KREUZ UND MEDAILLE DES HL. MÖNCHSVATERS BENEDIKT
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<<<<Montecassino. Der hl. Benedikt
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DIE BEDINGUNGEN ZUR GEWINNUNG ALLER WIRKUNGEN UND GNADEN DER BENEDIKTUSMEDAILLE VORBEMERKUNGEN Die von einem bevollmächtigten Priester geweihten Medaillen sind ohne Zweifel ehrwürdiger und heilskräftiger als nicht geweihte, und nur mit jenen sind die Ablässe verknüpft. Die Medaille hat einen großen Wert, und es wurden schon viele und große Gnaden durch sie erlangt, bevor ihr durch den Apostolischen Stuhl eine so hervorragende Auszeichnung zuteil wurde. - Die von der Kirche vorgeschriebenen Bedingungen Die Kirche hat von Christus die Vollmacht, irdische Dinge in den Dienst des übernatürlichen zu stellen, und damit kann sie auch die Bedingungen festlegen, unter welchen irdischen Dingen, zum Beispiel Früchte oder Steine, Holz, Metall usw. zu Trägern des Segens und somit von Gnaden werden. Das hat ja auch Christus, der Herr, selbst schon getan. Er hat Wasser und Brot sogar zu Werkzeugen von Sakramenten erhoben. Ähnliches vermag die Kirche, die irdische Dinge zu Sakramentalien, d. h. zu Trägern von Gnaden erheben kann, z. B. das Weihwasser, das geweihte Öl, Früchte, Brot und Wein weiht sie zum Wohl von Leib und Seele. So weihen ihre Priester auch Metall mit Prägungen von Heiligen oder heiligen Geheimnissen, damit sie den Trägern Schutz und Heiligungsmittel seien für Leib und Seele. Für die Benediktusmedaille sind die wesentlichen Bedingungen, damit die Wirkungen und Segnungen, Privilegien und Ablässe gültig und wirksam sind, ungefähr folgende: 1. Die Benediktusmedaille muß aus Metall, also solid und unzerbrechlich sein, z. B. nicht aus Holz oder Glas. 2. Sie muß auf der einen Seite das Kreuz des hl. Benedikt mit der gewöhnlichen Aufschrift darstellen, wie wir sie weiter oben schon beschrieben haben. Auf der Kehrseite muß das Bild des hl. Benedikt dargestellt sein. 3. Alle Medaillen müssen von einem Priester geweiht sein, der eigens die Vollmacht dazu besitzt oder erhält. 4. Man muß die so geweihte Medaille in irgend einer Weise in Gebrauch nehmen. Man kann sie z. B. an einer Halskette bei sich tragen oder in die Kleidung einnähen, oder küssen, verehren, in Wohnräumen oder in Stallungen aufhängen, in Garten und Feld zum Schutz vergraben, sie in Wasser, Wein und andere Getränke tauchen und den Trank nehmen, oder in Öl tauchen und mit diesem Öl Kranke salben. Immer aber muß sie mit geziemender Ehrfurcht behandelt werden, weil sie geweiht ist, Heiliges darstellt und zu heiligen Zwecken dient. 5. Endlich müssen die von der Kirche vorgeschriebenen Werke verrichtet werden, z. B. die vorgeschriebenen Gebete zur Gewinnung der mit dem Tragen der Medaille verbundenen Ablässe. - Die Bedingungen von Seiten des Trägers der Medaille Vor allem gilt hier als Grundlage ein frommes und gottesfürchtiges, ja nach Vollkommenheit ringendes Leben. Oft mögen sie die kräftigen Gebete des Exorzismus und des heiligen Kreuzes, die auf die Medaille geprägt sind, sich zu eigen machen und als Stoßgebet öfters gebrauchen, z. B. in schweren Prüfungen: Crux sacra sit mihi lux. Das heilige Kreuz, es sei mein Licht. Oder in schweren Versuchungen: Vade retro Satana / Weiche von mir, Satan. So wird die Medaille, die ohnehin mit dem heiligen Kreuz und dem Bilde St. Benedikts gezeichnet ist, ein Werkzeug vieler Gnadenerweise, eine Quelle der Kraft und des Schutzes Gottes. Wir wollen die kostbare Medaille als echte Kinder St. Benedikts in übernatürlichem Glauben wertschätzen, in wahrer Klugheit ausnützen, mit echter Ehrfurcht tragen, küssen und gebrauchen; als Priester sie gerne an seelisch und leiblich Arme und Kranke austeilen, sie selber beständig tragen. Wir alle werden uns bemühen, auch die Ablässe damit zu gewinnen, die mit der Medaille verbunden sind. Schon im Tragen der Medaille liegt eigentlich auch eine Absage an Satan, eine entschiedene Hingabe an Christus, eine entschlossene Annahme des Kreuzes. Es ist das Tragen wie ein Bekenntnis zu Christus und St. Benedikt und wie ein Dauergebet um einen heiligen Heimgang zu Gott durch St. Benedikts mächtigen Schutz und glorreiche Fürbitte. Es liegt darin auch eine Art Daueranrufung St. Benedikts und ein ständiges Gelöbnis: Heiliger Vater Benedikt, ich gehöre dir, ich bleibe auf deinem Geistesweg, nimm mich mit auf deinem glorreichen Weg zu Gott.
Auf der Vorderseite
ist das Bild des heiligen Benediktus eingeprägt, der in der rechten Hand ein Kreuz hält. Mit dem Zeichen des Kreuzes hat er viele Wundertaten vollbracht. In der linken Hand halt er ein Buch, seine (Ordens- )Regel. Zu Füßen des Heiligen ist ein Rabe, gerade dabei, vergiftetes Brot wegzuschaffen. Daneben befindet sich ein zerbrochener Krug, aus dem eine Schlange entschlüpft. Der Krug symbolisiert den Giftbecher, mit dem der heilige Benediktus einst vergiftet werden sollte, der aber auf das Kreuzzeichen des Heiligen hin zersprang. Rings um die Vorderseite der Medaille steht die lateinische Inschrift:
"Eius in obitu nostro praesentia muniamur" - "Mögen wir bei unserem Sterben durch seine Gegenwart gestärkt werden".
Klein geschrieben steht neben der Abbildung des Heiligen noch "Crux Sancti Patris Benedicti" - "Kreuz des heiligen Vaters Benediktus".
Auf der Rückseite
ist das (Benediktus-)Kreuz dargestellt, über dem das Wort „PAX" - "Friede" steht, das ursprünglich aber auch ein Christusmonogramm bedeutete. Die vier Buchstaben rund um das Kreuz "C-S-P-B" sind die Abkürzung für "Crux Sancti Patris Benedicti" - "Kreuz des heiligen Vaters Benediktus". Auf den Balken des Kreuzes sind die Anfangsbuchstaben der Beschwörungsformeln, in denen sich der Glaube des heiligen Ordensvaters ausdrückt, eingeprägt.
Im Längsbalken: „CSSML"
"
Crux Sancta Sit Mihi Lux""Das heilige Kreuz sei mir Licht."
Im Querbalken: „NDSMD" ("Non Draco Sit Mihi Dux") - "Der Drache sei mein Führer nicht."
Die 14 Buchstaben im Kreis um das Kreuz: V.R.S.N.S.M.V. - S.M.Q.L.I.V.B. bedeuten:
"Vade retro satanas,
nunquam suade mihi vana. -
Sunt mala quae libas,
ipse venena bibas." -
"Weiche Satan
und führe mich nicht zur Eitelkeit!
Schlecht ist, was du mir einträufelst.
Trinke selbst dein eigen Gift!"
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Weihe-Ritus der St. Benediktusmedaille und des Benediktus-Kreuzes (Kreuz mit Medaille)
Die von Papst Benedikt XIV. vorgeschriebene Weihe geschieht folgendermaßen:
Mit der weißen Stola angetan spricht der bevollmächtigte Priester:
<<<<Benediktus Kreuz mit Medaille
- Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.
- Der Himmel und Erde erschaffen hat.
Ich beschwöre euch, Medaillen, durch Gott Vater X den Allmächtigen, der Himmel und Erde, das Meer und alles, was darin und darauf ist, erschaffen hat. Alle Gewalt des Widersachers, das ganze Heer des Teufels mit seinen Angriffen, alles Blendwerk des Satans, weiche und fliehe von diesen Medaillen, auf daß sie allen, die sich ihrer bedienen wollen, zum Heil der Seele und des Leibes gereichen mögen, im Namen des allmächtigen Vaters X und Jesu X Christi, Seines Sohnes, unseres Herrn, und des Heiligen X Geistes des Trösters, und in der Liebe desselben Jesus Christus, unseres Herrn, der da kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten und die Welt durch Feuer. Amen.
Herr, erbarme Dich unser. Christus erbarme Dich unser. Herr, erbarme Dich unser.
Vater unser.
- Errette Deine Diener
- Die ihre Hoffnung setzen auf Dich, mein Gott
- Sei uns, o Herr, ein starker Turm
- Vor allen unseren Feinden
- Der Herr wird Seinem Volke Kraft verleihen
- Der Herr wird Sein Volk segnen im Frieden.
- Sende uns Hilfe, Herr, von Deinem Heiligtum
- Und von Sion aus beschütze uns
- Herr, erhöre mein Gebet
- Und laß mein Rufen zu Dir kommen
- Der Herr sei mit euch
- Und mit Deinem Geiste.
Lasset uns beten!
Allmächtiger Gott, Spender alles Guten, wir bitten Dich flehentlich, Du wollest durch die Fürbitte des heiligen Benediktus diesen heiligen Medaillen mit den von Dir bestimmten Buchstaben und Zeichen Deinen Segen X eingießen, damit alle, die sie tragen und auf gute Werke bedacht sind, Gesundheit der Seele und des Leibes sowie die Gnade der Heiligung und die uns verliehenen Ablässe zu erlangen verdienen, und daß sie allen ränkevollen Nachstellungen des Teufels durch Deine erbarmende Hilfe entgehen und heilig und unbefleckt vor Deinem Angesicht erscheinen mögen. Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Herrn, der in der Einheit mit dem Heiligen Geiste lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Lasset uns beten!
Herr Jesus Christus! Du wolltest zur Erlösung der ganzen Welt aus der Jungfrau geboren, beschnitten, von den Menschen verworfen, durch den Kuß des Judas verraten, gefesselt, mit Dornen gekrönt, mit Nägeln durchbohrt, zwischen Räubern gekreuzigt, von der Lanze durchstoßen werden, und endlich am Kreuze sterben:
Bei diesem Deinem heiligsten Leiden bitte ich in Demut, Du wollest alle die ränkevollen Nachstellungen des Teufels von dem fernhalten, der Deinen heiligen Namen mit diesen von Dir bestimmten Buchstaben und Zeichen in Frömmigkeit anruft, und ihn zum Hafen des Heiles führen, der Du lebst und herrschest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Der Segen des allmächtigen Gottes des Vaters und des Sohnes X und des Heiligen Geistes steige herab auf diese Medaillen und ihre Träger und verbleibe allezeit. Amen.
Dann besprengt der Priester die Medaillen mit Weihwasser.
ENDE "BENEDIKTUS-MNEDAILLE"
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USA - Hexe stoppt Gebet bei Ratssitzungen
Stadtrat darf nicht mehr zu Jesus beten
Wicca-Hexe klagte gegen Gebete bei Ratssitzungen. Der Bürgermeister zeigt sich enttäuscht, man werde Berufung einlegen.
Die Stadträte von Great Falls im US-Bundesstaat South Carolina dürfen vor ihren Sitzungen nicht mehr zu Jesus beten. Das entschied Distriktrichter Cameron McGowan am 21. August 2003, nachdem die Anhängerin eines Hexenkultes, die Wicca-Priesterin Darla Kaye Wynne, die Stadt deswegen verklagt hatte. Gebete vor oder nach Ratssitzungen, die sich an die Gottheit einer speziellen Religion richten, verstießen gegen die religiöse Neutralität des Staates, argumentierte sie.
Im Stadtrat von Great Falls war es bislang üblich, Sitzungen mit Gebeten im Namen Jesu Christi zu eröffnen. Wynne forderte, man solle entweder Vertreter verschiedener Religionen einladen, um die Gebete zu sprechen, oder nur noch allgemein zu "Gott" beten. "Wir sind sehr enttäuscht von dieser Entscheidung, werden uns dem aber vorerst fügen", sagte Bürgermeister H. C. Starnes zu dem Urteil. Man werde Berufung einlegen.
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Vortrag des Grazer Diözesanbischofs bei der Pfarrerwoche in Seggauberg:
"Man braucht keine selbstgemachten Hochgebete und es ist auch strikt geboten, solche Texte nicht zu verwenden"
1. AUF CHRISTUS SCHAUEN
Meine Überlegungen zum heutigen Anlass beginne ich mit einem Blick auf Jesus Christus. Wir sollen ja als Priester, als Hirten einer Gemeinde auch so etwas wie eine Johannesgestalt sein: gemeint ist Johannes der Täufer, dessen Existenz sich im Hinzeigen auf Jesus vollendet. So hat ihn auch Matthias Grünewald auf dem Karfreitagsbild des Isenheimer Altars dargestellt. Hans Urs von Balthasar hat, als er zu seinem 70. Geburtstag gefragt wurde, was er als Essenz seines bisherigen theologischen Schaffens und Verkündens ansehe, lapidar geantwortet: "Ich wollte in all dem, was ich gesagt und geschrieben habe, nichts anderes sein, als ein Johannesfinger, der auf Jesus Christus hinweist".
Christus möglichst vielen Menschen zeigen wollen, das ist ein Hauptakzent unserer Berufung und unseres Berufs. Christus zeigen, das ist auch eine der Hauptintentionen des ein Jahr dauernden Mitteleuropäischen Katholikentages, der im Mai 2004 durch eine "Wallfahrt der Völker" nach und in Mariazell seinen Abschluß finden wird, aber nicht ein bloßes Event ohne besondere Nachwirkung sein soll. Dieser Katholikentag steht und geht unter dem Leitwort "Christus, die Hoffnung Europas". "Wer ist dieser?" fragen im Neuen Testament die zugleich dankbaren und erschrockenen Jünger , nachdem Jesus einen sie am Leben bedrohenden Seesturm besänftigt hat (Mt 8,27). "Wer ist dieser?" – auf diese Frage antwortet vielstimmig das ganze Neue Testament und es bezieht dabei auch das Alte Testament in seine Antwort ein, weil die Kirche das Alte Testament ja auf Jesus Christus hin liest und sich auch im jüdisch-christlichen Dialog nicht davon ablenken lassen darf.
"Wer ist dieser?" – auf diese Frage antworten die Tausenden von Christusbildern, die von christlich inspirierten Künstlern in Jahrhunderten geschaffen worden sind. Zwei davon habe ich nach langem Überlegen für das Kapitel "Ecce Deus" – "Seht da, Gott!" in meinem Buch "Begegnungen unterwegs" ausgewählt. Eines stammt vom Spanier Francisco Goya, dem Maler von viel Grauenhaftem aber auch von vielem heiter oder rätselhaft Schönem. Es zeigt die Gefangennahme Christi, der als Lichtgestalt von Häschern mit verzerrten Gesichtern umgeben ist. Ein in seinem Sohn leidender Gott wird uns in diesem Bild, das in der Sakristei der Kathedrale von Toledo bewahrt wird, vor Augen gestellt. Er trägt mit am vielgestaltigen Leiden von Menschen und anderer Geschöpfe. Inmitten von Leid und Schuld erscheint er als ein unbesiegbares Licht und eröffnet so eine Perspektive der Hoffnung.
Das andere Christusbild stammt von El Greco und zeigt den souveränen Gott, der den Betrachter mit sanft durchdringendem Blick ansieht. Die linke Hand des Herrn ruht auf einem Globus, einem Symbol für die Erde als Menschenwelt. Die rechte Hand ist zum Segen erhoben. Auch dies ist ein Trostbild.
Um Christus der Welt zeigen zu können, müssen wir ihn kennen. Kennen wir ihn schon nach 10 oder 50 Priesterjahren? Diese Frage soll jeden von uns auf dem Pilgerweg seines Lebens und Glaubens begleiten. Viel Segen ist einer Diözese allemal beschieden, wenn viele von ihren Priestern einen großen Schritt tun, um christusförmiger zu werden. Ein Jubiläum kann dazu Anlass sein, aber auch ein Katholikentag und sogar eine Lebenskrise, die zu einem Neubeginn herausfordert. Auch eine Pfarrertagung, wie die unsere, kann ein solcher Anlass sein.
Der Apostel Paulus hat eine solche Christogenese für sich selbst tief ersehnt, als er um Christi willen im Gefängnis war. Von dort hat er der Gemeinde von Philippi die uns gut bekannten Worte geschrieben: "Christus will ich erfahren und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinem Leiden" (Phil 3,10). Der Apostel sehnt sich in diesem Text nach Verklärung, dann aber besinnt er sich darauf, dass er ja um Christi willen noch im Gefängnis ist, und er nimmt dies an als Teilhabe am Leiden Christi. Etwas vom Heroismus des Apostels ist auch jedem von uns zugemutet, denn wir stehen und gehen ja in den Schuhen der Apostel und auf ihrer Spur. Gestern hat der Papst in Preßburg zwei Martyrer selig gesprochen, die von einem kommunistischen Regime auf schreckliche Art zu Tode gebracht worden sind. Das ist eine Erinnerung an den Ernstfall des Glaubens, der sich auch in Österreich während des NS-Regimes oft ereignet hat. Solche Zeugen verwehren uns eine rasche Klage über unsere heutigen Probleme und Leiden.
"Christus – Hoffnung Europas" lautet, wie schon eingangs gesagt, das Motto für den Mitteleuropäischen Katholikentag, dessen Abschluß im Mai kommenden Jahres vor allem Pilger aus Österreich und aus sieben ex-kommunistischen Ländern in Mariazell zusammenführen soll. Ich bitte Euch alle, liebe Pfarrseelsorger, mit Euren Gemeinden nicht bloß Zuschauer bei der Vorbereitung auf Mariazell und bei den schon in Gang befindlichen Teilereignissen dieses Mitteleuropäischen Katholikentages zu sein, der ja eigentlich als ein Katholikenjahr konzipiert ist. Viele Impulse zu einer Erneuerung in Kirche und Gesellschaft werden davon ausgehen können, wenn es gelingt, am Ende ein Programm mit Zielen und mit Imperativen für eine ganz konkrete Nacharbeit auch verbunden mit einer Fristsetzung zur Verwirklichung zu präsentieren – eine Art von Mariazeller Manifest Nr. II. Ich denke beispielsweise an den Indikativ oder Imperativ "Christen setzen Zeichen!" Was könnte das sein, angefangen beim Tischgebet daheim – auch in Gegenwart von nichtglaubenden Gästen bis zu konkreten Zielen für den Religionsunterricht, für den Erwerb von Glaubenswissen durch Erwachsene, für eine Selbstverpflichtung betreffend sozial-karitative Ziele und anderes mehr? Liebe Pfarrseelsorger, informiert Euch bitte beständig über das Programm dieses "Katholikentages" und motiviert die Euch anvertrauten Christen zum Mittun.
2. AUF MARIA SCHAUEN
Wenn katholische oder orthodoxe Christen ausschwingend über Jesus Christus sprechen, dann sprechen sie bald auch über Maria. Dies geschieht aus der schon in der altkirchlichen Tradition tief begründeten Gewissheit, dass die Kirche christozentrisch aber auch marianisch geprägt sein muss. Es geht dabei nicht um eine bloße Addition von zwei Spiritualitäten, sondern um das Wissen um ihre fundamentale Einheit. Die marianische Spiritualität ist heute, so scheint es, in unserem Land bei vielen Priestern nicht sehr tief eingewurzelt. Dies mag eine Reaktion auf Übertreibungen seitens einiger hauptsächlich auf Privatoffenbarungen bezogener Gruppen sein. Ein Schweigen über Maria, so wie sie uns im Evangelium und in der großen Tradition von Ost- und Westkirche begegnet, und ein Versiegen der Bitte um ihre bergende Fürsprache macht aber die Kirche kopflastiger, nimmt ihr viel Herzkraft. Auch das Versiegen von Quellen geistlicher Berufungen zu Priestertum und Ordensstand hat, davon bin ich überzeugt, eine seiner dominanten Ursachen in der Schwächung der marianischen Komponente unserer priesterlichen Spiritualität. Als Presbyterium können wir diesbezüglich Wendendes tun. Konkret gefragt: Warum werden Marienlieder in der Liturgie in manchen Pfarren und im Religionsunterricht kaum noch gesungen? Und was tun wir für das Rosenkranzapostolat?
Wenn hier von Priesterberufungen die Rede ist, möchte ich gleich auch der Freude darüber Ausdruck geben, dass heuer 10 Kandidaten in unser Priesterseminar eintreten. Das ist eine Verheißung, deren Erfüllung gewiss besonders auch von unserem begleitenden Gebet für diese Kandidaten und von unserem eigenen Lebenszeugnis als Priester abhängt. Viele Priester sind von Karmelitinnen oder von anderen großen Beterinnen geistlich sozusagen adoptiert worden und haben so ihre Berufung durch manche Krisen hindurch bewahren und zu immer größerer Reife bringen können. Auch wir Priester können auf diese Weise den einen oder anderen unserer Mitbrüder adoptieren entsprechend dem Mysterium der Stellvertretung. Ich bitte Euch, lasst Euch auf diesen Dienst füreinander und für die Priesterkandidaten beherzter ein.
3. VERTIEFTE HINWENDUNG ZUR EUCHARISTIE UND ZUR LITURGIE IM GANZEN
Nach diesem Blick auf Christus und Maria, die im Gnadenbild von Mariazell den dort Einkehrenden Christus, den Welterlöser, in Gestalt des Jesuskindes zeigt, möchte ich etwas sagen über das Mysterium der Eucharistie und über die Liturgie im Ganzen.
Der Papst hat diesem Mysterium das Rundschreiben "Ecclesia de Eucharistia" gewidmet und am Gründonnerstag des heurigen Jahres, also "In Coena Domini" veröffentlicht. Ich bitte jeden von Euch, liebe Mitbrüder, diese Enzyklika in Ruhe und am besten mehrmals zu lesen, so wie jeder von uns auch das Schreiben "Tertio millennio ineunte" mit seinen konkreten pastoralen Wegweisungen gelesen haben sollte und auch in Zukunft öfter lesen soll. Viele Katholiken wissen wenig über das Wesen der Messe, und wir sind gerade als Priester dazu berufen, ihnen das Schöpfen aus dem tiefen Brunnen dieses Mysteriums zu ermöglichen und zu erleichtern. Wir können dazu beitragen, es immer leuchtender erscheinen zu lassen, und können es gegen verkürzende oder sonstwie irreführende Interpretationen in Schutz nehmen.
Wenn wir von der Eucharistie und von der Sorge um sie und für sie sprechen, dann meinen wir aber nicht nur die Theologie der Eucharistie, sondern ebenso die sie betreffende Praxis, also die Feier der Liturgie. Bei Pfarrerwochen und bei den Tagen der Fortbildung für Priester in Freising habe ich wiederholt über Liturgie gesprochen, ebenso in einigen meiner Bücher. Die Vertiefung in die Theologie der Eucharistie, in ihre Spiritualität und die Einübung in eine "ars celebrandi", die uns vor Routine und Banalisierung des Heiligen bewahrt, sind Daueraufträge an das Presbyterium und alle seine Mitglieder. Sie sind auch ein Dauerauftrag an Priesterseminar, Theologische Fakultät, Katholisches Bildungswerk und kirchliche Bildungshäuser sowie an laienapostolische Gruppen und Bewegungen. Diesbezüglich bleibt viel zu tun, auch in unserer Diözese. Gerade die Promulgation der Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" könnte nach meiner Überzeugung ein "Kairos" sein, um eine neue liturgische Bewegung zu erwecken, die sich nicht in Äußerlichkeiten erschöpft, sondern Glaube, Hoffnung und Liebe stärkt und durch ihre edle Gestalt mehr himmlischen Glanz in oft recht banale irdische Verhältnisse bringen kann.
Bei unserer Pfarrerwoche im Jahr 2001 – es war die erste von mir mitgestaltete in unserer Diözese – war ziemlich ausführlich von Liturgie die Rede. Das damals Gesagte ist nicht überholt. Wir können zwar dankbar sagen, dass die Liturgie in unserer Diözese generell mit viel Achtsamkeit vorbereitet und gefeiert wird. Ich kann das auch deshalb bestätigen, weil ich im romanischen und slawischen Ausland ein solches Niveau viel seltener erlebt habe und erlebe. Dennoch sollten wir mit dem "status quo" nicht zufrieden sein. Vor zwei Jahren habe ich hier in Seggau unter anderem Folgendes gesagt: "Geist braucht auch Form, und auch der Heilige Geist sucht gewiss gerade in der Liturgie eine edle Form, die nicht mit Starre zu verwechseln ist und auch in der Liturgie mit Kindern und Jugendlichen nicht fehlen muss, wie man z.B. im Kloster Taizé sehen kann. Die Sensibilität für Wort, heilige Zeichen und Ritus wird geschärft durch eine Einübung, die nicht mit Dressur zu verwechseln ist. Ein Kult der Improvisation und Spontanität kann leicht zur Flachheit verkommen. Es bedarf einer Balance zwischen Spontanität und Wiederholung, zwischen Wort und Schweigen. Schönheit im Kult ist kein Luxus, sondern Teilhabe am Glanz Gottes, der – wie ein Psalm sagt – von Sion ausgeht. Freilich gibt es auch eine sterile Schönheit. Schöne Liturgie wäre steril, wenn das "Prinzip Caritas – im Leben der Gemeinden und der Liturgen nicht tief verankert ist." Soviel aus meinem Referat von vor zwei Jahren.
Vor diesem Hintergrund möchte ich noch einige konkrete Anmerkungen zur Liturgie und besonders zur Aufgabe des Pfarrers für diesen Grundvollzug im Leben einer Pfarre hinzufügen:
(1) Der Pfarrer und die anderen Priester in einer Gemeinde sind und bleiben die Hauptverantwortlichen für die Liturgie. Dies gilt insbesondere für die Eucharistie. Der Priester leitet die Eucharistie "in persona Christi". Er darf als Pfarrer die Verantwortung dafür nicht völlig an einen Liturgieausschuss delegieren. Wohl aber muss er darauf hinarbeiten, dass möglichst viele Laienchristen immer mehr und tiefer über Eucharistie und Liturgie überhaupt Bescheid wissen und dafür spirituell sensibel sind.
(2) Der im Messbuch und in der Allgemeinen Einführung in das Messbuch (jeder Priester müsste sie kennen) vorgegebene Rahmen für die Messliturgie ist weit genug, um der Liturgie einen für jede Gemeinde akzeptablen Rhythmus von Abwechslung und Wiederholung zu geben. Man braucht z.B. keine selbstgemachten Hochgebete und es ist auch strikt geboten, solche Texte nicht zu verwenden. Wenn die Sprechkultur und Singkultur gerade bezogen auf das Hochgebet angemessen entwickelt ist (dies vor allem beim Priester), dann kommt keine Langeweile auf. Abwechslung gehört in die Predigt, in die Fürbitten, in das Liedgut und nicht vor allem in den Kanon, zumal es ja ohnedies eine nicht geringe Zahl von approbierten Hochgebeten gibt.
(3) Der Umgang mit den konsekrierten eucharistischen Gaben durch den Priester, die Kommunionhelfer und die Kommunizierenden muss so gestaltet werden, dass auch ein Außenstehender noch erkennen kann, man glaube hier tatsächlich an die wirkliche Gegenwart des Herrn und zwar nicht nur im Verlauf der heiligen Handlung, sondern auch in den nach der Kommunion übrigbleibenden Spezies. Man muss mit den konsekrierten Hostien so umgehen, dass die auf sie bezogene Anbetung bei Andachten und zu Fronleichnam nicht aufgesetzt wirkt, sondern als Fortsetzung dessen, was in der Liturgie geschehen ist.
Durch die körperliche Hinwendung des Priesters zur Gemeinde zeigt dieser während der ganzen Feier, ob er davon ergriffen ist oder nicht. Auch beim Purifizieren ist auf Ehrfurcht gegenüber den konsekrierten Gaben zu achten. Kommunionhelfer und Zelebranten sollen durch eine Kniebeuge nach der Reponierung der Hostien beim Altar ihren Glauben an die Realpräsenz bezeugen.
Der Tabernakel soll am besten nur vom Priester oder vom Diakon geöffnet und verschlossen werden, weil Helfer in oft unpassender Zivilkleidung und ohne das Knie zu beugen (das habe ich selbst vielerorts gesehen) die Dramaturgie im Altarraum und Aura von Ehrfurcht oft empfindlich stören.
Der emeritierte Dekan unserer Theologischen Fakultät, Herr Prof. Maximilian Liebmann, moniert seit Jahren eine liturgische Kleidung für Kommunionhelfer und hat immer wieder Klage über von ihm beobachtete mangelnde Ehrfurcht geführt. Man wird seine Stimme in unserer Diözese kaum leichtfertig abtun können. Ich bin nun dabei, seiner Beschwerde endlich Rechnung zu tragen.
(4) Bei der Messfeier sollen Schrumpf-Riten vermieden werden. Dazu einige Beispiele:
- Ein Lavabo mit einigen Tropfen ist kein Waschen. Bei jeder Messe sollen dem Priester wirklich die Hände gewaschen werden unter Verwendung etwa eines Keramikkruges und einer entsprechenden Schale. Die Ministranten sind ohnedies oft unbeschäftigt und werden diesen Dienst gerne tun.
- Ein Schrumpfritus entsteht auch durch Weglassen der Kasel seitens vieler Zelebranten, zumal am Wochentag. Eine Mantelalbe ohne Zingulum und Schultertuch, zusammengehalten durch Druckknöpfe und in Gesellschaft einer monokoloren Stola ohne Symbole oder mit einer Vielzahl von plumpen Kreuzen wirkt dramaturgisch oft banal. Wir sollten uns in der Sorge um die Würde des liturgischen Kleides nicht von orthodoxen, anglikanischen oder auch von protestantischen Geistlichen weit übertreffen lassen, dies noch dazu inmitten einer Zivilgesellschaft, die für Autos, Designerkleidung und Wohnungseinrichtung immer mehr Geschmack und Geld aufwendet. Eine der Hauptursachen für die Banalität vieler Paramente liegt darin, dass die einschlägigen Werkstätten nur selten Qualitätsvolles und zugleich finanziell Zumutbares anbieten. Wir können aber einige Adressen nennen, wo beides zu finden ist.
- Ein ebenso sensibles Element bei der Gestaltung der Liturgie, wie die Paramente es sind, ist die Gestaltung des Altares und dessen, was auf ihm oder vor ihm liegt bzw. steht. Auf dem Altar wird ein "mysterium fascinosum et tremendum" gefeiert und nicht nur ein kommunikativer Mahlritus. Überladene oder katechetisch à la Christó verpackte Altäre, die mit Springkerzen, Plastikblumentöpfen und dergleichen dekoriert sind, sollte es nicht geben.
Zusammenfassend rate ich dazu, dass wir uns als Liturgen manchmal vorstellen, was einem sensiblen, religiös suchenden Agnostiker, der - während wir am Altar oder Ambo stehen - die Kirche betritt, unsererseits helfen kann, einige Schritte näher zu kommen und zu bleiben, statt ihn zu veranlassen, wieder fortzugehen, weil er durch Wort, Bild und Ton empfindlich gestört ist. All das kostet uns nicht mehr Zeit, sondern nur mehr Aufmerksamkeit.
4. UNSER DIENST AN DER BIBEL
Dieses Jahr 2003 ist zum "Jahr der Bibel" proklamiert worden. Eigentlich müsste jedes Jahr der Kirchengeschichte auch ein "Jahr der Bibel" sein. In vielen Pfarren gibt es erfreulicherweise Bibelrunden. Wie beim Liturgieausschuss einer Pfarre sollte auch die Assistenz bei Bibelrunden vom Pfarrer nicht ganz delegiert werden. Bibelrunden brauchen eine kundige Begleitung. Es müsste in jeder Runde bekannt sein,
- dass die Bibel sich nicht selbst erklärt, sondern als Neues Testament im Verstehenshorizont jener Gemeinschaft gelesen werden will, in der sie entstanden ist, und das ist die Kirche.
- dass jede Einzelaussage im Kontext der ganzen Bibel gelesen werden soll.
- dass das Alte Testament in der Kirche auf Christus hin gelesen wird, ohne dass deshalb eine Expropriation der Synagoge beabsichtigt werden darf.
Als Priester sollten wir auch Bescheid wissen um die Hauptströmungen der exegetischen Forschung und um die Kritik an einer überzogenen Anwendung der historisch-kritischen Methode. Paradigmenwechsel und Tendenzwenden in diesem Bereich beginnen, soweit ich sehe, immer wieder im Bereich der protestantischen Exegese. Wir müssten über sie Bescheid wissen und daraus katholische Konsequenzen ziehen.
5. MISSIONARISCHE KIRCHE
Eine Kirche, die nicht missionarisch wäre, würde sich selbst aufgeben, weil sie einen Grundauftrag Christi vergessen oder verraten hätte. Kinder sind von Natur aus "missionarisch", weil sie erlebte Freude oder erlittenes Leid mit anderen teilen wollen, wenn sie nicht seelisch verformt sind. Auch wer Christus gefunden hat, wer das Evangelium tiefer erfasst hat, der kann darüber nicht einfach schweigen. Wir haben in unserer Diözese in den letzten Jahren mehrere umfassende missionarische Initiativen gesetzt. Ich erinnere an das Motto "Die Kirche kommt auf Besuch". Wir sollten dieses Hinausgehen in jedem Jahr bezogen auf eine bestimmte Gruppe in der Pfarre fortsetzen, z.B. bezogen auf Senioren, junge Eltern, Eltern von Firmlingen usw. Missionarisch sind wir freilich nicht durch ein unmittelbares und vielleicht apologetisches Gespräch, sondern auch durch das schlichte Beispiel als guter Mensch und durch stellvertretendes Gebet. Auch die verborgen betenden Karmelitinnen sind auf ihre Art missionarisch. Darum hat schon Papst Pius XI. die kleine heilige Therese von Lisieux zur Patronin der Weltmissionen proklamiert.
6. WIR UND DIE ÖKUMENE
Dass die möglichst brüderliche Begegnung mit Christen anderer Kirchen oder kirchlicher Gemeinschaften ein Dauerauftrag an die Kirche ist, lebt uns der Papst trotz aller auch ihm begegnender Enttäuschungen vor. Katholische Identität, die sich insbesondere in der Lehre betreffend die Eucharistie und das in sakramentaler Weihe begründete Amt aber auch in der Marienverehrung artikuliert, darf nicht preisgegeben werden. Unsere Gemeinden müssen in unserer Verkündigung über das katholische Proprium nachhaltig informiert werden, zumal uns Medien dabei oft nicht hilfreich sind. Ich bitte Sie, liebe Mitbrüder auch um diesen Dienst.
7. ZUSAMMENFASSUNG
Liebe Mitbrüder! In den vorausgehenden sechs Kapiteln dieses Referates, die unterschiedlich lang oder kurz waren, ist mehrfach von Grenzziehungen die Rede gewesen, die mir geboten erscheinen. Dies gilt besonders für die Eucharistie und die Liturgie im Ganzen. Um Missverständnisse zu verhindern oder zu erschweren, möchte ich klar sagen, dass Grenzen natürlich kein Selbstzweck sind und das von ihnen eingefasste Kirchenland nicht abriegeln und isolieren sollen. Vielmehr sollen Grenzziehungen helfen, das von Ihnen umhegte Land zu schützen, um es leichter in einen Garten verwandeln zu können. Über viele Themen, die uns ebenfalls wichtig sind, habe ich nicht einmal andeutend geredet. So über das Bußsakrament, über den Religionsunterricht, über die Familienseelsorge, über die besorgniserregende demographische Entwicklung unserer Gesellschaft und im Gefolge auch unserer Kirche, über das große Thema Kirche und Frauen, über unsere Präsenz im Gesundheitswesen, über die verstärkte Zuwendung zu Kindern und Jugendlichen, über unseren Umgang mit Medien und vieles andere mehr. Alle diese Themen bleiben auf dem Tisch der Kirche, und wir werden uns damit immer wieder zu befassen haben. Das Programm einer Pfarrertagung ist aber notwendigerweise auf einige Themen konzentriert. Prof. Dr. Bernhard Körner wird sich morgen und am Mittwoch ausführlich mit theologisch-spirituellen Fragen, die ich teilweise unter dem Titel Eucharistie und Liturgie schon angesprochen habe, auseinandersetzen und uns vertiefte Einsichten ermöglichen. Ich danke ihm für die viele Arbeit bei der Vorbereitung und danke ihm bei dieser Gelegenheit auch gleich für sein engagiertes wissenschaftliches und pastorales Wirken, mit dem er als Zeuge Jesu Christi inmitten von Kirche und Gesellschaft beharrlich tätig ist. Ich komme nun zum Abschluss dieser Überlegungen, denen, so hoffe ich, ein ausführliches Gespräch mit Euch in diesem Forum folgen wird.
8. HIRTEN NACH DEM HERZEN GOTTES
Der Papst hat vor einigen Jahren das apostolische Schreiben "Pastores dabo vobis" veröffentlicht und darin die Ergebnisse einer vorausgehenden Weltbischofssynode zusammengefasst und überboten. Der Titel des Schreibens ist eine Verheißung an das Volk Israel, die der Prophet Ezechiel verkündet hat. Sie lautet: "Ich will euch Hirten nach meinem Herzen geben". Jeder von uns Priestern ist berufen, diese Verheißung in Bezug auf die uns anvertrauten Menschen einzulösen. Wo so ein Hirte-Sein gelingt, da sind allemal viele Menschen dankbar und scharen sich um eine solche Hirtengestalt. Viele Menschen suchen bewusst oder unbewusst profilierte Hüter, Hirten, die niemanden entmündigen, die aber leitende Verantwortung übernehmen und sich nicht in einer Gruppe oder größeren Kommunität verstecken. Die Menschen suchen Hirten, die hörbar, sichtbar, berührbar sind. Solche Hirten sind nicht nur Gebende. Sie bekommen auch viel an Dank zurück.
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Anglikanischer Erzbischof weihte Ex-Prostituierte zur Priesterin
Die Frau hat ihr Leben radikal geändert und ist nun Priesterin der "Church of England".
London (www.kath.net / CWNews.com) Der frühere Erzbischof von Canterbury, George Carey, hat bestätigt, eine ehemalige Prostituierte zur Priesterin der anglikanischen Kirche geweiht zu haben. Die Frau habe ihr Leben radikal geändert, sie und ihre beiden Kinder seien von Gemeindemitgliedern unterstützt worden, heißt es in einem Bericht der "Sunday Times". Er sei so berührt von ihrer Ehrlichkeit und ihrer Bereitschaft, ihr Leben neu zu beginnen, gewesen, erklärte Carey. Er und seine Frau seien Freunde der jungen Frau geworden und hätten sie unterstützt. "Zu meiner Überraschung hat sie mir vor vier Jahren gesagt, dass sie sich zum priesterlichen Dienst berufen fühlt", berichtet Carey. Jetzt sei sie Priesterin der "Church of England" und leiste einen guten Dienst. Seine Einstellung zur Prostitution habe sich insofern gewandelt als er sich mehr Mitleid und Sorge für Prostituierte wünsche, meinte Carey laut "Sunday Times".
Emotionen, Gags und fromme Affekte
Das ökumenische Anliegen, das Erreichen der „sichtbaren vollen Gemeinschaft aller Getauften“ (Johannes Paul II.), gilt heute den Christen mit Recht als innere Verpflichtung, der sich keiner entziehen darf. Sie entbindet die Beteiligten aber nicht des Einsatzes zur „Unterscheidung der Geister“ angesichts der vielen zweifelhaften Angebote und Aktivitäten, die als vom Papst so genannte „Scheinlösungen“ zu „keinem stabilen und echten Ergebnis führen würden“ (Ut unum sint, 79). Das gilt vor allem von den unbedachten Forderungen nach „ökumenischer Gastfreundschaft“ oder nach der „Offenen Kommunion“.
Seit dem Ökumenischen Kirchentag von Berlin (vom 28. Mai bis zum 1. Juni 2003) haben diese Forderungen nicht nur an Lautstärke zugenommen, sondern sie sind auch stürmischer und in der Sache härter geworden. Statt gläubiger Besonnenheit breiten sich Ungeduld und unbedachter Eifer weiter aus. Das belegt eine neuerliche Initiative von katholischen Geistlichen: In einem „Offenen Brief von Pfarrern der Diözese Rottenburg-Stuttgart an die Gemeinden“ (vom 17. November 2003) haben 35 Seelsorger unter Berufung auf die in Berlin gehaltenen „zwei Gottesdienste mit eucharistischer Gastfreundschaft“ eine „Einladung zur Eucharistie“ an alle „nichtkatholischen Christen aus der Ökumene“ ergehen lassen, „die bewusst im Glauben die Eucharistie mitfeiern“. (In welchem Glauben, ist nicht gesagt.) Sie seien „auch bei uns am Tisch des Herrn willkommen“.
Die kirchenamtlichen Stellungnahmen gegen die Missbräuche von Berlin werden in diesem Aufruf als „Irritation und Enttäuschung“ gewertet, die in den Gemeinden „Verbitterung ausgelöst“ und zum Rückzug „nicht weniger“ geführt hätten. Der Brief versteht sich als Zeugnis von „konfessionsverbindenden Paaren und Familien“ (man beachte den wirklichkeitsfernen ideologischen Gebrauch des Wortes „konfessionsverbindend“ bezüglich der konfessionsverschiedenen Ehe), aber auch als Bekenntnis vieler anderer, „die sich in der ökumenischen Arbeit mit Verstand und Herz engagieren“. Wenn man freilich „Verstand“ im Sinne eines reifen Glaubensverständnisses fasst und unter dem „Herzen“ mit Augustinus das innerste personale Wahrheitsorgan versteht, das immer auch seine Gründe hat, dann ist von solchen Grundgegebenheiten in dem Brief nicht viel zu spüren.
Das fehlende Glaubensverständnis
Der Appell geht unter Verwendung bekannter Deklamationen nicht mit Argumenten vor, sondern mit Emotionen und frommen Affekten, die den defizienten theologischen Status des Ganzen nicht verdecken können. So wird der immer passende Grundsatz vom „Heil der Seelen als oberstem Gesetz“ der Pastoral zitiert, aber nicht gesagt, dass die Heilszuwendung (etwa in den Sakramenten) nicht anders als rechts- und wahrheitsgemäß geschehen kann.
Auch mit der Nennung des „festzuhaltenden“ Prinzips „keine Abendmahlsgemeinschaft ohne Kirchengemeinschaft“ ist nichts gewonnen, wenn danach die kirchliche Ordnung des Eucharistieempfangs einfach mit „Abgrenzung“ und „Ausschluss“ gleichgesetzt wird. Eindeutig ist das Schreiben allein in der Tatsachenfeststellung über die „eucharistische Gastfreundschaft“ in dem betreffenden Bistum, in welchem diese als „gute Tradition in unseren Gemeinden“ bereits geübt wird, wofür auch „ein breiter theologischer Konsens“ vorhanden sei. Diese Fakten belegen allerdings, dass die Lehre der Kirche nicht mehr festgehalten und das katholische Eucharistieverständnis in wesentlichen Bezügen verkannt ist.
Das wird auch nicht besser in einer „Neufassung“ des Briefes „nach einem Gespräch mit dem Bischof“, mit welchem Brief sich dann sogar 108 Unterzeichner einverstanden erklärten. Die Forderung nach einer Feier „im Glauben“ ist hier ersetzt durch das „Mitfeiern in unserem Sinn“. Nun wird auch der Diözesanbischof gebeten, sich hinter dieses „berechtigte Anliegen“ und die „bereits gute Praxis in unseren Gemeinden“ zu stellen und „sich dafür einzusetzen, dass in diesem Sinn Türen nicht zugeschlagen, sondern geöffnet werden“. Mit sichtlicher Befriedigung wird diesem Ansinnen der Hinweis des Papstes aus der Eucharistieenzyklika vom Gründonnerstag 2003 hinzugefügt und als wesentlicher Grund für die Zulassung zur Eucharistie das Vorhandensein eines „schwerwiegenden geistlichen Bedürfnisses“ angegeben, was keineswegs, wie gezeigt werden kann, dem wahren Anliegen des Papstes entspricht.
Die „offene“ Antwort der Bistumsleitung
Der Ideologie der „Offenen Kommunion“ entsprechend ist auch die Antwort des Bischofs von weitherziger Offenheit bestimmt. Er ist bemüht, „die ökumenischen Türen, die in den letzten Jahren in erfreulicher Weise weit aufgestoßen wurden, weiter offen zu halten“. Bei den Ausführungen wird man lebhaft an das Wort des Papstes in der Enzyklika „Pastores Gregis“ (16. Oktober 2003) erinnert, das eindringlich mahnt: „Der Bischof ist nicht nur berufen, den Glauben zu bezeugen, sondern auch die Glaubensaussagen der seiner Hirtensorge anvertrauten Gläubigen zu beurteilen und zu maßregeln“ (Nr. 44). Dem scheint zunächst in der Antwort die Erinnerung an die notwendige kirchliche Rückbindung der Eucharistie zu entsprechen wie ebenso die Mahnung zu einem vertieften eucharistischen Verständnis in unserer Kirche.
Wenn jedoch zur Vertiefung dieses Verständnisses der Nachdruck auf die „personale Gegenwart Christi“ gelegt wird, findet man sich in eine neue Verlegenheit gestürzt: Die so genannte „personale“ oder „persönliche“ Gegenwart Christi beim sakramentalen Geschehen wird heute nämlich oft zum Ersatz für die als „dinglich“ kritisierte leiblich-wirkliche Präsenz unter den Gestalten genommen. Will man ein solches Missverständnis vermeiden, dann muss man die „personale Gegenwart“ an die „Realpräsenz“ binden und mit dem Katechismus der Katholischen Kirche von der „wahren, wirklichen und substanzhaften Gegenwart des Leibes und des Blutes zusammen mit der Seele und der Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und daher des ganzen Christus“ (KKK 1374) sprechen.
Im Ganzen nimmt die Antwort das Anliegen der betreffenden Pfarrer weitgehend auf und bestätigt ihnen, dass „in der gegenwärtigen schweren Situation erneut Bemühungen unternommen werden“ müssten, „um ein weiteres Fortschreiten der ökumenischen Annäherung zu erreichen“. Zutreffend wird festgestellt, dass dabei bezüglich der Eucharistie noch andere, mit der Eucharistie zusammenhängende Fragen gelöst werden müssten, wie die nach dem Amt und der Kirche. Es fragt sich allerdings, ob diese Probleme faktisch nicht bereits gelöst sind, wenn in der Praxis „eucharistische Gastfreundschaft“ geübt wird; denn eine Anerkennung der Einigung von christlichen Glaubensgemeinschaften im Zentrum der Eucharistie bedeutet ihre Anerkennung im Ganzen, das Ziel, auf das die evangelischen kirchlichen Gemeinschaften heute vor allem ausgerichtet sind.
Als weitere Möglichkeit „für ein Fortschreiten der ökumenischen Annäherung“ weist die Antwort auf den in einem vorausgehenden Interview (vom 12. September 2003) entwickelten Vorschlag hin, die „konfessionsverbindenden“ Ehen zum bevorzugten Feld des Einigungsstrebens zu machen. In dem Interview wird diesen Ehen sogar der Charakter einer „Hauskirche“ zuerkannt, „in der schon die sichtbare Gemeinschaft beider Kirchen zur Anschauung kommt“. Aber es wird nicht klar, um welche Art von Gemeinschaft es sich dabei handelt: ob im katholischen oder im evangelischen oder in einem vagen Mischglauben. Insofern ist die Bezeichnung der konfessionsverschiedenen Ehe als Schaubild der „sichtbaren Gemeinschaft beider Kirchen“ ein sprachlicher Gag.
Auch die Verbundenheit in den Sakramenten der Taufe und der Ehe (letztere wird ja vom evangelischen Christen nicht als Sakrament geglaubt) kann diese Gemeinschaft nicht erbringen. Sachlich spielt jedoch die Frage des Glaubens keine so große Rolle, weil hier wie dort (im Interview wie in der „Antwort“) der Hauptnachdruck auf der auch von den Pfarrern erhobenen Forderung nach einer Zulassung der Nichtkatholiken zur Kommunion aufgrund eines „dringenden geistlichen Bedürfnisses“ liegt. Dieser vom Papst genannte Ausnahmefall bildet in den Briefen der Pfarrer wie in der bischöflichen Antwort das Hauptargument. Es hat den Anschein, als ob hier eine von der Kirche eingeräumte, genau begrenzte Ausnahme zu einer allgemeinen Regel erhoben werden solle.
„Schwerwiegendes geistliches Bedürfnis“ falsch gedeutet
In Entsprechung zu dem geringen theologischen Tiefgang eines pragmatischen Ökumenismus unterbleibt in den genannten Briefen und Stellungnahmen eine tiefere Begründung dieses Ausnahmefalles. Hier wird (man könnte sagen: endlich und erfreulicherweise) zunächst einmal alles auf die Autorität des päpstlichen Spruches gesetzt, was sonst hierzulande selten geschieht. Aber mit dem bloßen Zitat des knappen Ausdruckes muss nicht schon der wirkliche Sinn der Aussage getroffen sein. Dazu müsste auch der Kontext herangezogen werden, der in den genannten Fällen souverän missachtet wird. Es dürfte so der Hinweis nicht unterlassen werden, dass der Papst den genannten Kurzausdruck mit der Erklärung einleitet, nach welcher die „Eucharistie unter dem Anspruch der vollen Gemeinschaft steht, die durch die Bande des Glaubensbekenntnisses, der Sakramente und des kirchlichen Leitungsamtes gesichert wird“, weshalb es „nicht möglich ist, die eucharistische Liturgie gemeinsam zu feiern, bevor diese Bande nicht völlig wiederhergestellt sind“ (Ecclesia de Eucharistia, Nr. 44).
Danach erst erfolgt im Anschluss an schon ältere kirchliche Vorgaben die Gewährung der Ausnahme zur „Spendung der Eucharistie unter besonderen Umständen und gegenüber einzelnen Personen, die zu Kirchen oder zu kirchlichen Gemeinschaften gehören, welche nicht in der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen“. Diesen darf in der Tat bei Bestehen „eines schwerwiegenden geistlichen Bedürfnisses im Hinblick auf das [ihr] ewiges Heil“ die heilige Kommunion (auch „Buße“ und „Krankensalbung“) vom Priester gespendet werden (Ecclesia de Eucharistia, Nr. 45; 46). Das „Ökumenische Direktorium“ (1993), auf das der Papst in der Enzyklika „Ut unum sint“ auch verweist, fügt beachtenswerterweise die Bedingung hinzu, dass bei dem nichtkatholischen Christen auch die Unmöglichkeit gegeben sein muss, „einen Spender der eigenen Kirche oder kirchlichen Gemeinschaft zu erreichen“ und dass der um die Eucharistie bittende Christ in „rechter Weise auf ihren Empfang vorbereitet sein muss“ (Nr. 131).
Aus diesen Anweisungen geht hervor, dass die getroffene Ausnahme allein aus der kirchlichen Sorge um das Heil des betreffenden Christen erfolgt, nicht aber aus Gründen der Förderung der Ökumene (wie die genannten Stellungnahmen meist voraussetzen). Darum darf zur Kritik an den unbedachten katholischen Forderungen wie auch zur Beruhigung evangelischer Christen gesagt werden, dass die Kirche grundsätzlich nicht am Heil der betreffenden Nichtkatholiken zweifelt, dass sie aber deshalb auch ihre Sakramente dort nicht spenden kann und will, wo dieses Heil nicht in Gefahr steht. Eine solche Gefahr ist bei einer interkonfessionellen Ehe nach menschlichem Ermessen nicht gegeben. Folgerichtig wird ausdrücklich und im Gegensatz zu den geläufigen ökumenischen Stellungnahmen gesagt, dass die erwähnte, einzigartige Ausnahme ihren Grund nicht darin hat, „eine Interkommunion zu praktizieren, die unmöglich bleibt, solange die sichtbaren Bande der kirchlichen Gemeinschaft nicht vollständig geknüpft sind“ (Nr. 45).
Wo aber in extremen Situationen leiblicher und geistlicher Not das Heil wirklich gefährdet ist, da vermag die Kirche eine Ausnahme von der Regel zu gewähren. Der dahinterstehende tiefere Grund ist in der Überzeugung gelegen, dass in der äußersten Seelennot, vor allem im Übergang von der Welt der äußeren Zeichen zur zeichenlosen Wirklichkeit der Vollendung das Gewicht und die Integrität des äußeren Zeichens (das heißt auch der sichtbaren Zugehörigkeit zur Kirche) hintangestellt werden kann zugunsten des Wirkens der inneren, das endgültige Heil vermittelnden Gnade. Wovon die Kirche aber keine Ausnahme machen kann, das ist die Forderung nach dem wahren Glauben und nach der angemessenen inneren Vorbereitung.
Schon an der Verbindung des Ausnahmefalles mit der menschlichen Heilsgefährdung und der Heilsnotwendigkeit eines solchen Sakramentenempfangs wird deutlich, dass das subjektive Bedürfnis des nichtkatholischen Empfängers nicht die alleinige Voraussetzung für den Empfang des Sakramentes sein kann. Es wäre ja auch unverständlich, dass der Empfang des höchsten und kostbarsten Sakramentes allein von dem persönlichen geistlichen Bedürfnis eines Einzelnen abhängig gemacht und auf die dünnste private Dimension reduziert werden dürfte. Dabei erhebt sich auch die unabweisbare Frage, wer über die Echtheit des dringenden religiösen Bedürfnisses entscheiden sollte. Im Grunde kann das weder der betreffende Mensch selbst noch ein Außenstehender.
Die inneren Bedingungen für einen fruchtbaren Empfang
Aber die Kirche hat diese Frage beantwortet durch die Aufstellung von inneren Bedingungen für den fruchtbaren Empfang, zu dem vor allem der Glaube und die innere Disposition gehören. Von der Notwendigkeit des Glaubens im Sinne des katholischen Glaubens sagt die Enzyklika „Ut unum sint“, dass den betreffenden nichtkatholischen Christen die drei genannten Sakramente gereicht werden dürfen, „wenn sie von sich aus darum bitten und den Glauben bezeugen, den die katholische Kirche in diesen Sakramenten bekennt“ (Nr. 46). Hier werden diejenigen, die nicht in voller Gemeinschaft mit der Kirche stehen, „aber sehnlich den Empfang des Sakramentes wünschen“, auf die Notwendigkeit des Glaubens der katholischen Kirche verwiesen. Dieser Glaube geht unmittelbar und direkt auf die zu empfangenden (drei) Sakramente. Aber es ist deshalb kein nur teilweiser und partieller Glaube, welchen die Kirche nicht kennt.
Es ist der Gesinnung und Intention nach der Glaube der Kirche im Ganzen. Tatsächlich sind ja in dem katholischen Glauben an die Eucharistie andere wichtige Glaubenswahrheiten einschluss-weise enthalten und mitgemeint. Der Empfänger glaubt nicht nur an die leibliche Gegenwart Christi in der Eucharistie (was die Lutheraner auf ihre Weise auch tun), sondern er glaubt auch an das Opfer Christi und an das Opfer der Kirche; ebenso glaubt er an die Wesensverwandlung, die kraft des Weiheamtes erfolgt, welches vom Bischof gespendet wird, der in Einheit mit dem Bischofskollegium unter dem Papst als Haupt steht. So muss der nichtkatholische Empfänger der Eucharistie der Intention nach mit dem Gesamtglauben der Kirche in eins gehen. Er nimmt den katholischen Glauben als Ganzen an, ohne formell Glied der katholischen Kirche zu werden. Das macht die Einzigartigkeit dieser Ausnahme aus, die aber in der Notsituation eines möglichen Heilsverlustes begründet ist.
Zum fruchtbaren Empfang des Sakramentes gehört jedoch auch ein bestimmtes Maß innerer Geeignetheit und persönlicher Empfangsbereitschaft hinzu, die das „geistliche Bedürfnis“ inhaltlich erfüllen und begründen. Deshalb verfehlt die Kirche nicht, hier auch die Forderung nach der „rechten inneren Verfassung“ zu stellen. Da die Eucharistie ein „Sakrament der (in der Gnade) Lebenden“ ist, kann sie fruchtbar nur unter der Bedingung der rechten geistlichen Vorbereitung empfangen werden (die bei vorliegender schwerer Schuld allgemein im Bußsakrament geschieht).
Die Gnade der Eucharistie ist keine „billige Gnade“
Auf die Notwendigkeit einer solchen Vorbereitung macht der heilige Paulus mit seiner Mahnung aufmerksam: „Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken“ (1 Kor 11, 28). An diesen inneren Bedingungen ist zu ersehen, dass das „schwerwiegende geistliche Bedürfnis“ nicht als einziger, isolierter Grund für den Empfang der Eucharistie angesehen werden kann, sondern dass diese subjektive Motivation von tieferen objektiven Gründen und Haltungen getragen sein muss. Anders beraubt man den Empfänger der Gewissheit bezüglich der gnadenhaften Wirkung des Sakramentes. Auch die Gnade der Eucharistie ist keine „billige Gnade“.
Im Licht der Einordnung des Ausnahmefalles in das Gesamt des Eucharistieglaubens kann auch deutlich werden, welcher Zwiespalt im sakramentalen Leben der Kirche bei Freigabe der Eucharistie an eine subjektiv-ökumenische Bedürfnistheologie entstehen müsste. Wenn die Kirche zum Beispiel einem ökumenisch gesinnten und tätigen evangelischen Christen das (bleibende) Recht zum Kommunionempfang einräumen würde (was nach den Aufrufen der Pfarrer letztlich erwartet wird), müsste sie im gleichen Zug die Wahrheit von der Eucharistie als Verwirklichung des Kircheseins aufgeben.
Ebenso müsste sie von der Verpflichtung zum Empfang des Bußsakramentes als Bedingung für einen würdigen, fruchtbaren Empfang der Eucharistie absehen; denn die Verpflichtung zum Empfang des Bußsakramentes unter normalen Umständen wäre für einen evangelischen Partner unrealistisch. Dabei bliebe aber die weitere Dissonanz bestehen, dass der katholische Teil zum Beichtempfang verpflichtet wäre, was freilich durch die Praxis bald widerlegt würde. Erst recht würde in solchen Ehen der Sakramentsempfang der Kinder (deren nichtkatholische Taufe die Kirche nicht mehr strikt verbietet) der Ununterschiedenheit und Gleichmacherei preisgegeben werden.
Wollte die Kirche bei einer konfessionsverschiedenen Ehe dem evangelischen Partner einmal die Erlaubnis zum katholischen Kommunionempfang erteilen, so könnte sie diese kaum je zurückziehen, so etwa dann nicht, wenn der katholische Partner den Tod erlitte und der evangelische Christ eine neue Ehe mit einem Nichtkatholiken einginge. Ein offener Widerspruch träte auch darin zutage, dass katholische Ehepaare an das für wiederverheiratete Geschiedene geltende Verbot zum Empfang der Eucharistie gebunden sind, der evangelische Teil eines konfessionsverschiedenen Paares aber nicht.
Man sollte nicht einwenden, dass solche und ähnliche Vorbedingungen für den erlaubten und fruchtbaren Kommunionempfang heute faktisch auch von katholischen Christen missachtet werden. Das sind Schäden, gegen welche die Kirche mit der ihr zur Verfügung stehenden Kraft immer noch angeht. Sie kann aber solchen Schäden nicht aus ökumenischen Gründen zur Anerkennung verhelfen und sie zu Tugenden erheben.
Gibt es noch Kräfte, die den Erdrutsch aufhalten können?
Der aus Rottenburg-Stuttgart kommende Vorstoß wird von vielen als ökumenischer Fortschritt verstanden werden, zumal er sich schon auf eine „gute Tradition“ und auf ein „offenes ökumenisches Klima“ berufen kann. Nur wenige werden verstehen, dass es sich hierbei um einen Einbruch des Relativismus und Indifferentismus in den katholischen Eucharistieglauben handelt. So bleibt die Frage, ob es noch Kräfte gibt, die diesen Erdrutsch aufhalten können. Wenn nicht, dann dürfte das „Katholische“ im eucharistischen Denken und Leben bald nur noch als ein Etikett mit abgelaufenem Verfallsdatum anzusehen sein.
Leo Kardinal Scheffczyk, Die Tagespost, 5. Februar 2004
Chilenischer Kardinal warnt: Der Teufel nutzt schöne Worte
Der Fürst der Finsternis stellt das Böse als etwas Gutes hin und verbirgt sich heute oft hinter Euphemismen, betonte Kardinal Jorge Medina.
Santiago (www.kath.net, 31. August 2004)
Der Teufel verbirgt sich heute oft hinter Euphemismen, beschönigenden Umschreibungen von zerstörerischen Verhaltensweisen und Taten. Davor warnte Kardinal Jorge Medina, früherer Präfekt der vatikanischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung. „Der Teufel ist sehr präsent, und bedient sich der Lüge, und um uns zu täuschen, nutzt er Euphemismen“, warnte der Kardinal.
Als Beispiel nannte er, dass Abtreibung „Schwangerschaftsabbruch“ genannt werde und Kinder als „Last“ gelten; ebenso ermutige er zur „Ehe“ von Homosexuellen, zur Scheidung, und er vergöttere das Geld. „Er stellt das Böse als etwas Gutes dar“, hielt Medina bei der Eröffnung einer Konferenz über „Dämonen und Exorzismus“ an der katholischen Universität in Santiago de Chile fest.
Eine Tat des Bösen sei auch, die Menschen zu überzeugen, dass die Statistiken die Wahrheit vermitteln. „Wenn über 50 Prozent etwas sagen, gilt das als wahr, ohne die menschliche Natur zu bedenken und darauf vergessend, dass nicht alles durch Abstimmung zu entscheiden ist“, betonte der Kardinal.
Der Fürst der Finsternis sei eine Person, ein konkretes Wesen, keine Abstraktion, unterstrich der Purpurträger. Er sei darauf aus, „die Menschheit vom Weg des Heiles abzubringen, der im Kreuz Christi liegt“. Kardinal Medina appellierte besonders an die Jugend, „sich daran zu gewöhnen, gegen den Strom zu schwimmen“.
London: Abtreibungslobby fordert weltweites Recht auf Abtreibung
Kritik am Abstinenzprogramm der US-Regierung in Afrika. Frauen sollen Zugang zu sicherer und legaler Abtreibung haben, fordern die Abtreibungsbefürworter.
London (www.kath.net 7. Sept. 2004)
Internationale Abtreibungsbefürworter trafen sich diese Woche in London und diskutierten den 10. Jahrestag, der 1994 abgehaltenen Internationalen Bevölkerungskonferenz in Kairo. Das meldete das „Catholic Family & Human Rights Institute“ (C-FAM).
Auf dem Treffen mit dem Namen „Countdown 2015“ wurde vor allem das AIDS-Präventionsprogramm von US-Präsident Bush kritisiert. Unter den Teilnehmern war auch Thoraya Obaid, Leiterin des UN-Bevölkerungsfonds.
Der Präsident von Ted Turners „United Nations Foundation“, Timothy Wirth, behauptete, dass sich die Regierung Bush an „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ schuldig gemacht habe. Der Grund: Die US-Regierung fördert ein Abstinenzprogramm, um gegen die Verbreitung von AIDS vorzugehen.
Timothy Wirth dazu: „Die Vereinigten Staaten und andere haben begonnen, die Wirksamkeit von Kondomen in Frage zu stellen. Frauen aus Gleichgültigkeit gegenüber der Wissenschaft zu verurteilen und es zu verabsäumen, ihnen Mittel für ihren eigenen Schutz bereitzustellen, mag streng juristisch kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sein, es ist aber bestimmt eine enorme Fahrlässigkeit gegenüber der Menschlichkeit.“
Ziel der Konferenz war, die Legalisierung der Abtreibung voranzutreiben. Das gab Steven Sinding bekannt, Generaldirektor der International Planned Parenthood Federation (IPPF). Die Abtreibungsbestimmungen der Internationalen Bevölkerungskonferenz seien nicht weit genug gegangen, kritisierte Sinding. „Wir glauben es ist an der Zeit nach vorne zu gehen, um die globale Bewegung zu stärken, die es jeder Frau garantiert, überall Zugang zu einer sicheren Abtreibung zu bekommen, wenn sie dies braucht.“
Sinding kritisierte auch das US-amerikanische Anti-AIDS Programm in Afrika. Dieses sei kurzsichtig und von Leuten entworfen, die keine Ahnung von Sexualverhalten oder Wissenschaft haben. Was Steven Sinding nicht erwähnte ist, dass die USA unter George Bush noch nie soviel Geld in die AIDS-Prävention gesteckt haben. Eine wachsende Zahl von Wissenschaftlern stuft auch das Abstinenzprogramm Ugandas als eines der erfolgreichsten Anti-AIDS-Programme Afrikas ein.
Das Treffen endete mit einer gemeinsamen Erklärung, die von den Regierungen fordert, „die Rechte der Menschen zu garantieren, unabhängig von der Geschlechtsidentität und sexuellen Orientierung“. Außerdem wurde der Wunsch nach einer Welt formuliert, „in der Frauen und Mädchen Zugang zu sicherer und legaler Abtreibung haben können“. Dr. Lieve Fransen, Vorsitzender der Europäischen Kommission für menschliche und soziale Entwicklung, zeigte sich über die Erklärung erfreut und kündigte an, diese Empfehlungen an den europäischen Ministerrat im Herbst weiterzuleiten.
Nähe zu Okkultismus bringt Angst, Unglück und tatsächliche Geister mit sich
(Übersetzung eines in „Spirit daily" von Michael H. Brown am 8.9.2004 erschienen Artikels in englischer Sprache)
Wenn wir Übles wieder auffrischen, hinterlässt es einen Flecken. Das ist vor allem wahr bei Okkultem; sei es, indem man es mit einem Medium versucht, mit Astrologie, Wahrsagerei, Pendeln, New Age, psychischen Phänomenen oder falschen Geistersehern. Wirkliche Geister schweben über jenen, die – wie es die Bibel nennt – mit Hexerei verstrickt sind.
Es handelt sich nicht um etwas, womit man spassen kann. Typisches Beispiel: Filme.
Filme, die auf Finsterem basieren, tragen oft einen finsteren Geist in sich. Schauen wir nur mal hinter die Kulissen von Exorzisten-Filmen. Kürzlich erfolgten Nachrichten zufolge, betonen seltsame Geschehnisse bei der Zusammenstellung solcher Filme. Es wurde über spukhafte Erscheinungen berichtet. Bauwerke verbrannten spontan. Menschen erlagen unter rätselhafter Art und Weise. Während des kürzlich erstellten Filmes „Der Exorzist" kündigte der Direktor und starb dann unerwartet bei einer Routine Rückenoperation. Einer der Schauspieler, Liam Neeson, machte auch nicht mehr mit. Der neue Direktor wurde entlassen. Der dritte Direktor, Renny Harlin, wurde von einem Wagen angefahren bei Aussenaufnahmen in Rom (ja, in Rom) und mit einem gebrochenen Bein hospitalisiert.
Das Gleiche passierte auch während der Aufnahmen anderer Filme mit übernatürlichen Themen. Erst kürzlich starb der Kameramann im Blair Hexen-Projekt eines schockierenden Todes in einem Flugzeugabsturz. Unfälle können ein Hinweis auf das Böse sein. Erscheinungsformen passierten sogar während der Aufnahmen von „Close Encounters" (geheime Begegnungen). Der Direktor Steven Spielberg berichtete über Poltergeist-Phänomene in den Zimmern der Belegschaft (der Crew). Der Film beinhaltete gewisse versteckte Anspielungen auf New Age.
Wo das Okkulte unverhohlen eingesetzt wird, werden die Beispiele extrem. Nationen, die okkulte Religionen beherbergen, zeigen auch groteske (bizarre) Ausbrüche. In Indien gibt es periodisch auftretende, rasende „Affen"-Menschen und andere Kreaturen, die ganze Dörfer in Schrecken versetzen. Hysterie? Oder eine Manifestation? Solche Gegebenheiten suchen auch Schulmädchen in Voodoo-geplagten afrikanischen Gegenden heim; Regionen, in welchen Schulen geschlossen werden müssen, weil Studenten behaupten, dass sie durch Rituale verflucht worden seien und tierähnliche Erscheinungen sähen. In Limpopo, Südafrika, wurde eine Frau durch einen Steinhagel geplagt, der sie überall hin verfolgte, wo immer sie auch hin ging. Sie glaubt, dass ein Kaufmann aus Zimbabwe einen bösen Zauber über sie ausgegossen habe.
Die Kultur von Hexenärzten und Verfluchungen hat vielerlei eigenartige Ereignisse hervorgebracht: von einer ganzen Fussballmannschaft, die vom Blitz getroffen wurde bis zu „heimgesuchten" Schulen in Kenya und Nachbarländern. In Nigeria hat die Polizei kürzlich in einer Razzia dreissig Hexenärzte in okkulten Schreinen verhaftet, in denen über 50 verwesende Körper und zwanzig menschliche Schädel gefunden wurden. In Haiti scheint die ganze Nation betroffen zu sein (Anmerkung des Übersetzers: der ehemals kath. Priester Aristide und nachmalige, jetzt vertriebene, Präsident, hat sein Land der Voodoo-Sekte geweiht!!). In Namibia hat der Rat der Kirchen dafür gebetet, dass Dämonen verjagt werden, die eigenartige Feuer auslösen.Das gleiche passierte auch in Sizilien.
In Florida ist es verblüffend, wie eigenartige Ereignisse rund um einen spiritualistischen Weiler in der Nähe einer Ortschaft namens Deland herum zu passieren scheinen. Ähnliche Dinge geschehen in und um Orte wie New Orleans, Savannah und San Francisco herum. Ein okkulter Zusammenhang?
Dies sind extreme Erscheinungsformen, aber sie verdeutlichen die Gefahren, die mit solchen Verwicklungen einhergehen und die wirkliche Dämonen bringen. Wenn wir mit dem Okkulten in Berührung kommen – oder in die Nähe davon – dann berührt dies uns manchmal für Jahre. Beichte und die hl. Kommunion sind die Gegenmittel und müssen mit inbrünstiger, aufrichtiger Abkehr von all solchen Praktiken einhergehen (damit wir nicht ,ohne es überhaupt zu wissen, betroffen werden).
Angstzustände. Depression. Spaltung. Und ebenso selbstmörderische Tendenzen.
Zeigen Sie mir ein hartnäckiges Problem, speziell ein emotionales und man wird oft einen Zusammenhang finden, dass die betroffene Person etwas versuchte, das sie nicht hätte versuchen dürfen. Haben Sie verborgene kleine okkulte Flecken? Sind oder waren Sie irgendwie da hinein verstrickt? Und können Sie die Rückstände ausfindig machen? Wenn ja, dann ist es höchste Zeit zur Reinigung – und diese kommt nur mit dem reinigenden Blut von Jesus.
'Satan ist der Vater der Lüge und der Täuschung'
Spanischer Exorzist: 'Satan wurde auf ein bloßes Symbol reduziert. Von diesem Einfluss wurden auch unsere Theologen angesteckt, die in letzter Zeit nicht mehr vom Teufel oder von den Engeln gesprochen haben'
Mexiko-Stadt (kath.net/Zenit. 22.Sept. 2004)
Den Satan gibt es, und seine Strategie ist, uns zu verwirren. Das erklärt ein Exorzist der Erzdiözese Mexiko im Interview mit ZENIT. Pedro Mendoza Pantoja war einer der Organisatoren der ersten nationalen Exorzistenkonferenz in Mexiko, die vom 31. August bis 2. September am Sitz der Mexikanischen Bischofskonferenz abgehalten wurde. Er leitet die Arbeit von acht Exorzisten der Erzdiözese, einer der größten Diözesen der Welt.
ZENIT: Was ist ein Exorzist?
Pedro Mendoza Pantoja: Das kann ein Bischof sein oder ein von ihm ernannter Priester, der im Auftrag Jesu und im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, ein Gebet spricht. Darin fordert er im Fall von einer teuflischen Besessenheit den Satan in Form eines Imperativs auf, die Person zu verlassen, die er in seiner Gewalt hat und ihr wieder die volle Freiheit zu geben. Oder es geschieht in der Form einer Absage, das heißt in der Fürbitte oder im Gebet. Dabei wird auf die Anrufung des kostbaren Blutes Christi und die Fürsprache Mariens um die Befreiung einer Person, eines Ortes, eines Hauses oder einer Sache gebetet, die durch Heimsuchung, Besessenheit oder Bedrängung unter dämonischem Einfluss steht.
ZENIT: Kann jeder ein Exorzist sein?
Pedro Mendoza Pantoja: Nein. Im Evangelium heißt es, dass Christus seine Apostel mit diesen Geistesgaben beschenkt hat, als er sie aussandte, damit die das Evangelium verkünden. In Matthäus 10 heißt es: „Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.“ Das ist auch in Markus 16, 17-18 zu lesen. Aus diesem Grund ist es Aufgabe der Bischöfe, der Nachfolger der Apostel, diesen Dienst der Austreibung der Dämonen auszuüben. Sie können jedoch gemäß Can. 1172 des Kirchenrechts einen Priester beauftragen, der sich durch „Frömmigkeit, Wissen, Klugheit und untadeligen Lebenswandel auszeichnet“, diesen Dienst ständig oder in einem besonderen Fall auszuüben. Dies bezieht sich auf teuflische Besessenheit und gilt daher auch für den Exorzismus, der auch der feierliche Exorzismus genannt wird.
Jeder Priester hat jedoch durch seine Weihe Anteil am Priestertum Christi, und mit ihm ist er gesendet, die Gläubigen von allen Besessenheiten, Bedrängungen oder dämonischen Einflüssen zu befreien, durch Gebete der Absage und Fürbitte, durch Evangelisation und durch die Sakramente, vor allem jene der Buße und der Eucharistie. Deswegen ist jeder Priester auch ein Exorzist, was den Befreiungsdienst innerhalb seiner Sendung zur Evangelisation betrifft, und das geschieht im Auftrag Christi. Er muss nicht eigens ernannt werden, um den sogenannten kleinen Exorzismus auszuüben. Laien können keine Exorzisten sein.
ZENIT: Zu dem von ihnen organisierten Treffen kamen auch Mitarbeiter im „Befreiungsdienst“. Wer sind sie, und was ist ihre Aufgabe?
Pedro Mendoza Pantoja: Die Mitarbeiter im Befreiungsdienst sind Priester, die keine offiziellen Exorzisten sind; es sind Ärzte, Psychiater, Ordensleute und Laien, die dem Exorzisten bei der Unterscheidung helfen und ihn bei der Ausübung seines Dienstes beraten, entweder durch ihr Fürbittgebet oder in verschiedensten anderen Bereichen. Die Priester helfen mit dem Befreiungsgebet und die Laien mit ihrer Fürbitte. Der Priester, der kein offizieller Exorzist ist, kann den kleinen Exorzismus sprechen, der auch Befreiungsgebet genannt wird. Er kann von Laien begleitet werden, die ihm bei der Unterscheidung helfen und ihn mit Fürbittgebet unterstützen. Laien dürfen keine Befreiungsgebete sprechen.
ZENIT: Es handelt sich um das erste Treffen von Exorzisten in Mexiko und um eines der ersten dieser Art weltweit, so viel ich weiß. Man hat den Eindruck, dass Exorzisten in den letzten 40 Jahren fast bedeutungslos geworden sind. Entspricht dieser Eindruck der Wirklichkeit?
Pedro Mendoza Pantoja: Es ist tatsächlich so. Die Ursachen dafür sind vielfältig, aber wir können sagen, dass sie in der großen Herausforderung zu finden sind, der sich die Kirche hinsichtlich ihrer Sendung zur Evangelisation in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts stellen musste. Zunächst hat Satan die Menschheit auf dem Gebiet der Ideen und Gedanken angegriffen: Rationalismus, Materialismus, Gnostizismus, Freimaurertum, Rosenkreutzer, Sekten, Sozialismus, Marxismus-Leninismus etcetera, die den Menschen von Gott trennen. Einerseits wurde der persönliche Gott verleugnet und ebenso die Existenz Satans als Person, und der wahre Gott wurde durch einen unpersönlichen Gott ersetzt, der sich selbst mit dieser materiellen Welt identifiziert; Satan hingegen wurde auf ein bloßes Symbol reduziert. Von diesem Einfluss wurden auch unsere Theologen angesteckt, die in letzter Zeit nicht mehr vom Teufel oder von den Engeln gesprochen haben. Andererseits hat der Mensch jedoch Sehnsucht nach Gott bekommen. Seine Suche nach dem Übernatürlichen als Lösung für seine Probleme, die durch seine Trennung von Gott entstanden sind, ließ ihn in die Fänge von New Age geraten. Mit seiner trügerischen Spiritualität und seinen falschen magischen und esoterischen Lösungen hat es bei vielen Menschen, die den esoterischen und magischen Praktiken von New Age verfallen sind, Tür und Tor für das Böse geöffnet. Aus diesem Grund hat die Kirche es in ihrer Sendung zur Neuevangelisation notwendig gefunden, etwas wiederzubeleben, von dem sie fühlte, dass es zwar der Vergangenheit angehörte, jedoch für unsere Zeit dringend nötig ist: Jenen, die abgefallen sind, die Erlösung durch Christus zu verkünden, der gekommen ist, um uns von der Macht Satans zu befreien.
ZENIT: Man sagt, dass in einigen Ländern der Verbreitung von satanischen Sekten von der Kirche nicht angemessen begegnet wird, weil es zu wenig Exorzisten gibt. Meinen Sie, dass dies stimmen könnte?
Pedro Mendoza Pantoja: Die Antwort auf diese Frage bezieht sich auf die vorherige. Es ist tatsächlich so, dass unsere Gläubigen und Priester selbst in das Meer der Verwirrung hinein gezogen worden sind, in das uns New Age führt, mit seiner Mischung aus Ideen, Täuschungen und Lügen, indem es östliche Spiritualität manipuliert und mit Pantheismus mischt, ebenso wie traditionelle medizinische Methoden, die ein Geschenk Gottes sind und nichts Teuflisches an sich haben, aber deren Wirksamkeit von den New Age-Vertretern benutzt wird, um selbst davon zu profitieren und die Menschen glauben zu machen, dass alles wahr sei, was sie sagen. Auch wir Bischöfe und Priester wurden überrascht und wussten nicht, was wir tun und wie wir handeln sollten inmitten dieses Meeres an Verwirrung. Einige bekamen es auch mit der Angst zu tun angesichts der Erscheinungsformen der Besessenheit. Oder sie begannen, sich durch einen radikalen Skeptizismus vor dieser Wirklichkeit zu schützen, indem sie diese Phänomene psychologischen Problemen und Krankheiten zuschrieben, die schwierig zu heilen seien und um die sie sich deswegen nicht zu kümmern brauchten. In den Priesterseminaren werden die Kandidaten nicht darauf vorbereitet, mit dieser Problematik umzugehen. Aus all diesen Gründen versuchen wir, durch Treffen und Kongresse auf nationaler und internationaler Ebene eine Ausbildung anzubieten, sowohl für uns selbst, die offiziellen Exorzisten, als auch für alle Priester und Laien, die im pastoralen Befreiungsdienst engagiert sind.
ZENIT: Viele Menschen, vielleicht auch Gläubige, streiten ab, dass es Menschen gibt, die vom Teufel besessen sind. Sie denken vielmehr, dass es sich um psychologische oder psychiatrische Probleme handelt. Wie unterscheidet ein Exorzist zwischen Fällen echter Besessenheit und Störungen anderer Natur?
Pedro Mendoza Pantoja: Das Kirchenrecht und das neue Exorzismusritual selbst, ebenso wie der Katechismus der Weltkirche, legen fest, dass es eine Unterscheidung geben muss, ehe man den großen Exorzismus durchführt, nämlich ob es sich um eine echte teuflische Besessenheit handelt oder um eine einfache Besessenheit oder Bedrängung. Dabei wird vorher auch der Rat von Ärzten oder Psychiatern eingeholt, damit diese ihre Diagnose stellen können. Der Priester ist immer jener, der im Letzten entscheiden muss, weil zusätzlich das Ritual des Exorzismus angibt, welche Zeichen uns sagen oder vermuten lassen, dass eine echte teuflische Besessenheit vorliegt: Sprachen zu sprechen oder zu verstehen, als ob sie die eigenen wären; verborgene oder unbekannte Dinge zu enthüllen; eine dem Alter nicht mehr angemessene Stärke oder physische Ausdauer zu zeigen; sich selbst entschieden von Gott zu distanzieren; eine Abneigung gegenüber dem heiligsten Namen Jesu zu zeigen, jenem Mariens und der Heiligen sowie gegenüber geweihten Bildern, Plätzen oder Gegenständen.
ZENIT: Vielen Menschen erscheinen diese Fälle von teuflicher Besessenheit wie Hollywood-Filme. Es scheint, dass es Strategie des Teufels ist, uns glauben zu lassen, dass er nicht existiert. Sehen Sie das als Exorzist auch so?
Pedre Mendoza Pantoja: Ich habe tatsächlich den Eindruck, dass Satan verschiedene Strategien nutzt, um uns von Gott zu trennen. Der Teufel ist daran interessiert, uns zu verwirren, entweder, indem er uns glauben macht, dass es ihn nicht gibt und dass daher auch weder Hölle noch Himmel existieren und wir deswegen keine Angst haben müssen, von Gott getrennt zu sein. Außerdem zeigt er sich durch Bedrängungen und Besessenheiten, um jene schrecklich zu quälen, die ihm die Türe geöffnet haben, damit sie sich vor ihm fürchten und sich nicht trauen, die Türe wieder zu schließen, und damit sie ihm vertrauen. So können wir die Anbetung des Teufels erklären und die Opferpraktiken, um Macht, seine Gunst und seinen Schutz zu erlangen. Satan ist der Vater der Lüge und der Täuschung.
ZENIT: Alle Ämter in der Kirche sind eine Gnade Gottes und ein Dienst an den Geschwistern im Glauben. Sehen Sie selbst Ihren Dienst als Exorzist als eine Gnade für ihre Leben?
Pedro Mendoza Pantoja: Mein ganzes Leben ist eine Gnade Gottes: meine Taufe ist ein Geschenk, das mich zu einem Kind Gottes macht, zu einem Mitglied der Kirche und zum Miterben von Christi Herrlichkeit. Der priesterliche Dienst ist ein Geschenk, das mich an seiner Erlösung und seiner Heilstat teilnehmen lässt und am Dienst an meinen Geschwistern. Der Dienst als Exorzist ist ebenso ein Geschenk seiner Gnade und seiner Barmherzigkeit, der mich in meiner Kleinheit, Unbedeutendheit und Begrenztheit als sein Werkzeug seine befreiende und heilende Kraft im Dienst an meinen Geschwistern erfahren lässt. Das ermutigt mich und treibt mich an, mich noch stärker an ihn zu binden, um an seinem Sieg teilzuhaben und damit an seiner Herrlichkeit.
ZENIT: Wie sieht der Dienst des Exorzisten an Ihren Geschwistern im Glauben aus? Mit anderen Worten: Gab es einen Fall, von dem Sie uns erzählen können, wo Sie ihr Dienst als Exorzist befähigte, Ihre Berufung als Mensch und Priester in seiner ganzen Fülle zu erfahren?
Pedro Mendoza Pantoja: Es gibt viele Fälle, in denen ich – im Laufe der letzten 24 Jahre, auch damals, als ich noch kein Exorzist war – das Befreiungsgebet ausübte und die Kraft erlebte, mit der Gott uns Priester am Dienst an unseren leidenden Geschwistern teilhaben lässt. Mit der Therapie des Glaubens, dem Gebet der Heilung, Befreiung und Vergebung sind Heilungen und Befreiungen möglich, welche Medizin und Psychologie nicht erreichen können. Seit nunmehr sechs Jahren bin ich Exorzist und habe verschiedene Fälle von teuflischer Besessenheit und Bedrängung erlebt. Gequälte und verzweifelte Menschen, deren Lage sich verschlechterte, nachdem sie bei verschiedensten Fachleuten, Quacksalbern und Heilern Hilfe gesucht hatten. Sie denken, dass sie vom Teufel besessen sind und bitten voller Angst um den Exorzismus. In manchen Fällen gab es Zeichen, die mir den Verdacht einer teuflischen Gegenwart oder Besessenheit nahe legten. Da ich mir nicht ganz sicher war, führte ich einen sogenannten „diagnostischen“ Exorzismus durch. Das ist ein aufforderndes Gebet, das bewirken soll, dass die Menschen Frieden und Ruhe erfahren, es geht jedoch nicht so weit, dass ein vollständiger feierlicher Exorzismus vollzogen wird, sondern belässt es dabei, mit dem Befreiungsgebet fortzufahren. Die Befreiung meiner Geschwister durch den Dienst meines demütigen Amtes und durch die Macht des Fürbittgebetes ist sehr zufrieden stellend. Es ermutigt mich, das Wachstum ihres Glaubens zu sehen, dank der Evangelisation und Katechese, die zu ihrer Bekehrung führt, zur Erneuerung ihres Glaubens und ihrer intensiveren Verbindung zum Herrn, und zu sehen, wie sie ihr Leben voller Liebe und Vertrauen in Gott weiterführten.
ZENIT: Was sollte ein Mensch tun, der denkt, Opfer einer teuflischen Besessenheit geworden zu sein, oder der jemanden kennt, der in dieser Situation sein könnte?
Pedro Mendoza Pantoja: Er muss zu seinem Pfarrer gehen und eine gute Beichte ablegen, damit sich der Priester zuallererst einmal um ihn kümmern kann. Wenn der Pfarrer entdeckt, dass ein dämonischer Einfluss vorliegt, aber keinerlei Zeichen für eine teuflische Besessenheit, muss er mit ihm beten, unterstützt von einem Befreiungsteam, und ihn in eine Gruppe seiner Pfarrei integrieren, die sich der Evangelisation widmet oder dem Glaubenswachstum. Wenn der Pfarrer Zeichen wahrnimmt, die auf eine teuflische Besessenheit hindeuten, oder wenn es sich nicht in der Lage fühlt, mit dem Problem umzugehen, muss die Person zum Exorzisten seiner Diözese oder zum nächsten Exorzisten verwiesen werden. In keinem Fall darf er zu Heilern gehen oder Heilung durch magische Praktiken suchen.
Moderner Halloween: Dies ist die Jahreszeit für Spass - und auch jene, „verfolgt (heimgesucht)" zu werden.
Weshalb gibt es Geschichten über Spukhäuser? Ab und zu wird diese Frage gestellt.
Es gibt dafür mehrere Gründe. Manchmal geben solche Artikel Auskunft über die Gegenwart des Bösen; Dämonen können sich als Tote verstellen, und dies müssen wir wissen. In anderen Fällen kann sich eine arme Seele aus dem Fegfeuer bemerkbar machen und uns an die Notwendigkeit des Gebets (für sie) erinnern (gemäss Padre Pio). Jene, die meinen, dies sei alles Aberglauben, sind nicht mit der Literatur vertraut. Es gibt viel zu viele Berichte, dass dies alles nur ein Produkt der Einbildung sein könnte.
Richten wir also unsere Aufmerksamkeit auf solche Berichte, insbesondere rund um „Halloween" herum; es ist die Zeit „heimgesucht" zu werden.
Dieses Jahr gibt es fast in jeder Gemeinde etwas Makabres: Spukbauernhäuser, Spuk-Kornfelderlabyrinte, Spuk-Schulhäuser, Spuk-Spitäler, Spuk-Züge, Spuk-Wälder, Spuk-Heuwagen, Spuk-Leichenschauhäuser, Spuk-Bibliotheken und natürlich Spuk-Häuser.
Zum grössten Teil „guter Spass". Halloween ist eine Zeit der Spiele. Es ist für Kinder. Vielleicht ist es für die meisten harmlos.
Wir sollten uns aber daran erinnern, dass Hexen diesen Tag (holy-day = heiliger Tag) sehr ernst nehmen, und dass sich, wenn es zu diesen „Spässen und Spielen" kommt, Geister mit dämonischen oder Spukbildern verknüpfen können.
Praktisch jede Gemeinde hat jetzt also eine Spuk-Attraktion; in vielen Fällen effektive Touren zu Plätzen, von denen man sagt, sie würden von Geistern bewohnt. Was soll man davon halten?
Ausser wenn jemand für Seelen im Fegfeuer betet, ist es unklug, gegen Orte, von denen gesagt wird, sie würden Geister beherbergen, Nachforschungen anzustellen. Was harmlos scheint, kann sich als schädlich erweisen. Niemand sollte mit den Toten „herumtrödeln", ausser im Fall von Fürsprache (für die Seelen). Lassen Sie eine Messe lesen, ja: Aber nehmen Sie niemals an einer spiritistischen Sitzung (Séance) teil, und spielen sie gar nie mit dem OUIJA-Brett (Hexenbrett).
Kürzlich besuchten wir im „Disney World" das „magische Königreich". Man findet dort „die Spukvilla". Eine spassige Reise ist es, aber in der Mitte der Fahrt befindet sich ein belebter, sprechender Kopf, der eine spiritistische Sitzung abhält, und am Ende ertönt eine Stimme, die wünscht, dass ein Geist nach Hause folge.
Können solche Dinge wirklich schaden? Disney könnte vermutlich ohne (diesen „Kopf") auskommen. Wenn es dazu kommt, dass Geister angerufen oder heraufbeschwört werden, ist immer Vorsicht am Platz. So wie wir heilige Bilder haben, um die Präsenz des Guten zu bringen, können dämonische Bilder eine dunkle Präsenz herbeirufen. Wenn sich Halloween von einer albernen Zeit und einer Erntefeier in etwas Unheimliches verirrt, wird es zur Weihnacht des Teufels.
Eine Zeitung in Louisana brachte letzthin einen Brief von einer Frau, die das sogenannte „Schockhaus" beschrieb. Es war nicht nur gerade schauriger Spass, führte sie an.
Mein 12-Jahre alter Sohn fragte, ob er letztes Wochenende mit einer Gruppe von Freunden gehen dürfe, sagte diese Frau. „Ich liebte Spukhäuser, als ich ein Kind war und meine Kinder lieben es, in solche zu gehen. Aber das Schockhaus war verschieden. Viele Leute, die dort waren, waren barbarisch, und ich empfand, dass sie für diesen Anlass nicht gerade angepasst gekleidet waren. Also untersagte ich meinem Sohn den Besuch unter lautem Protest, dass „alle gehen würden"!" Nachdem ich mit einigen Freunden darüber gesprochen hatte, wusste ich, dass meine Entscheidung richtig war. Erstens waren „nicht alle gegangen".
Viele Eltern der Gegend erlauben ihren Kindern nicht, dorthin zu gehen – und dies aus guten Gründen. Ein Freund, der die Besitzer (dieses Schockhauses) kennt, sagte, dass sie effektiv Teufelsanbeter seien und einen Satan geweihten Altar in ihrem Haus haben. Ich sprach mit einem 13-jährigen Mädchen, das letzte Woche hinging. Sie sagte, dass man ihr, um in das Spukhaus eintreten zu können, die Zahl 666 auf ihre Hand aufstempelte. Dann verfolgte sie ein Spottgedicht, bei dem das Kreuz nach unten gehalten (ein Satanszeichen) und in ein Feuer geworfen wurde (eine riesige Beleidigung von Jesus Christus). Sobald sie in das „Spukhaus" eingetreten war, wurde sie gezwungen, vor dem Altar niederzuknien und „zu unserem Gott zu beten"!
(Weiterer Kommentar überflüssig!!).