ob man es mit einer vom Verwirrer eingefädelten Abwerbungs und Ablenkungs-Mystik zu tun hat oder mit der durch Gott gegebenen Offenbarung, die immer und stets den Glauben und die Hoffnung an die erste Stelle setzt. Botschaften neuerer Zeit, in denen auf Garabandal und die Voraussage der Termine der angekündigten Ereignisse Bezug genommen wird, sind deshalb von vornherein als Machwerk teuflischer Täuschung zu erkennen, auch wenn sie, wie zumeist üblich, selbstverständliche Wahrheiten enthalten.

Der Diabolus, was Verwirrer oder Durcheinanderwerfer heißt, will durch die Befriedigung der Neugier auf das, was kommt, erreichen, daß die Menschen versäumen ein Leben im Stande der Gnade zu führen, um allezeit für das Angesagte bereit zu sein. Das ist es nämlich, was seine Scheunen füllt. Wenn eine solche Voraussage also nicht stimmt und nicht eintrifft, so kann man erkennen, daß sie vom Vater der Lüge stammt und niemals von Gott. Es sei dies als Hilfe zur Unterscheidung der Geister an die Hand gegeben. Konsequent angewendet, wird es zu einem Geländer für den gesunden Glauben, an dem man sich festhalten kann, zu einem Maßstab, den man an sogenannte "Botschaften vom Himmel" anlegen kann.   

Das große Wunder als Zeichen von Gott  
Das große Wunder ist von den angekündigten Ereignissen das am sehnlichsten erwartete. Hat doch die Allerseligste Jungfrau Maria im Zusammenhang damit bei vielen gläubigen Menschen sehr große Erwartungen geweckt, besonders bei Kranken. Durch den Mund der Seherkinder hat sie ankündigen lassen, daß bei dem großen Wunder , welches ihr Sohn Jesus wirken werde, die Ungläubigen unter den Anwesenden bekehrt und die Kranken geheilt würden. (Bild Landschaft - Garabandal)

Sie hat nicht gesagt "einige Kranke", aber auch nicht gesagt "alle Kranke", sondern "die Kranken", was einer Verheißung gleich kommt, wie sie bisher noch nicht gegeben wurde. Zugleich aber muß man wissen, daß das konkrete Versprechen der Heilung bei diesem großen Wunder nur zwei Menschen gegeben wurde. Einem blinden Amerikaner wurden neue Augen versprochen, und das erste, was er damit sehen werde, wird das Wunder sein. Einem teilweise gelähmten, damals jungen Mann aus Spanien, wurde ebenfalls Heilung versprochen, wenn er zum Wunder nach Garabandal komme.

Bei diesem ist es jedoch zur Zeit zweifelhaft, ob er beim Wunder geheilt werden wird, da er nicht mehr an Garabandal glaubt, sich als Gegner entwickelt hat, und so möglicherweise nicht zum Zeitpunkt des Wunders nach Garabandal gehen wird. Er gehört zu den Enttäuschten, die so lange schon auf das Wunder gewartet haben und nicht mehr glauben können, daß es noch eintrifft. Nicht Wenigen geht es ebenso, denn die allen Glauben zerstörende Spekulation mit dem Datum des Wunders und immer neue Ankündigungen eines möglichen Termins, denen oft auch Glaubwürdigkeit mit angeblichen Botschaften irgendwelcher "Seher" und sogenannter "Begnadeter" anpreisend verliehen wird, vernichten den Glauben an Garabandal und an das Eintreffen des angekündigten Wunders.

Dabei erkennen sie aber nicht, daß das zur Taktik des Widersachers gehört, um in vermessenem Hochmut die Sache Gottes zu zerstören. Jeder, der sich dadurch von Garabandal abwendet, wird zu einem Punkt auf der Strategieliste Satans im Kampf um die Abwendung der Seelen von Gott. Dieses zu erkennen fällt einem nicht schwer, denn: "Es wird das größte Wunder sein, das Jesus jemals für die Menschen gewirkt haben wird und wird zugleich das letzte sein »bis zum Ende der Zeiten«", so sagte es den Sehermädchen die Heilige Jungfrau. Bei den Kiefern (los pinos) wird es geschehen und es wird danach ein andauerndes allgemein sichtbares Zeichen zurückbleiben, das unbestechlich und zweifelsfrei immer an das Wunder erinnern wird. "Es wird nicht aus Materie sein. Man wird es nicht anfassen können, aber anschauen und fotografieren wird man es können, " sagte Conchita dazu. Maria nannte diesen Ort "heilig", weil Gott ihn liebt. In diesem Zusammenhang wird dieser Ausspruch Mariens allgemein verstehbar.

Gelegentlich versucht der Diabolus, uns Menschen mit allerhand Spekulationen neugierig zu machen, doch das Geheimnis Gottes bleibt ein Geheimnis Gottes. Dabei bedient er sich des öfteren eben sogenannter Medien, die auch oft zu Unrecht "Begnadete" genannt werden, wenn er sich zur Täuschung in Gestalten des Lichtes kleidet, ja sogar vorgibt die Muttergottes oder gar Jesus selbst zu sein, wenn er diesen mit außerordentlichen Sinnen begabten Menschen erscheint oder zu ihnen spricht.

So werden solche mit besonderen Fähigkeiten begabte Menschen zunächst selbst zu Getäuschten, bevor die ihren Aussagen vertrauenden Menschen, über die Neugierde verführt, auch getäuscht werden. Deshalb sollte man den Ausdruck "Begnadete oder Begnadeter" nicht einfach auf alle Personen anwenden, die lediglich außerordentliche Fähigkeiten oder Begabungen besitzen.

 "Begnadet" bedeutet, daß ein Mensch in außerordentlicher Weise von Gott heimgesucht wird und in Seinen Dienst genommen ist. Wie zum Beispiel Maria. "Sei gegrüßt, Begnadete, der Herr ist mit dir. ..(Lk 1,28)". Das ist bei Hellsehern und Übersinnlich begabten Menschen nicht unbedingt der Fall. Auch Satan und die Dämonen vermögen sich solcher Personen zu bedienen und sie dabei glänzend über die eigene Identität zu täuschen. Mit frommen Wahrheiten und mit Kritik an der Kirche und an so manchen ehrfurchtslosen Zuständen öffnet er die Herzen der "Gutgläubigen" und narrt sie, indem er mit seinen Voraussagen sehnliche Erwartungen auf die eingreifende Hand Gottes weckt, die dann nicht eintreffen und durch Enttäuschung zur Abwendung führen.

Man kann ihn jedoch in dieser Rolle stets daran erkennen, daß er versucht, Geheimnisse, die im Plane Gottes verborgen sind, mit vorgetäuschter Sicherheit vorauszusagen. Wie zum Beispiel mit den angekündigten Ereignissen in Garabandal. Nicht selten sind damit Voraussagen verbunden, die durch das angekündigte Wunder eine Beendigung der Unordnung in Kirche und Gesellschaft versprechen, oder einer Massenbekehrung der vom Glauben an Gott Abgewendeten; der Zustände also, deren Urheber er, Satan, selbst ist. Auch erkennt man ihn daran, daß er bei den so übermittelten angeblichen Botschaften Gottes die freie Entscheidung des menschlichen Willens einschränkt, wie zum Beispiel durch den Zwang zu einem Übermaß an religiöser Verpflichtung und der gleichzeitigen Androhung von Strafe und Verwerfung bei deren Nichterfüllung.

Wenn sich also in sogenannten Botschaften, oder anderen als mystisch bezeichneten Quellen, irgendwelche Voraussagen oder auch nur Bestätigungen für die Echtheit von Garabandal befinden, so ist das zumindest ein deutliches Zeichen, daß man von vornherein daran zweifeln muß, daß Gott der Ursprung dieser Aussagen ist. Noch deutlicher wird es, wenn gar auf diesem Wege die Anerkennung der Ereignisse von Garabandal durch die Kirchliche Autorität angeblich von Jesus, Maria, oder einer anderen himmlischen Person gefordert werden. Damit würde sich Gott ja selbst ins Wort fallen, denn Maria hat (in seinem Auftrag) in Garabandal den Kindern klar vorhergesagt, wie es sich mit der Anerkennung durch die Kirche verhalten wird. Solche Gedanken lassen einem recht einfach etwaige bestehende Zweifel überwinden über die Echtheit irgendwelcher mysteriöser Nachrichtenquellen und Botschaften. Dazu immer wieder die Abschiedsrede Jesu zu seinen Jüngern, Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21, zu lesen und dabei den Heiligen Geist um Erleuchtung zu bitten, verhilft jedem ernsthaft gläubigen Menschen die Fallstricke der religiösen Verwirrung besser zu erkennen.

So kann man sagen, was die Sache der Heiligen Jungfrau von Garabandal anbetrifft und ihre dort gemachten Ankündigungen, daß sie der Widersacher mit unzähligen, meist von leichtgläubigen guten Menschen verbreiteten Voraussagen anderer Seher und außerordentlich begabter Personen unglaubwürdig machen will. Daran ist abzulesen, wie wichtig das ist, was uns Menschen dort durch Maria von Gott gesagt und vermittelt worden ist. Satan will es unbedingt in seiner Klarheit verwirren und verwischen, damit seine Ernte größer wird.

Verständnisvoll, wie eine gute Mutter ist, kam sie nach und nach auch dem ungeduldigen Drängen ihrer Kinder entgegen, die von ihr stets den Zeitpunkt und das Datum wissen wollten, zu dem es sich ereignet. Nur Conchita allein hat sie es anvertraut und ihr zugleich streng geboten, es erst acht Tage vor dem Eintreffen bekannt zu geben. Soviel aber durfte sie sagen: Es werde um dieselbe Stunde geschehen, wie die erste Erscheinung, an einem Donnerstag Abend um 20.30 Uhr. Eine Viertelstunde lang werde es andauern und danach werde niemand mehr einen Zweifel haben, daß es von Gott kommt. Bei den Kiefern werde es sich ereignen und man könne es nur im Ort und von den ihn umgebenden Berghängen aus sehen. Der Tag liege zwischen dem 7. und dem 17. des Monats und es werde zusammenfallen mit einem freudigen Ereignis in der Kirche, welches, so führte Conchita später zur weiteren Erklärung aus, im Leben der Kirche nichts Neues sei, aber zur Zeit ihres Lebens noch nicht stattgefunden habe. So sagte sie im Jahre 1967. Darüber hinaus werde es zusammenfallen mit dem Tag eines Heiligen, der als Märtyrer im Zusammenhang mit der hl. Eucharistie gestorben sei und dessen Gedächtnistag nicht mehr der ursprüngliche Tag ist, sondern verschoben wurde im Kalender der Heiligenfeste. Der Monat wird zwischen Februar und Juli liegen und schließlich, so sagte Conchita einmal, es geschehe nach dem großen Schnee. Auf die spontane Vermutung, daß es dann wohl im Frühjahr sei, antwortete sie: "Es kann auch im Sommer schneien. "

 

Garabandal, umgeben von Bergen, am Fuße einer tribünenartig ansteigenden Anhöhe vor der grandiosen und im Winter verschneiten Kulisse des Peiia Sagra Bergmassivs. Jetzt ist es gut erreichbar von Cosio aus über diese in den siebziger Jahren gebaute Straße. " Y harè todo!", "Ich mache alIes", sagte die Heilige Jungfrau.

Beachtlich viel gab die Heilige Jungfrau von dem Geheimnis um den Zeitpunkt preis, jedoch in guter Tradition der göttlichen Offenbarung nur soviel, daß wir es mit den Spekulationen menschlichen Geistes nicht ergründen können. Wird es erst eingetroffen sein, dann werden alle, die sich die Köpfe heiß gedacht haben, erkennen, daß zwar alles stimmte, was die Heilige Jungfrau sagte, nur eben nicht in den Zusammenhängen, wie es menschlicher Forschungsdrang zu ergründen vermag. Sind wir doch in dem, was wir zu erkennen imstande sind, in jedem Falle von der Güte und der Gnade des Vaters abhängig, so auch in der Erkenntnis um das Datum des Wunders. Einmal sagte die Heilige Jungfrau zu Conchita: "Kurz vor dem Wunder werden nur noch ganz wenige daran glauben. ..".

Schon in den Tagen der ersten Erscheinungen versprach die Heilige Jungfrau ein großes Zeichen, welches durch die Kraft Gottes in Garabandal geschehen soll. Conchita begann schon im ersten Jahr von diesem großen Wunder zu reden und es anzukündigen, das man nur in Garabandal und von den Berghöhen rund um das Dorf sehen könne. Daß es erst nach der Vorwarnung, dem "aviso", geschehen soll, wurde erst im Jahre 1965 bekannt und Conchita sagt es so bis heute.

Am 1. September 1961 hörten sie Umstehende während der Ekstase flüstern: " Wie schön das Wunder ist! Ich möchte so gerne, daß Du es bald wirkst. ...Warum nicht?" Es wird bei allen eine große innere Ruhe, Zufriedenheit und Freude hervorrufen, die es sehen werden, und es wird danach kein Zweifel mehr bestehen, daß es von Gott kommt.

"Alle werden die Kraft und die Gnade erhalten, es ertragen zu können ...", sagte sie, nachdem man sie fragte, ob man daran auch sterben könne, wie es Pater Luis Andreu erging, der es schon vor Conchita im August 1961 sehen und erleben durfte. Sie fügte hinzu, daß auch der Papst es sehen werde, ganz gleich wo er sich befindet, und auch Pater Pio werde es sehen. Darauf angesprochen, daß der heiligmäßige Padre ja bereits 1968 gestorben sei, sagte sie später mit nachdrücklicher Überzeugung: "Ich weiß nicht, wie das geschehen wird, aber Pater Pio wird hier sein. Daran zweifle ich keinen Augenblick. " Wer kennt die Möglichkeiten Gottes oder wer vermag sie auszuloten?

Eine weitere Voraussage konnte Conchita aus dem Munde der Jungfrau Maria verkünden, die unzählig vielen Menschen zum Faden der Hoffnung wurde. "Man soll die Kranken zum Tag des großen Wunders nach Garabandal bringen; auch diejenigen Schwerkranken, die man nicht für transportfähig hält. Gott wird allen soviel Kraft geben, daß sie die Reise ohne Schaden überstehen können. "

Auf die Frage an Conchita, ob nicht auch viele verunglücken könnten, wenn infolge der kurzen Zeit von der Ankündigung bis zum Eintreffen des Wunders, bekanntlich ja nur eine Woche, ein Verkehrschaos entstehen wird, antwortete sie: "Die Heilige Jungfrau hat allen, die SIE darum bitten, für die Reise zum Wunder ihren besonderen Schutz versprochen. Wichtig ist, daß alle die kommen wollen nicht darin nachlassen die Heilige Jungfrau zu bitten, daß SIE es ermöglichen wird zum Wunder nach Garabandal kommen zu können. Sie sagte auch: ,Die Leute sollen nicht besorgt sein um die Möglichkeit, wie sie zum Wunder ins Dorf kommen werden. ICH mache alles. ", Das heißt soviel wie: Ich bereite Euch das alles vor. Es bedeutet aber nicht, daß uns eine perfekte Reiseorganisation angeboten werden wird. Wichtig ist aber, daß wir uns geistlich bereit machen und bereit halten dafür; daß wir daraufhin ein Leben im Stande der Gnade zu führen bemüht sind, und daß wir IHR vertrauen es uns zu ermöglichen beim Wunder dabei zu sein.

In der Tat sind wir hier bei einem entscheidend wichtigen Punkt für das richtige Verhalten in der Erwartung des Wunders angelangt. Eine Anweisung für uns Menschen und ein Versprechen von der Mutter des Herrn, gleich einem Scheck, den wir nur einzulösen brauchen. Ein Scheck, bei dem es uns nicht erlaubt ist, das Datum des Wunders selbst einzusetzen. "Ich mache alles (yo harè todo)", hat sie gesagt: Die Straße, um ins Dorf zu kommen; die Aufhebung des Verbotes für Priester und Ordensleute den Ort zu besuchen; die Transportmöglichkeiten für Schwerkranke, und, und, und. "Das Militär und der Staat werden sich dann in großem Umfang einsetzen," sagte sie zu den Kindern, als sie danach fragten, wie man die Schwerkranken über den steinigen Eselspfad zum Dorf heraufbringen könnte.

Nur Conchita allein kennt die Art des Wunders, denn den anderen blieb dieses Erlebnis vorenthalten. Sie darf aber nach den Worten der Heiligen Jungfrau nicht darüber sprechen. Trotzdem beteuerte sie stets, daß es unvergleichlich größer und überzeugender sein werde als das Sonnenwunder von Fatima, von welchem man ihr erzählt hatte. Es werde keinerlei Zweifel darüber geben, daß es direkt von Gott gewirkt ist. Nach dem Wunder werde bei den Kiefern ein andauerndes Zeichen zurückbleiben als immerwährender Beweis, das aber nicht aus Materie sei. "Es kann angeschaut und auch fotografiert werden, aber anfassen kann man es nicht". Sie wurde gefragt, ob gar Jesus selbst oder seine heilige Mutter zu sehen sein werden. "Nein, nein, dann wäre es ja eine Erscheinung und kein Wunder!", sagte Conchita unmißverständlich.

In bewundernswerter Treue und freundlicher Bestimmtheit hielt Conchita allen lästigen Fragen stand, auch wenn sie in Form von Kreuzverhören, oder durch täuschende Fragen provoziert wurde. Selbst das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, daß sie ja nur über die einfache Bildung einer Dorfschule verfügen kann. Der fast tägliche Umgang mit der himmlischen Mutter hat ihr eine Erziehung zukommen lassen, die von keinem Seminar in Persönlichkeitsbildung übertroffen werden könnte, jedoch ohne die elterliche Erziehung dabei zu stören, oder in diese einzugreifen. Ein Zeichen der Ehrfurcht vor der Freiheit des Menschen. Ein Echtheitsbeweis kristallklarer Art.  

Der eigentliche Tag des großen Wunders von Garabandal bleibt in der von Gott durch Maria gegebenen Prophetie verborgen.

Conchita mit ihrer Mutter, neben dem häuslichen Herd, 
während sie mit bohrenden Fragen von Besuchers bedrängt wurde.

    Wir sollen das Datum nicht kennen, und deshalb sollen wir die müßige Arbeit der Erforschung des Datums anhand der bekannt gewordenen Fakten unterlassen. Maria hätte, wenn es Gottes Wille wäre, Conchita bevollmächtigen können das Datum zu nennen. Daß es nicht so ist, muß uns Gebot sein. Bemerkenswert ist dabei, daß es trotz intensiver Bemühungen bisher niemandem gelungen ist, das Geheimnis des Datums zu lüften. Gerade das zeigt, daß es der gütige Gott ist, der alle unsere Bemühungen vorausweiß und der uns allein befähigen könnte Verborgenes zu erkennen. Er ließ Maria nur soviel an Hinweisen zum Eintreffen dieses Wunders preisgeben, daß wir sie erst beim Eintreffen des Geschehens als solche werden erkennen können. Das ist ein untrügliches Merkmal für die von Gott gegebene Prophetie. Vergleichen wir es mit dem immerwährenden Bestreben der Menschen die prophetischen Aussagen der Heiligen Schrift in zukunftsorientiertes Wissen umzusetzen. 

Das war zu Zeiten des Alten Testamentes ebenso, wie zur Zeit Jesu. Gott verlangt von uns den Glauben an das, was er ankündigt, das " Wissen" bleibt ihm selbst vorbehalten. Die Unterordnung des Geschöpfes unter den Schöpfer wird nur durch die Schlange gestört, die dem Menschen immer wieder weiß zu machen versucht, daß der Mensch von sich aus allein, auch ohne den Schöpfer, zur Erkenntnis befähigt sei. Dabei scheut sich der Widersacher heute nicht davor, sich als Gott-Vater, als der Sohn Gottes, als Maria oder als ein anderes " verklärtes Wesen" auszugeben, um die Menschen mit frommen Sprüchen hörig zu machen und von der Wahrheit wegzulocken.

 

 

Conchita im Gespräch mit Pilgern, im August 1965.

   

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Die endzeitliche Prophetie von Garabandal

       

Das Strafgericht 

Von den drei angekündigten großen Ereignissen ist das letzte ohne Zweifel das folgenschwerste, das Strafgericht, von dem Maria bereits bei ihren ersten Besuchen in Garabandal zu den Kindern sprach. Sicherlich konnten sie damals die Bedeutung dieses für die ganze Menschheit einschneidenden Ereignisses nicht erkennen. Die Heilige Jungfrau sprach zu ihnen darüber sehr liebevoll und war darauf bedacht, daß ihre lauteren Gemüter nicht durch sinnlose Furcht überfordert wurden. Trotzdem hat es sie ungeheuer bewegt, denn das geht auch aus der in kindlicher Sprache abgefaßten ersten Botschaft hervor, in der die Mädchen zweimal dieses Strafgericht ansprachen. Die Kinder erlebten auch eine zwei Abende umfassende Vision des Strafgerichtes, von der im nächsten Kapitel die Rede ist.

In der zweiten Botschaft erfahren wir, warum uns mit dem Ruf zur Umkehr ein Strafgericht angekündigt wird. "... Wir müssen durch unsere Anstrengungen dem Zorne Gottes über uns entgehen. ..". Dem Zorne Gottes, weil wir gefehlt haben, und sie spricht vom Kelch, der überläuft, und der nach biblischer Auffassung der Kelch oder die Schale (la copa) des Zornes Gottes bedeutet. Weiter sagt sie, daß diese hier die letzte Warnung ist. Auch das führte schon angesichts der in neuerer Zeit bekannt gewordenen Marienerscheinungen zu Mißverständnissen. 

Sie sagte nichts darüber, ob sie auch noch an anderen Orten ihre mütterlichen Mahnungen aufs neue in Erinnerung rufen werde (Marpingen/Saarland 1999). Fest steht nur, daß sie nichts unversucht läßt, um uns, die Menschheit, von einem verhängnisvollen von Gott abgewendeten Weg zurückzurufen, einem Weg der ins Verderben führt. Das ist ihre frohe Botschaft, daß wir angesichts des ins Gigantische aufgetürmten Schuldberges vor Gott doch noch gewarnt werden vor dem Verderben. Wahrhaft eine frohe Botschaft, denn sie betrifft unser ewiges Heil.

Warum überhaupt ein Strafgericht? Warum eine solche Drohung, möchte man einwenden. Prof. Dr. Hermann Menge hat in seiner Übersetzung der Heiligen Schrift bei der rätselhaften Stelle im Matthäus-Evangelium Kapitel 24, Vers 28, "denn wo das Aas ( = ein verendetes Tier) liegt, da sammeln sich die Geier" in einer Fußnote erklärend vermerkt: "Sinn des Ausspruchs: wie die Geier sich da einstellen, wo etwas zur Vertilgung Reifes vorhanden ist, so wird auch der Menschensohn mit seinem Strafgericht da erscheinen, wo der Zustand der Menschheit es notwendig macht. " Das schrieb er, ein evangelischer Sprachwissenschaftler, der sich vom Heiligen Geist nach seiner Pensionierung zur Übersetzung der Bibel gedrängt sah, sicherlich ohne von einer marianischen Prophetie angeregt worden zu sein, bereits im Jahre 1926. (Übrigens eine sehr empfehlenswerte Übersetzung der Heiligen Schrift, die sich durch Frömmigkeit und Begriffstreue besonders auszeichnet und auch für katholische Christen einen wortgetreuen Text bietet.) 

Aus der Verschmelzung seiner Persönlichkeit mit dem Wort Gottes hatte er diese Erkenntnis gewonnen, die ansonsten in Kommentaren zu diesem Evangelium nicht zu finden ist. In der Tat bringt er das Problem damit auf den Punkt, und man erkennt, daß das Wort Gottes zwar eine unvergleichliche Frohbotschaft für die Menschen ist, zugleich aber auch das Wehe enthält, das dem Menschen im Spannungsfeld zwischen Gott und seinem Widersacher die Grenzen für sein Handeln setzt. Dieses " Wehe" ist auch Bestandteil der beiden Botschaften von Garabandal, die in ihrer Konsequenz aber auf das ewige Heil ausgerichtet ist und uns die Grenzen unseres eigenmächtigen Handelns ohne Gott aufzeigt.

Um diese Grenzen geht es in der Botschaft von Garabandal, um diese Grenzen, die vom Menschen nur allzu leicht und selbstherrlich bedenkenlos überschritten werden. Deshalb sind wir aufgerufen worden von Jesus Christus zur Umkehr, und Maria sagt nichts Neues, sie wiederholt diesen Ruf zur Buße und Umkehr nur, weil wir Menschen das aus unserem vorwärtsstrebenden Blickfeld verloren haben und unser Heil nur allzu sehr im Erreichen materieller Sicherheit suchen. 

Wir neigen dazu zu nehmen was uns nicht erlaubt ist und wir werden dazu verführt von der Schlange, dem Feinde des Menschen von Anbeginn, dem Widersacher Gottes, dem Verderber .Sein Ziel ist es, in dem schon im Alten Bund durch die Propheten für die Endzeit angekündigten Strafgericht eine möglichst große Ernte an Seelen ins Verderben zu stürzen und dadurch Gott zu entreißen.

Auch im Neuen Testament werden wir durch Jesus selbst in seiner Abschiedsrede auf diese Reinigung des Erdkreises hingewiesen, und nicht nur dort. Seit Noah weiß die Menschheit darum, zumindest der Teil, der in seiner Geschichte von der Heiligen Schrift erfaßt wurde.   

Die Heilige Jungfrau sprach mehrmals mit den Kindern über das Strafgericht, ohne daß das allerdings den Charakter einer Botschaft hatte. Sie sprach den Seherinnen davon im Zusammenhang mit der Wiederkunft ihres Sohnes, von der später noch die Rede ist. Zuvor muß die Erde gereinigt werden vom Bösen, welches sich wie ein Geflecht bösartiger Krankheit überall ausgebreitet hat. Bevor aber dieses Strafgericht kommt, welches von ihr insofern nur bedingt angekündigt wurde, falls sich die Menschheit nicht bekehrt, werden noch furchtbare Kriege, Krankheiten, die nicht zu heilen sind, und Hungersnöte über die Welt kommen. 

Ein Drittel der Menschheit werde davon erfaßt und zugrunde gehen. Ein weiteres Drittel werde dann durch das "Strafgericht" umkommen. Obwohl die Seherkinder davor große Angst hatten und noch haben, wie Conchita und Jacinta bestätigten, waren sie doch stets von großer Hoffnung erfüllt, daß die Heilige Jungfrau denen Schutz gewähren werde, die ihr Leben auf Gott ausgerichtet haben. Dabei, so sagte Sie, ist es nicht von Bedeutung ob ihr das Leben verliert, einzig von Bedeutung ist, daß ihr das ewige Leben gewinnt. Das Strafgericht wird sein wie die Warnung, haben wir zuvor gelesen: Furchtbar und unentrinnbar schrecklich. Es wird überall dort wirken, wo sich etwas zur Vertilgung Reifes gebildet hat, interpretiert Dr. Hermann Menge. Eine wirklich hochinteressante Auslegung, die in Garabandal nach 35 Jahren durch die Unterweisungen Mariens eine Bestätigung findet.

Wenn sich die Menschheit nicht bekehrt. ..! Hat sie sich bekehrt auf den Mahnruf Gottes durch den Mund Mariens und die Vermittlung durch die Kinder von Garabandal? Man vermag angesichts der in allen Bereichen auf ein Inferno zurasenden Entwicklung der maßlos gewordenen menschlichen Gesellschaft davon nichts zu bemerken. Wir tun alle so, als ob wir unsere Probleme durch Vernunft lösen könnten, doch ist Vernunft etwas, was der Mensch, solange er seine Geschichte schreibt, sich noch niemals zur Richtschnur seines Handelns gemacht hat.  

 

Die endzeitliche Prophetie

Vor der Entfernung von Gott warnt uns Maria in überaus eindringlicher Form aus mütterlicher Liebe zu ihren Kindern, deren Mutter sie durch die Worte ihres Sohnes vom Kreuz herab wurde. Darum spricht die Heilige Jungfrau zu den Kindern in Garabandal auch öfters von der nun angebrochenen Endzeit, von der Endzeit, die aber nicht das Ende der Welt bedeutet. Sie stellt ihnen die Wiederkunft ihres Sohnes in Aussicht und geht dabei sogar so weit, daß sie Conchita wissen läßt, wie viele Stellvertreter ihres Sohnes noch für die Kirche kommen werden, bevor Seine Herrschaft beginnt.

Als die Nachricht vom Tode Papst JOHANNES XXIII. das Dorf erreicht hatte, verkündeten die kleinen Glocken der Dorfkirche das Ableben des Papstes mit wehmütigem Geläute. Conchita befand sich mit ihrer Mutter Aniceta und Frau Ortiz auf dem Weg zur Kirche. Dabei kam es zu folgendem Gespräch: "Der Papst ist gestorben, " sagte die Mutter. "Achja, derPapst ist gestorben. Es kommen noch drei Päpste, " gab Conchita zur Antwort. Soweit so gut. Zuhause aber ließ es Aniceta keine Ruhe und sie versuchte tiefer in das Wissen ihrer Tochter einzudringen, was sie klugerweise in Gegenwart der Frau von Dr. Ortiz vermieden hatte. " Woher weißt du denn, daß nur noch drei Päpste kommen ?" fragte sie, nicht ohne Furcht über einen möglichen Irrtum ihrer Tochter, der sie nur allzu schnell wieder ins Gerede bringen könnte. " Von der Heiligen Jungfrau. ,Eigentlich, , sagte sie, ,sind es noch vier', aber einen zählt sie nicht mit. " " Warum zählt sie einen nicht mit?" "Das hat sie nicht gesagt; sie sagte nur, daß sie einen nicht mitzählt. Sie sagte aber, daß einer nur kurze Zeit regieren wird. " darauf die Frage: "Zählt sie den vielleicht nicht mit?" "Das weiß ich nicht. " "Und was kommt dann?" "Das hat sie nicht gesagt. " 

Nach einer kürzeren Pause ergänzte Conchita: "Die Heilige Jungfrau hat zu uns einige Male davon gesprochen, daß Jesus, ihr Sohn, wiederkommen wird, aber ob er dann kommt weiß ich nicht. " "Ist das alles?" "Ja! Doch sie hat auch gesagt: , Die Getrennten (Kirchen oder Christen) werden wieder vereint sein '. Es gibt dann nur noch eine Religion. " Aniceta schloß mit der Frage: "Bist du dir sicher?" "Ja!" kam es klar und überzeugt aus dem Munde ihrer Tochter, von der sie gewohnt war keine Unwahrheiten zu hören. "Mir ist es lieber, daß du darüber nicht mehr sprichst! Hast du verstanden?" "Ja!" Aniceta wollte es dabei belassen, denn das  Gesagte übertraf den Horizont ihres Wissens und ihres damaligen Vorstellungsvermögens und sie fürchtete aufs neue ins Gerede zu kommen. So erfuhr man von Aniceta Gonzcilez im Beisein ihrer Tochter und von dieser bestätigt am Abend nach der letzten Erscheinung am 13. November 1965. Bei diesem Gespräch waren ebenfalls Elisabeth Weber und Eloisa Deguia anwesend, die über diese außergewöhnliche Prophetie ebenso erstaunt wie ratlos waren, bezüglich eines Papstes, den die Heilige Jungfrau nicht mitgezählt haben könnte.     

   

 

 Conchita am Abend der letzten Erscheinung, dem 13. November 1965.

Spekulationen hat es gerüchtweise darüber zahlreich gegeben. Ob es sich um JOHANNES PAUL I. gehandelt haben könnte, weil er nur ein so kurzes Pontifikat ausübte, in dessen Verlauf es zu keinen wesentlichen Entscheidungen in der Kirche kam, oder ob es sich etwa auch um einen nicht rechtmäßigen Gegenpapst handeln könnte; es bleibt verborgen im Ratschluß Gottes, der für uns dann Wirklichkeit wird, wenn Gott ihn in der Zeit erfahrbar werden läßt. Ist es eine göttliche Prophetie, bei der wir zwar über ein Ereignis informiert werden, dessen Realität aber im souveränen Willen des Vaters verborgen bleibt? Auf alle Fälle hat uns Jesus selbst darauf hingewiesen, daß er die versprengten Schafe zusammenführen wird und daß danach ein Hirt und eine Herde sein werde. Es ist wohlgemerkt keine Verheißung, die er in die Machbarkeit seiner Jünger und damit der Kirche gestellt hat. ER selbst wird das tun.

Wann aber wird der Herr wiederkommen? Er wird wiederkommen zum Gericht. So verkündet es die Kirche. Dann aber, so sagt ein Theologe und Mystiker unserer Tage, wird man sich nur für Himmel oder Hölle entscheiden können, eine Möglichkeit sich für das sichtbare Reich Gottes auf Erden zu entscheiden gibt es dann nicht. Also, folgert er, in Kenntnis seines besonderen Wissens wird Jesus bereits vor dem Ende wiederkommen, und weiter sagt er, seine Wiederkunft wird zusammenfallen mit dem Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens. Seine Wiederkunft wird zugleich der Beginn seiner glorreichen eucharistischen Gegenwart sein. Auch dieser Mann spricht davon, daß wir in der Endzeit leben, wobei er betont, daß das nicht das Ende der Welt bedeutet.

Beten wir nicht ständig im Vaterunser darum? Recht spärlich sind die theologischen Erkenntnisse auf diesem Gebiet, denn um das Jahr 1000 bildeten sich um diesen Themenkreis Lehren, wie der Milenismus (Lehre vom tausendjährigen Reich) oder der Schiliasmus, die von der Kirche damals zwar als Irrlehren verurteilt wurden, deren richtige Auslegung daraufhin bis heute theologisch nur ungenügend bewältigt, ja vernachlässigt wurde.

Auch heutzutage sind es wieder einige Sekten, die an diese biblische Prophetie geknüpfte Erwartungen zum Programm machen und damit viele abzuwerben verstehen. Aus einer gewissen Furcht heraus, mit solchen Sekten gleichgestellt zu werden, wird dieses Thema von der katholischen Kirche in der allgemeinen Verkündigung nicht erklärt, obwohl in jeder heiligen Messe von der zu erwartenden Wiederkunft des Herrn die Rede ist.

Es scheint so, als wolle Maria, die Mutter des Herrn, Anstöße in dieser Richtung geben, damit auch die Katholische Kirche dieser Entwicklung ihr Augenmerk schenkt. Zweifellos eine interessante theologische Frage, die in Kreisen biblisch fundierter Christen und auch Gelehrter bereits zu epochalen Erkenntnissen führte. Solche Erkenntnisse, theologisch fundiert gefaßt, könnten dazu geeignet sein, innerhalb der Kirche zu einem wahrhaften Aufbruch, einem "dem Herrn Entgegengehen" zu werden, das auch junge Menschen zu faszinieren vermöchte. Es käme einer echten Alternative gleich zu den mehr und mehr umsichgreifenden Sekten, die mit pseudomystischen Versprechungen viele in den Kirchen ratlos gewordene Menschen abwerben.

Angesichts der ständig wachsenden Zerfallserscheinungen bezüglich der Verkündigung und Glaubenspraxis in der Katholischen Kirche liegt die Erkenntnis sehr nahe, daß sich am Ende der (biblischen) Zeiten, in der "Endzeit", der Mystische Leib Christi, der die Kirche ist, auf den Kreuzweg begeben muß. 

Die Geißel des Unglaubens peitscht auf seine Glieder herab und entmutigt die Hirten, während die Herzmitte, der Glaube an die Gegenwart des Herrn im Allerheiligsten Altarsakrament, zur freien Interpretation und zur willkürlichen Manipulation preisgegeben zu sein scheint. Der Glaube an die Menschwerdung des ewigen Wortes, geboren aus Maria, der Jungfrau, wird dem Allmächtigen mit den überheblichen Kräften eines verführten Geistes, deren Urheber Satan ist, unter der Verwendung menschlich erkennbarer Vernunftgründe als unannehmbar entgegengeschleudert. Der Glaube an die Macht und die Existenz Gottes schrumpft damit auf das mit dem Verstand erkennbare Minimum zusammen, in dem die unverstehbare Wirklichkeit des "Unsichtbaren" zur Legende und wissenschaftlich nicht beweisbaren Fabel wird. 

Sogar die Auferstehung Jesu ist davon nicht ausgenommen, wenn man die Lehren Prof. Kaspers, der heute Bischof von Rottenburg ist, aufmerksam liest. Er ist damit aber nicht allein. Kann die Prophetie von Garabandal auch hier, die Zeit erkennend und vorausweisend, einige Lücken in der sich abzeichnenden Entwicklung schließen?

Die zweite Wiederkunft Jesu kann nur erfolgen, wenn zuvor der Erdkreis vom "Bösen" gereinigt ist. Es wird die notwendige Vorbereitung auf das Reich Gottes (auf Erden) sein, welches Jesus mit klaren Worten verheißen hat, die von der menschlichen Vernunfts­ und Begriffsstruktur, der wissenschaftlichen Auslegung, nicht als Realität angenommen wird. Diese Reinigung aber ist mit der damit zusammenhängenden Ankündigung Teil der Prophetie von Garabandal: Warnung und Strafgericht. Ebenso auch, wenn man die vorhergesagte Zahl der noch zu erwartenden Päpste betrachtet und das, was danach kommt, die Wiederkunft Jesu. So kann die zweite Wiederkunft des Herrn durchaus vergleichbar mit seiner Auferstehung am Ostermorgen sein, nachdem der mystische Leib Jesu, der die Kirche ist, durch die Leiden des Kreuzweges zu Tode geschunden scheint. 

Betrachten wir dazu einmal den inneren und äußeren Zustand der Kirche in der Auseinandersetzung mit den Kräften des Unglaubens. Deutet auf diesen Kampf und diese Entwicklung nicht auch das Wort des Herrn bei der Berufung des Petrus hin: ". ..und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen" (Mt 16,18). Also der Kampf mit den Kräften der Unterwelt, wie sie in der Einheitsübersetzung bezeichnet werden, ist angesagt. Zweifellos gehört aber auch das tröstliche Wort über die kleine Schar der Getreuen dazu, wie auch eine ganze Anzahl weiterer heute unverstanden zu scheinender Aussagen Jesu zu seinen Jüngern über seine leibliche Wiederkunft. Auch Lk 22,18 enthüllt demjenigen dieses Geheimnis, der dazu durch die Gnade vom Geist Gottes befähigt wird.

"Die Endzeit und das Strafgericht, " so sagte einmal ein frommer Gelehrter der Heiligen Schrift, der sich von außerbiblischen Prophezeiungen in seinem Urteil nicht beeinflussen ließ, "sind nicht gleichzusetzen mit dem Jüngsten Gericht am Ende der Welt. Ganz im Gegenteil, es ist dies lediglich das Ende der biblischen Zeiten (Dezennien), die durch das Zeitalter Christi, in dem sein Evangelium der ganzen Welt verkündet wurde, abgeschlossen werden.

 Zum Abschluß dieser Zeit, in der Endzeit, wird die Erde und ihre Menschheit von einer großen Reinigung heimgesucht werden, die den Geschlechtern bereits nach der Sintflut von Gott angekündigt worden ist. Das ist von Gott her gesehen notwendig, weil sein Reich nicht entstehen kann, solange das Böse in der Welt ist. Satan wird dann gebunden werden für eine lange Zeit, bevor er vor dem Ende noch einmal für eine kurze Zeit vor dem Gericht freigelassen wird. Die Reinigung, das Strafgericht, oder besser gesagt: die reinigende Strafe Gottes ist nicht gleichzusetzen mit dem Endgericht, denn sonst bliebe den Menschen ja keine Hoffnung auf das Reich Gottes auf Erden, das für das Ende der biblischen Zeiten in der Heiligen Schrift vielfach offen und auch verschlüsselt angekündigt ist. Unmittelbar nach dieser Reinigung wird dann der Herr wiederkommen, wie es verheißen ist, und der kleine Rest seines vor diesem Ende noch stark dezimierten Volkes wird erkennen, "in wen sie gestochen haben", und es wird sich bekehren. 

Dann wird er nicht nur über sein Volk, sondern über alle Völker und alle Geschlechter, uneingeschränkt herrschen und es wird sich verwirklichen, was mit dem Reich Gottes auf Erden angekündigt ist. Er wird zusammenführen und vereinen, was getrennt ist, und er wird die verstreuten Schafe zu einer Herde zusammenfassen. Dann wird Wirklichkeit werden, um was wir im , Vater­Unser' stets beten: ,Dein Reich komme'. Jesus selbst hat uns so beten gelehrt, zugleich aber hat er uns unsere Blindheit und Taubheit gegenüber seiner Offenbarung vorhergesagt, die darin gipfelt, daß wir uns um seine Wiederkunft theologisch viel zu wenig Gedanken gemacht haben," sagte dieser weise Gelehrte, und weiter: "Es ist dies ein zutiefst biblisches Ereignis, das sich die Katholische Kirche ebenso wenig in den Kalender geschrieben hat, wie die Hohenpriester und Schriftgelehrten die Geburt des Sohnes Gottes in einem Stall. Jesus selbst hat auf seine Wiederkunft mehrfach hingewiesen, so zum Beispiel: wenn der Herr des Hauses wüßte, wann der Dieb in der Nacht kommt, dann würde er wach sein, oder wenn er bei der Abschiedsrede davon spricht, daß er vom Wein solange nicht mehr trinken wird, bis er wiederkommt. " Dabei, so sei ergänzend bemerkt, dürfen wir auch die Hinweise des Herrn auf den Zustand des Glaubens der Menschen zur Zeit seiner Wiederkunft nicht vergessen, damit sich nicht Zweifel bilden über die Verheißung der Führung der Kirche durch den Heiligen Geist. ". ..Wird freilich der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben finden auf Erden?" (Lk 18,8).

Und weiter sagte dieser Gelehrte: "Er hat den Schleier über seine Wiederkunft sogar soweit gelüftet, daß er andeutete, wie er wiederkommen wird. Auch hat er ja die ewige Herrschaft über das Haus Jakob noch gar nicht übernommen, denn die Nachkommen des Hauses Jakob warten noch immer auf ihn; sie müssen ja zuerst noch erkennen, " wen sie durchbohrt haben". Eine ungeheuere, noch unbewältigte theologische Arbeit verbirgt sich hinter diesen Zusammenhängen, wobei es fraglich ist, ob diese Erkenntnis aus der Heiligen Schrift vom Lehramt der katholischen Kirche überhaupt gewonnen werden wird, denn den Ankündigungen Jesu zufolge ist das eher nicht so. Es hindert aber diejenigen nicht daran zu glauben, denen der Herr diese Erkenntnis im Herzen geoffenbart hat. Freilich wird niemals der Zeitpunkt bekannt werden, zu dem das geschieht. Die Epoche aber ist klar definiert, es ist die der "Letzten (biblischen) Zeit" und diese ist mit dem Beginn dieses Jahrhunderts angebrochen. Die Gründung des israelitischen Staates ist dafür ein markanter Beweis, der viel zu wenig beachtet wurde. " So sagte es der Gelehrte bereits Mitte der fünfziger Jahre.

  Eine biblisch begründete Zukunftsvision, die durch den Umgang Mariens mit den Kindern von Garabandal weitgehend eine Bestätigung und auch Erklärung fand. Maria zeigte uns damit in Garabandal, daß die Zeit der Erfüllung der Verheißungen ihres Sohnes jetzt gekommen ist und daß wir nicht mehr ins Unbestimmte darauf warten sollen. Sie zeigte uns, daß wir uns jetzt den klugen Jungfrauen gleich mit gefüllten Lampen auf den Weg machen sollen, um ihm, dem Bräutigam, entgegen zu gehen. Dabei dürfen wir davon ausgehen, daß es nicht irgendein Hellseher oder ein zweifelhafter Prophet ist, der das sagt, nein, die Königin der Propheten ist es, die in Erfüllung des heiligen Willen Gottes zu uns kommt und in seinem Auftrag zu uns spricht, insofern wir an ihre Erscheinungen in Garabandal zu glauben bereit sind.

Die Umstehenden schlossen aus den Mienen der Kinder auf den Inhalt der Gespräche mit der Heiligen Jungfrau und fanden manchmal keine Erklärung dafür, daß ihr von zutiefst innerlichem Glück gezeichneter Gesichtsausdruck zu einem ernsten und besorgten überwechselte. Man sah ihnen an, daß sie darüber nachdachten, etwas abzuwenden oder zu verändern, und entnahm das auch aus ihren Antworten an die Heilige Jungfrau, der sie sich gegenübersahen.

Am 19. Juni 1962 kündigte der Engel den Kindern eine Erscheinung der Allerseligsten Jungfrau Maria für die kommende Nacht im Hohlweg an, und er verlangte, daß sie den Leuten sagen sollen, daß sie nicht mit ihnen mitkommen sollen, sondern bei den letzten Häusern des Dorfes stehen bleiben. Nur Jacinta und Marie-Loli konnten an diesem Abend zur Erscheinung kommen, da Conchita wegen einer Verletzung am Knie zuhause bleiben mußte, sie lag in der Küche. Ihre Tante Maximina war gerade anwesend und bemerkte, daß Conchita in Ekstase fiel. "Ach!", sagte sie, "deshalb weinen Loli und lacinta! Ach, wie furchtbar ist das!. ..", hörte sie das Kind sagen.

Die bei den letzten Häusern wartenden Leute erlebten, wie Jacinta und Loli mit weit von sich gestreckten Armen weinend zurückkamen, so, als wollten sie etwas Schreckliches von sich abwenden. Es war unmöglich, den Grund ihrer Schreie während der Ekstase und ihrer Tränen zu erkennen. Das einzige, das sie sagten, war, daß der Engel ihnen für die kommende Nacht erneut eine Erscheinung angekündigt habe.    

In der folgenden Nacht, der Nacht vor Fronleichnam, konnte Conchita ihre beiden Gefährtinnen bereits wieder begleiten. Sie verhielten sich wie in der Nacht zuvor und die Leute warteten wiederum bei den letzten Häusern. Die Kinder gingen weiter und schon bald kamen angsterfüllte Schreie aus dem Hohlweg. Ein Franziskaner, der zu diesem Zeitpunkt im Dorf weilte, um mit der Gemeinde eine Mission zu halten, war unter ihnen und forderte die Menschen zum Beten auf. Kaum hatten sie begonnen, wurden die Schreie weniger und es wurde ruhiger. Setzte man aber mit dem Gebet aus, so schrien die Mädchen wieder vor Entsetzen. Wegen der hellen Mondnacht konnte man die Kinder gut sehen, sie waren auf den Knien etwa in Höhe des Apfelbaumes, und man konnte sie sogar gelegentlich hören. Marie-Loli rief mit bittender Stimme: "Laß die kleinen Kinder vorher sterben!". Conchitas Stimme vernahm man mit dem Ruf: "Gib doch den Leuten vorher Zeit, um zu beichten!" 

Dieses Erlebnis grub sich tief in die Gemüter der Anwesenden ein und alle gingen am darauf folgenden Tag zu den Sakramenten. Von den Kindern aber erfuhr man im Verlauf der nächsten Tage, daß sie in jenen Nächten eine Vision des Strafgerichtes erlebt hatten. Über die Art der Katastrophe aber durften sie nichts sagen, nur soviel, daß es schrecklicher sei, als würde man bei lebendigem Leibe verbrennen. Es werde ein direktes Eingreifen Gottes sein. Deshalb müsse man sich auch mehr davor fürchten, wie vor irgend etwas anderem Furchtbarem. Für Kleinkinder sei es weniger furchtbar eines normalen natürlichen Todes zu sterben, als durch die Auswirkungen des Strafgerichtes.

Auf einem Bogen mit Fragen, der Conchita von Amerikanern vorgelegt wurde, schrieb sie dazu: "Das Strafgericht wird furchtbar sein, wenn wir uns nicht bessern. Es wird so sein, wie wir es verdienen. Wir haben es gesehen, aber wir dürfen nicht sagen, aus was es besteht. Dazu haben wir die Erlaubnis der Heiligen Jungfrau nicht. Als ich es selbst sah, hatte ich eine unglaubliche Angst, obwohl ich zugleich auch die Heilige Jungfrau sah." Sie sagte zu anderen Personen, als sie danach gefragt wurde, daß sie nicht wisse, wann das Strafgericht von Gott über die Menschen komme. Sie wisse nicht wie viel Zeit zwischen dem großen Wunder und dem Strafgericht vergehe, aber sie sei sich nach allem, was sie von der Heiligen Jungfrau gehört habe, sicher, daß es in naher Zukunft liege. Das Eintreffen und die Schwere des Strafgerichtes hinge auch davon ab, ob man die Botschaft annehme und wie man sie verwirkliche.    

Die Vision des Schrecklichen, die uns durch die Heilige Jungfrau Maria und den Erzengel St. Michael durch die Kinder in Garabandal vorgestellt wurde, soll uns die Notwendigkeit der Umkehr zu Gott deutlich vor Augen stellen. Sie ist ein Rippenstoß, aufgrund dessen wir erkennen müssen, daß wir Geschöpfe Gottes sind und uns in Freiheit für IHN entscheiden dürfen, daß er uns liebt und daß er gerecht ist. Auf ein Neues beweist er der Menschheit seine Langmut und straft sie nicht, bevor er die Menschen gewarnt hat.

Wieviele haben bisher seinen Ruf gehört und befolgt? Schmerzlich steht einem da aufs neue die Feststellung des früheren Mitgliedes der Prüfungskommission, Dr. Morales, vor Augen: " Vermutlich haben wir einen der größten Liebesbeweise Gottes ungenutzt an uns und der ganzen Kirche vorüberziehen lassen. "

Ist es aber schon zu spät? Es ist spät, aber nicht zu spät, um aufzubrechen und umzukehren zu Gott und um unsere Mitmenschen auf grund des Geschehens von Garabandal zu warnen und aufzuklären.

Das ist der Auftrag an alle, die sich von der Botschaft der Allerseligsten Jungfrau Maria in Garabandal ansprechen und erfassen lassen. Beginnen wir damit, bevor es zu spät ist, und nehmen wir uns als Beispiel den blinden Amerikaner .

Die Vision des Schrecklichen, die uns durch die Heilige Jungfrau Maria und den Erzengel St. Michael durch die Kinder in Garabandal vorgestellt wurde, soll uns die Notwendigkeit der Umkehr zu Gott deutlich vor Augen stellen. Sie ist ein Rippenstoß, aufgrund dessen wir erkennen müssen, daß wir Geschöpfe Gottes sind und uns in Freiheit für IHN entscheiden dürfen, daß er uns liebt und daß er gerecht ist. Auf ein Neues beweist er der Menschheit seine Langmut und straft sie nicht, bevor er die Menschen gewarnt hat.

Wieviele haben bisher seinen Ruf gehört und befolgt? Schmerzlich steht einem da aufs neue die Feststellung des früheren Mitgliedes der Prüfungskommission, Dr. Morales, vor Augen: " Vermutlich haben wir einen der größten Liebesbeweise Gottes ungenutzt an uns und der ganzen Kirche vorüberziehen lassen. "         

Ist es aber schon zu spät? Es ist spät, aber nicht zu spät, um aufzubrechen und umzukehren zu Gott und um unsere Mitmenschen aufgrund des Geschehens von Garabandal zu warnen und aufzuklären.

Das ist der Auftrag an alle, die sich von der Botschaft der Allerseligsten Jungfrau Maria in Garabandal ansprechen und erfassen lassen. Beginnen wir damit, bevor es zu spät ist, und nehmen wir uns als Beispiel den blinden Amerikaner.

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 Die letzten Erscheinungen in Garabandal

 Die Heilige Jungfrau schloß das erste Kapitel der Geschichte von Garabandal mit ihrer letzten Erscheinung am 13. November 1965 ab, das Kapitel ihres Kommens. Die Sache Gottes aber ist dort keineswegs abgeschlossen und die Sehnsucht nach dem, was angekündigt wurde, läßt viele Menschen in ungeduldiger Erwartung zurück.

Es war ein trüber Herbsttag und gelegentlich fielen ein paar Tropfen aus den tief hängenden Wolken. Niemand, außer Conchita, wußte, daß sich an diesem Tag eine Erscheinung ereignen würde. Conchita wollte allein sein mit ihr. Sie sehnte sich danach, die Heilige Jungfrau endlich nach einer längeren Pause der Erscheinungen wieder zu sehen. Am frühen Nachmittag ging sie mit einer Plastiktüte, in der sich viele Rosenkränze befanden, den Berg hinauf zu den Kiefern. 

Die Heilige Jungfrau hatte ihr diese Erscheinung angekündigt und sie darum gebeten, allein zu kommen und möglichst viele Rosenkränze mitzubringen, damit sie diese küssen könne. Sie hatte ihr schon angedeutet, daß sie an diesem Datum zum letzten Mal kommen werde, und so war Conchita einerseits glücklich, sie wieder zu sehen, und andererseits traurig, sie zum letzten Mal zu sehen. Sie fürchtete sich vor dem Schmerz des Abschieds, denn ihre eigene persönliche Situation war in mancherlei Hinsicht schwierig geworden, und sie sehnte sich nach der mütterlich beschützenden Gemeinschaft, um Ordnung und Ruhe in ihre eigene Persönlichkeit zu bringen. Sie suchte Rat bei ihr, denn sie war im Ungewissen über ihre Zukunft, ihren späteren Lebensweg, und wurde durch viele gute Ratschläge von Leuten, die sich dazu berufen fühlten, in eine innere Zwangslage gedrängt.

Wen wundert es, daß die Allerseligste Mutter ihre geliebte kleine Freundin aus dieser Lage nicht einfach befreite, sondern sie sich selbst und ihrer eigenen Entscheidung überließ. Alles, was sie ihr gab, war mütterliche Zuneigung und verständnisvolle Liebe zu ihr in dieser Situation. Damit wollte Maria, daß sich dieses von Gott auserwählte heranwachsende Kind, wie jeder andere junge Mensch auch, in persönlicher Freiheit selbst für seinen Weg zu Gott entscheiden sollte. Hatte die Himmlische Mutter doch diesen Kindern in den Jahren seit 1961 eine so außergewöhnliche Erziehung zukommen lassen, daß sie sich kraft dieser fähig zeigen sollten, beispielhafte eigene Entscheidungen zu treffen. Entscheidungshilfen hatte sie allen Vieren oft und oft für andere gegeben; daraus zu lernen, war ihre Aufgabe.  

" Conchita, das ist das letzte Mal, daß du mich hier siehst, aber ich werde immer mit dir und allen meinen Kindern sein, " sagte die Heilige Jungfrau mütterlich fürsorglich zu ihr, den von Conchita empfundenen Schmerz der bevorstehenden Trennung mitleidsvoll auf­nehmend und sie zugleich aus der Sicherheit der Gewißheit in das Wagnis des Glaubens entlassend, indem sie sie von ihren eigenen Problemen ablenkte mit der Bitte: " Conchita, erzähle mir etwas, erzähle mir etwas Neues von meinen Kindern. Siehst du, ich habe sie alle unter meinem Mantel versammelt. " "Ich antwortete ihr: ,Der ist aber klein. Wir haben doch nicht alle darunter Platz'. Darauf lächelte die Heilige Jungfrau. " Sie fuhr beruhigend fort: " Weißt du, Conchita, warum ich am 18. Juni nicht selbst gekommen bin, um dir die Botschaft an die Welt zu übergeben ? Es war, weil es mich schmerzte, euch das alles zu sagen. Aber ich muß es euch sagen zu eurem eigenen Wohl, wenn ihr die Botschaft erfüllt, zur Verherrlichung Gottes. Ich liebe euch sehr. Ich wünsche euer Heil und sehne mich danach, uns alle hier vereinigt zu sehen im Himmel, beim Vater, beim Sohn und beim Heiligen Geist. "

Conchita erzählte ihr darauf von einigen ihrer Kinder, die ihrerseits zu Conchita gekommen waren und sie darum baten, die Anliegen der Heiligen Jungfrau vorzutragen. "Aber ich konnte es nicht so frei tun wie sonst, weil es mich schmerzte, Abschied nehmen zu müssen von IHR, die ich aus meinem Leben nicht mehr wegdenken mochte. Ich erzählte ihr dann auch deshalb von diesen Menschen, damit sie noch etwas länger dableibe. Sie gab mir auch Antworten für den einen oder anderen, und ich glaubte, daß sie mich auch trösten wollte dadurch. "

Conchita fährt in ihrem Bericht darüber fort und sagt: "Vorherhatte mir die Heilige Jungfrau gesagt, daß Jesus uns die Züchtigung schicke, nicht um uns zu entmutigen, sondern um uns zu helfen und uns zurechtzuweisen, weil wir ihn nicht mehr gebührend beachten. Ebenso schickt er uns die Ankündigung, um uns zu reinigen, bevor wir das Wunder sehen, durch das er uns seine große Liebe offenbart und seinen Wunsch bestätigt, daß wir die Empfehlungen der Botschaft in die Tat umsetzen. "

Und Conchita schließt diesen Bericht mit den Worten: "Solange man nach der Botschaft (und dem Evangelium) lebt, ist es nicht besonders wichtig, ob man an die Erscheinungen glaubt oder nicht. "Damit ist gemeint, daß wir gut sein sollen im Sinne des Evangeliums. Das ist das alles Entscheidende, es ist das, was man lernen und verstehen muß aus dem Geschehen Gottes mit den Menschen in Gara­bandal, gleich einer Landkarte, die uns den Weg weist zum ewigen Heil.

Was für gewaltige Worte, einfach und schlicht. Worte, die mit den Worten des Herrn zu belegen und zu erklären sind. Worte, deren Bedeutung uns zu einem Du-und-DU-Verhältnis zu unserer Himmlischen Mutter führen können, die uns zu einem grenzenlosen Vertrauen ihr gegenüber ermuntern und die geeignet sind, uns zu wahrhaften Kindern Gottes werden zu lassen.

Maria sagt: ". ..daß Jesus uns die Züchtigung schickt, ...weil wir ihn nicht mehr gebührend beachten. " Jesus selbst fragte: "Doch wird wohl der Menschensohn bei seinem Kommen den Glauben auf Erden vorfinden?" (Lk 18,8 nach Menge).  

Sie hat aber offenbar auch von den Entwicklungen gesprochen, mit denen sich der Mensch in der nahen Zukunft gegen Gott auflehnen wird. Am Tag nach dieser letzten Erscheinung fragte Conchita den Autor: ". ..kannst du dir vorstellen, daß man die Kinder in der Mutter töten kann, ohne daß die Mutter dabei auch stirbt?" Spontan antwortete der Autor: "Nein! Wie kommst du darauf, Conchita?" "Die Heilige Jungfrau hat davon gesprochen und mich wissen lassen, daß das zum Überlaufen des Kelches (la copa) führen wird", sagte sie erschüttert, ohne sich vorstellen zu können, um was es sich dabei handelt. Auch ist der Autor heute, noch mehr als damals, der Meinung, daß Conchita die daraus ableitbaren heilsgeschichtlichen und schöpfungsbezogenen Zusammenhänge in keiner Weise erkennen konnte.   

Conchita sagte darauf noch, daß sie das sehr beunruhige und daß man die Menschen doch davor noch rechtzeitig warnen sollte, doch habe sie Angst sich lächerlich zu machen, weil sie nicht ganz verstehe, wie dieses Töten geschehe, von dem die Heilige Jungfrau zu ihr gesprochen habe. Die Heilige Jungfrau habe ihr nicht genau gesagt, wie das vor sich gehen werde. Bisher habe ihr darauf auch niemand eine richtige Antwort geben können, damit sie das verstehen könne.

Die Abtreibung als millionenfacher Kindermord, die heutzutage beschönigend nur noch "Schwangerschaftsabbruch" genannt wird, die aber ein frevelhaftes sich vergreifen am Schöpfungswerk Gottes darstellt, war 1965 noch nicht gesellschaftlich legitimiert und ihre Legalisierung lag in Spanien noch in weiter Ferne. Es war kein Thema über das in der Umgebung Conchitas je gesprochen wurde. Darauf nahm auch Maria Rücksicht und verbarg es in der Weise, daß Conchita es wohl erst sicher erkennen konnte, als es zur Praxis wurde in einigen Ländern und damit auch zur Nachricht in den Medien. Auch hierbei kann man erkennen: Gott straft nicht bevor er vor dem Grund zur Bestrafung rechtzeitig gewarnt hat. Zugleich aber wird die Nichtbefolgung, die Auflehnung gegen Gott, zur Ursache für die Strafe.

Verweilen wir aber noch ein wenig bei den anderen Worten der Gottesmutter und betrachten wir die schier unfaßbare Bedeutung für uns alle, wodurch wir im Glauben und in der Zuversicht gestärkt werden, daß es sich lohnt ein Leben im Stande der Gnade zu suchen und Gott zu dienen, zu dienen in Liebe, und mit Eifer der Vollkommenheit nachzustreben.

Die Heilige Jungfrau hat gesagt: "uns alle hier (hier im Himmel) vereinigt zu sehen, " woran wir erkennen können, daß sie mit dem gan­zen Himmel, dem, was wir das Jenseits nennen, nach Garabandal ins Diesseits, in unsere Wirklichkeit, gekommen ist bei ihren Erscheinungen. So erhebt sich die Frage, waren die Seherkinder im Zustand der Ekstase, in der sie dem Einfluß der Umstehenden und für körperliche Reize vollkommen unempfindlich waren, dem Diesseits entrückt, gleichsam mit ihrem Empfinden im Himmel? Umgekehrt gefragt, bedeutet das, daß Maria mit dem Himmel, und allem, was wir uns darunter vorstellen, jeweils zugegen war, wenn sie erschienen ist? Für die Umstehenden nicht sichtbar, versteht sich, aber für den einen oder anderen doch erfahrbar durch das Erlebnis eines tiefen unerklärlichen inneren Glücks, je nachdem, in welchem Zustand er sich im Hinblick auf die Gnade befand. Die Antwort darauf kann nur der Glaube geben, und zugleich wird sich die Antwort zusammenfassen lassen, in der unstillbaren Sehnsucht nach dem nimmer vergehenden Glück in der Gemeinschaft mit ihr, der Himmlischen Mutter, in der Herrlichkeit Gottes zu sein.

Von Jacinta wissen wir, daß sie einmal von der Heiligen Jungfrau in das Paradies mitgenommen wurde. Dabei, so berichtete ihr Bruder, sei sie aber auch körperlich verschwunden gewesen. Er habe sie ge­sucht und nirgends gefunden. Zuerst habe er gedacht, daß sie sich vielleicht versteckt hätte, wie das Mädchen ja häufiger tun, als sie aber dann auf einmal wieder da gewesen sei, habe er sie gefragt: "Wo warst du denn? Ich habe dich gesucht". "Die Heilige Jungfrau hat mir das Paradies gezeigt. Dort ist es sehr schön. Man kann es mit nichts vergleichen. Beunruhige dich nicht, ich bin ja wieder hier", bekam er zur Antwort. "Sage es aber nicht der Mutter. Überhaupt sprich darüber nicht zu anderen Leuten, ich habe es dir nur gesagt, weil du mich gesucht hast und mich gefragt hast wo ich war", fügte sie noch hinzu. Das hat ihr Bruder dem Autor im Jahr 1965 so berichtet in Gegenwart von Maria Gonzalez, ihrer Mutter.

Wer von uns, die wir zurückgelassen sind und unsere Augen zum Himmel zu erheben bereit sind, sehnt sich wohl nicht nach einem solchen Erlebnis. Einem Erlebnis, das nur Gott allein uns zu schenken imstande ist, dessen wir aber ohne seine Erwählung nicht gewürdigt werden können. Von uns, den Zurückgelassenen, wird der Glaube daran verlangt, der durch die Verheißungen des Evangeliums seine Grundlage erfährt. "Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben".

Aber hat uns die Heilige Jungfrau nicht noch viel mehr versprochen und geoffenbart in dieser letzten Erscheinung in Garabandal. Sie hat doch gesagt: ". ..aber ich werde immer mit dir und allen meinen Kindern sein. ..Siehst du, ich habe sie alle unter meinem Mantel versammelt." Und sie sagte weiter: "Ich wünsche euer Heil." Sie wird immer mit uns sein, sie versammelt uns unter ihrem Mantel und sie wünscht unser Heil, immer vorausgesetzt, daß wir im Stande der Gnade bleiben und die Sünde verachtend meiden. Ihre Hilfe und ihr   Beistand in allen Lebenslagen wird uns dadurch zur Gewißheit und ihre Fürsprache bei Gott zur kraftspendenden Zuversicht beim Tragen der mannigfachen Kreuze menschlicher Existenz. Wir dürfen Mutter zu ihr sagen und dürfen uns ausweinen bei ihr, wir dürfen uns Kinder von ihr nennen und dürfen froh sein bei ihr, wir dürfen hören auf sie und dürfen ihres Beistandes sicher sein, und wir sind geborgen bei ihr und dürfen in Gemeinschaft mit ihr auf ein ewiges Glück hoffen, das durch nichts, als durch die eigene Sünde, getrübt werden kann. Wir dürfen aber auch sicher sein auf der richtigen Seite zu stehen, in der in unseren Tagen ablaufenden gigantischen Schlacht der Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, denn Maria wird die Siegerin sein. Sie wird die Schlacht gewinnen, wenn alles verloren zu sein scheint und wenn der Widersacher Gottes die größten Triumphe feiert und sich des Sieges sicher wähnt.        

Die Freiheit der Entscheidung

Die Entscheidung wird keinem von uns abgenommen, wie wir gese­hen haben, auch Conchita nicht. Wie könnte es auch anders sein, denn so war es der Wille Gottes von Anfang an. Maria tut den Willen Gottes und SIE versuchte, uns durch den Umgang mit den Seherkindern in Garabandal dazu anzuleiten, daß auch in uns die Sehnsucht wachse, den Willen Gottes durch unser Handeln in freier Entscheidung für IHN tun zu wollen. Dazu gab Gott uns das Geschenk der Freiheit unseres Willens, die von ihm konsequent geachtet wird. Das heißt, daß er uns unabhängig gemacht hat in der Wahl unserer Wege und unserer Entscheidungen. Ja, das geht sogar soweit, daß wir uns gegen ihn entscheiden können. Ob wir das dürfen, das steht auf einem anderen Blatt geschrieben; aber wir können es, mit allen auch daraus resultierenden Konsequenzen. Maria weiß um die Gefahren, die uns in unseren Entscheidungen beeinflussen und auch täuschen können. Wenn wir uns aber für Gott und damit für Jesus Christus entschieden haben, dann müssen wir uns auch mit allen Konsequenzen danach verhalten und unser Denken und Tun auf ihn ausrichten. Das aber ist heute sehr schwer, da eine Vielzahl von Irrlichtern unsere Blicke vom einzigen Licht, das Jesus Christus für uns ist, ablenken, so ablenken, daß uns die Entscheidung oft nicht leicht fällt, weil wir die Maßstäbe zuwenig kennen, die notwendig sind, um unterscheiden zu können. Von einigen dieser Maßstäbe soll im nächsten Kapitel die Rede sein, um die Irrlichter und Ablenkungsmanöver des Verführers besser durchschauen zu können, der nichts unversucht läßt, um die Schafe von der Herde abzutrennen.

Die Entscheidung für Jesus Christus bedeutet, daß wir uns auch für seine Kirche klar entscheiden müssen. So gesehen müssen wir alle, die wir Jesus und seiner Kirche gegenüber den festen Entschluß zur Treue gefaßt haben, ganz gleich in welch entstellten Zustand der Feind das Antlitz der Kirche auch versetzen mag, dieser Kirche unbedingt treu bleiben. Wir dürfen uns nicht von ihr entfernen, sei es aus Enttäuschung oder aus anderen Gründen. Wir dürfen uns ebensowenig von ihr entfernen, wenn wir von glaubensschwachen Gliedern der Kirche verachtet werden, denn Jesus wurde auch von denen verachtet, die damals die Kirche repräsentierten, die Hohenpriester.

Er hat für sie gebetet: " Vater , vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun" (Lk 23,34). Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, so heißt das, daß wir all die Verachtungen, Verleumdungen, Schmähungen und Leiden geduldig und vor allem treu auf uns nehmen müssen, die auch Ihm zu seiner Zeit zuteil geworden sind. Davon sollten wir uns nicht verunsichern lassen, ebensowenig von Botschaften und Prophezeiungen, die uns ängstigen und einschüchtern. Auch sollten wir uns vom einmaligen Weg zum ewigen Heil mit unserem Leben dadurch nicht abbringen lassen, daß wir uns durch die von Satan erfundene Seelenwanderung, auch Reincarnation genannt, täuschen lassen. Es ist absolut falsch, daß wir Sünde und Schuld in einem späteren Leben irgendwann wieder ungeschehen und gutmachen können. Das wird uns in der Heiligen Schrift eindeutig vor Augen gestellt. Damit versucht Satan unser Gewissen einzuschläfern und uns unsere Seele zu rauben, um uns die Chance zu nehmen, das ewige Leben zu gewinnen. Wir sehen, er läßt nichts unversucht, um die Getreuen durch sein Sieb der Lügen in das ewige Verderben fallen zu lassen.

   

 

 Die Seherkinder von Garabandal sprechen mit der Heiligen Jungfrau Maria, die sie in über zweitausend Erscheinungen während mehr als vier Jahren zu Gott ergebenen entscheidungsfähigen Menschen herangebildet hat. Conchita, Marie-Loli, Jacinta und Marie-Cruz.

    

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Die Zerstreuung der Herde

Es ist wichtig und notwendig, daß wir immer bedenken: Nur einer will uns vom geheimnisvollen Mystischen Leib Jesu Christi trennen, der die Kirche ist, es ist der Verderber, der Gegenspieler. Er lauert heute nahezu allen auf, seien sie lau oder fromm, gläubig oder un­gläubig. Es ist ihm sogar gelungen, Verantwortliche im Innenraum der Kirche für seine Strategie der Zerstörung zu gewinnen, und er benutzt dazu vorzugsweise die nebulös verfinsterten Methoden einer permissiven Theologie, die anstatt den Glauben an Gott zu fördern, diesen Glauben eher in Frage zu stellen bereit ist. Davon zeugt der unmißverständliche Ausspruch von Papst PAUL VI. , daß der "Rauch Satans" durch einen Spalt in die Kirche eingedrungen ist. 

Seine Strategie umfaßt alle Bereiche und er hat durch die modernen Nachrichtenmedien Möglichkeiten wie zu keiner anderen Zeit der Menschheitsgeschichte. Im Zeitalter der Massenmedien vermag er durch nur wenige Menschen, die mit den Medien umgehen und zu seinem Einflußbereich gehören, eine unglaubliche Beeinflussung ganzer Völker und Nationen, ja sogar rund um den Globus angelegter Täuschungen für die Menschheit zu inszenieren. Der Kampf gegen die verhaßte Katholische Kirche geschieht auf zwei großen Linien. Die eine Stoßrichtung hat er in der Kirche entfacht, indem er durch "fortschrittliche Denkweisen" mit einer Theologie, die sich in rationalen Erkenntnissen zu erschöpfen scheint, scheinbar alle Türen der mystischen Glaubenserfahrung in der Verkündigung durch die Verantwortlichen zuschlägt. 

Damit erreicht er eine Untergrabung der Fundamente vom Innenraum der Kirche her. Durch den von niemandem anderem als vom Ungeist Satans verbreiteten Drang zur Freiheit in der Entwicklung neuer Formen in der Führung, der Verkündigung, der Liturgie und vor allem der Theologie, glaubt er das hierarchische Prinzip, daß das göttliche Prinzip von Anfang an war , außer Kraft setzen zu können. Damit verfährt er genauso wie die alte Schlange im Paradiese, die er selbst war, indem er die Menschen zur Erkenntnis und zur Bewußtmachung ihrer Möglichkeiten führt und sie dadurch von der Hinwendung zu Gott abzutrennen versucht. Unter dem Vorwand der Demokratisierung als Verbesserung der Struktur der Kirche hat er den Verantwortlichen, den Bischöfen, für ihre persönlichen Entscheidungen die Hände gebunden und ihnen weitgehend die Grundlage zur persönlichen Entscheidung und zum verbindlichen Bekenntnis im Hinblick auf die Verkündigung genommen. Fachliche Berater und Beratergremien bestimmen die Entscheidungen und nehmen den Bischöfen somit den an ihre Weihe gebundenen Auftrag des Lehramtes weitgehend aus der Hand; denkt man nur zum Beispiel an die verhängnisvolle Entwicklung etwa im Bereich der schulischen Katechese.

Auch das "Gotteslob" bietet im deutschsprachigen Raum als liturgisches Einheitsgebet­ und Gesangbuch ein nicht zu übersehendes Beispiel. Die Hinführung der Heranwachsenden zur eucharistischen Mitte der Kirche in der Feier der hl. Erstkommunion ist nicht mehr enthalten. Diese für eine lebendige Mitgliedschaft in der Gemeinde unerläßliche Voraussetzung wird der gestalterischen Willkür durch Pfarrer, Katecheten und sogar Pfarrgemeinderäten überlassen. ­"Man mißt der Hf. Eucharistie immer weniger Bedeutung zu", erfuhren wir aus der ersten Botschaft in Garabandal am 18. Oktober 1961.

Von einer der zentralsten Aussagen über Maria als Gottesgebärerin (theotokos) ist das "Gotteslob" vollständig gereinigt worden, sie ist nur noch Gottesmutter oder gar Schwester, was nicht nur die Vorstufe zur Leugnung der vom Propheten Jesaia vorausgesagten Jungfrau­engeburt ist, sondern auch zur Anzweiflung ihrer körperlichen Nähe zum Sohne Gottes führt. Übrigens auch das neue Marienlexikon führt diesen Begriff nicht einmal mehr als Stichwort. Prof. G. L. Müller führt dort unter dem Stichwort "Gottesmutter" aus: "Sachlich entspricht er dem Begriff Gottesgebärerin ...". Das stimmt nicht, denn die Mutterschaft assoziiert den Zeugungsakt, die Geburt und die familiäre Rolle, während die Geburt allein das "Hervorbringen", das "Hervorgehen", ausdrückt, wie bei Jesaia angekündigt. Es wird dort ebenfalls so unterschieden. Dort steht nicht von der Mutterschaft einer Jungfrau, sondern die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären. 

Aus der Jungfrau wird der Sohn Gottes geboren (hervorgebracht), dadurch wurde sie IHM Mutter. Der Begriff Got­tesgebärerin bezeichnet hier eindeutiger den Logos, unmißverständlich und klar. Ein Unterschied, fürwahr! Daß sie in ihrer Person für Jesus dann danach Mutter war, behindert oder berührt diese Aussage nicht. Auch eine reine Pflegemutter wird als Mutter bezeichnet, auch wenn sie durch keine körperliche Gemeinschaft mit dem Kind verbunden ist und war. Oder könnte etwa irgend jemand auf die Idee kommen, daß Maria all jene Kinder physisch geboren haben könnte, denen sie von Jesus vom Kreuz herab zur Mutter gegeben wurde, ­nicht geistig, sondern leiblich bezogen -? Wie ich meine, ein völlig absurder Gedanke.  

Das "Gotteslob" ist das Werk einer Kommission, das, -und das muß man betonen -, in der Folge des Konzils nicht von den Bischöfen selbst gemacht, sondern nur von ihnen gemeinschaftlich herausgegeben wurde. Es ist das Ergebnis einer zeitbezogenen Entwicklung in der Kirche, das als allgemeines Beispiel anzusehen ist, welches aufzeigt, daß die persönliche Verpflichtung in der Verantwortung für die Verkündigung von den Nachfolgern der Apostel genommen zu sein scheint. Sie wurde geopfert auf dem Altar des Zwanges zu vordergründiger Einheit in der Gemeinschaft, in der viel zu viele persönliche Rücksichten vor den Meinungen der Anderen, und auch der Allgemeinheit, den Mut zum unerschrockenen persönlichen Bekenntnis lähmen. Übrigens eine ganz und gar nicht auf das Jüngermodell Jesu aufgebaute Organisationsform, denn Jesus hat von den einzelnen Jüngern verlangt, daß sie eigenständig und persönlich Zeugnis für ihn ablegen und nicht mit ihren Zeugnissen warteten, bis sie sich alle erst einmal wieder geeinigt hatten.

Als ein absolut nicht stichhaltiger Einwand darauf muß die dafür ins Feld geführte Begründung zur Einheit der Apostel entschieden als eine verblendete und mißbrauchte Ansicht abgelehnt werden. ". .. daß ihr alle eins seid" bezieht sich darauf, daß sie in der persönlichen und situationsbezogenen Verschiedenheit zu einem (ihnen gemeinsamen) Zeugnis bereit sind für den Herrn. Dabei waren sie, wie wir nur allzudeutlich aus der Apostelgeschichte wissen, keineswegs immer gleicher Meinung. Wagt ein mutiger Bischof einmal aus dieser Reihe auszuscheren, wie es zum Beispiel im Hinblick auf die Tötung ungeborener Kinder war, so fallen sogleich seine Mitbrüder öffentlich über ihn her und bezichtigen ihn der Verletzung der gemeinsamen Haltung. Die Bischofskonferenz wird so zu einer Art Gewissensnivellierung, die dem einzelnen Nachfolger der Apostel, dem für seine Diözese verantwortlichen Bischof, es nicht mehr gestattet, persönlich verantwortlich zu entscheiden, zu beurteilen und demnach zu handeln. Im Hinblick auf die Stellung in der Nachfolge der Apostel bekommen mehr oder weniger schwache Kompromisse, die durch individuell beeinflußte Kollektiventscheidungen der Gemeinschaft zustandekommen, den Vorzug.

Die Formulierungen der Inhalte und Methoden der Verkündigung geraten immer mehr unter die Mühlen der mehrheitsfähigen Maßstäbe, anstatt sich eindeutig an den Geboten und dem Auftrag Gottes, dem Wort und Wirken Jesu Christi zu orientieren.

Msgr. Montini, der spätere Papst PAUL VI. sagte in einer Ansprache vom 4. September 1956, veröffentlicht in Das neue Volk, Goldach, v. 11. Juni 1969: ,,(Statt) die eigenen Ideen darzulegen ..., nehmen wir die Ideen der anderen auf. Wir bekehren nicht mehr, wir lassen uns, bekehren' ...Wir erobern nicht, wir ergeben uns. Diese Kapitulation wird durch unsere Sprache und Phraseologie verschleiert. Die alten Freunde, welche auf dem rechten Wege blieben, werden als Reaktionäre und Verräter angesehen. Sie werden nicht mehr als wahre Katholiken betrachtet, es sei denn, sie zeigen sich willfährig für alle Schwächen und Kompromisse. " Gedanken, die zu denken geben und eine Orientierung unter den divergierenden Richtungen in der Kirche, besonders seit dem Bruch der Priesterbruderschaft PlUS X. mit Rom, für Viele nicht leichter machen.

Die Gesetzestafeln Gottes sind zertrümmert und man scheint sich damit zu begnügen, die Scherben mit den Resten der Gebote Gottes als fortan verbindliche Normen mit dem vor dem Angesicht des Allmächtigen Gottes brüchigen Kitt eines überzogenen Heilsoptimismus zusammenzufügen. Es entsteht der Eindruck, als ob das Volk der Gläubigen nicht mehr durch die Nachfolger der Apostel geführt wird, sondern einer Führung unterworfen wird, die sich anstatt an den Geboten Gottes nur noch an der Entwicklung menschlicher Möglichkeiten und Verhaltensweisen orientiert. Unwillkürlich kommen einem dabei die ernsten Worte der zweiten Botschaft von Garabandal in den Sinn: " Viele Priester, Bischöfe und Kardinäle gehen den Weg des Verderbens und ziehen viele Seelen mit sich!" Wer hat sie gehört?

Die Menschen haben aus diesen Veränderungen erfahren und zumindest in ihrem Unterbewußtsein erkannt, daß die einst unveränderlichen Normen und Glaubenswahrheiten anscheinend weder unverrückbar noch als unbedingt feststehend und wahr angesehen werden. Das Wort Gottes wurde damit im Unterbewußtsein der meisten Menschen weitgehend seines Ewigkeitswertes in der Verkündigung beraubt. Damit einher geht das fast völlige Verschwinden der Katechese über Schuld und Sünde und über die Letzten Dinge. Bekehrung und Umkehr werden zum Absurdum und werden ins Gegenteil verkehrt, indem man vorgibt auf "neuen Wegen" eine Erneuerung zu suchen, was in Wirklichkeit bedeutet, daß man sich immer mehr von der Mitte entfernt, von der Mitte, die nicht in den Verhaltens­weisen der Menschen zu suchen ist, sondern allein in der Weisung Gottes.  

Es wird für jedermann offensichtlich, daß die frühere Lehre nicht mehr mit den Bedürfnissen der Gegenwart zusammenpassen kann. Deshalb verklingen auch alle Rufe der Bischöfe zur Erneuerung der Kirche im Flugsand menschlicher Gleichgültigkeit, da im Bewußtsein der Menschen die Maßstäbe erloschen sind. Warum? Weil die Kirche in ihrer Verkündigung diese Maßstäbe entweder durch Neufassung oder durch willkürliche Praxis relativiert hat. Weil Gott zum Partner der Menschen herabgewürdigt wurde und als Schöpfer für die schlechten Neigungen der Menschen sogar verantwortlich gemacht wird, ist insofern eine Umkehrung von der christlichen zur antichristlichen Verhaltensweise eingetreten, daß nicht die Menschen versuchen müssen mit den Geboten Gottes auszukommen, sondern Gott es mit den Menschen versuchen soll. Das ist die Abwendung von Gott und der Grund, warum Gott in den Botschaften von Garabandal der ganzen Menschheit eine Züchtigung angekündigt hat, eine Züchtigung, wie sie bereits nach der Sintflut von ihm verheißen wurde. Einer Züchtigung von der Jesus doch ganz deutlich spricht in den Zeugnissen des Evangeliums.

Die Folge dieser Entwicklung ist, entgegen der allgemeinen Auffassung, ein wachsendes Desinteresse bei den Gläubigen, die durch Zugeständnisse und Erleichterungen in der persönlichen religiösen Verpflichtung nicht angezogen, sondern eher abgestoßen werden, nicht nur in der katholischen, sondern auch in der evangelischen Kirche. Den Beweis dafür liefert der ungeheuere Zuwachs der Sekten, die die Menschen mit festen Pflichten und Opfern belegen. Sie versuchen den Menschen eine durch transzendente Einflüsse begründete Erwählung vorzutäuschen und machen sie abhängig in einem Zwang zur Gefügigkeit. Übrigens auch die Praxis an Orten mit von Satan gefälschter Mystik. Damit ziehen sich die unsichtbaren Mächte, die hinter dieser Entwicklung stehen, die von der Katholischen Kirche freiwillig abgelegten Kleider an, nicht nur der religiösen Praxis, sondern oftmals auch der Liturgie, und täuschen einen Teil des gläubigen Volkes. 

Eklatante Beispiele dafür gibt es nicht nur in der Schweiz, sie wachsen wie Pilze auch an anderen Orten in üppiger Form, auch in Italien, Spanien, Frankreich, Nord­ und Südamerika, sowie Australien und Asien. Das einst Verbindliche und Gültige wird in den Händen vieler Scharlatane zur hochverehrten Antiquität, die auf der Welle der religiösnostalgischen Gefühle der Enttäuschten und Alleinegelassenen ihre für diese Menschen vergiftete Suppe der Abwerbung zu kochen verstehen. Dem Ungeist des Fürsten dieser Welt, der dem heute mehr denn je gehuldigten Zeitgeist zu eigen, oder identisch mit ihm ist, wird damit, so scheint es, grenzenlos Raum gegeben. Es zeigt auch, daß die Mündigkeit des Christen nur im Schlagwort und auf dem Papier besteht, in Wirklichkeit aber haben viele Kirchendiener auf ihren Auftrag und Anspruch verzichtet, den Christen durch Katechese und Verkündigung mündig zu ma­chen. 

Das erste Gebot wird zur unverbindlichen Empfehlung; daß damit aber alle anderen Gebote ihrer Kraft und Verbindlichkeit beraubt werden, scheint offenbar nicht erkannt zu werden. Zumindest führt es selbst beim Erkennen durch die Verantwortlichen wegen der demokratischen Struktur einer dafür vorauszusetzenden Mehrheitsmeinung zu keinerlei Konsequenzen. Der Innenraum der Kirche ist somit schutzlos der willkürlichen Verwüstung preisgegeben.

Mit der zweiten Stoßrichtung hat der Widersacher auf einen anderen Teil des Fundamentes der Kirche angesetzt, die treuen Gläubigen. Es sind diejenigen, die zu Opfern bereit sind, die sich durch den Unglauben des Modernismus enttäuscht fühlen, sich aber ihre Offenheit für die Wirklichkeit der mystischen Beziehungen Gottes zu uns Menschen noch nicht rauben ließen, die die mystische Nähe Gottes noch suchen und noch an seine Wunder zu glauben bereit sind, die aber in Ermangelung der Führung durch die Organe der Kirche sich unver­standen fühlen und schutzlos geworden sind. Satan hat begonnen sie abzuwerben und wegzulocken von der Kirche, indem er nahezu in allen Teilen der Welt selbst Visionäre und Gläubige durch von ihm inszeniertes außernatürliches mystisches Geschehen täuscht. Dabei handelt es sich wohlgemerkt um Pseudomystik, die nicht von Menschen, sondern von Satan selbst vorgetäuscht wird und mit den klassischen Maßstäben zur Unterscheidung der Geister erkannt werden kann. 

Wer aber kennt diese Maßstäbe noch, wo werden sie angehenden Theologen noch vermittelt, wer kann sie, selbst wenn er sie kennt, noch in entscheidender Weise einsetzen, ohne sich in Gefahr zu begeben durch die dämonisch verführten Mehrheiten beschimpft und lächerlich gemacht zu werden? Die Visionäre, und heutzutage sogar nicht selten auch prominente Fachleute, die solches Geschehen zu beurteilen haben, halten diese Täuschungen für echt, weil sie nur die für sie unerklärbaren Phänomene beurteilen und nicht das gesamte Umfeld. Sie unterscheiden nicht exakt genug zwischen "außernatürlich" und "übernatürlich" und schließen aus dem Vorhandensein naturwissenschaftlich nicht erklärbarer Phänomene zu leichtfertig darauf, daß Gott als Urheber unmittelbar anzusehen ist.  

Daß aber Satan die Kraft Gottes in dieser Zeit besonders, wie zwar zu anderen Zeiten gelegentlich auch schon, mißbrauchen kann, wird für die Beurteilung zu wenig herangezogen oder kommt ihnen nicht in den Sinn. Die alles entscheidenden Zielfragen: Dient es dem ewigen Heil der Seelen und läßt es die persönliche Freiheit zur Entscheidung unberührt, werden möglicherweise unbewußt unterdrückt und nicht mehr gestellt. Es wird zumindest allzu leichtfertig das gesamte Umfeld geprüft, wie geoffenbarte Texte, Verhalten der Erscheinung, Verhalten der Visionäre, Auswirkung auf die unmittelbar Beteiligten und anderes mehr. Durch diese zu leichtfertig urteilenden Fachleute, wie Theologen und Wissenschaftler, werden dann kompetent aussehende positive Vorurteile geschaffen, die den Verantwortlichen in der Kirche, wie z. B. dem Ortsbischof oder der Glaubenskongregation, es unsagbar viel schwerer machen zu einer objektiven und annehmbaren Beurteilung zu kommen. Dadurch hat derjenige ein leichtes Spiel zur Täuschung bekommen, vor dem Jesus in seiner Abschiedsrede warnt.

Ein Beispiel aus dem Alten Testament sei hier angeführt: Aron als Prophet Gottes am Königshof Ägyptens. Er verwandelte, zu einem Zeichen als Beweis für seine Mission als Prophet Gottes aufgefordert, seinen Stab in eine Schlage. Die Magier am Hof des Königs konnten das auch. Das Zeichen zum Beweis dafür, daß er der Prophet Gottes war, schien wertlos zu sein, doch Aron konnte die Schlange wieder in seinen Stab verwandeln, im Gegensatz zu den Magiern, die das nicht konnten. Also war er doch der Prophet Gottes. Ein klassisches Beispiel zur notwendigen Unterscheidung zwischen Original und Fälschung.

Die kleinen aber wesentlichen Unterschiede zu erkennen: Das ist heute bei der Prüfung angeblich mystischen Geschehens von unabdingbarer Wichtigkeit, um Irreführungen nach Möglichkeit zu entgehen. Darin liegt die unerhört schwere Aufgabe zu unterscheiden, sowohl für die Kongregation für den Glauben, als auch für den jeweils zuständigen Bischof. In diesem Zusammenhang muß auch einmal gesagt werden, daß sowohl eine gute Kenntnis des Geschehens, als auch eine entsprechende räumliche und gedankliche Distanz bestehen muß, um sicherer urteilen zu können. Bischof Dr. Rudolf Graber, der einmal mit einer solchen Angelegenheit in seiner Diözese konfrontiert wurde, sagte dem Autor dazu sinngemäß, daß es ihm schwer falle auf einen Besuch dieses Ortes zu verzichten. Sein Amt  und seine Aufgabe aber gebieten ihm nicht hinzugehen. Die von ihm eingeleitete Untersuchung des betreffenden Geschehens, in die auch der Autor ermittelnd eingeschaltet war, hat sich dann bald als ein menschlicher Betrug herausgestellt. Auf Garabandal bezogen kann der Autor nach Kenntnis der Sachlage sagen, daß außer von der damaligen Prüfungskommission, wie ja bekannt, diese unerhört wichtigen Kriterien bei der Prüfung durch die unabhängigen Fachleute mit großer Verantwortung fast übergenau beachtet und herangezogen wurden. Im Besonderen gilt das auch für Dr. Puncernau, den damals erstklassigen Fachmann für parapsychologische Phänomene. Sein Bericht ist als Anhang im Buch von Robert Fracois, So sprach Maria in Garabandal, abgedruckt und ist auch zu einem bedeutenden Faktum in den kirchlichen Akten geworden.  

Ein Hinweis vor dem Weiterlesen

Für Leser, die von dem Vorhandensein solcher Phänomene bisher noch nicht berührt wurden, sei gesagt, daß sie auf den folgenden Seiten möglicherweise mit allerhand für sie Befremdendem konfrontiert werden können. Für diesen Fall können sie auf die Lektüre der folgenden Seiten verzichten und gleich zum Kapitel "Garabandal heute" gehen, insofern es nicht als eine Art Vorbeugung zur besseren Erkennung der Fallstricke Satans in der heutigen Zeit aufgefaßt werden kann.

Wir müssen die Vorgehensweise des Widersachers klar durchschauen: Zuerst entstellt er die Kirche und ihre Glieder durch die von ihm inspirierten Schachzüge mit vordergründig scheinbar besseren Ent­wicklungen und Verhaltensweisen, und dann will er den auf Botschaften Hörenden den Geschmack an der so entstellten Kirche verderben. Das geschieht gewöhnlich so, daß er sie durch mannigfache Seher und Botschaften dann mit harter Kritik an dieser veränderten Kirche gegen sie und die vermeintlichen Verantwortlichen aufzubringen versucht. Zugleich betont er aber auch, daß man dem Papst die Treue zu halten habe und viel für ihn beten müsse. 

Er hält die Menschen sogar an, lange und unzählig viele Gebete zu verrichten, um seine Identität und seine schlechten Absichten mit frommen Ein­redungen zu verschleiern. Zudem verbindet er diese Forderungen mit Androhungen schlimmer Ereignisse, die einfach nur einschüchtern sollen, um dem Gesagten zu mehr Glaubwürdigkeit durch Angst zu verhelfen. Daran erkennt man ein weiteres sicheres Zeichen, daß der Widersacher bei Botschaften und mystischen Prophezeiungen als Urheber am Werk ist. Er schränkt die von Gott gegebene Freiheit der Entscheidung ein, indem er anzudrohen versucht, daß wir verloren gehen, wenn wir seinen Forderungen nicht nachkommen, oder auch dieser veränderten Kirche weiter folgen und ihr treu bleiben.

Zugleich werden diejenigen als Erwählte angesprochen, die sich seinen auf diese Weise geoffenbarten Botschaften öffnen und sie zu befolgen bereit sind. In anderen von ihm ausgehenden Erscheinungen versucht er uns in seinen Botschaften einzureden, daß wir viel für dieses oder jenes, ja sogar für den Papst, wie eben schon gesagt, beten müssen, was ja im Grunde richtig ist und von vielen Katholiken zu wenig praktiziert wird. Er sagt das nur, um uns hinsichtlich seiner Person zu täuschen. Er droht uns Unheil an, wenn wir diesen Forderungen nicht nachkommen, kurzum er macht uns Angst. Dabei werden oft religiöse Übungen in solchem Übermaß verlangt, daß es unmöglich wird, der täglichen Pflichterfüllung überhaupt noch einigermaßen nachzukommen. Mitunter werden uns anstatt der Gebete der Kirche abgeänderte Formen derselben angeboten, die bei genauerem Hinsehen Leugnungen und vor allem Weglassungen elementarer Glaubenswahrheiten enthalten.

Maria hat überall dort, wo sie in den vergangenen Jahrhunderten erschienen ist, die Gebete der Kirche empfohlen und dazu aufgerufen zu beten, wie die Kirche betet. Auch dafür gibt es in Garabandal ein anschauliches Exempel. Die Kinder hatten sich aus großer Verehrung der Erscheinung gegenüber angewöhnt, beim "Ave Maria" zu beten: "Heilige Maria Mutter Gottes, und unsere Mutter, bitte für uns Sünder...". Maria ermahnte Sie daraufhin, daß sie das wohl für sich selbst still so beten dürften, wenn es aber andere Leute hören können wünsche sie, daß sie so beten sollen, wie die Kirche betet, ­ohne das "und unsere Mutter".

Wie hatte doch die Heilige Jungfrau in Garabandal noch gesagt?: "Ich verlange nichts Außergewöhnliches, (Übertriebenes) von euch, aber ich wünsche, daß ihr euer Leben würdig wie Menschen lebt und eure tägliche Pflicht treu erfüllt, dabei aber Gott, dem Allmächtigen Vater, den ihm gebührenden Platz einräumt. " Das ist es, was auch die Kirche von uns verlangt, dort wo sie noch die unverkürzte Lehre verkündet, und was uns im Evangelium als Voraussetzung zur Erlangung des ewigen Heils vor Augen gestellt und aufgetragen wird: Die treue Erfüllung unserer täglichen Pflicht, verbunden mit der Anbetung Gottes in beständiger Dankbarkeit Ihm gegenüber. übermäßige religiöse Übungen dürfen uns nicht von der getreuen täglichen Pflichterfüllung trennen, die eine unbedingte Voraussetzung für ein Leben mit Gott ist.

Wir können heute feststellen, daß es eine gut funktionierende und in dieser Zeit oft zu beobachtende Taktik des Widersachers Gottes gibt, um das Volk der Getreuen zu zerstreuen. Dabei kann beobachtet werden, daß Satan seine Taktik ständig ändert und anpaßt an die religiösen Erwartungen der im Grunde genommen enttäuschten "Frommen" in der Kirche, die oft führungslos geworden sind. Die heiligsten Dinge macht er durch den Inhalt seiner geoffenbarten Botschaften zum Gegenstand oft haßerfüllter Streitgespräche und sät damit Unfrieden im Volke Gottes. Bedenken wir nur, wie ehrfurchtslos manchmal über die Art der Spendung der heiligen Kommunion gestritten wird. Bei seinen Erscheinungen gibt er sogar vor , Jesus oder Maria zu sein, oder ein Engel, der er ja einmal war, und er erscheint in diesen Gestalten an vielen Orten und vollbringt sogar große Wunder und auch Heilungen. 

Davor hat uns aber Jesus selbst im Evangelium gewarnt, mit der Weissagung vor den falschen Propheten und falschen Christussen. Das muß für uns ein Maßstab und eine Warnung zugleich sein. Nachzulesen bei Markus 13,21-23, oder bei Matthäus 24, 23-26, ebenso bei Lukas 21,8. Der Leser merke auf bei diesen Texten und sehe sie vor dem Hintergrund der Abläufe unserer akuten Gegenwart, nicht ohne dabei inständig den Heiligen Geist anzurufen, mit der Bitte um Erleuchtung. So hat Maria es auch in Garabandal empfohlen. ". .., denn ihr geht in eine Zeit solch großer Verwirrung, daß ihr sogar vielen von euren Priestern (auch guten) keinen Glauben mehr schenken könnt. Wenn ihr nicht mehr aus noch ein wißt, dann besucht Jesus im Tabernakel und bittet uns um Erleuchtung. Wir (Jesus und ich, seine Mutter) werden euch Erleuchtung geben, damit ihr erkennen könnt, was wahr ist". Es wird nicht etwa gesagt, daß wir uns dann nach Botschaften richten sollen, die uns von irgendwelchen Sehern gegeben werden; auch nicht, daß wir Seher und sogenannte Begnadete befragen sollen, um Antworten zu bekommen. Dieses hierbei klar zu erkennen ist außerordentlich wichtig und ist geeignet dazu einen Schutzschild vor Fehlinformation zu bilden.

Satan befiehlt den Menschen, die ihm an Orten seiner Regie durch den Mund sogenannter "Begnadeter" zuhören, fromme Übungen zu verrichten und übertrieben viel zu beten, damit man denken soll: Es wird da viel gebetet, das kann doch nicht schlecht sein. Die so verkündeten frommen Übungen werden über die normale Pflichterfüllung gestellt und werden zu einer Art Abhängigkeit unter ängstlichem Zwang. Nicht selten entsteht daraus ein religiöser Wahn und eine in fanatische Formen führende falsche Frömmigkeit. Auch dadurch versucht er die opferbereiten Menschen aus dem Innenraum der Kirche zu ziehen, indem er eigene Gebetshäuser verlangt, in denen man sich zum Gebet und zur Ausübung religiöser Handlungen versammeln soll. In Wahrheit aber sind solche Verhaltensweisen, kein Kriterium, sondern nur ein Vorwand, der uns den klaren Blick trüben soll. Ein Kriterium aber ist, inwieweit Botschaften mit dem Evangelium übereinstimmen und mit dem Auftrag Jesu an seine Jünger, der sie, und das müssen wir erkennen, mit Vollmacht zur Entscheidung ausgestattet und ihnen die Macht übertragen hat, Sünden zu vergeben. Petrus und dem ihm übertragenen Amt hat er dabei "die Schlüssel für den Himmel" anvertraut, und er hat die Apostel und ihre Nachfolger zu Teilhabern seines ewigen Priestertums gemacht.

Angesichts dieser Vollmacht bleibt es allein der Kirche vorbehalten, zu entscheiden darüber, ob ein mystisches Geschehen im übernatürlichen Sinne echt ist oder nicht. Jesus hält sich gebunden an die Ent­scheidungen der Nachfolger der Apostel, die die Führung der Kirche bilden. Dafür gibt es in der Geschichte der Mystik zahlreiche Beispiele, die diese Vollmacht bestätigen. Nicht zuletzt bei Erscheinungen der Muttergottes, wie etwa in Lourdes, als sie, von Bernadette nach ihrem Namen gefragt, sich mit dem Titel vorstellte, den ihr die Kirche kurz zuvor verliehen hatte: "Ich bin die Unbefleckte Empfängnis. " Ebenso geschah es auch in Garabandal, nachdem sie Papst PAUL VI. auf dem Konzil zur Mutter der Kirche erhob, sagte sie unmittelbar danach zu den Seherkindern: "Meine Kinder hört auf mich. Ich, eure Mutter, liebe euch!"

Bedenken wir also stets, daß uns der Diabolus mit tausend Wahrhei­ten verblüffen kann und uns bezüglich der übernatürlichen Echtheit eines mystischen Ereignisses in Sicherheit zu wiegen versucht. Er kommt uns mit den süßesten mystischen Schmeicheleien entgegen und verblüfft mit auffälligen " Wundern" sogar ernsthafte Leute. Nicht selten ruft er in diesen durch hochtrabende Worte das Bewußtsein einer besonderen Erwählung hervor, das in jedem Falle zu geistlichem Stolz und Hochmut führen kann. Er spricht von Licht, oder er sagt, daß er bzw. sie, wenn er sich als Jungfrau Maria ausgibt, Licht zu bringen vom Allmächtigen. Das allein deutet schon darauf hin, daß Satan es ist, denn vor dem Fall war er Luzifer, was Lichtbringer heißt. In der NEW-AGE-  /  ESOTERIK-Bewegung wird Luzifer verehrt und diese Verehrung wird mit der dreisten Lüge zu rechtfertigen versucht, daß man Luzifer vor dem Fall meine und ehre, als er noch Lichtbringer vor dem Throne Gottes war, nicht nach dem Fall, als er Satan wurde. Sogar so etwas findet unter den von Satan verblendeten Menschen noch Anklang, die sich sogar für religiös halten und nicht selten Aktivitäten mit "frommen Leuten" führen.  

Sind diese zumeist gut meinenden und religiös interessierten Men­schen erst einmal von solcher Abwerbungs­ und Ablenkungsmystik angelockt, verfallen sie in einen nebulösen Zustand der Kritiklosigkeit, wenn sie nur erkennen, daß da oder dort gut und viel gebetet wird, sich eine gute religiöse Praxis einstellt und sich in den Zeugnissen der Seher Wahrheiten erkennen lassen, die dem Glauben zumindest gefühlsmäßig nicht entgegen stehen. Dazu kommen zumeist Erlebnisse, die unter einer übersteigerten Sehnsucht nach mystischen Erlebnissen für bestätigende Phänomene der eigenen Vorstellungen gehalten werden, auch wenn sich etwa Tränen an Statuen und Bildern bilden, oder wenn sich unerklärliche Düfte verbreiten, Lichtzeichen zu erkennen sind und wenn sich sogar angebliche und auch tatsächliche Heilungen einstellen. 

Auch Stigmatisationen ruft der Widersacher Gottes in unserer Zeit hervor und versucht damit das gläubige Volk und die Kirche zu täuschen. Dabei muß gesagt sein, daß wohlriechende Düfte, Tränen oder Blut und auch Lichtzeichen durchaus persönlich gewährte Gnaden sein können, die aber in sich keine Beweiskraft für deren Ursache besitzen. Der einzelne, der damit Beschenkte, weiß darauf zumeist wohl eine bessere Antwort zu geben wie der, der es zu überprüfen hat. Das kommt auch daher, daß der damit Beschenkte darum weiß, ob er sich im Zustand der Gnade, der Gewissensreinheit, befindet, um eines solchen Gnadenerweises würdig zu sein. Auf jeden Fall sind es zumeist persönliche Geschenke, die zur Veröffentlichung als Grund außerordentlicher Bestätigung absolut ungeeignet sind. Wenn sie genannt werden, sollten sie lediglich als Begleitumstände bezeichnet und gedeutet werden, nicht aber als Kriterien. 

Sie sollten auch nicht als Bestätigung des Glaubens oder gar als dessen Voraussetzung oder als Grundlage zur Beurteilung anderer Phänomene betrachtet werden. Im Kollektiv wahrnehmbare und öffentlich vorhandene solche Zeichen bedürfen unbedingt der Bestätigung von der Kirche, um als solche angenommen zu werden. Ohne diese Legalisierung durch die Kirche deuten sie in öffentlich zugänglicher Form heutzutage eher auf eine Fälschung hin, die die Wundersucht mit einem Erlebnis befriedigt. Satan paßt sich den Wünschen und Erwartungen der "frommen" Menschen an!

Es gibt keine sicheren Regeln, die uns zur allgemeinen Anwendung zur Verfügung stehen, um bei solchen Phänomenen unterscheiden zu können, ob es von Gott oder vom Teufel kommt, der die Kraft Gottes für seine Zwecke mißbraucht. Die vorher genannten Kriterien lassen sich aber von jedermann leicht zur Unterscheidung der Gei­ster anwenden, wenn sie mit dem Verstand unter Ausschaltung des Gefühls konsequent angewendet werden. Dabei ist unbedingt zu berücksichtigen: es gibt kein "sowohl als auch," es gibt nur das "entweder oder". Es gibt keine Vermischung göttlicher mit satanischer Prophetie. Das würde ja bedeuten, daß sich Gott an den Täuschungen Satans beteiligt. 

So etwas ist absurd. Was es dagegen gerade heute sehr oft gibt ist: die Nennung göttlicher und bereits bekannter Wahrheiten durch Satan, der damit seine Identität und seine darunter getarnten Lügen zur Irreführung geschickt verbirgt. Ein Weiteres: Es gibt keine Erscheinungen Gott Vaters, wie das in jüngster Zeit hier und dort aufzukommen scheint. Das ist eine lächerliche Maske Satans, mit der er heutzutage sogar eine Reihe bekannter Theologen zu narren versteht. "Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen" (loh 6,46), oder zu Moses gesprochen: "Du kannst mein Angesicht nicht sehen; denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben" (Ex 33,20). Die Texte vom Dreifaltigkeitssonntag sollten jedem ernsthaft kritisch prüfenden Leser solch angeblicher Mystik die Augen öffnen, auch den Theologen.

Darüber hinaus sei zu bedenken gegeben, daß ja die Menschwerdung Gottes dadurch zur absurden Tat gemacht würde, wenn Gott Vater sich xbeliebigen Menschen, die dazu noch von sich sagen, davor kein religiöses Leben geführt zu haben, als Erscheinung offenbaren würde. So etwas deutet doch eher auf die Erfüllung der Voraussetzungen für das " Tätigwerden" Satans hin.

Wohl kennt die Kirche noch andere Maßstäbe, die zur Beurteilung solcher Vorkommnisse geeignet sind, die aber von Unkundigen und gewöhnlichen Laien zur Beurteilung nicht schlüssig herangezogen werden können. Dabei spielt auch das geistige und räumliche Umfeld solcher Phänomene eine wichtige Rolle. Deshalb ist es für die Kirche auch so schwer zu entscheiden, ob ein mystisches Geschehen im übernatürlichen Sinne, also von Gott kommend, oder nur im außernatürlichen Sinne und damit von Luzifer und seinen Dämonen vorgespielt, angesehen werden muß. Es sei darum noch einmal betont, daß nicht das oder die Phänomene entscheidend sind für die Beurteilung, sondern in jedern zu beurteilenden 

Fall alle der Kirche zur Verfügung stehenden Kriterien positiv erfüllt sein müssen. Das ist unbedingt wichtig zu wissen und hilft uns, das lange Zögern mit einer kirchlichen Anerkennung solcher Begebenheiten in unserer von Täuschungen und Blendungen reichen Zeit besser zu verstehen. Es entschuldigt aber nicht das menschliche Versagen, das bei den Ereignissen von Garabandal von der vom damaligen Bischof eingesetzten Prüfungskommission offensichtlich zutage getreten ist, wie Dr. Morales es als Leiter dieser Kommission freimütig in seinem Vortrag bekannt hat. Auf der anderen Seite verpflichtet es Laien, die dazu berufen und fähig sind, die zuständigen Vertreter der Kirche unablässig um eine ordentliche Prüfung zu bitten.

Es ist also nicht ausschlaggebend, ob Botschaften Wahrheiten enthalten, sondern ob sie keine Unwahrheiten und keine oberflächlichen Selbstverständlichkeiten enthalten. Oft ergießen sich diese " Wahrheiten" in Phrasen über die selbstverständliche Ehrerbietung Gott gegenüber, sie klingen hochtrabend und benutzen zum Schein eine gehobene Sprache, nicht selten im Imperativ, sprechen von den bekannten Pflichten eines jeden Christen und erweitern diese, oder sie klingen verniedlichend und sogar kindisch. Sie sprechen von den vernachlässigten Pflichten der Priester, von den Veränderungen, den veränderten Zuständen, von der dadurch entstandenen verminderten Ehrfurcht usw. In Wirklichkeit aber ist das der Frontbericht des Zerstörers, der, weil er der Vater der Lüge ist, damit seine eigenen Triumphe als Erfolgsmeldungen und oftmals, wenn diese prophetisch gesprochen sind, seine Pläne bekannt gibt. 

Man sollte deshalb nicht übersehen, daß diese Worte aus dem Munde des Fürsten der Finsternis und seiner Helfershelfer Heucheleien und zugleich Spott für den Allmächtigen Gott sind. Er klagt vor den Gläubigen und vor Gott diejenigen an, die er zuvor dazu verführt hat, diese schlechten Taten auszuführen. Damit versucht er seine Identität zu verbergen und versucht den Menschen vorzutäuschen, daß Gott diese Klage ausspricht. Jesus hat den Dämonen verboten zu sagen, wer Er ist, er hat ihnen verboten, über ihn und den Vater zu reden. Jesus hat den Verführer von sich gewiesen, als er ihn zu einem Zeugnis seiner göttlichen Kraft verführen wollte auf der Zinne des Tempels in Jerusalem. Er hat vor ihm gewarnt und vorhergesagt, daß er große Zeichen und Wunder tun wird, um die Guten irrezuführen. 

Aus diesem Grunde sollten wir uns auch niemals von den Worten Besessener beeindrucken lassen, wie das so oft zu beobachten ist, auch wenn in den Aussagen mit dem Hinweis gesprochen wird, daß diese Aussa­gen auf Anordnung Mariens, der hohen Frau, oder wie sie auch immer genannt werden mag, zustande kommen. Dämonen haben uns ebensowenig etwas zu sagen, wie Jesus sie etwas sagen ließ, obwohl sie uns mit ihrem Wissen über uns und über die Zukunft verblüffen und neugierig machen können. Dabei ist es von besonderer Wichtigkeit zu wissen, daß Satan und seine Dämonen niemals den Erkenntnisstand der Wahrheit Gottes kennen. Sie haben eine teilweise Erkenntnis und vervollständigen dies den Menschen gegenüber mit den Absichten und Zielen, die sie im Aufstand gegen Gott verfolgen.

Daraus ergibt sich, daß der intelligente Verführer unter offensichtliche Wahrheiten unauffällig Unwahrheiten mischt, die von den Betroffenen nicht erkannt werden, oder die für diese nicht nachprüfbar sind, die aber geeignet sind, diese Menschen in einen wesentlichen Irrtum zu führen, der das ewige Heil gefährdet. Verbunden sind solche mystischen Schmeicheleien oft mit beängstigenden Voraussagen oder spektakulären Enthüllungen, nicht selten unter Nennung konkreter Daten und Namen, wie etwa der in Garabandal prophezeiten Ereignisse, die dort von Maria wohlweislich verborgen wurden, wo­bei SIE den Seherkindern aufgetragen hat, darüber zu niemandem zu sprechen.

Es werden auch Voraussagen zumeist kurzfristiger Art gemacht, die, wenn sie nicht eintreffen, mit dem Argument erklärt werden, daß diese Ereignisse "weggebetet" und "abgesühnt" worden seien, also Erfolgserlebnisse vermitteln. Es wird vorgegaukelt, daß sie uns deshalb erspart geblieben sind, weil wir auf die Botschaften gehört und reagiert haben, die an diesen Orten und von diesen sogenannten Begnadeten vom Diabolus inszeniert worden waren. Die Maßstäbe für die Prophetie werden auf diese Weise schwammig gemacht und die Betroffenen werden auf diese Weise in ihrem Urteilsvermögen betäubt. Es entsteht dadurch der Eindruck, daß die Wahrheit Gottes und sein Wille zu einer Schaukelpolitik gegenüber den Menschen werden. Es wird uns damit vorgemogelt, daß wir gleichermaßen dem Allmächtigen Gott "in die Karten der Zukunft" schauen dürfen und dieses Wissen gleichsam eine Belohnung ist für das Interesse, das wir seinen, Satans, Erscheinungen gegenüber erbringen. Er befriedigt die Neugierde und schürt die Enttäuschung, indem er Zustände in der Kirche und in der Welt anklagt und sie als verwerflich bezeichnet, die auch in vielen treuen Betern Abscheu hervorrufen, obwohl er selbst ja deren Urheber ist. 

sind Schmeicheleien in den Ohren enttäuschter Menschen! Sie tun gut in den durch den Modernismus verletzten Herzen, die unter den unzähligen Profanierungen in der Kirche bis an die seelische Schmerzgrenze leiden! Es sind seelische Umarmungen für die durch verwässerte Pastoral Enttäuschten. Man will, wenn man sie endlich hört, nicht wahrhaben, daß es der Teufel ist, der das sagt, denn man argumentiert, daß der Teufel doch nicht gegen sich selbst sprechen könne. Genau das aber tut er, denn er ist der Vater der Lüge. Wenn aber Satan diese Menschen auf solche Weise dazu bringt, mit Kritik und Abscheu die Kirche und deren Vertreter zu verachten, so erreicht er mit diesen Menschen sein Ziel, das Herz der Kirche zu treffen, das Jesus ist. 

Satan verwandelt die ursprünglich Getreuen der Kirche zu schmerzenden Eiterbeulen an seinem mystischen Leib, dieser Kirche. Ihre Gebete dringen schmerzvoll in Sein verwundetes Herz, weil sie durch Satan von den Menschen verlangt wurden und so, von diesen Men­schen zwar ungewollt, zu Hohn und Spott werden für den gemarterten Herrn. Es ist vergleichbar mit der Menge der Juden, die damals nicht wissend was sie taten, "ans Kreuz mit ihm" geschrien haben. Hüten wir uns davor und bleiben wir Jesus und seinem geheimnisvollen mystischen Leib, der die Kirche ist, treu, auch wenn dieser bis zur Unkenntlichkeit entstellt wird. Beten wir in der Kirche und versu­chen wir trotz Enttäuschung in den Gemeinden ein gutes Beispiel zu geben. Gehen wir nicht an all jene Orte, an denen in dieser Zeit vermehrt Wunder und angebliche Erscheinungen stattfinden. "Gehet nicht hin ...", hat Jesus gesagt. Glauben wir Ihm! Vertrauen wir seinem Wort! Maria hat durch St. Michael in Garabandal gesagt: "Dieses hier ist die letzte Warnung". 

Bedenken wir das, wenn wir von neuen Botschaften hören mit Prophezeiungen und Warnungen. Denken wir daran, daß wir von Maria daran erinnert wurden, daß wir uns nun in der von Jesus angekündigten Endzeit befinden. Deshalb ist es so wichtig, daß wir ernst nehmen, was Er uns für diese Zeit gesagt hat. Denken wir aber auch immer daran, daß Jesus mit seinem verklärten Leib auferstanden ist am dritten Tage und alle Verwüstung überwunden hat. Er wird auch nach dem äußeren Tod seines mystischen Leibes am dritten Tage auferstehen, der uns noch bevorsteht. Auch diesen äußeren Tod des mystischen Leibes, der Kirche, benutzt Satan in unseren Tagen in Botschaften, die uns ängstigen sollen.

Er ruft uns deshalb darin sogar zum Gebet auf, genau wissend, daß seine Pläne in der Zulassung Gottes liegen und von den wenigen Getreuen ebensowenig verhindert werden können durch ihre Gebete, wie die Kreuzigung Jesu von seinen Jüngern verhindert werden konnte. Doch nach der Reinigung wird durch die Auferstehung die Verwüstung unserer Tage überwunden sein, eine Verwüstung, die Satan jetzt in vielen angeblichen Botschaften des Himmels zu unserer Einschüchterung benutzt, der er aber dann mit der von ihm abgelenkten Schar selber zum Opfer fallen wird. Er weiß das und deshalb .'zündet er jetzt überall auf der Welt Lampen vorgegaukelter Mystik an, und sehr viele fromme Menschen fallen darauf herein, weil sie in der an Zerfallleidenden Kirche heimatlos geworden sind, weil ihre geistlich ausgedörrten Gemüter sich nach der eingreifenden Hand Gottes sehnen. 

Die Welt bedarf dieser Reinigung unbedingt, sie muß kommen vor der Auferstehung zum Reiche Gottes. Diese Auferste­hung wird seine Wiederkunft sein und mit Ihm wird sein Reich kommen, "das Reich meines Vaters", um das wir im Vaterunser, durch Ihn angeleitet, immer beten. Beten wir aber zuvor für die Priester und für die Bischöfe, wie Jesus für Petrus gebetet hat: ,,»Simon, Simon! wisse wohl: der Satan hat sich (von Gott) ausgebeten, Gewalt über euch zu erhalten, um euch zu sichten ( eigentlich zu sieben = im Siebe zu schütteln), wie man Weizen siebt; ich aber habe für dich gebeten, daß dein Glaube nicht ausgehe ( oder: ganz aufhöre ); und du, wenn du dich einst bekehrt hast, stärke deine Brüder!« (Lk 22,31.32 nach Menge )". Denken wir daran, anstatt sie unentwegt nur zu kritisieren und anzuklagen, wie das der Verderber tut in seinen verlogenen sogenannten "Botschaften vom Himmel", in denen er sich als Jesus oder Maria ausgibt. In Garabandal wurde in der zweiten Botschaft zwar auch gesagt: " Viele Kardinäle, Bischöfe und Priester ge­hen den Weg des Verderbens und ziehen viele Seelen mit sich". Es wurde aber nicht davon gesprochen, daß sie dieses oder jenes tun oder unterlassen sollen, das kraft ihrer Weihe und ihres Amtes von Jesus in ihren Entscheidungsbereich gelegt wurde. Sie wurden nicht konkret angeklagt, sondern die Tendenz ihrer Haltung, ihrer Entscheidungen, wurde bezeichnet. Es läge an ihnen, ihre Handlungen und sich selbst dem Evangelium nach zu überprüfen. Das ist ein bedeutsamer Unterschied, der ihnen die Freiheit der Entscheidung überläßt.

Angesichts der offensichtlichen Situation, daß sich in der Endzeit, die nach allem vorher Dargelegten diese Zeit ist, sich der mystische Leib der Kirche auf dem Kreuzweg befindet, müssen wir uns fragen lassen, ob wir uns wie die meisten Jünger oder wie Maria und Johannes verhalten wollen. Die meisten Jünger haben sich in ohnmächtiger Ratlosigkeit von ihrem Meister entfernt, als er geschändet und gemartert wurde. Durch ihr Verhalten haben sie ihn gewissermaßen und sich selbst in ihrer Zugehörigkeit zu ihm verleugnet. Petrus tat das auch offen. Maria aber und Johannes, der Jünger, den der Herr besonders liebte, sind Ihm treu geblieben bis unter das Kreuz. Sie standen unter dem Kreuz! Sie blieben ihm treu!

Vertrauen wir dabei mehr auf die Jungfrau Maria, die Siegerin in allen Schlachten Gottes, die Satan den Kopf zertreten wird. Versuchen wir stattdessen Jesus um so mehr zu lieben, wenn immer wir solchen Zerfallserscheinungen in seiner heiligen Kirche begegnen. Bedenken wir dabei, daß das ja so kommen muß. Bedenken wir aber auch, daß wir das Schwert unseres Zornes über diese Zustände in der Scheide lassen müssen, um nicht wie Petrus vom Herrn ermahnt zu werden: Stecke das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch, den mir der "Vater gegeben hat nicht trinken?" (Joh 18,11). Besuchen wir Jesus dann lieber beim Tabernakel, um ihn zu trösten und um ihm unseren Schmerz zur Sühne anzubieten. Dadurch werden auch wir getröstet, weil wir dann seine unmittelbare Nähe in der leidenden Liebe erfahren können. Gewiß ist das nicht leicht und kostet uns ein großes Maß an Überwindung, indem wir auf unseren Protest verzichten. Aber gerade darin liegt der Gewinn, denn damit verwirklichen wir die von uns von Ihm erwartete persönliche Entscheidung, die Entscheidung für den Willen Gottes.

Auch die ehemaligen Seherkinder von Garabandal werden in diesen persönlichen Entscheidungsprozeß hineingestellt, wie wir am Beispiel der letzten Vision Conchitas bei den Kiefern sehen können. Von ihr wissen wir, daß sie sich zum Beispiel konsequent gegen die angeblichen Erscheinungen und Botschaften von Bayside bei New York wendet, und das von Anfang an. Sie hat sich nicht täuschen lassen von den vielen wundersamen Neuigkeiten, die dort sogar auch die Sache von Garabandal betrafen, bis hin zu der für viele interessanten Aussage, daß Papst PAUL VI. einen Doppelgänger habe und er selbst in den Katakomben unter dem Petersdom gefangen gehalten werde. Ja sogar, daß er dort noch lebe und nur sein Doppelgänger gestorben sei. Selbst wenn das nur im entferntesten mit der Wirklichkeit übereingestimmt haben sollte, so würden Jesus und seine heilige Mutter niemals mit der Ausstreuung solcher Gerüchte umgehen, die das von IHM übertragene Amt, sowohl in der Person, als auch in der Institution verletzen, kompromittieren und in Frage stellen würde. 

Ein Absurdum also in sich selbst. Auch das war ein Angriff auf das Herz der Kirche, auf Jesus Christus, der in göttlicher Souveränität im Nachfolger Petri seinen Stellvertreter auf Erden bestimmt hat. Wieviele aber sind dem Verführer nur allein an diesem Ort und durch diese angeblichen Botschaften auf den Leim gegangen, der sie unter Ausnützung des Verblüffungseffektes von der absoluten Treue zum Papst und der heiligen Kirche abgehalten hat, ja, sie sogar gegen den Stellvertreter aufgebracht und seine Rechtmäßigkeit in Frage stellen ließ. Zugleich aber, und dahinter verbirgt sich eine doppelte Heuchelei des Verderbers, für den Papst und die Kirche beten und opfern ließ.

Wir sehen an diesem einen Beispiel, wie notwendig es ist, daß wir mystischem Geschehen in keinem Falle mit dem Gefühl, sondern mit dem klaren Verstand begegnen müssen, der uns unter Anrufung des Heiligen Geistes dazu befähigt, zu einer Unterscheidung der Geister zu kommen. Dazu sind wir getauft. Wenn wir uns dabei aber unsicher fühlen, so sollten wir uns unbedingt von solchen Dingen fern­halten und uns besinnen auf unsere von der Kirche aufgezeigten Pflichten.

In diesem Zusammenhang sei auch noch gesagt, daß sich viele religiösen Übungen, bis hin zu unerlaubten liturgischen Handlungen, an diesen Orten satanischer Inszenierungen in beißenden Spott gegenüber dem Allmächtigen Gott verwandeln, weil sie nicht von Gott, sondern von Satan ausgelöst und organisiert wurden. Selbst wenn die Ausführenden dabei nur gute Absichten haben, so werden diese guten Absichten dadurch ungültig und zunichte gemacht, weil Satan es ist, der Gott damit verspottet. Sie fallen den von Jesus im Evangelium genannten nutzlosen religiösen Übungen und Werken zu, die er selbst wertlos nennt. An manchen Orten hat man oft den Eindruck, als ob die mystischen Phänomene zunehmen, je mehr gebetet wird und je mehr sich das Interesse auf diese Phänomene konzentriert. 

So belohnt der Affe Gottes die gut gemeinten Opfer und Gebete der neugierigen Menschen, die dort die Nähe Gottes suchen und stattdessen von Satan zum Hohn dem Allmächtigen Gott gegenüber mißbraucht werden. Es werden heilige Symbole, wie Kreuze, Statuen, Bilder und weiteres aufgestellt und es wird diesen Gegenständen durch süßliche Verehrung und religiöse Übertreibung oft zu einem mystizierenden Eigenleben verholfen. Bedenken wir dabei stets, daß viele von diesen Gegenständen, und auch religiösen Handlungen, nur dann zu unserem Heil wirken, wenn sie mit der Kirche verbunden sind und im Gehorsam die Legalität der Kirche besitzen. Ohne diese lebenswichtige Verbindung zur Gnadenquelle, die nur aus der Kirche sprudelt, werden sie zu Masken, hinter denen die Dämonen ihre Fratzen verbergen. Jesus sagte: "Seid nüchtern und wachsam!"

Religiös nüchtern und wachsam mit dem Verstand, damit wir uns die Freiheit erhalten, uns für Gott oder aber auch gegen ihn entscheiden zu können, und damit wir unseren Glauben nicht abhängig machen von Wundern, die für unseren Verstand nicht erklärbar sind, aber nur zu ihrem Selbstzweck und nicht zu unserem Heil dienen; die außerdem auch dazu führen können, daß wir nach solchen sogenannten mystischen Zeichen süchtig werden und bei deren Ausbleiben das Vertrauen in Gott und seine unsichtbare Nähe verlieren. Wunderbares mystisch anmutendes Geschehen, das uns süchtig macht und damit den Glauben abhängig macht. Es wird nicht bemerkt, daß dadurch eine Abhängigkeit entsteht gegenüber Satan und seinen Werken, die er in unserer Zeit in religiösen Mogelpackungen ge­schickt verbirgt. Auf diese Weise kann er den Menschen auch den Glauben rauben, ja er macht sie sogar dadurch zu Gegnern Gottes durch die Enttäuschung.

Versäumen wir nicht, unseren Blick immer wieder auf die schmerz­hafte Erlösungstat Jesu Christi zu richten, und bedenken wir, daß wir IHM in nichts ähnlicher werden können, als im Leiden. Darum sind alle unsere Leiden die wertvollsten Geschenke zu unserem Heil, wenn wir fähig sind, sie Jesus aufzuopfern und unter sein Kreuz zu stellen. Denken wir auch immer wieder daran, daß die Nachfolge Jesu niemals ein bequemer Spaziergang sein kann. Wie auch Conchita bei der letzten Erscheinung, werden alle vor die Ungewißheit der Zukunft gestellt und vor das Wagnis des Glaubens, der uns eine klare und oft auch harte Entscheidung im Vertrauen auf Gott und unter Anwendung der Kraft unseres Verstandes abverlangt. Im Vertrauen auf den einen Herrn, der in seiner eucharistischen Gegenwart das Herz der Kirche ist und bei uns bleibt bis ans Ende der Tage, werden wir stets dem richtigen Weg zu folgen imstande sein, auch wenn wir durch Fehltritte und Versuchungen mannigfacher Art gelegentlich zum Stolpern gebracht werden. Einzig entscheidend ist, daß wir Jesus lieben und ihm liebend zu dienen bereit sind.

Stärken wir dieses Herz der Kirche durch eine uneingeschränkte Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten Sakrament, beim Empfang, bei der Anbetung und wenn wir davon sprechen. Wir selbst, jeder einzelne, sind die Herzmedizin für das verwundete kranke Herz der Kirche, Vermeiden wir es, über die ehrfurchtslose Haltung anderer zu urteilen, vermeiden wir es auf andere mit dem Finger zu zeigen, wenn sie im Zustand eines geschwächten Glaubens zu ehrfurchtslosen Ansichten und Praktiken neigen. Beten wir lieber für sie! Das gilt ganz besonders gegenüber Priestern, denn sie haben Anteil am ewigen Hohenpriestertum Christi, und nur ER ist berechtigt über sie zu urteilen, auch wenn sie den Herrn in seinem königlichen Glanz durch ihr glaubensschwaches, durch die Anpassung an die Zustände in der Welt geprägtes Verhalten oftmals verdunkeln. Beten wir lieber für sie! 

Opfern wir den Schmerz auf, den wir angesichts ihres geschwächten Glaubens empfinden und klagen wir sie nicht an, denn sonst machen wir uns ungewollt zu Gehilfen des Anklägers vor Gott, der Satan ist. Versuchen wir sie zu lieben, wie Jesus dem verlorenen Schaf nachgeht und wie Maria diejenigen Kinder besonders liebt, die auf Abwegen sind. Geben wir stets nur das gute Beispiel, ohne zu provo­zieren und ohne unser eigenes Handeln als das bessere darzustellen. Das Beispiel allein soll wirken, und vor allem soll unser Verhalten anderen gegenüber wirken. Das Schlechte durch Liebe zu besiegen heißt: Gott in seiner grenzenlosen Liebe zu den Menschen zu verherrlichen.  

"Das ganze Dorf war wie eine große Familie. Es gab viele Kinder und Jugendliche. Heute sind beinahe nur noch alte Leute im Dorf und die familiäre Gemeinschaft von damals ist nicht mehr", klagte dem Autor 1993 eine Frau von Garabandal.  

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Garabandal heute

 Wie aber entwickelte sich der Ort in der Erwartung jener großen Prophetie, die Maria durch die Kinder verkündet hat. Was wurde aus den vier Mädchen und wie stellt sich die Kirche heute zu Garabandal. Daran läßt sich eine endlose Kette von Fragen reihen, deren Beantwortung im wesentlichen an einer Tatsache gemessen werden muß: Garabandal ist mit der Hypothek des dortigen Geschehens und der noch unerfüllten Prophetie belastet, die nur von der Heiligen Jungfrau selbst durch die Kraft Gottes eingelöst werden kann.  

Der Ort hat sich verändert im Stil der dortigen Umgebung, abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen. Die von Maria bereits vorhergesagte Straße von Cosio herauf wurde gebaut, ohne daß zunächst beabsichtigt war nach Garabandal eine Straße zu bauen. Das alpine Gebiet des Pena Sagra hinter Garabandal sollte für einen großen Skizirkus als Wintersportgebiet erschlossen werden. Als die Straße bis zur Abzweigung zum Dorf fertig war und die Trasse für deren Weiterführung noch einige Kilometer vorbereitet war, ist das Projekt an Geldmangel zugrunde gegangen. San Sebastian de Garabandal aber hat eine Straße, so daß man es heute bequem mit dem Auto und auch mit Omnibussen anfahren kann. " Yo harè todo, " -ich mache alles -, hatte die Heilige Jungfrau gesagt, als viele Besucher immer wieder die bange Frage nach der Transportmöglichkeit der Kranken über den schlechten Eselspfad beim Eintreffen des Wunders mit den Kindern diskutierten, und diese darum die Heilige Jungfrau danach fragten.

Die überwiegende Mehrzahl der Häuser ist renoviert und zum Teil umgebaut; sie sind den gestiegenen Bedürfnissen der fortschreitenden Zivilisation entsprechend verbessert und angepaßt worden. Es gibt kein Haus mehr ohne Toilette. Früher ging man in den Stall oder bei Dunkelheit auf die angrenzenden Felder, um die menschlichen Notwendigkeiten zu verrichten. Auch eine Anzahl neuer Häuser wurde gebaut. Trotzdem muß man sagen, daß das tägliche Leben und die Lebensgewohnheiten noch sehr einfach geblieben sind. Zahlreiche Häuser und Ställe, Schuppen, Ruinen und Grundstücke sind verkauft an Leute aus der ganzen Welt. 

Für die meisten die einzige und zugleich willkommene Möglichkeit, um an Geld zu kommen. Mit den daraus gewonnenen Erlösen haben sich die Einwohner ihren Lebensstandard verbessert oder sie haben ihren Kindern zu einer Existenzgründung an anderen Orten verholfen. Auf alle Fälle war das für die gegenwärtige Bevölkerung von Garabandal der einzige für sie greifbare Nutzen aus dem Geschehen. Sie glauben in der Mehrzahl nicht mit letzter Sicherheit an das, was dort noch angesagt ist. Die Entwicklung der bestehenden Prophetie und deren Konsequenzen können sie nicht abschätzen. Sie weisen sie von sich in der Bewältigung der existentiellen Probleme des Alltages.

Die Landflucht ist auch hier eine unaufhaltsame Tatsache, die bewirkt, daß die mittlere und junge Generation im Dorf fast völlig fehlt. Die Alten bleiben, sie führen unter der Last des schweren Bergbauerndaseins mühselig ihre Existenz zu Ende, in dem Bewußtsein, daß die "Jungen" diese Art des Lebens in der Mehrzahl nicht weiterführen werden. Diejenigen, die dazu noch bereit sind, leiden darunter, daß es im Dorf beinahe keine Ställe und Scheunen mehr gibt für Vieh und Landwirtschaft. Das Landeigentum ist zumeist nur noch stillschweigender Nutzung gewichen, da sehr viel von dem Terrain verkauft ist und die neuen Eigentümer nur an der Rendite durch Spekulation, nicht aber an der Bewirtschaftung interessiert sind. 

Es versteht sich von selbst, daß angesichts dieser Situation Neid, Mißgunst und Eifersucht freien Lauf haben und daß die zwischenmenschlichen Beziehungen im Dorf nicht einem von Gott erwählten Ort der Gnade entsprechen.

Aber nicht nur die Einwohner von Garabandal verkaufen ihr Hab und Gut, auch bereits viele der "Extranjeros", der Ausländer, haben die Geduld verloren im Warten auf das Wunder und die danach erhoffte gewinnbringende Nutzung ihrer Werte. Sie verkaufen auch und vertrauen ihr Geld lieber Banken oder anderen Objekten an. ". ..und wenn das Wunder kommt, dann weiß man noch lange nicht, wann. Wir leben jetzt und jetzt wollen wir uns unsere Bedürfnisse erfüllen. Wenn wir gewußt hätten, daß es so lange dauert. ..", so hört man sie sagen. Auch einstmals sehr engagierte wohlhabende Leute haben sich bereits zurückgezogen über den Zweifeln, die sie in der Erwartung der angekündigten Ereignisse befallen haben. Sie haben über der langen Zeit des Wartens buchstäblich den Glauben daran verloren. "Kurz vor dem Wunder werden nur noch ganz wenige daran glauben," sagte die Heilige Jungfrau einmal zu Conchita. Auch das scheint sich zu erfüllen, zumindest was die Einwohner und Eigentümer von Immobilien betrifft.

Mit Hilfe der amerikanischen Garabandalfreunde um Joey Lomangino und anderer Spender wurde die Dorfkirche zur großen Freude des Pfarrers und aller, die sie besuchen, sehr schön und gut renoviert und restauriert. Der Vorplatz wurde mit Natursteinen gepflastert und der Eingang bekam eine eiserne Tür .

Von den Verhältnissen, wie sie noch zur Zeit der ersten Erscheinungen und am 18. Oktober 1961 in den Gassen und auf den Plätzen vorherrschten, ist heute nichts mehr zu finden. Der ganze Ort, mit allen Wegen und Plätzen, wurde von der Kreisverwaltung mit einer Schotter­ und Teerdecke versehen. 

Der Dorfbach, der früher mitten über den Kirchplatz floß, wurde in Rohre unter die Erde verlegt und zur Kanalisation des Abwassers verwendet. Strom und Wasser wurden ebenso zur Selbstverständlichkeit in allen Häusern, wie ein Gasherd in der Küche, mit Flaschengas versteht sich. Die offenen Feuerstellen als Kochstellen sind verschwunden, die Strohsäcke zum Schlafen wurden gegen Bettgestelle mit mehr oder weniger guten Matratzen vertauscht. Kurzum das, von dem die Heilige Jungfrau einmal zu den Kindern sagte: "Ihr habt hier im Dorf in euren Häusern vieles noch so, wie ich es in meinem Leben auch gehabt habe, " ist nicht mehr. 

Und doch haben ihr Erscheinen und ihre Anwesenheit im Dorf San Sebastian de Garabandal auch heute noch deutlich erkennbare Spuren hinterlassen. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden ist der Kirchenbesuch deutlich besser, der tägliche Rosenkranz in der Kirche wird nach wie vor treu gebetet und die Frau mit der Schelle geht noch jeden Abend durch das Dorf, um die Bewohner daran zu erinnern, daß man für die Verstorbenen beten soll. Gelegentliche Pilger, mal mehr und mal weniger, werden insoweit zur Kenntnis genommen, als sie bereit sind, für Verpflegung und Unterkunft etwas zu bezahlen.

"Wird das Wunder kommen?", darf man viele von den alten Männern nicht fragen, wenn man eine Antwort erwartet. Sie zucken mit den Schultern und hie und da kommt ein " Vielleicht" über ihre Lippen, durch das ein an die Ereignisse Glaubender deutlich von ihnen distanziert wird. Andere wieder, und das sind zumeist die noch heute fest an die Geschehnisse glaubenden Zeugen, sagen "ja, es wird kommen! Aber wann ? Wir wissen es nicht. "

Man hat es versäumt, in Garabandal aus der Gnade des Besuches der Heiligen Jungfrau ein Geschäft zu machen, eine Existenz, wie das an anderen Orten üblich ist, die den Pilgern das bietet, was Menschen an solchen Orten suchen. Gott sei Dank dafür! Dennoch ist es ein Zeichen dafür, daß die Bevölkerung in ihrem Glauben an das Eintreffen der angekündigten Ereignisse zumindest unsicher und auf alle Fälle gespalten ist.    

 

 

Pilger bei den Pinien oberhalb von Garabandal

Ebenso, wie Maria unvoreingenommene Kinder vorfand, als sie hierher kam, wird der Dreifaltige Gott ein noch nicht von Kommerz und von Betriebsamkeit entstelltes "Heiligtum" vorfinden, wenn er diesen Brennpunkt der Welt heimsuchen wird, an dem ER sich durch Maria, die Jungfrau vom Berge Karmel, den Menschen über vier kleine Mädchen geoffenbart hat, und durch die ER ankündigen ließ, was ER hier für die ganze Welt geschehen lassen wird.

Insofern entspricht diese Entwicklung einer schrittweisen Erfüllung der Prophetie, die Maria den Kindern gab. Sie sprach mit ihnen darüber, wie eine Mutter mit ihren Kindern spricht. Ganz natürlich und so, als ob es Dinge des gemeinsamen Alltags wären, ohne besondere Bedeutung. Das waren keine allgemeinen Informationen, es waren keine neugierig machenden Verlautbarungen, keine zur Stillung der mystischen Erfahrungssucht gegebenen Botschaften, wie sie heutzutage an so vielen Orten gegeben werden, mit ihrem sich wiederholendem Inhalt in teils kindlich und auch kindischer Sprache, oder in einer Form erhabener Ausdrucksweise zur Verführung zu stolzem Erwähltsein für die, die daran glauben. Es waren prinzipielle Wahrheiten in demütige Einfachheit gefaßt, die dem Glauben im Geiste des Evangeliums ein natürliches Wachstum ermöglichten und zugleich erfahrbare Festigkeit gaben.

Die einstmals kleinen Vier, die den Engel und die Heilige Jungfrau Maria gesehen haben, sind erwachsen und führen als Familienmütter ein normales bürgerliches Leben. Drei von ihnen sind ausgewandert nach Amerika und eine hat sich in Spanien verheiratet, es ist Marie­Cruz.

Die besonderen Erlebnisse der Vier in ihrer Jugend haben keinerlei Einwirkung auf die materielle Bewältigung ihrer Existenz genommen, wohl aber auf ihre Lebensform vor Gott. Alle leben in religiös geordneten Verhältnissen und zeichnen sich aus durch Gewissenhaftigkeit und Treue. Das Zeugnis, das sie heute noch geben von den Erlebnissen, ist eindeutig und fest, obwohl auch ihre Erinnerungen denselben Veränderungen unterliegen wie bei anderen Menschen auch. An alle Kleinigkeiten erinnern auch sie sich nicht mehr, aber das Wesentliche blieb ihrem Bewußtsein klar erhalten. Die ihnen schon zu Beginn der Erscheinungen vorausgesagte Zeit ihrer Zweifel und Leugnungen haben sie längst überwunden, sie glauben nach wie vor fest an die ergangene Prophetie, in Erwartung jener umwälzenden Ereignisse, die die ganze Menschheit treffen werden. Die ganze Menschheit und auch jene, die nur allzu oft und allzu leicht danach rufen in der Erwartung, daß es besonders die "Ungläubigen" treffen und bestrafen soll.

"Gott will nicht, daß es so schnell kommt, " ist zu Marie-Loli gesagt worden, denn Gott will nicht die Vernichtung der Menschen, Er will deren Bekehrung.

Von allen aber hat es Conchita am schwersten. Ich glaube kaum, daß man ermessen kann, welche Last sie auf ihren schwachen Schultern trägt. Zum einen muß sie schmerzlich feststellen, daß jedes Wort, das sie ausspricht über die Erlebnisse und auch über das, was noch aussteht, sogar in ihrem engsten Freundeskreis zu wilden Spekulationen führt und daß es bis zur Umkehrung des ursprünglich von ihr Gesagten entstellt wird. So ist es auch leicht zu verstehen und zu rechtfertigen, daß sie sich zum festen, für sie schmerzlichen Prinzip gemacht hat, über die Ereignisse von Garabandal mit niemandem mehr zu sprechen. Nicht einmal in der Familie redet sie mehr darüber, da die Gefahr eines unachtsamen Ausplapperns immer gegeben ist.

Das ist die eine Last: sich keinem Menschen mehr mitteilen zu können und dennoch dem Auftrag treu zu bleiben. Die andere Last ist, eine schier übermenschliche: daß sie der ganzen Welt konkret das Geschehen Gottes ankündigen muß. Kein Mensch auf der ganzen Welt trägt ein solches Joch. Bei alledem muß sie aber eine fröhliche Familienmutter, eine hilfsbereite und für alle Probleme offene Ehefrau, eine stets freundliche Gesprächspartnerin bleiben, eben ein ganz normaler Mensch. Unsagbar schwer, aber auch unsagbar vorbildlich trägt sie das mit einer Würde, die eine andere als nur eine rein menschliche widerspiegelt.

Schwester Lucia von Fatima hat die Last abwerfen können, indem sie das, was sie noch zu verkünden hatte, aufschreiben konnte. Sie durfte es abgeben und die Verantwortung der Verkündung durch ihren Bischof dem Papst übertragen. Conchita muß diese Last behalten, sie muß sie tragen, und diese Last ist geschnürt mit "Schweigen" und sie enthält die ganze Schwere der Verantwortung, das Eingreifen Gottes anzukündigen, wann Er es will.

Fragen wir warum, dann drängt sich einem die Erkenntnis auf: Gott will, daß die Verantwortung Seiner Ankündigung nicht anonym wird, sondern an das Gewissen dieses Menschen gebunden bleibt, den Er durch die Mittlerin seiner Gnade heimgesucht und auserwählt hat.*  

* Der Verfasser hat das Dokument eines Briefes gesehen von einem Pater Dolindo aus Italien, der zur Zeit der Abfassung, 1962 oder 1964, im Alter von 80 Jahren stand und der damals im Rufe der Heiligkeit stand. Er berichtet davon, daß ihm die Gottesmutter aufgetragen habe, an Conchita zu schreiben: "Ich habe Dich auserwählt für die Ewigkeit. Ich habe gesehen, wie Du geboren wurdest. Ich habe Dich heranwachsen sehen von klein auf an bis heute. Ich habe Dich in meinen Armen gewiegt und über Dir gewacht in allen Augenblicken Deines Lebens. Ich liebe Dich innig, wie eine Mutter ihr Kind liebt. Ich möchte gerne, daß Du immer Kind bleibst, auch wenn Du an Jahren zunimmst. Bleibe immer ein Kind mit der Reinheit und der Einfachheit, mit der Liebe und dem Vertrauen eines Kindes. Du bist ganz mein und JESUS will, daß Du ganz SEIN bist. "  

Im Gegensatz zu Conchita sind alle anderen Menschen ungebunden und frei. Sie ist gebunden und sie erleidet es wie eine Kreuzigung mit ihrem über alles geliebten Herrn. Er hat sie hochgenommen an seine Brust und er hat ihr aus der gleichen Liebe des Vaters, die IHN ans Kreuz geheftet hat, die Nägel seiner Verlassenheit tief in ihr Herz getrieben. Die Einsamkeit von Gethsemane drückt sich bei ihr in der sie quälenden Angst aus, Gott nicht genügen zu können, allein zu sein, allein mit sich, allein im Glauben, treu und gehorsam zu bleiben und zu schweigen. Was für ein außerordentlicher Mensch!

Aus diesem Grunde ist es ihr gegenüber nicht nur lieblos, sondern es ist für sie schmerzhaft und verletzend, wenn man sie immer wieder belästigt und oft mit hintertriebenen und hinterlistigen Fragen über das Datum des Wunders befragt. Wie zuvor schon gesagt, Gott will nicht, daß wir es im voraus wissen. Er will nicht, daß wir mit seiner Kraft spekulieren, auch nicht wenn es uns selbst wegen einer Krankheit besonders betrifft. Gott will, daß wir so leben, daß es jeden Tag geschehen kann. So hat es die Heilige Jungfrau gewünscht. Hier können wir uns selbst prüfen, ob wir sie lieben, oder uns selbst, mit unserer Neugier und Eigensucht.

Auch ein solcher Brief machte sie weder hochmütig noch ließ sie der Inhalt eine Erwählung fühlen, die ihr in ihrer schweren Aufgabe Hilfe sein könnte. Ganz im Gegenteil, sie fühlt dadurch die Verpflichtung zur Treue noch schwerer . 

Ein weiterer Beweis für die Echtheit

Als einen sehr starken Beweis für die Echtheit der Ereignisse im übernatürlichen Sinne kann man ansehen, daß sich die vier Seherinnen von Garabandal aus ihren zweifellos außergewöhnlichen Erlebnissen in keiner Weise einen finanziellen, existentiellen oder geltungs­ und machtrelevanten Vorteil verschafft haben. Sie sind, im Gegensatz zur Mehrzahl der Seher an neueren Erscheinungsorten, von der Erscheinung dazu auch nicht aufgefordert oder darin bestärkt worden. (Ein ganz deutlicher Unterschied, den man sehr beachten sollte, in der Beurteilung darüber, ob es sich um übernatürliche oder außernatürliche Phänomene handelt. ) Sie sprechen nicht von ihren Erlebnissen, ohne daß man sie eigens danach fragt, sie stellen sich damit niemals in den Vordergrund und sie leiten in keiner Weise eine eigene Kompetenz daraus ab.

Sie entziehen sich, wo sie nur können, dem " Umschwärmtwerden. " Sie unternehmen keinerlei eigene Initiativen pastoraler oder rethorischer Art, die aus ihren Erscheinungen resultieren. Sie lassen sich auch nicht von der einen oder anderen Gruppe von Garabandalanhängern in besonderer Weise vereinnahmen. Nein, sie verstehen sich als stille Zeugen ihrer Erlebnisse, die mit allen gottesfürchtigen Menschen in einer Reihe stehen, ohne hervorzutreten. Das läßt sie in überzeugender Weise in innere Gemeinschaft treten mit den Visionären von La Salette, Lourdes oder Fatima. Es unterscheidet sie von einem Heer von Sehern und sogenannten Begnadeten, die in neuerer Zeit in allen Teilen der Welt vermehrt auftreten und sich nicht selten selbst in den Mittelpunkt ihrer eigenen Mission stellen, durch Leitung von Aktivitäten, und seien es nur ~ Gebetsgruppen, Abhaltung von  Vorträgen, Gründung von Vereinigungen oder anderen Betätigungen geistlichen oder materiellen Kommerzes. 

 

Dr. Pinal von der bischöflichen Kommission von Santander prüft Marie-Loli während einer Ekstase. Das sollen "inszenierte Spiele kleiner Mädchen " gewesen sein die natürlich zu erklären seien ? Das wurde von der Kommission behauptet, wo doch zweifelsfrei geprüft werden konnte, daß die Kinder während der Erscheinung mit ihren Sinnen und für Reize jeder Art von ihrer Umgebung völlig abgeschnitten waren. Eine Tatsache, die von dieser Kommission nur zu leichtfertig übergangen wurde, wohl wissend, daß nach Beendigung der Vorgänge Beweise ja nicht mehr erbracht werden können. Dr. Heinrich Eizereif wurde im Jahre 1967 ein weiteres Studium der Prüfungsakten vom damaligen Generalvikar Dr.Odriozola untersagt, als dieser erkannte, daß Dr. Eizereif schwere Fehler der Prüfungskommission aufzudecken begann, obwohl er sich mit Empfehlung von Kardinal Frings von Köln damit beschäftigt hat. Dr. Morales legte später als damaliger Leiter der Kommission dazu ja ein erschütterndes öffentliches Bekenntnis ab, welches diese Versäumnisse klar benannte.

Sie geben selbst keine Anweisungen her­aus wie man sich verhalten soll. Nein, sie verweisen auf die Kirche, sie verweisen darauf, daß die Heilige Jungfrau nichts Außergewöhnliches verlangt hat, nichts Übertriebenes. Sie hat gewünscht, daß die Menschen ein ihrem Menschsein entsprechend würdiges Leben führen in täglicher treuer Pflichterfüllung und sittlicher Verantwortung und dabei Gott den ihm gebührenden Platz in ihrem Tagewerk einräumen.

Natürlich hat die Heilige Jungfrau auch hier sehr eindringlich das Rosenkranzgebet gewünscht, sie hat es den Kindern ja in so ehrfürchtiger Form beten gelehrt, aber sie hat es nicht zur undurchführbaren Norm erhoben, die das Maß an täglicher Pflichterfüllung zur beinahe unbewältigbaren Last macht. Ganz im Gegenteil, sie hat den Kindern, und durch sie auch zahlreichen Besuchern, klarzumachen versucht, daß wir beten sollen aus Freude, aus Dankbarkeit, aus Liebe und Sehnsucht Gott gegenüber. Daß wir versuchen sollen, diese Sehnsucht in unser Tagewerk harmonisch einzubinden, ohne dabei vom Zwang der Norm geplagt zu werden.

Daß wir das Gebet als ebenso notwendig zur Erhaltung und Erlangung des ewigen Lebens erachten, wie wir die Nahrung­saufnahme als Voraussetzung zur Weiterführung des leiblichen Lebens benötigen. Ist das nicht eine Anleitung, die wahrhaft zu einem besseren Leben führen kann? Jeder frage sich das selbst. Ist das nicht auch eine Form, die uns das "Beten" zur Freude, ja zur Notwendigkeit aus Sehnsucht heraus macht, eine Form, die uns beglückend einbindet in den Reichtum der Schöpfung und die uns zu wahren Kindern Gottes macht, ohne als solche ständig nur verniedlichend angesprochen zu werden? 

Dabei sei ausdrücklich festgestellt, daß die Heilige Jungfrau sich in Garabandal in ihren erziehenden Weisungen für die Seherkinder und damit auch für diejenigen, die ihrem Zeugnis Glauben schenken, nicht ständig wiederholt hat. Wenn sie etwas zum zweitenmal gesagt hat, dann sagte sie es im Zusammenhang mit einer Steigerung oder Erweiterung des schon einmal Gesagten, oder sie erklärte das früher Gesagte, um es besser verständlich zu machen. Sie entspricht damit dem Stil ihres Sohnes Jesus im Evangelium, aber auch der Art, wie die Propheten des Alten Bundes die von Gott überbrachten Weisungen formulierten. Keine Patentrezepte waren darunter, die überall und immer anwendbar sind. 

Das "Entweder, oder" und nicht das "Sowohl als auch", wie Sie es in Fatima auch durch die Hirtenkinder kund tat. Immer waren es klare Worte und Begriffe ohne Zweideutigkeiten, niemals aber waren es flache Selbstverständlichkeiten und schon gar nicht deren permanente Wiederholung. Sie sprach mit den Kindern immer natürlich, so, als betreffe es Dinge ihres normalen Lebens. Niemals unterschied sie zwischen der einen oder anderen Gruppierung oder verteilte Rangordnungen im Bezug auf die Stellung vor Gott, wie das heutzutage bei so manchen angeblichen Erscheinungen häufig der Fall ist.

Das ist es, was Garabandal so wesentlich von fast allen anderen sogenannten Erscheinungen in neuerer Zeit unterscheidet, die sich, wie Elmsfeuer im Gebirge vor dem Gewitter, auf der ganzen Welt in­flationsartig ausbreiten. Maria, die geliebte Tochter des Vaters und wahrhafte Braut des Heiligen Geistes, tritt in Garabandal für unsere Freiheit vor Gott ein, die Freiheit, die uns vom Vater gegeben und vom Sohn bekräftigt wurde. Eine Freiheit, die uns nicht unter beständigen Zugzwang setzt, die uns nicht ein ständig wachsendes Gebetsprogramm und religiöses Pflichtenprogramm vorschreibt, die uns nicht ständig die Zeit raubt, um unseren persönlichen, häuslichen oder beruflichen Pflichten nicht mehr genügen zu können. Kurzum eine Freiheit, die uns Gott von ganzem Herzen lieben läßt in der Erfüllung unserer normalen täglichen Pflicht, zu der das Gebet und die Anbetung Gottes genauso selbstverständlich gehören, wie Essen und Trinken. 

Kurzum ein auf Gott bezogener ganzer Mensch zu sein, so wie wir als Sein Ebenbild von Ihm erschaffen worden sind, zu Seiner Ehre. Dabei legte diese überaus besorgte Mutter besonderen Wert auch auf die kleinen Verfehlungen, die uns in kleinen Schritten von der Gnade trennen. Das kam in gelegentlichem Tadel der Erscheinung gegenüber den Seherkindern deutlich zum Ausdruck. Sie schrieb eine gerade Linie des Heilsweges in die unverschlossenen Herzen ihrer kleinen "Gefährtinnen", wie Sie diese einmalliebevoll nannte, und die vier Mädchen versuchten es mit all ihren Kräften den Mitmenschen glaubhaft zu machen. 

Mit Mühe und oft großer und liebenswürdiger Geduld sprachen sie den Pilgern davon, in welcher Weise wir auf die Heilige Jungfrau hören sollen, um Gott entgegen zu gehen. Und Maria verspricht uns damit das ewige Heil zu errei­chen. Das "EWIGE HEIL", jenes unbegreifliche nimmer vergehende Glück, das uns Jesus verheißen hat, und von dem der heilige Paulus schreibt: " Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und wovon keines Menschen Herz eine Ahnung gehabt hat, nämlich das, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben." (1 Kor 2,9).

So haben wir denn auch beim Absterben unseres Leibes vor Jesus einer einzigen Frage standzuhalten: "Hast du mich geliebt?" Die Antwort der Seele darauf wird die alles entscheidende sein für die Ewigkeit. Sie wird zugleich auch den Grad unserer Heiligkeit ausdrücken und sie wird uns dann den Platz aufsuchen lassen, der dieser Antwort entspricht. Auch diese Erkenntnis erwächst aufs neue aus dem rechten Verständnis der Botschaften und dem Geschehen von Garabandal. Es ist eine fundamentale Erkenntnis, um derentwillen es sich lohnt radikal umzukehren und Buße zu tun. Ein Schatz, wertvoller als Gold, der uns von Maria erneut vor Augen gestellt wird und den man nicht in der Anonymität diesseitiger materieller Interessen vergraben sollte. 

 

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Die Kirche und Garabandal

Die Ereignisse von Garabandal sind von der Katholischen Kirche noch nicht anerkannt. Das steht fest, jedenfalls zu der Zeit, da dieses Buch geschrieben wird. Die Kirche hat aber nicht verboten darüber zu sprechen, ganz im Gegenteil, wie anhand einiger Beispiele in die­sem Buch und zahlreicher anderer Veröffentlichungen gezeigt wird. Papst JOHANNES PAUL II. spricht anläßlich der Priesterweihe zweier Kandidaten aus dem Bistum Santander von Garabandal. Papst PAUL VI. ermuntert Pater Escalada S.J. im Beisein des Jesuitengenerals P. Arupe in der Propaganda für Garabandal fortzufahren.

Der Jesuit Pater Francis Benac hat in Übereinstimmung mit seinen Ordensobern seit Jahrzehnten von Indien aus im ganzen Fernen Osten eine umfassende Informationstätigkeit über Garabandal ausgeübt, und dies sehr oft im Zusammenwirken mit Bischöfen und Kardinälen. Einige andere kompetente Persönlichkeiten der Kirche, wie beispielsweise der in solchen Dingen erfahrene frühere Bischof von Leiria und Fatima, Pereira Venancio, engagierten sich bisher in klarer Weise für Garabandal, wie in der Einleitung beschrieben ist. Der bis 1991 zuständige Bischof von Santander, Msgr. Del Val, hat alle restriktiven Verfügungen (Einschränkungen und Verbote ) für Ordensleute und Priester über den Besuch des Ortes San Sebastian de Garabandal aufgehoben und anderes mehr.

Das hat Maria angekündigt, wie im Kapitel über die Warnung nachzulesen war. Bedenken wir aber auch, daß die Prophetie ergangen ist, daß das Erscheinen der Heiligen Jungfrau Maria an diesem Ort vor dem großen angekündigten Wunder nicht erfolgen wird. So hat es die Heilige Jungfrau gegen Ende der Erscheinungen selbst zu Conchita gesagt. Dem zufolge werden alle menschlichen Bemühungen um Anerkennung erfolglos bleiben, da Gott selbst das Zeichen setzen wird, welches zur Anerkennung führt. Zugleich bleibt es aber auch ausgeschlossen, daß sich Gott an irgend einem anderen Ort auf der Welt über irgend einen anderen Menschen darum bemühen wird,

daß die Ereignisse von Garabandal etwa vorher schon von der Kirche anerkannt werden müssen. Damit würde die absolute Souveränität des Allmächtigen und die der Kirche vom Sohne verliehene Ent­scheidungsbefugnis (Löse­ und Bindegewalt) in unglaubwürdiger Weise eingeengt und eingeschränkt. Und somit wird der Bezug auf das Geschehen von Garabandal bei anderen " vermeintlich mysti­schen Quellen" zu einem Unterscheidungsmerkmal, welches dem Prüfenden bedeutet, daß es sich um Ablenkungs­ und Abwerbungsmystik handeln muß, wenn von der unmittelbar jetzt notwendigen Anerkennung von Garabandal die Rede ist.

Bischof Del Val ging bis an die Grenzen des ihm als zuständigen Vertreter der Kirche zu dieser Zeit Möglichen. Er ließ noch vor seiner Demission in Zusammenarbeit mit lose Vilaplana Blasco, der dann sein Nachfolger wurde, viele Unterlagen über die Ereignisse von Garabandal zur weiteren Bearbeitung und Prüfung in den Vatikan verbringen. In notwendiger Konsequenz zur objektiven Prüfung des Geschehens mußte er, ebenso wie es seinem Nachfolger Msgr. lose Vilaplana Blasco vorgegeben ist, mit der Kirche zunächst die Erfüllung der dort ergangenen Prophetie abwarten. 

Die Anerkennung zu einem früheren Zeitpunkt käme einem ungedeckten Blankoscheck gleich, mit dem der Widersacher ungehindert ein materielles und geistliches Verwirrspiel inszenieren könnte. Die Spekulation über die noch ausstehenden Ereignisse würde dadurch Nahrung für eine unübersehbare Entwicklung bekommen und würde den Blick auf die für das Heil der Menschen notwendigen Konsequenzen, wie Buße, Umkehr und Treue im Glauben, verschleiern. Dieses zu erkennen und anzunehmen ist unbedingte Voraussetzung, um sich für das Geschehen von Garabandal glaubwürdig einzusetzen. Ein jeder bedenke das gewissenhaft für sein eigenes Tun.

Was aber tun bis dahin? Sich abwenden von Garabandal? Nein! Dazu gibt es keinen vernünftigen Grund. Die letzte Entscheidung darüber der Katholischen Kirche zu Überlassen, das ist es, was wir bei aller Eingenommenheit oder Voreingenommenheit für die Echtheit der Erscheinungen, oder dagegen, annehmen und gelten lassen müssen. Ansonsten ist es bis zu einem endgültigen Urteil der Kirche darüber jedem ernsthaft überzeugten Interessierten freigestellt daran zu glauben und sich dafür auch einzusetzen.

Die Stellungnahmen der kirchlichen Behörden und Autoritäten sind in anderen Werken weitgehend veröffentlicht worden. So zum Beispiel in dem Buch von Ram6n Garcia de la Riva, MARIA erscheint in GARABANDAL, Erinnerungen eines spanischen Landpfarrers. Deshalb soll hier auf eine Wiederholung verzichtet werden. Auch Francois Turner hat sich damit eingehend beschäftigt. Er hat Übrigens eine neue theologische Abhandlung geschrieben: " Vierundzwanzig Kriterien zur Echtheit von Garabandal. " Demnächst soll sie in irgendeiner Form in deutscher Sprache veröffentlicht werden. Sie ergänzt sich gut mit dem Inhalt dieses Buches und führt für den wissenschaftlich interessierten Leser noch tiefer in die Beweisführung.

Der Nachfolger von Msgr. Del Val, Bischof Josè Vilaplana Blasco, hat schon ganz zu Beginn seiner Amtszeit 1992 die Seherin Jacinta und ihre Familie zu einem sehr offenen Gespräch von etwa 45 Minuten empfangen, welches der jetzige Pfarrer von Garabandal, Don Juan Gonzalez, vermittelt hat. Es muß aber auch gesagt werden, daß der jetzige Bischof auf verschiedene Anfragen den gegenwärtigen Standpunkt der Kirche zum Geschehen in Garabandal in einer jeweils persönlich gehaltenen Form in kluger Weise darstellt, wenngleich das auch weit entfernt von einer kirchlichen Anerkennung liegt, denn er wiederholt im Auftrage der Glaubenskongregation in Rom, daß die Übernatürlichkeit der Ereignisse nicht feststeht.

 

          Die Dorfkirche von Garabandal zum Altar hin gesehen

Es ist aber auch keine endgültige Ablehnung, es ist ganz einfach die Bekräftigung des Standpunktes seiner Vorgänger, der auch für die Beurteilung durch Rom letztlich maßgebend ist. Wie dieser Standpunkt zustande kam wurde ja in diesem Buch teilweise erläutert. Sogar dem damaligen Vorsitzenden der Prüfungskommission kann es nicht gelingen, seine Haltung von damals ungeschehen zu machen, da sie, bekräftigt durch die Unterschriften der anderen Mitglieder der Prüfungskommission, zu einem offiziellen Dekret des zuständigen Bischofs führten. Trotz einer erneuten Prüfung in den Jahren 1990 bis 1991 durch eine von Bischof del Val eingesetzte kleine Kommission konnten die negativen Erklärungen seiner Vorgänger nicht durch andere Erkenntnisse außer Kraft gesetzt werden. 

Das war zu Beginn dieser Prüfung dem inneren Kreis der mit der Materie vertrauten Anhänger von Garabandal schon klar, denn es gab ja bis dato keine neuen Fakten, die man hätte prüfen können. Es gibt eben lediglich die Prophetie der angekündigten Ereignisse, deren Erfüllung als Hypothek auf Garabandal lastet. Kirchenrechtlich gesehen hat auch der jetzige Bischof als Inhaber des Amtes in der Verantwortung seiner Jurisdiktion, unbeschadet seiner persönlichen Einstellung, die privaten Beobachtungen zufolge positiv sein soll, keine Möglichkeit eine andere Haltung einzunehmen als seine Vorgänger. Die negativen Dekrete binden ihn. Dr. Morales formulierte es richtig, wenn er sinngemäß sagte: "Möglicherweise haben wir eine große Gnade Gottes an uns ungenutzt vorbeiziehen lassen und haben sie nicht erkannt." Mit "uns" meint er die Kirche, in deren Auftrag er damals stand.

Zum Abschluß kann aber trotzdem gesagt werden, daß die Erscheinungen der Heiligen Jungfrau Maria in San Sebastian de Garabandal in erster Linie der Kirche gewidmet waren und darüber hinaus der ganzen Menschheit. Sie ist gekommen, um uns, uns alle, heimzusuchen durch den barmherzigen Ratschluß Gottes, damit sie uns die Maßstäbe des Glaubens in Erinnerung rufe, damit sie uns den Weg zu Buße und Umkehr neuerlich zeige, damit sie uns die Mitte der Kirche aufs neue bewußt mache, damit sie uns begleite in einer Zeit der größten Revolution in der Geschichte der menschlichen Zivilisation und damit sie uns warne vor den Folgen der Gottlosigkeit. 

Sie hat uns in eindrucksvoller Weise die von Gott geschenkte Freiheit als ein hohes Gut vor Augen gestellt und uns dazu angeleitet, daß wir diese Freiheit in der richtigen Weise gebrauchen sollen in selbständiger Verantwortung für unser ewiges Leben. Dabei hat sie uns keine drückenden Lasten auferlegt, derer wir uns schon bald erlahmend entledigen würden. Sie hat uns keinen persönlichen Einschränkungen unterworfen, die über das von ihrem Sohn Jesus im Evangelium Geforderte hinausgehen, es sei denn: Das Beten des hl. Rosenkranzes, das nichts anderes ist, als die betende Betrachtung der Geheimnisse der Erlösung nach dem Evangelium. Darum bat sie bereits auch schon in Fatima im Jahre 1917. Sie hat uns aber erneut aufgerufen zu einem menschenwürdigen Leben und dabei frohe Kinder Gottes zu sein nach dem Schöpfungsplane des Vaters, der uns durch sie, Maria, seinen eingeborenen Sohn als Erlöser gesandt hat.

In tiefer Verneigung danke ich MARIA, der Gottesmutter, für ihre mütterliche Unterweisung, und ich danke ihr darüber hinaus besonders dafür, daß SIE mir, dem Autor, ganz offensichtlich beigestanden hat bei der Abfassung dieses Buches. Möge es der Heiligen Jungfrau Maria und dem Allmächtigen Gott gefallen und möge es allen jenen den Glauben und die Kraft zur Unterscheidung der Geister stärken, die es lesen und daraus einen Nutzen für ihren eigenen Glauben zu ziehen vermögen.

Gelobt sei JESUS CHRISTUS in Ewigkeit! Amen.

 

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GARABANDAL UND DIE ZEIT     (Als Ergänzungs-Kapitel zum Buch)  

Die noch ausstehende Prophetie von Garabandal ist es, die nicht nur im Zusammenhang mit der Jahrhundert- bzw. Jahrtausendwende die Erwartungen der Menschen zum Gegenstand übertriebener Spekulation gemacht hat, es ist auch eine falsche Erwartungshaltung gegenüber den Plänen Gottes, wie ER, der Allmächtige, seinen Schöpfungsplan in der Zeit sichtbar werden lässt. Wie Gott die Teile seiner bereits als Ganzes vollendeten Schöpfung für den Menschen in der Zeit erkennbar und erfahrbar macht, die uns Menschen zwar als Prophetien angekündigt sind, aber im Ablauf der Zeit verborgen bleiben, und daher den Maßstäben menschlicher Vernunft nicht unterworfen sind, weil sie in menschliche Begriffe nicht fassbar sind. Sie bleiben, wie Jesus es sagte, in der Weisheit des Vaters verborgen. Beinahe alles auf dieser Erde scheint der Mensch sich anzueignen und nutzbar zu machen, ja sogar die Erkenntnis über den Aufbau des Lebens versucht er in vermessener Überschreitung der durch den Schöpfer gesetzten Grenzen unserer Intelligenz verfügbar zu machen. Die Zeit aber und deren Ablauf, ist der menschlichen Verfügbarkeit entzogen. Sie liegt zu unserem Wohle und zur seiner Ehre alleine in seiner Hand. Zur Unterscheidung ist die Prophetie Gottes ohne Zeit.

Als die Jünger Jesu ihm zu seiner Zeit dieselben Fragen stellten, wie wir Menschen in unseren Tagen, weil wir es ebenso sehnsüchtig erwarten wie sie, sagte er: „Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat (Apg 1,7)." Und in seiner Abschiedsrede vor seinem Leiden warnte er die Jünger, und damit ebenso uns, besonders eindrücklich vor den Machenschaften seines Widersachers, der dann in den Zeiten der Drangsal überall auftreten wird und durch falsche Propheten große Werke und Wunder vollbringen lässt, um, wo es möglich ist, die Getreuen zu täuschen und irre zu führen (Matth 24 ff; Luk 21,7 ff; Mk 13,3 ff). Darüber hinaus kündigt er dort die Zeichen an, die er uns als Vorboten seiner Wiederkunft in Aussicht stellt und die sich in unseren Tagen einstellen.

In diesem Spannungsfeld menschlicher Erwartungshaltung versucht uns heutzutage der Diabolus zu täuschen, indem er immer wieder Menschen findet, die er über seine wahre Identität zu täuschen versteht. Er gibt sich ihnen gegenüber als Engel aus, oder als Jesus, den er gerne kopieren möchte, für seine Mutter, die er zu imitieren versucht, ja sogar für Gott Vater selbst, dem er damit die Schau zu stehlen versucht und gaukelt uns durch diese von ihm gespielten Trugbilder vor, in die Zeitpläne Gottes Einblick zu bekommen. In dreister Vermessenheit werden uns Daten und Termine angekündigt, die unter Missachtung der Warnungen Jesu vor seinem Abschied, zuerst zu Neugier befriedigendem Vorauswissen und stolzer Erwählung führen und dann durch das „Nicht Eintreffen" der Voraussagen zu endlosen Enttäuschungen werden. Ein fast perfektes System, um den Glauben in nicht nur einfachen gläubigen Menschen zu zerstören, nein auch, um intelligente Personen in den stolzen Nebel der Selbstüberschätzung zu verführen, in dem sie Erleuchtung und Helligkeit verspüren, aber nicht mehr in der Lage sind, die Quelle des Lichtes zu erkennen.

Die noch nicht erfüllte Prophetie von Garabandal wird bevorzugt dazu missbraucht, woran man die heilsgeschichtliche Bedeutung des dortigen Geschehens deutlich erkennen kann. Ein akademisch gebildeter Mann, Univ. Prof., befasste sich in einer Zeitschrift in einem Artikel spekulativ mit diesem angekündigten Wunder. Vor dem von ihm vorausgesagten Datum konfrontierte ich ihn mit der Frage nach der Grundlage seiner Spekulation mit diesem Datum. Er sagte mir, daß er den Termin vom „Herrn" selbst geoffenbart bekommen habe. ER habe neben ihm gestanden und habe ihm das gesagt. Deshalb gebe es für ihn daran keinerlei Zweifel. Für ihn zweifellos ein glaubhaftes Erlebnis, aber objektiv falsch. Aber warum?

Es ist unschwer festzustellen, wer dieser angebliche „Herr" war, denn das vorhergesagte Geschehen traf natürlich nicht ein. Es handelte sich um den 11. April 2002, über den ein prominenter niederländischer Univ. Professor auf ähnliche Weise getäuscht wurde. Angeblich erschien ihm, nach seinen Worten, im Herbst 2001, „Jesus, der Herr" in der Pfarrkirche von Garabandal und ließ ihn wissen, daß der 11.April 2002 der Tag des Wunders sei. Daraufhin organisierte er zu diesem Datum eine Reise mit ca. 200 zum Teil Schwerkranken nach Garabandal und erweckte in ihnen die falsche Hoffnung, dort geheilt zu werden. Auch er wurde von mir bereits drei Monate vorher und nochmals eine Woche zuvor gewarnt, worauf er mich und Conchita öffentlich als Lügner bezeichnete. Eigenartig ist bei beiden, daß sie in stolzer Verblendung nicht wahr haben wollen, daß es der Diabolus ist, der sie täuscht. Sie stehen in diabolischem Nebel und erkennen die Quelle des Lichtes nicht. Licht ist die Profession Satans!

Eines sollten wir bei solchen Ankündigungen, gleich welcher Art, immer bedenken: Die Wahrheit Gottes ist unteilbar. Wenn die Heilige Jungfrau Maria Conchita den Zeitpunkt dieses Geschehens angekündigt hat mit dem Auftrag, es erst acht Tage vorher bekannt zu geben, dann kann es nicht sein, daß eine andere Erscheinung, auch wenn sie sich als Jesus bezeichnet, zu einer anderen Person etwas anderes sagt. Das sind die Irreführungen, vor denen wir gewarnt sind und von denen Jesus im Evangelium in den oben angegebenen Texten die klare Anweisung gibt: Lauft ihnen nicht nach! Hört nicht auf sie!

Damit sind wir genau dort angelangt, wo die Prophetie, die die Heilige Jungfrau Maria in den Jahren 1961 bis 1965 den vier Bergbauernkindern, insbesondere einer von ihnen, Conchita González, in Garabandal anvertraut hat, und die für uns zur Ungeduld auslösenden Erwartung wird, denn sie stellte in Aussicht, daß bei dem angekündigten großen Wunder Ungläubige bekehrt und Kranke geheilt werden. Nur übersehen wir dabei zu leicht, was ihr eigentliches Anliegen war, das viel zu wenig ernst genommen wird: die Anbetung Gottes im Allerheiligsten Altarsakrament! Auf Seite 82 im Buch Der Zeigefinger Gottes lesen wir:

„Man muß viele Opfer bringen, viel Buße tun; (oft) das allerheiligste Sakrament besuchen. Aber vor allem müssen wir sehr gut sein *).

Wenn wir das nicht tun, dann wird ein Strafgericht kommen.

Der Kelch füllt sich.

Wenn wir uns nicht ändern, wird ein sehr großes Strafgericht über uns kommen."

*) „gut sein" im Sinne eines Gott gefälligen Lebens.

Es wird uns als Folge dieser Unterlassung ein Strafgericht angekündigt, wenn wir uns nicht bekehren. Zu was denn bekehren? Ganz klar zur Befolgung der Gebote Gottes. Ganz klar zum Glauben an die reale Präsenz ihres Sohnes Jesus im Allerheiligsten Altarsakrament, wie es der katholische und auf dem Evangelium beruhende Glaube in Befolgung des Abendmahlberichtes im Evangelium lehrt. Mehrfach hat sie uns im Geschehen in Garabandal auf die unseren Augen verborgene Wirklichkeit der realen Präsenz Jesu im Altarsakrament hingewiesen und sie hat es in eindrucksvollen Übungen mit den Kindern vorgeführt, wenn Sie zum Beispiel sagte:

„Wir wollen jetzt Jesus besuchen...", und darauf hin ging Sie mit ihnen in die Kirche,

„er wartet dort auf euch im Tabernakel..."sagte sie, und sie begründete diese Übung damit:

„weil er durch die vielen Sünden betrübt, beleidigt und verspottet wird und weil immer weniger Menschen an seine Gegenwart im heiligen Sakrament glauben. Wir wollen IHN trösten und Ihn um Verzeihung bitten für die armen Sünder". Wenn SIE mit ihnen in die Kirche ging, stand sie immer so, daß sie zugleich zum Tabernakel und auch zu den Kindern schaute. Beim Verlassen der Kirche gingen sie stets rückwärts, ohne den Blick vom Tabernakel abzuwenden. Bei der Türe erst bekreuzigten sie sich.

Für viele Besucher und Zeugen des damaligen Geschehens dort waren solche Übungen oftmals unverständlich, ja sie wurden entweder für überflüssig gehalten oder aber als Bestätigung der eigenen Glaubenspraxis angesehen. Oftmals wurden dadurch Zweifel an der Glaubwürdigkeit des beobachteten Geschehens offenbar, die zu endlosen bohrenden Fragen formuliert den Kindern arge Pein verursachten. Sie waren unglücklich darüber, daß man ihnen nicht glaubte, obwohl sie von sich aus alles taten, was den Bitten der Erscheinung entsprach. Darum bettelten sie immer wieder um ein Wunder, in der Hoffnung, daß dann alle glauben könnten: "Bitte wirke doch ein Wunder, damit „die". oder „der".. und damit endlich alle glauben können, daß du von Gott kommst und daß DU es bist, die mit uns ist und die wir sehen."

Diese Bitte wurde schließlich erhört und es wurde Conchita, als der Ältesten, der Tag eines Wunders mitgeteilt. Es wurde ihr auch gesagt, um was für ein Wunder es sich handeln werde. (Sie können es verehrte Leser, ausführlich in dem Buch GARABANDAL, Der Zeigefinger Gottes nachlesen.) Dieses Wunder aber hat genau das bestätigt, was Maria in der ersten Botschaft zu den Kindern sagte und was sie mit ihnen durch den Besuch in der Kirche vor dem Tabernakel so anschaulich exerzierte.

Das ist aber ein kleines Wunder, ein milagruco (Wunderchen), kommentierte es Conchita, weil das, was bei diesem Wunder sichtbar wurde für sie zum Bereich ihrer normalen Erfahrungen gehörte. Das überzeugende für Außenstehende daran aber war, daß es so geschah, wie es vorausgesagt war und daß etwas sichtbar wurde, was durch kompetente Aussagen unmittelbarer Zeugen belegt, davor nicht existierte. Ja, es strahlte sogar ein geheimnisvolles Licht aus, das keine natürliche Ursache haben konnte: Eine weiß leuchtende Hostie auf der heraus gehaltenen Zunge des Mädchens für alle sichtbar, zehn Minuten lang!

Dieses Wunder aber konnte weder die große Masse der Besucher, noch die Vertreter der bischöflichen Prüfungskommission überzeugen und zufrieden stellen. Die Situation für die vier Mädchen wurde aus ihrer Sicht noch auswegloser, so daß ihnen die Heilige Jungfrau Maria nach langem Betteln ein viel größeres Wunder in Aussicht stellte, bei dem dann keine Zweifel mehr bestünden, daß es von Gott kommt. Sie sagte ihnen aber auch: „Die Kirche wird meine Besuche bei euch erst nach diesem großen Wunder anerkennen". Und weiter sagte SIE: „Es wird das größte Wunder sein, daß mein Sohn Jesus jemals für die Menschen gewirkt hat. Zugleich wird es auch das letzte sein bis zum Ende". Damit war klar, was der Ursprung der Geschehnisse von Garabandal ist und von wem es ausgeht: von JESUS CHRISTUS, dem Sohn Gottes, der zugleich ihr eigener Sohn ist. Das bestätigt auch ihre Antwort auf die Frage der Kinder am Anfang der Erscheinungen: „Woher kommen Sie?" „Ich komme von Gott!"

Nur Conchita wurde anvertraut, was im Willen und in der Weisheit Gottes verborgen ist: Der Zeitpunkt dieses großen Wunders. Zugleich gebot sie ihr streng, darüber mit niemandem zu sprechen. Erst 8 Tage zuvor dürfe sie es für die ganze Welt bekannt geben.

Eine Begebenheit am Ende der Zeit der Erscheinungen macht das sehr deutlich. Sie wurde zum Bischof bestellt. Ihre Mutter Aniceta begleitete sie. Der Bischof befragte sie und wollte dadurch, daß er sie auf den Gehorsam

gegenüber dem Bischof verpflichtete, auch das Datum des Wunders erfahren. Sie konnte es ihm in diesem Augenblick nicht sagen und kam in schwere Bedrängnis, weil sie es plötzlich nicht mehr wusste. Es war wie ausgelöscht in ihrem Gedächtnis. Später sagte sie mir: „Das war der schlimmste Moment in meinem Leben, ich wäre lieber tot gewesen. Als sie aber dann mit der Mutter die Stufen vom Bischöflichen Ordinariat hinunter ging, sagte sie plötzlich: „Mama, jetzt weiß ich es wieder! Soll ich vielleicht schnell noch mal hinauflaufen und es dem Bischof sagen?"

„Nein", antwortete ihre Mutter Aniceta klugerweise, „wenn Du es vorher nicht gewusst hast und es jetzt wieder weißt, dann ist klar, daß du es ihm nicht sagen sollst. Hat SIE dir nicht gesagt, daß du es niemand sagen sollst?"

Nach wie vor weiß Conchita den Zeitpunkt. Acht Tage vorher soll Sie es ankündigen. Alles Weitere steht in den Büchern. Damals gab es noch kein weltweites sekundenschnelles Nachrichtennetz, das sich heute um die Erde spannt. Maria sagte ihr dazu, daß dieser Zeitraum, wenn die Zeit gekommen ist, völlig genügen werde, so daß alle es rechtzeitig erfahren würden, die zu dem großen Wunder nach Garabandal kommen wollen.

Ich selbst habe sie daran erinnert, daß die Heilige Jungfrau Maria zu ihr bei der letzten Erscheinung sagte:„Vor dem Wunder kommt eine Zeit, da wird man dir nicht mehr glauben. An den Fingern einer Hand kannst du sie aufzählen, die dir noch glauben". Das hat mir Conchita am Tag nach der letzten Erscheinung gesagt.

Am 1. Januar 1965 sprach die Heilige Jungfrau Maria zum ersten Mal davon, daß Gott der Menschheit ein „aviso", eine Ankündigung als Warnung vor dem großen Strafgericht senden werde. Zu dieser Zeit war sie die einzige von den Vieren, der Maria noch erschien. Innerhalb eines Jahres danach wird dann das angekündigte große Wunder sein, ob es ein Kalenderjahr oder die Frist eines Jahres ist, ist nicht klar gesagt. So erfuhr sie es von der Jungfrau Maria.

Vor dieser Warnung fürchtet sich Conchita sehr, denn, so sagt sie: „es wird sein wie die Züchtigung (das Strafgericht), mit dem einen Unterschied, daß man in unmittelbarer Folge daran nicht den Tod erleidet. Es wird kein Zweifel sein, daß es nicht von Menschen kommt, Man wird sich selbst aber so sehen, wie man in diesem Augenblick vor Gott dasteht (man wird die Erkenntnis des eigenen Gewissens erleiden müssen)."

Eines aber gibt uns Maria, die Mutter unseres Herrn, zum Trost und als Zuversicht mit auf den Weg in eine Zukunft, die von so vielen furchtbaren und Angst suggerierenden Ereignissen in unseren Tagen bestimmt wird, wie sie uns auch im Evangelium angekündigt sind, . Sie sagte:

„Habt keine Angst! Ich verlange von euch nichts Außergewöhnliches und nichts (Übertriebenes). Ich bitte euch, lebt vor Gott ein würdiges Leben als Menschen (Geschöpf seiner Schöpfung) und gebt Ihm, dem Allmächtigen, den ihm gebührenden Teil eures Tagewerkes. Wenn ihr das beherzigt und treu eure täglichen Pflichten erfüllt, dann verspreche ich euch das „EWIGE HEIL"! Ferner sagte sie noch: Wenn ihr meine Nähe sucht, fahrt nicht hier und dort hin, sondern kommt zum Tabernakel. Wo mein Sohn ist findet ihr mich auch"!

Ein einfaches Lebensprinzip, doch schwer zu realisieren, aber in jedem Falle der Hauptgewinn menschlichen Daseins. Dass Sie es annehmen können, wünsche ich Ihnen.

© WETO Albrecht Weber

Bücher zu diesem Thema für mehr Information:

....GARABANDAL – Der Zeigefinger Gottes 256 Seiten, viele Bilder € 12,70

.... Robert François: So sprach Maria in Garabandal 232 Seit, mit medizinisch. Bericht € 12,-

..... R. Garcia de la Riva: Maria erscheint in Garabandal, mit kirchlichen Dokumenten € 8,-

.....Statue: Maria v. Berge Carmel, 18cm, natürlich wirkende Glasaugen € 15,50

 

-> andere Währungen auf Anfrage

 

zu beziehen vom: WETO-Verlag Albrecht Weber, Postfach 1103, D-88701 Meersburg

Telefon: (49) 07532 5913; Fax: (49) 7532 1661

 

 

 

 

GARABANDAL – Heiliger Boden? (Als Ergänzungs-Kapitel zum Buch)

"Zieh deine Schuhe aus! Denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden"(Ex 3,5 und Apg 7,33), so sprach Gott zu Mosé aus dem brennenden Dornbusch. Unsere liebe Frau vom Berge Carmel sagte zu den Sehermädchen in Garabandal bei den "los pinos" auf dem Hügel über dem Dorf: "Gott liebt diesen Ort sehr! Dieser Ort ist zu heilig, um eine Kirche zu bauen!" Nachdem ein anwesender Priester den Seherinnen auftrug, die Heilige Jungfrau zu fragen, ob sie bei den los Pinos eine Kirche wünsche. Und sie fuhr daraufhin fort und sagte weiter: "Später wird man unten im Tal eine große Kirche bauen. Hier oben wünsche ich nur eine kleine weiße Kapelle zu Ehren des heiligen Michael, der meinen Besuch bei euch angekündigt hat und den ich sehr liebe". Merkwürdig! - Keine Kirche auf der Anhöhe der 'los pinos'?

Als ich mit Bischof Dr. Rudolf Graber 1983 darüber sprach, der als früherer Lehrstuhlinhaber für Mystik und Mariologie an der kath. Universität Eichstätt dafür ein absolut kompetenter Fachmann war, sagte er mir spontan, obwohl ich ihm zuvor meine Bedenken und Zweifel, die in dieser Aussage Mariens ihre Ursache hatten, vorgetragen hatte:

"Hier haben wir es mit einem bedeutsamen Merkmal der Echtheit zu tun. (Nur ein mit dem Willen Gottes übereinstimmendes Wesen kann so sprechen) Maria nimmt mit ihrer Aussage Rücksicht auf die Pläne Gottes an diesem Ort, die uns in der Weise bekannt wurden, daß SIE angekündigt hat, daß nach dem großen Wunder bei den "los pinos" ein Zeichen zurückbleiben werde für alle Zeit, bzw. bis zum Ende der Zeiten, was immer das auch bedeuten mag, das für Jedermann sichtbar sein wird als Beweis und Bestätigung des dort prophetisch angesagten und dann auch stattgefundenen Wunders".

Nach den Angaben der Seherkinder soll es sich um ein Zeichen handeln, das etwas mit Licht zu tun hat, aber nicht nur ein Licht, auch wie ein Feuer, aber kein reines Feuer. Man wird es anschauen können und auch fotografieren können. Man kann es nicht berühren, denn es wird nicht aus Materie sein. So sagte es zu ihnen die Heilige Jungfrau Maria.

"Wenn ich mich recht erinnere, sagte man mir dazu", so fuhr der Bischof fort, "daß die Kinder sagten: 'Es wird kein Zweifel darüber bestehen bleiben, daß das Wunder und das danach bleibende Zeichen von Gott kommen'. Wo aber Gott selbst ist, da muß der Mensch zurück bleiben. Da haben Eitelkeit, menschliche, aber auch kirchliche Würde, oder gar Stolz, absolut keinen Platz und keine Berechtigung. In jeder Kirche aber finden wir diese, und sei es nur die Eitelkeit des Erbauers der Kirche, die ja von Menschen gemacht ist. Auch uns Klerikern sind diese Attribute nicht fern, sobald wir in entsprechender Position oder Funktion auftreten und handeln. Noch nicht einmal Schuhe zu tragen hat der Herr dem Moses gestattet, geschweige denn liturgische Gewänder und allerlei Pracht der Zivilisation. Dabei ist völlig unwichtig, ob das zur Ehre Gottes geschieht. Als Mensch stehen wir immer nur als Geschöpf vor IHM, ohne das, was wir uns selbst anlegen oder zulegen, auch, wenn es zu seiner Ehre geschieht".

Wenn also dort ein Zeichen bleiben wird, so ist es absolut richtig, daß eine Kirche keine Berechtigung haben kann, denn wo Gott ist hat der Mensch kein Recht. Darin sehe ich einen Ausspruch Mariens, der zur Beurteilung des ganzen Geschehens von kristallklarer Wahrheit gezeichnet ist, weil er mit Göttlicher Logik formuliert ist, auch wenn man das zuerst mit menschlichem Gefühl nicht erkennen und anerkennen möchte." Er gab mir allerdings zugleich zu verstehen, daß das seine Gedanken sind, die keinesfalls als eine kirchliche Beurteilung der Vorkommnisse in Spanien gewertet werden dürfen.„Wo auf der Erde gibt es einen vergleichbaren Ort? -Nirgendwo, ergänzt er.

Auch wenn die Hypothek der durch die Erscheinung in Garabandal und über die Seherinnen mitgeteilten Prophetie bis zu deren Erfüllung jede Anerkennung vernünftigerweise verbietet, so kann man ohne der endgültigen Entscheidung der Kirche über die Übernatürlichkeit des Geschehens zuvorkommen zu wollen, mit ehrfurchtsvollem Bemühen und mit verantwortungsvoller Gründlichkeit all jene Vorkommnisse auf ihre Ursache hin prüfen und überdenken, die uns bei dem Geschehen in Garabandal bekannt geworden sind. Dabei sollte man religiöse Gefühle ausschalten und mit dem von Gott, dem Schöpfer, gegebenen Verstand mit der im Evangelium und von den Aposteln gebotenen Nüchternheit vorangehen und alles gut überdenken und analysieren. Spekulationen sind dabei ebenso wenig hilfreich, wie zu hohe Erwartungen, die einer unvorsichtigen Besteigung eines Berges gleichkommen, bei der man umso tiefer stürzen kann, je mehr man sich in Gefahr begibt. Gelangt man aber mit Vorsicht und Energie zum Gipfel, so wird man überwältigt sein von der Erkenntnis dessen, was man zu sehen bekommt.

Der Heilige Geist ist es, der nicht nur die alles erschaffende treibende Kraft ist, Er ist es auch, der uns dann in unsere menschliche Begrenztheit einen Lichtstrahl der Erleuchtung schenken kann, der uns die Nähe Gottes erspüren lässt. Das hat nichts zu tun mit charismatischer Schwärmerei oder gar der süchtig machenden Sehnsucht nach charismatisch erlebbaren frommen Gefühlen, die, wenn sie vorbei sind, unverzüglich nach dem nächsten Erlebnis verlangen. Es ist wie in der Drogensucht, sie nehmen uns die Verantwortung für die normalen menschlichen Pflichten und lassen uns einen falschen Sinn des Lebens erkennen: Nämlich einen Sinn darin zu suchen, sich religiösen Empfindungen und Erlebnissen hingeben zu müssen, um darin eine vermeintliche Aufgabe zu sehen, die uns vorgibt damit das Heil zu erreichen und darin "Glück und Erfüllung" zu finden. Erlebt man aber dabei Enttäuschungen, so leidet man nicht nur unter Entzugserscheinungen, sondern man gerät auch leichter in Gefahr vom Glauben abzufallen. Dann aber gilt, was im Hebräerbrief im Kapitel 6 gesagt ist. Es lohnt sich allemal, das nachzulesen und zu beherzigen.

Wenn wir ein wahrhaftes Gotteserlebnis haben, so, wie der Bergsteiger auf dem Gipfel, den er sich hart und schwer mit Ausdauer und Zielstrebigkeit erkämpfen musste, oder aber wie Saulus (Apg 9,1-22) in Damaskus, als er geschockt über sich selbst zu Paulus wurde, dann werden wir charismatisch gesüßte religiöse Befriedigungen meiden und uns mit ganzer Kraft den von Gott gegeben Aufgaben und Zielen widmen. Dann werden wir in uns eine Kraft erkennen, die uns mit Härte gegen uns selbst dort helfen lässt im Dienst an unseren Mitmenschen, wo wir auf etwas verzichten müssen, das uns lieber ist und vielleicht besser gefallen würde. Eine Kraft, die uns nicht ständig auf den nächsten Genus, auf die nächste süße charismatische Erfahrung warten lässt, auf die nächste religiöse Befriedigung in Gemeinschaft schwärmender Gläubiger. Dann werden wir mehr und mehr nur noch das eine Ziel vor Augen haben, uns in Liebe und Sehnsucht in den von Jesus Christus aufgetragenen Tugenden zu üben und für Ihn aufzuopfern, um am Ende unseres Lebens Gott zu begegnen, um den Verdienst unserer Treue im Dienst an unserem Nächsten, als schwerwiegendes Gewicht in der Wagschale der Gerechtigkeit mit Freude erkennen zu dürfen. Das ist es, was JESUS von uns verlangt, wenn wir Ihm nachfolgen wollen. Und oft ist das nur ein "gutes" Wort zur richtigen Zeit. Ein Wort, das dem Anderen hilft und ihn weiterbringt, tröstet und motiviert.

Jeder, der Gott einmal persönlich erfahren oder erkannt hat, und sei es auch nur in einer extremen Situation des Lebens, hört auf sich selbst zu lieben. Er fängt an Gott zu lieben in seinen Mitmenschen durch selbstlose Hilfe, durch edlen Verzicht, durch Mitgefühl und Achtung vor dem ihm begegnenden Menschen, der ja in jedem Falle, ob in unseren Augen gut oder schlecht, ein einzigartiges Werk Gottes darstellt.

Dazu bieten die Geschehnisse und Aussagen von Garabandal eine hervorragende Anleitung, als eine durch Beispiele im Verhalten der Kinder durch Maria gegebenen Katechese, wie es Robert François in seiner Summa Theologica *1) ausführlich beschreibt. Wenn wir aus diesem Verhalten, das sich aus den Begegnungen der vier Mädchen mit der Heiligen Jungfrau ergab, zu dem Entschluss gelangen, es zu beherzigen und zu verwirklichen, werden wir für unseren eigenen Weg zu Gott eine hervorragende Anleitung finden. Wenn wir darüber hinaus einmal in unserem Leben die Gelegenheit haben dieses Stücklein Erde, von dem die Heilige Jungfrau zu den Kindern gesagt hat, "Gott liebt diesen Ort sehr! Dieser Ort ist heilig!", besuchen und betreten dürfen, so können wir das einzigartige Angebot Gottes als Gnade erbitten, IHM, dem Allmächtigen, in der Natürlichkeit dieser Umgebung begegnen zu dürfen, um die Kraft zu erhalten zu dem Entschluss, danach ein am Evangelium ausgerichtetes normales und auf das Ziel hin gerichtetes Leben zu führen, von dem Conchita sagte, weil es die Heilige Jungfrau Maria so zu ihr gesagt hat, daß das "Der richtige Weg zu Gott ist!". Dann werden wir auch ihren Sohn Jesus finden und lieben lernen, der von sich sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben"(Joh 14,6). Bedenken wir aber, daß er auch in diesem Zusammenhang gesagt hat: "Niemand kommt zum Vater, außer durch mich (Joh 14,6)." Und wenn wir ihn suchen, dann finden wir ihn, wie Maria bei ihrer letzten Erscheinung zu Conchita gesagt hat, in eucharistischer Gegenwart im allerheiligsten Altarsakrament. "Conchita, warum besuchst du nicht öfters meinen Sohn im Tabernakel? Er wartet auf dich!", sagte SIE.

Er wartet auch auf Dich, lieber Leser. Treffen wir uns also dort bei IHM und bei Maria, seiner Mutter, die auch gesagt hat: "Wenn ihr mich sucht, so findet ihr mich immer beim Tabernakel". Damit hat Sie uns klar und eindeutig gesagt wo sie für uns zu finden ist und wo wir nahe bei ihr sein können. Es wird damit auch deutlich, daß wir nicht zu irgendwelchen so genannten Gnadenorten gehen müssen, wenn wir Sie suchen, die vielleicht gar keine sind, und vor denen uns ihr Sohn Jesus in seiner Abschiedsrede vor den Jüngern deutlich gewarnt hat (Mk 13,21-23; Mt 24,23-26; Lk 22-23)*2), weil sie uns nur zuckersüße falsche religiöse Erlebnisse und Gefühle versprechen mit allerlei uns verblüffenden Wundern und auch Zeichen, die charismatischer Art sind und von denen wir nicht klar erkennen können, woher sie kommen. Dem intelligenten Widersacher ist es in unserer Zeit erlaubt, die Kraft Gottes zu missbrauchen, um, wo es möglich ist die Getreuen zu täuschen(Lk 21,8;Mt 24,4-8;Mk 13,5;*2). Daher kann er zu unserer Irreführung Täuschungen frommer Phänomene erzeugen, die wir für das Werk Gottes halten, in Wirklichkeit aber sind sie von Satan und seinem Gefolge inszeniert. Dazu gehören auch vermeintliche Bekehrungen, ja sogar Berufungen, so paradox das klingt. Damit erreicht er, daß er uns mit falschem Honig den Geschmacksinn für die echte Süßigkeit des Glaubens raubt. Wir erkennen das dann meistens, wenn es zu spät ist, daß die vermeintlich "guten Früchte", von denen immer dabei die Rede ist, in Wirklichkeit Scheinfrüchte sind, die nur zum Zweck der Irreführung angelegt sind. Es ist zweifellos richtig, daß wir auf die Früchte schauen sollen. Noch wichtiger aber ist, daß wir die Beschaffenheit dieser Früchte im Hinblick auf das Evangelium und vor allem auf den Gehorsam gegenüber der Kirche prüfen müssen. Zu bedenken sei dabei, daß Maria sich bei ihren Besuchen bei den Seherkindern von Garabandal dem Gehorsam gegenüber kirchlicher Autorität immer unterworfen hat und diesen Gehorsam auch immer sehr streng von den Kindern und den Anwesenden gefordert hat. Zudem liegt ein für jedermann spürbarer Unterschied oft darin, daß die falschen Früchte dem Gefühl nach die besseren zu sein scheinen und die echten eher die herberen sind, weil sie in der Nachfolge des Kreuzes stehen. Das ist oftmals schwer zu unterscheiden. Dazu hat Gott uns den Verstand gegeben. Der Gegenspieler aber versucht uns über das Gefühl zu täuschen, indem er uns in religiösen Gefühlswolken zufrieden und glücklich sein lässt, um uns vorzuspiegeln, daß das von Gott komme. Mit frommer Schokolade überzogene giftige Früchte!

© WETO Albrecht Weber

 

 

*1) Robert François, So sprach Maria in Garabandal

*2) Der Leser möge diese Bibelstellen nachlesen und mehrmals lesen, um sicherer zu werden in der Unterscheidung der Geister, bei dem in unserer Zeit verführerisch reichen Angebot an scheinbar Mystischen Geschehnissen. In ihrer Begrifflichkeit eignet sich dazu besonders gut die

 

 

 

Kurzinformation über die Marienerscheinungen

von San Sebastián de Garabandal von 1961 bis 1965

Am 18. Juni 1961 erschien vier jungen Mädchen, Conchita González (12 Jahre), Jacinta González (12), Maria-Dolores (genannt ìMarie-Loli) (11) und Marie-Cruz (13) am oberen Ende des Dorfes, nahe dem Haus Casa Serafin, ein Engel, der aber zunächst und auch an den folgenden Tagen nicht mit ihnen sprach, sich aber am 1. Juli 1961 als der Erzengel St. Michael zu erkennen gab. Eine Gedenktafel am Hohlweg erinnert an diese erste Engelerscheinung. Er kündigte den Kindern an diesem 1. Juli an, daß ihnen am nächsten Tag, dem Sonntag, den 2. Juli 1961, an der von ihm bezeichneten Stelle die Heilige Jungfrau Maria erscheinen werde. Es ist etwas weiter oben im Hohlweg, der zu der Anhöhe der Kiefern,(los pinos), führt. Auch dort ist eine Gedenktafel an die erste Erscheinung angebracht.

Wie ein Lauffeuer hatte sich diese Nachricht über die ganze Umgebung ausgebreitet und eine große Menschenmenge wurde an diesem Sonntag zu Zeugen der Ekstasen der vier Mädchen, bei der sie mit einer wunderschönen weiß gekleideten Dame sprachen, an deren rechtem Handgelenk ein braunes Skapulier hing und deren Haupt mit einer Krone aus zwölf funkelnden Sternen geziert war. Begleitet wurde sie von zwei Engeln. Den einen kannten sie vom Vortag und den anderen hielten sie für seinen Zwillingsbruder, weil er ihm so ähnlich sah.

Maria sprach bereits bei dieser ersten Erscheinung, der dann viele weitere folgten, über den Grund ihres Kommens zu den Kindern und bat sie jeweils am folgenden oder dem von ihr genannten Tag wieder zu dieser Stelle zu kommen. Die Kinder sagten, daß die Heilige Jungfrau eine Botschaft bringe von Gott für die Menschen unserer Zeit. Sie sagten weiter, daß die Heilige Jungfrau wünsche, daß sie diese Botschaft am 18. Oktober 1961 allen bekannt geben sollen. Das ist die erste Botschaft von Garabandal, die uns in kindlicher Einfachheit die absolute Verpflichtung zur Verehrung und Anbetung des Allerheiligsten und zu Umkehr, Buße und Gebet aufruft. Dabei hat Maria ihnen den Text dieser Botschaft nicht in Vorgefassten Worten übergeben, sondern sie hat ihren "kleinen Freundinnen" nur in aller Ausführlichkeit und Deutlichkeit das darin zum Ausdruck zu bringende Anliegen erklärt. Die Kinder sollten das mit ihren eigenen Worten sagen, was das Anliegen ihrer Himmlischen Mutter ist. Obwohl sie sich darin überfordert vorkamen, bestand die Erscheinung darauf, daß sie sehr wohl in der Lage seien das mit eigenen Worten zu sagen, da Sie denke, daß sie alles gut verstanden hätten. So formulierten die vier Mädchen das Anliegen der Botschaft mit folgenden Worten:

"Man muss viele Opfer bringen, viel Buße tun; oft das Allerheiligste Sakrament besuchen. Aber vor allem müssen wir sehr gut sein.*) Wenn wir das nicht tun, dann wird ein Strafgericht kommen. Der Kelch füllt sich, wenn wir uns nicht ändern, wird ein sehr großes Strafgericht über uns kommen"

.*) Sehr gut sein bedeutet hier, daß man im Sinne der Gebote Gottes ein gutes und verantwortungsbewusstes Leben lebt und Ihm, dem Allmächtigen, den Ihm gebührenden Platz in unserem Tagesablauf einräumt.

Also: Das tägliche Gebet; die vermehrte Hinwendung zu Gott; den regelmäßigen Empfang der Sakramente. Maria sagte ein anderes Mal: "Ich verlange von euch nichts Außergewöhnliches, nichts Übertriebenes, ich wünsche aber, daß ihr würdig als Menschen vor Gott lebt und Ihm, dem Allmächtigen, den ihm gebührenden Platz in euerem Alltag einräumt:" Das ist für uns alle ein perfektes und leicht zu erfüllendes Lebensprogramm!

Die Kinder bettelten die Erscheinung, angesichts der vielen Zweifler und Ungläubigen, schon sehr bald um ein Wunder an, "..damit dann alle glauben können". Schließlich wurde diesem Wunsche entsprochen und der Engel, der ihnen immer wieder erschien, versprach Conchita ein Wunder. Die heilige Kommunion in würdiger Weise zu empfangen hat sie der Engel mehrmals, wie er sagte "mit unverwandelten Hostien", gelehrt. Dabei waren die Hostien für die Umstehenden immer unsichtbar geblieben, die Zeugen solcher Ereignisse wurden. Das Wunder sollte darin bestehen, daß die hl. Hostie an dem Tage, dem 18. Juli 1962, von den Umstehenden zu sehen sein werde. Da die Kinder aber nicht wussten, daß die Hostien niemals zu sehen waren, wenn ihnen der Engel die Kommunion brachte, hielt Conchita das für ein komisches kleines Wunder und hatte Zweifel, ob es ausreichen würde bei den Menschen den Unglauben auszuräumen. Dieses als Hostienwunder bekannt gewordene Geschehen ereignete sich unweit des Elternhauses von Conchita um Mitternacht des vorhergesagten Tages.

Nachdem Conchita ihre Zunge zum Empfang der hl. Kommunion aus dem Mund heraushielt, wurde plötzlich eine Hostie auf ihrer Zunge sichtbar, die ein starkes weißes, die Augen nicht blendendes Licht ausstrahlte. Dieses Licht genügte, um einige Bilder eines Schmalfilms zu belichten, den ein Anwesender mit einer 8mm-Kamera aufnahm. Das Geschehen ist gut bezeugt von glaubwürdigen Männern, die unmittelbar bei Conchita standen und sie während der ganzen Zeit nicht aus den Augen ließen.

Da dieses Wunder nicht alle überzeugte und die Kinder nicht aufhörten für die Ungläubigen ein glaubhaftes Zeichen zu erbitten, "...damit alle glauben können", versprach ihnen die Heilige Jungfrau ein großes Wunder, welches so groß sein wird, daß es danach keinen Zweifel mehr gibt, daß es von Gott kommt. Bei diesem Wunder, welches das größte Wunder sein wird, das ihr Sohn jemals für die Menschen wirkte und zugleich auch das letzte bis zum Ende der Zeiten, werden die Ungläubigen unter den Anwesenden bekehrt und die Kranken unter den Anwesenden geheilt. Man mache sich wegen des Transportes der Schwerstkranken keine Sorgen, sagte sie, "denn Gott wird allen, die zum Wunder kommen wollen, besondere Gnaden und Schutz an Leib und Leben gewähren". Den Zeitpunkt des Wunders vertraute sie nur Conchita an, die den Tag aber erst acht Tage vorher bekannt geben darf. Es wird abends um dieselbe Stunde sein, wie die erste Erscheinung des Engels und werde ca. 15 Minuten andauern. Das Wunder wird sich bei den Kiefern ereignen und wird von Garabandal aus und den umliegenden Bergen zu sehen sein. Danach wird an dieser Stelle ein andauernd bleibendes Zeichen zurückbleiben, das man anschauen und fotografieren kann, aber nicht berühren kann, da es nicht aus Materie ist. In diesem Zusammenhang ist es wissenswert, daß Maria einmal zu den Seherinnen bei einer Erscheinung bei den Kiefern sagte: "Ich liebe diesen

Ort sehr, weil Gott ihn liebt. Dieser Ort ist heilig!" Bedenken Sie das, lieber Leser dieser Zeilen, wenn sie zu den Kiefern (los pinos) hinaufsteigen und verhalten Sie sich dementsprechend, damit Ihnen die Liebe Gottes zu diesem Ort und die Verehrung Mariens für diesen Ort tief ins Herz leuchte. Vor diesem Wunder, dessen Termin dann sicher wie ein Lauffeuer durch die Nachrichtenmedien um die ganze Welt verkündet werden wird, wird sich aber noch ein "aviso" ereignen, das zu deutsch Vorankündigung, Warnung oder Fingerzeig heißt. Es wird eine Warnung vor dem großen Strafgericht sein, das in der ersten Botschaft bereits genannt und in der zweiten wiederholt wurde.

Am 18. Juni 1965 überbrachte der Erzengel St. Michael eine weitere Botschaft der Heiligen Jungfrau, die im Auftrage Gottes für die ganze Menschheit bestimmt sein soll. Es geschah wieder im Hohlweg, etwa am oberen Ende, etwa unterhalb des jetzt eingezäunten Geländes der St. Michaels-Kapelle am Berg. Conchita, der diese Botschaft während der Vision des Engels übermittelt wurde schrieb folgenden Wortlaut auf: Botschaft, welche die Heilige Jungfrau durch den Mund des heiligen Michael an die Welt richtet: Der Engel hat gesagt:

"Weil man meine Botschaft vom 18. Oktober 1961 weder erfüllt noch der Welt bekannt gegeben hat, so kündige ich euch an, daß (weltweit ) diese die letzte ist.

Zuvor hat sich der Kelch gefüllt, jetzt läuft er über ( bibl. = Kelch des Zornes Gottes).

Viele Kardinäle, Bischöfe und Priester gehen den Weg des Verderbens

und ziehen viele Seelen mit sich.

Man misst der hl. Eucharistie immer weniger Bedeutung zu.

Wir müssen durch unsere Anstrengungen dem Zorn Gottes über uns entgehen.

Wenn wir ihn aufrichtig um Verzeihung bitten, wird er uns verzeihen. Ich, eure Mutter, bitte euch durch die Vermittlung des heiligen Erzengel Michael darum, daß ihr euch bessert. Ihr befindet euch in den Zeiten der letzten Warnungen.

Ich liebe euch sehr und will eure Verdammung nicht.

Bittet uns aufrichtig und wir werden euch erhören.

Ihr müsst euch mehr heiligen. Denkt an die Passion Jesu!"

Die Erscheinungen von Garabandal sind von der Kirche noch nicht anerkannt. Der zuständige Bischof wartete bisher mit der ganzen Kirche die Erfüllung der in Garabandal ergangenen Prophetie ab. Jetzt ist er emeritiert und der Erzbischof von Oviedo ist derzeitiger Administrator. Maria sagte zu den Kindern: "Meine Besuche bei euch werden von der Kirche erst nach dem großen Wunder anerkannt." Vor dem Wunder wird der Bischof ein Zeichen erhalten, worauf er alle Verbote über Garabandal aufheben wird. Pater Pio war mit Garabandal auf geheimnisvolle Weise verbunden und bestätigte das ebenso, allerdings mit der Bemerkung: "Die Kirche wird den Erscheinungen der Mutter des Herrn in Garabandal erst dann Glauben schenken, wenn es bereits zu spät ist."

Zu keiner Zeit war es von der Kirche verboten, persönlich an die Erscheinungen von Garabandal zu glauben, wenngleich auch bis zur Stunde keine offizielle Bestätigung für den übernatürlichen Ursprung gegeben werden konnte. In der Dorfkirche durfte über die Ereignisse aber nicht gepredigt werden. Der frühere Bischof von Fatima João Pereira-Venancio, war von der Wahrheit der Erscheinungen in Garabandal aber fest überzeugt.

Er besuchte Conchita in ihrer Wohnung bei New York mehrmals und taufte eines ihrer Kinder. Dem Verfasser dieser Zeilen sagte er im Heiligtum von Fatima im Jahre 1982: "Ich bin von den Besuchen Unserer Lieben Frau in Garabandal fest überzeugt und halte es für die Fortführung der marianischen Prophetie von Fatima. Die Kirche wird eines Tages nicht darum herum kommen, dieses Geschehen als glaubwürdig anzuerkennen."

Die letzte Erscheinung ereignete sich in Garabandal am 13. November 1965. Zwischen 1961 und 1965 erschien Maria an diesem Ort zeitweise täglich. Sie gab in dieser Zeit, es war die Zeit des II. Vatikanischen Konzils, den vier Mädchen eine regelrechte Katechese über die Glaubensgrundsätze, die auf dem Konzil behandelt und für die Zukunft in einer moderner gewordene Zeit neu gefasst werden sollten. Diese Katechese wurde sehr gut im Buch „So sprach Maria in Garabandal" von Robert Francois dargestellt. Die Darstellung des Geschehens von Garabandal und seine Bedeutung für unsere Zeit finden Sie in einer neuen Sicht in dem kürzlich in erweiterter Neuauflage erschienenen Buch von Albrecht Weber, „GARABANDAL- Der Zeigefinger Gottes". In einem Buch von dem spanischen Priester Ramon Garcia de la Riva, „Maria erscheint in Garabandal", können Sie die Aussagen eines unmittelbaren Zeugen, der über zweihundert Erscheinungen selbst miterlebt hat, nachlesen. Das ist eine gute Ergänzung zu den vorgenannten Büchern. Von der Gestalt der Erscheinung wurde im Auftrag von Albrecht Weber, unter Mithilfe der Seherin Jacinta, von dem bekannten sakralen Künstler Karl Franke eine hübsche kleine Statue, ca. 18cm hoch, angefertigt. Die Heilige Jungfrau Maria, die in Garabandal als Maria vom Berge Carmel mit dem braunen Skapulier kam, und es auch den Menschen zu tragen empfahl, veranlasste den heute bereits verstorbenen französischen Priester Père Laffineur eine so genannte Skapuliermedaille anzufertigen. Diese Medaille kann anstatt des braunen Skapuliers getragen werden, wenn dieses zuvor einmal von einem Priester nach der vorgeschriebenen Art persönlich aufgelegt wurde. Sie wurde von Albrecht Weber wieder neu verfügbar gemacht.

Alle diese genannten Dinge, Bücher, Statue und die Medaille, können Sie bestellen. Sie erhalten es per Post zugeschickt. Als Verfasser dieser kurz gefassten Beschreibung wünsche ich Ihnen eine innerlich tiefgehende Erkenntnis, die in Ihnen den Mut zum Abwarten der Ereignisse stärkt und Ihnen zu einer religiösen Vertiefung Ihres Alltages verhelfen kann.

 

Eine letzte aktuelle Information: Erzbischof Carlos Osoro-Sierra, Apostolischer Administrator, hat am 7. Mai 2007 alle Verbote gegenüber Garabandal aufgehoben und den Ortspfarrer Don Rolando-Cabeza Fuentes ermuntert in seinen Predigten über die Erscheinungen Marias zu sprechen.Ihr Albrecht Weber © WETO

Folgende Artikel können Sie zur besseren Information beim WETO-Verlag bestellen:

Das Buch: Albrecht Weber GARABANDAL- Der Zeigefinger Gottes € 12,70

Das Buch:Robert François So sprach Maria in Garabandal € 12,00

Das Buch: Ramon Garcia de la Riva Maria erscheint in Garabandal € 8,00

VHS-Video-Cassette: Die Botschaft von Garabandal € 15,00

Statue, 18cm hoch, Holzsockel und natürlich wirkenden Kristallaugen. € 15,50

Skap.Medaille, entweder:.......Neusilber: € 1,-,..... Zamak-Leg.: € -,60,..... Alu…..-,40

Wenden Sie sich an den: WETO-Verlag Albrecht Weber • D-88701 Meersburg,

Postfach 1103 Tel.: (49) 07532 5913 Fax: 07532 1661

 

 

 

 

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