Erscheinung vom 19. August 1917 anstatt am 13.

 Am 10. August 1917 erhielten die Eltern der Fatimakinder von der Bezirksverwaltung den Befehl, mit ihnen am nächsten Tag zur Mittagsstunde im fünfzehn Kilometer entfernten Ort Vila Nova zu erscheinen. Der Verwalter verhörte Lucia und wollte ihr das Geheimnis entlocken; sie sollte ihm auch versprechen, nie mehr in die Cova da Iria zurückzukehren, aber das Mädchen blieb stumm. Da bedrohte er Lucia in dem er sagte, er werde ihr das Geheimnis schon entlocken, auch wenn er sie dafür töten müsste.

 Am Morgen, des 13. August, kamen Männer mit einem Klempner zur Familie Marto, der behauptete, er wolle auch das Wunder sehen. Er schaffte es, dass die Kinder in seinen Pferdewagen stiegen, um dann mit ihnen Richtung Cova da Iria davonzufahren aber auf der Strasse änderte er plötzlich die Richtung und führte sie nach Vila Nova de Ourem, wo man sie ins Gefängnis steckte.

Aber angesichts des Schweigens der Kinder und dem Beginn eines Aufstandes der Menge, die nicht verstand, warum die Kinder im Gefängnis waren, beschlossen die Behörden, sie am 15. August frei zu lassen.

 In der Zwischenzeit kam Unsere Liebe Frau trotzdem am 13. August in die Cova da Iria.

18.000 anwesende Personen hörten ein Donnergrollen, sahen den Widerschein eines Lichtes und gleich darauf erblickte die Menschenmenge eine kleine Wolke, die einige Augenblicke über der Steineiche schwebte, sich dann gegen den Himmel erhob und verschwand. In der Folge zeigte sich in Manneshöhe ein Regenbogen, der die Natur in wunderschöne Farben tauchte. Offensichtlich hielt die Muttergottes am 13. August 1917 ihre Verabredung ein.




Die weissen Tauben von Fatima

Entnommen aus: Eine Minute mit Maria

Als im Jahre 1946, die Statue Unserer Lieben Frau von Fatima in einer Prozession von Bombarral nach Lissabon getragen wird, befinden sich zwei Freunde in der unglaublich grossen Menschenmenge, die der Mutter Gottes zujubelt, wie noch niemals jemand zugejubelt worden ist. Carlos, ein junger Christ, bricht in Freudenrufe aus und jubelt wie die anderen, sein Freund Fernando hingegen hat ein spöttisches Lächeln um den Mund: „Dass man so etwas im XX. Jahrhundert noch mitansehen muss! Ich lasse gelten, dass man Maria verehrt, aber das hier ist ja nur eine Statue, das grenzt an Götzenkult! Das ist wirklich zu viel, gib es zu!“
Sie schauen zum Himmel und erblicken drei weisse Tauben, die im Kreis fliegen. Schliesslich stürzen sie herab, umkreisen die Statue und lassen sich, eine neben der anderen, auf dem Sockel zu Füssen der Madonna nieder. Es folgen Freudenschreie, Händeklatschen und Böllerschüsse aber die Vögel erschrecken davor nicht. Ein Regen von Blumen fällt herab, die Tauben fliegen trotzdem nicht davon. Weit davon entfernt! Als der Blumenregen stärker wird, begnügen sie sich, ihre Köpfe zu senken und ihre Flügel auszubreiten. Leise gurrend, schmiegen sie sich noch näher an die Statue. So verweilen sie während Stunden und Tagen, hingekauert und unbeweglich und lassen sich von der Menge füttern, ohne von ihrem Platz zu weichen.
Auch als man in die Kathedrale von Lissabon einzieht, verlassen die Tauben nicht ihren Platz. Am 6. Dezember 1946, während der feierlichen Messe, setzt sich eine Taube, wie ein Symbol des Heiligen Geistes, auf die Krone der Mutter Gottes. Und während die Kommunion an viertausend Gläubige ausgeteilt wird, wendet sie sich mit ausgestreckten Flügeln dem Altar zu und verharrt in dieser Anbetungshaltung bis zum Ende. Die Menschenmenge beobachtet sie erstaunt und von Bewunderung ergriffen. Fernando ist da, er hält ein kleines Mädchen auf dem Arm, damit es die Mutter Gottes, an die es Küsschen verschickt, besser sehen kann.

Maria siegt Nr. 5, 1976
Marianische Sammlung 1978, von Bruder Albert Pfleger, Marist



3. Geheimnis von Fatima

Bote_Nr _61

Könnte es sein, dass dieses sogenannte 3. Geheimnis* (auf Bote Nr. 61 anklicken)  unsere aktuelle Gegenwart betrifft?  Diese Gedanken gehen einem unwillkürlich durch den Kopf, wenn man die Nachrichten über die an Christen verübten abscheulichen Gräueltaten liest.
Auch hat ja Papst Benedikt XVI. in Fatima im Jahr 2010 gesagt: „Wer glaubt, dass die prophetische Mission Fatimas beendet sei, irrt sich.“ Wir alle spüren , dass der Weltfrieden in grosser Gefahr ist und Russland dabei ganz offensichtlich eine entscheidende Rolle spielt: Fatima und Russland sind Schlüsselwörter für Krieg oder Frieden! Denken wir auch an die Aufforderung von Jesus an Sr. Lucia in den Jahren 1925 und 1926 die ersten Monats-Samstage als Herz-Mariä-Sühnesamstage zu begehen! Zwei Bedingungen für die Erlangung des Weltfriedens hat „der Himmel“ genannt: Die Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz Mariens   u  n  d   die weltweite Einführung der Herz-Mariä-Sühnesamstage!

* In Tat und Wahrheit handelt es sich um den dritten Teil des den Seherkindern am 13. Juli 1917 gegebenen vollständigen Geheimnisses, dessen erste zwei Teile Jahrzehnte vor der Veröffentlichung dieses dritten Teils im Jahr 2000 erfolgt sind. (Erster Teil: Vision der Hölle; zweiter Teil: Aufforderung der Verehrung des Unbefleckten Herzens in der Welt und Kriegsandrohungen…)




Benedikt XVI. und Fatima

Jacintas Vision in Fatima: Sie trifft wohl leider auch auf Papst Benedikt XVI. zu:

Hier ihre Worte zu Lucia:
„Hast du den Heiligen Vater nicht gesehen?“ – ‚Nein’ – „Ich weiss nicht wie es war, ich sah den Heiligen Vater in einem sehr grossen Haus, auf den Knien vor einem Tisch. Er verbarg sein Gesicht und weinte. Ausserhalb des Hauses befanden sich viele Leute. Die einen warfen Steine auf ihn, andere sprachen Verwünschungen und wüste Worte gegen ihn aus. Armer Heiliger Vater! Wir müssen viel für ihn beten.“
Schwester Lucia teilte uns dies in ihrem Schreiben vom 3. August 1941 mit.




3. Geheimnis von Fatima – Zweifel gerechtfertigt?

Schwester Maria Celina de Jesus Crucificado, OCD, die mit Sr. Lucia im gleichen Kloster lebte, sagte, Lucia habe ihr ausdrücklich gesagt, es existiere kein weiteres „GEHEIMNIS“.  

Schon viele Jahre, eigentlich vom Beginn der Veröffentlichung vor nunmehr genau zwölf Jahren an, (26. Juni 2000) besteht in vielen Artikeln ein nicht überhörbarer Unterton von Skepsis, ob der Vatikan das sogenannte „dritte Geheimnis“ vollständig so veröffentlich habe, wie es Sr. Lucia das Santos von Fatima während der Erscheinung der Muttergottes in Fatima am 13. Juli 1917 empfangen habe.

Es handelt sich um ein komplexes Thema. Auf der einen Seite gab es jene, die viel mehr erwarteten, z.B. die Beschreibung der Apokalypse oder den Aufstieg des Antichrists. Andere argwöhnten, es gäbe zwei Geheimnisse – eines mit dem Engel mit dem Flammenschwert, das er gegen die Erde gerichtet hielt, das aber durch Maria zurückgehalten wurde und der zweite Teil, der viel mehr über die Zukunft aussagen würde, einschliesslich über die Kirche selber. Andere meinen, die Fatima-Geheimnisse hätten sich bereits verwirklicht und nun Platz gemacht für jene von Mejugorje, welche auf gewaltige zukünftige Ereignisse hinweisen würden. Zugegeben, Fragen bleiben oder zumindest teilweise Ratlosigkeit über das im Jahr 2000 durch den Vatikan veröffentlichte Geheimnis. Nicht wenige Gläubige äussern Vorbehalte und einige gingen sogar so weit zu behaupten, der Vatikan habe Sr. Lucia – dort im Kloster von Coimbra –  unter Verpflichtung auf Gehorsam gegenüber der Kirche – dazu gedrängt, gewisse Teile des Geheimnisses zurückzubehalten. Gemäss einer Nonne, die mit Sr. Lucia zusammenlebte, war dies allerdings nicht der Fall und solche Vorwürfe bereiteten Sr. Lucia grosse Betroffenheit.

Es tat ihr leid, dass so viel um das  das Geheimnis spekuliert wurde. Dies schreibt Schwester Maria Celina de Jesus Crucificado in ihrem kleinen Büchlein „Schwester Lucia,  die Erinnerung, die wir von ihr haben“:   „Bevor es veröffentlicht wurde, sagte sie gewöhnlich mit einer gewissen Traurigkeit: „Wenn doch das Wichtigste gelebt würde, was schon gesagt worden ist! Man interessiert sich nur für das, was noch zu sagen sei, anstatt das, was erbeten wurde, zu erfüllen: Gebet und Busse!“

„Nach der Veröffentlichung des Geheimnisses, begann man, Zweifel an der Echtheit des Textes zu äussern. Eines Tages sagte ich zu ihr: „Schwester Lucia, man sagt herum, es gäbe noch ein anderes Geheimnis!“ sie antwortete mir: „Also, mögen sie wissen, was sie sagen! Ich weiss von keinem weiteren! Es gibt Leute, die nie zufrieden sind!  Man soll das nicht beachten!“

„Die Seligsprechung der Hirtenkinder kennzeichnet eine wichtige Etappe im Leben von Schwester Lucia. Es war ein Fest für ihr Herz! Von diesem Datum an begann sie gebrechlicher, abhängiger zu werden. Immer tat sie alles, was sie noch konnte, sie vermied „besetzt zu sein“. Sie nahm Abschied vom Papst und von Fatima. Es schien, dass die beiden liebäugelten, nochmals dorthin zurückzukehren. Es war bewegend, als sie schon auf dem Sterbebett lag, wenn wir den Namen Fatima aussprachen, merkte man, wie sie reagierte. Dieser Name erinnerte sie an so grosse Dinge.

Anmerkung: Artikel in Anlehnung an einen Bericht in „Spirit Daily“

 




Franciscos Todestag: 4.4.1919

Heute gedenken wir Franciscos Todestag am 4. April 1919. Heroisch hat er alle seine Leiden, die zu seinem frühen Tod im Alter von nicht einmal elf Jahren führten, aufgeopfert, um Gott, der von den Menschen so sehr beleidigt wird, zu trösten. Welch ein unglaubliches Verhalten eines Kindes! Möge er uns allen ein Vorbild sein und uns veranlassen, auch unsere Leiden für das gleiche Anliegen einzusetzen!

Vorgestern, am 2. April, gedachten wir des sel. Papstes Johannes Paul II., der genau vor sieben Jahren, an einem Herz-Mariä-Sühnesamstag starb (und am Vorabend des Barmherzigkeitssonntags). Er war der grosse Fatima-Papst und Jacinta mag ihn in ihren Visionen gesehen haben, wie er unsäglich litt! Auch er war ein Sühnopfer für die ganze Welt; sein Leiden und sein generöser Einsatz diente dem Frieden, der ohne ihn mit grösster Wahrscheinlichkeit zerbrochen wäre – dies im Zusammenhang mit dem unblutigen Ende der Sowjetunion aufgrund der am 25. März 1984 erfolgten – und gemäss Sr. Lucia vom Himmel angenommenen –  Weltweihe an das Unbefleckte Herz Mariens in Vereinigung mit der Mehrheit aller Bischöfe in der Welt.

Seliger Francisco und seliger Papst Johannes Paul II. bittet für uns!

Interessantes Detail: Das Leben von Johannes Paul II. dauert genau 31’000 Tage. Die Zahlen 1 und 3 sind auch hier wieder vertreten! Gestorben am 2.4.2005 = Quersumme 13; um 21.37 Uhr, Quersumme 13 … etc.