Gewinnen Sie den Portiunkula-Ablass vom 1. August 12 Uhr bis 2. August 24 Uhr oder…

Portiunkulaablass

Der Portiunkula-Ablass (ital. Grande Perdono d’Assisi) ist ein Ablass der am 2. August oder am darauf folgenden Sonntag – ab 12 Uhr des Vortages bis 24 Uhr des betreffenden Tages – in Pfarrkirchen oder Kirchen des Franziskanerordens als vollkommener Ablass gewonnen werden kann. Voraussetzungen sind: Besuch einer dieser Kirchen mit Gebet von Vater unser und Glaubensbekenntnis. Zusätzlich gefordert ist die Erfüllung der üblichen Bedingungen für einen Ablass: Beichte mit entschlossener Abkehr von jeder Sünde, Kommunionempfang und Gebet auf Meinung des Heiligen Vaters. Diese Bedingungen können mehrere Tage vor (oder auch nach) dem Kirchenbesuch erfüllt werden.

Im Einzelnen gelten heute folgende Bestimmungen:
Der Portiunkula-Ablaß kann (nach freier Wahl der Gläubigen) am 2. August – vom Mittag des Vortages an – oder am vorhergehenden oder folgenden Sonntag einmal gewonnen werden. Er kann in den Ordenskirchen der franziskanischen Ordensfamilien, in allen Pfarrkirchen und in allen Filialkirchen, in denen sich ein Teil der Pfarrgemeinde regelmäßig zum Gebet versammelt, gewonnen werden.

Bedingungen:

a.
Besuch der entsprechenden Kirche und Gebet („Vater unser“ und Glaubensbekenntnis).

b.
Empfang des Bußsakramentes und der hl. Eucharistie, sowie Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters (Gebet nach freier Wahl oder ein zweites „Vater unser“ und „Gegrüßet seist du Maria“).

Die unter b. genannten Bedingungen können auch mehrere Tage vor oder nach dem unter a. geforderten Kirchenbesuch erfüllt werden, jedoch soll der Empfang der hl. Eucharistie und das Gebet nach Meinung des Hl. Vaters sinnvollerweise am selben Tag geschehen, an dem der Kirchenbesuch mit den unter a. genannten Gebeten vorgenommen wird.

Geschichte

In einer Sommernacht des Jahres 1216 ging der hl. Franz von Assisi in die Portiunkulakapelle, um zu beten. Dabei spürte er, wie Jesus ihn aufforderte, zum Papst zu gehen und ein damals unerhörtes Privilegium zu erwirken – den großen Portiunkula-Ablass. Papst Honorius III. gewährte ihm den Ablass. Siehe auch: http://www.kreuz-jesus.de/ablass/der-portiunkula-abla/index.php




Schweizer Fatima-Bote Nr. 64 – März 2015 bis Mai 2015

Liebe Leserschaft

Obenerwähnte Ausgabe ist ab sofort verfügbar. Sie kann bei Radio Maria Deutsch-Schweiz angefordert werden: Tel 043 501 22 33 oder bei www.radiomaria.ch

Am besten bestellen Sie gleich ein Abonnement: Vier Ausgaben jährlich zu CHF 20.-.

Inhaltsverzeichnis:

  • Die Legion Mariens stellt sich vor
  • Die vollkommene Magd des Herrn (Maria Valtorta)
  • Der vergessene Teil der Botschaft von Fatima (sehr wichtig!)
  • Die Madonna in der Kirche Sankt Stefan, Kreuzlingen-Emmishofen
  • Das Grabtuch (Turin) fordert die Wissenschaft heraus
  • Wichtige Informationen z.B. über die zwei Fatima-Kongresse vom 18. bis 24. Oktober 2015 in Fatima (Anmeldeinformationen)



Papst Franziskus: erneut über den Satan

 

                                                                                                                                                                                                              Der notwendige Kampf gegen Satan: ‚Seid nicht naiv!’

Franziskus-Perle des Tages: Satan hasst die Heiligkeit. Das Leben des Christen ist ein Kampf gegen den Fürsten der Welt. Den Teufel gibt es, auch im 21. Jahrhundert! Die Versuchung wächst, steckt an und rechtfertigt sich. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) „Das Leben Jesu war ein Kampf. Er ist gekommen, um das Böse zu besiegen, um den Fürsten dieser Welt, um den Teufel zu besiegen“: dies betonte Papst Franziskus eindringlich in seiner Predigt am Freitag der fünften Woche der Fastenzeit bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“. Der Papst widmete seine Betrachtungen ganz dem Kampf gegen Satan. Diesen Kampf gegen den Teufel müsse jeder Christ aufnehmen. Der Satan „hat Jesus viele Male versucht, und Jesus hat in seinem Leben diese Versuchungen verspürt“, dies auch als Verfolgungen. Wir Christen, so der Papst, die Jesus nachfolgen wollten, „müssen diese Wahrheit gut kennen“: „Auch wir sind versucht, auch wir sind Gegenstand des Angriffs des Teufels, weil der Geist des Bösen unsere Heiligkeit nicht will, er will das christliche Zeugnis nicht, er will nicht, dass wir Jünger Jesu sind. Und was tut der Geist des Bösen, um uns vom Weg Jesu mit seinen Versuchungen abzubringen? Die Versuchung des Teufels hat drei Merkmale und wir müssen sie kennen, um nicht in die Falle zu gehen. Was macht der Teufel, um uns vom Weg Jesu zu entfernen? Die Versuchung beginnt harmlos, aber wächst an: sie wächst immer. Zweitens: sie wächst und steckt einen Anderen an, sie geht auf einen Anderen über, sie versucht, gemeinschaftlich zu sein. Und am Schluss rechtfertigt sie sich, um die Seele zu beruhigen. Die Versuchung: wächst, steckt an und rechtfertigt sich“. Die erste Versuchung, der Jesus ausgesetzt gewesen sei, „scheint gleichsam eine Verführung zu sein“. Der Teufel sage zu Jesus, er solle sich vom Tempel hinabstürzen. So würden alle sagen: „Seht, der Messias“. Dabei handle es sich um dasselbe, was der Versucher mit Adam und Eva gemacht habe: „Das ist die Versuchung!“. Der Teufel „spricht, als sei er ein geistlicher Meister“. Und wenn seine Versuchung zurückgewiesen werde, so wachse sie: „Sie wächst und kehrt stärker wieder zurück“. Jesus sage es im Lukasevangelium: „Wenn der Teufel zurückgewiesen wird, kehrt er um und sucht sich einige Gefährten, und mit dieser Bande kehrt er zurück“. So wachse er und schließe auch andere ein. Dies sei Jesus geschehen: der Teufel wende sich an seine Feinde. Was bisher nur ein ganz kleines, ruhiges Rinnsal zu sein schien, „wird zu einer Flut“. Die Versuchung wachse und stecke an, „und am Ende rechtfertigt sie sich“. Franziskus rief die Predigt Jesu in der Synagoge seiner Heimatstadt in Erinnerung. Sofort spielten seine Feinde diese herunter, indem sie sagten: „Aber das ist doch der Sohn des Josefs, der Zimmermann, der Sohn Marias! Der ist nie auf die Universität gegangen! Mit welcher Vollmacht spricht er? Der hat nicht studiert!“. Die Versuchung habe alle gegen Jesus eingenommen. Der höchste und stärkste Punkt werde dann mit der Rechtfertigung durch den Priester erreicht, der sage: „Wisst ihr denn nicht, dass es besser ist, wenn ein Mann stirbt, um das Volk zu retten?“: „Wir haben eine Versuchung, die wächst: sie wächst und steckt die Anderen an. Denken wir nur an ein Geschwätz, an ein Tratschen: ich bin ein wenig neidisch auf jene Person, auf die andere auch, und zuerst trage ich den Neid in mir und bin damit allein, und dann muss man ihn teilen und man geht zu einem Anderen und sagt: ‚Ja hast du den gesehen?’… So wächst die Versuchung und steckt einen nach dem anderen an… Das aber ist der Mechanismus des Geschwätzes, und wir alle stehen in der Versuchung, zu schwätzen! Vielleicht einer von euch nicht, wenn er heilig ist, aber auch ich stehe in der Versuchung, zu schwätzen! Das ist eine alltägliche Versuchung. Doch so fängt es an, ganz süß, wie ein Rinnsal. Es wächst durch Ansteckung und am Ende rechtfertigt es sich“. Der Papst warnte, darauf zu achten, „wann wir in unserem Herzen etwas verspüren, das dabei enden wird, die Menschen zu zerstören. Achten wir darauf, denn wenn wir dieses Rinnsal nicht beizeiten stoppen, wird es dazu führen, uns zu rechtfertigen, wie sich diese Menschen gerechtfertigt haben, indem sie sagten: ‚Es ist besser, dass ein Mann für sein Volk stirbt’“. „Alle stehen wir in der Versuchung“, so Franziskus abschließend, „weil das Gesetz des geistlichen Lebens, unseres christlichen Lebens, ein Kampf ist: ein Kampf. Denn der Fürst dieser Welt – der Teufel – will unsere Heiligkeit nicht, er will nicht, dass wir Jesus nachfolgen. Jemand von euch, ich weiß nicht, mag vielleicht sagen: ‚Aber Pater, wie altmodisch du doch bist: im 21. Jahrhundert vom Teufel reden!’ Aber schaut zu: den Teufel gibt es! Den Teufel gibt es. Auch im 21. Jahrhundert! Und wir dürfen nicht naiv sein, ja? Wir müssen aus dem Evangelium lernen, wie gegen ihn zu kämpfen ist!“.                                                                             




Habemus Papam Franciscum I.

Der neue Papst hat zuerst alle Gläubigen aufgefordert für ihn zu beten.
Lasst uns einstimmen in diese Gebete, denn er braucht unsere Unterstützung!




Der Papst über den Teufel

Ich glaube, dass der Teufel existiert… sein grösster Erfolg besteht darin, uns in diesen Zeiten glauben zu lassen, es gebe ihn nicht… Seine Früchte sind immer Zerstörung, Spaltung, Hass und Verleumdung.

Der Papst über den Teufel
Ich glaube, dass der Teufel existiert…


Rund um uns herum existiert die Gegenwart des Bösen.
Der Teufel ist am Werk. Aber mit lauter Stimme sage ich:
Gott ist stärker!

Der Papst über den Teufel - Gott ist stärker
Gott ist stärker!




Papst Franziskus bleibt katholisch

Dieser Artikel ist so realitätskonform, dass wir uns erlauben, ihn auf unsere Homepage zu setzen. (Hervorhebungen durch die Red. unserer HP)

4 Januar 2014

Der Papst bleibt katholisch

Die Kommentierung des noch jungen Pontifikats des bescheiden auftretenden Jesuiten aus Argentinien folgt meist einem schlichten Schema: Franziskus versus Benedikt XVI.


Vatikan-Watchtberg (kath.net/idea) Kaum ein Papst ist mit einem so positiven Medienecho in sein Pontifikat gestartet wie Franziskus. In der öffentlichen Wahrnehmung scheint er die katholische Kirche von Grund auf reformieren zu wollen. Der katholische Journalist Gernot Facius (Wachtberg bei Bonn) sieht es etwas anders.

Zehn Monate ist Papst Franziskus nun im Amt, und noch immer ist der Medien-Hype um ihn nicht abgeflaut. Im Gegenteil. In jeder Stellungnahme des römisch-katholischen Kirchenoberhauptes wird nach Hinweisen auf eine Revolution im Vatikan gesucht. Eine Berliner Zeitung titelte etwas voreilig „Papst stellt die Kirche auf den Kopf“. Das Time Magazine wählte Franziskus zur Persönlichkeit des Jahres 2013 – eine Ehre, wie sie vor ihm US-Präsident Obama zuteil wurde. Der Obama-Effekt ist heute verflogen, Hypes haben eben ihre Zyklen. Wird der Franziskus-Effekt von längerer Dauer sein?

 Wer ist arm und wer ist reich?

Die Kommentierung des noch jungen Pontifikats des bescheiden auftretenden Jesuiten aus Argentinien folgt meist einem schlichten Schema: Franziskus versus Benedikt XVI. Soll heißen: Eine neue Ära ist angebrochen, geprägt von Distanz zum Vorgänger (Joseph Ratzinger), mit dem Fokus auf eine arme Kirche, auf Reform und stärkere Mitwirkung von Laien. Wer den Lateinamerikaner – in soziologischem oder sozialpolitischen Sinn – auf das Stichwort „Armut“ reduziert und seine sonstigen Predigten ignoriert, hat ihn allerdings nicht verstanden. Armut ist bei Franziskus mehr eine theologisch-philosophische Kategorie. Konkret: Der „Reiche“ ist der, der sich in seinem Handeln durch die Dinge der Welt bestimmen lässt; das ist, folgt man dem Papst, nicht in Ordnung. Der „Arme“ ist in diesem Kontext der, der sich von seinem Herz leiten lässt. So gesehen können beide materiell reich oder materiell arm sein. Die oftmals missverstandene Freiburger Forderung von Benedikt XVI. nach „Entweltlichung“ findet hier eine Entsprechung.

Auf Jesus Christus fixiert

Im Übrigen ist Franziskus bei weitem nicht der erste Papst, der dazu aufruft, die Armen dieser Welt nicht zu vergessen. So hat zuletzt Benedikt in seinem Jesus-Buch geschrieben: „In der prophetischen Entwicklung“ im Alten Testament „erhält die Verantwortung für die Armen, die Witwen und die Waisen immer mehr den gleichen Rang wie die Einzigartigkeit der Anbetung des einen Gottes. Sie verschmilzt mit dem Gottesbild, definiert es ganz konkret“. Wie Benedikt ist Franziskus also nicht auf Armut fixiert, sondern auf Jesus Christus. Das ist der jeweils Maßstab ihres Handelns.

 Ohne Mission keine Kirche

Über die Intention des Apostolischen Schreibens „Evangelii gaudium“ (Freude am Evangelium) ist die mediale Euphorie-Walze hinweggefahren. Die Regierungserklärung aus dem Vatikan bejaht zwar Reformen, aber man beachte die Zielsetzung: Alle Reformen haben einer „Kirche mit offenen Türen“ zu dienen, die davon beseelt ist, „alle zu erreichen“. Mehr als hundertmal kommt das Wort „Mission“ vor. Ohne Mission keine Kirche, dieser zentrale Satz ist in der Berichterstattung weitgehend ignoriert worden. Die Kirche der Zukunft wird missionarisch sein, oder sie wird nicht mehr sein. Diesen Gedanken können auch nichtkatholische Christen leicht nachvollziehen. Freilich werden ihnen Enttäuschungen nicht erspart bleiben, sollten sie die Erwartungen an dieses Pontifikat zu hoch ansetzen. Papst der Ökumene?

Für ihn, sagt Franziskus, habe die Ökumene Priorität. Er will sein Amt als „Amt der Einheit“ verstanden wissen. Damit bleibt er in der Spur seiner Vorgänger wie Benedikt XVI., Johannes Paul II. und Paul VI. Eine Abkehr vom päpstlichen Jurisdiktionsprimat, wie ihn das Erste Vatikanische Konzil formuliert hat, ist jedoch nicht zu erwarten. Und im ökumenischen Dialog gilt seine Präferenz der Orthodoxie, auch darin unterscheidet er sich nicht von seinem Vorgänger.
Vieles bleibt bei Franziskus vorerst im Ungefähren. Der Psychologe und Autor Frido Mann (Lieblingsenkel von Thomas Mann), einst Assistent des Konzilstheologen Karl Rahner, aber 2009 aus der katholischen Kirche ausgetreten, hat seine Beobachtungen so zusammengefasst:
„Man gewinnt den Eindruck, er (der Papst) sei auch bei der Lehre reformfreudig. Davon sehe ich nichts. Es ist, als ob er nur bestimmte Dinge anleuchtet.“ Ein neuer Johannes XXIII., der ein Konzil einberufen hatte, sei der ehemalige Erzbischof von Buenos Aires jedenfalls nicht. Dieser Beschreibung lässt sich, zumindest momentan, wenig entgegensetzen. Nicht die Lehre hat sich geändert, sondern die Verpackung. Erzbischof Georg Gänswein, der Präfekt des Päpstlichen Hauses und zugleich der Vertraute von Benedikt, sagt es auf seine Weise: Papst Franziskus möchte nicht den Glauben, sondern die Gläubigen reformieren. Sie aufrütteln, aus ihrer Selbstgefälligkeit herauszutreten und auch Fehler zu riskieren, als ängstlich hinter Kirchentüren zu verharren. Der Argentinier Jose Mario Bergoglio ist kein „Mozart der Theologie“ wie der eher scheue, introvertierte Altbayer Joseph Ratzinger, sondern ein Seelsorger und Mann der großen Gesten. Er sucht den Kontakt mit anderen Kirchen, etwa dem Protestantismus, nicht so sehr über theologische Stellungnahmen, sondern über Begegnungen.

 Der katholische Kern bleibt erhalten

 Von „Liberalisierung“ der Kirche war im Zusammenhang mit „Evangelii gaudium“ die Rede. Aber es wäre ein Missverständnis, diese „Liberalität“ im europäisch-bürgerlichen Sinne zu buchstabieren. Er stellt ungeachtet aller Mahnungen zu Barmherzigkeit nichts zur Disposition, was den Kern des Katholischsein ausmacht. Abtreibung bleibt für ihn eine Todsünde; es sei nicht fortschrittlich, sich einzubilden, Probleme durch Vernichtung menschlichen Lebens lösen zu können. Homosexualität hat er bereits als Erzbischof von Buenos Aires als „objektiv etwas Negatives“ bezeichnet, und von dieser Haltung hat er keine Abstriche gemacht. Ebenso wenig von der Lehre über die Unauflöslichkeit einer sakramentalen Ehe. Sie ist „normativ“. Dass durch päpstliche Entscheidung, wie von kirchlichen Reformgruppen und dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, erhofft, auch wiederverheirateten Geschiedenen der Weg zur Kommunionbank freigegeben wird, dürfte deshalb Wunschdenken entspringen. Der von Franziskus im Amt bestätigte Präfekt der Glaubenskongregation, der deutsche Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat klargestellt, dass es sich dabei um eine Frage handele, die mit nicht mit einer allgemeinen Erklärung beantworten könne. Weder der Papst noch eine Synode könnten wiederverheiratete Geschiedene „per Federstrich“ zu den Sakramenten zulassen, sie würden Beschlüssen früherer Kirchenoberhäupter und Konzilien zuwider handeln. Die Kirche habe keine Autorität, die Gebote Gottes zu relativieren. Man müsse zwar nach Lösungen für individuelle Probleme suchen, aber immer auf der Grundlage der katholischen Lehre. Das heißt: Die Lehre darf nicht den Umständen angepasst werden, wie es beispielsweise die umstrittene „Orientierungshilfe“ der EKD nahelegt, die vom alleinigen Leitbild der Ehe von Mann und Frau abrückt und auch Patchworkfamilien und gleichgeschlechtliche Partnerschaften würdigt. Anpassung ist keine Kategorie des Evangeliums. Franziskus’ Insistieren auf Barmherzigkeit steht damit nicht im Widerspruch. Denn auch Barmherzigkeit muss nach katholischer Lehre identisch sein mit der Wahrheit. Hier liegt Zündstoff für die Ökumene. Er wird, darauf kann man wetten, so schnell nicht entschärft werden.

 




Papst Franziskus über die Apostasie

 

28 November 2013
Die große Apostasie und die Zeit der Heiden

 Der unheilvolle Gräuel und das Verbot der Anbetung. Der Glaube ist keine Privatangelegenheit, sondern fordert öffentliche Anbetung auch unter Verfolgungen. Das Vorspiel zum endgültigen Sieg des Herrn. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as).

Beim Endkampf zwischen Gott und dem Bösen, vor den die Liturgie am Ende des Kirchenjahres bringt, gibt es einen großen Fallstrick: die „universale Versuchung“. Dies betonte Papst Franziskus in seiner Predigt vom 28.11. bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ ausgehend vom Tagesevangelium (Lk 21,20-28).

 Dabei handelt es sich für Franziskus um die Versuchung, den Schmeicheleien dessen nachzugeben, der über Gott siegen will, indem er den überwältigt, der an ihn glaubt. Gerade aber der Glaubende habe einen klaren Bezugspunkt, auf den er blicken könne. Dies sei die Geschichte Jesu mit dessen Prüfungen, die er in der Wüste erlitten habe, mit dessen Prüfungen, die er in seinem öffentlichen Leben verbunden mit Beleidigungen und Verleumdungen ertragen musste, bis hin zur extremen Erniedrigung, dem Kreuz. Dort aber „verliert der Fürst der Welt seine Schlacht angesichts der Auferstehung des Friedensfürsten“.

 Der Papst erinnerte an diese Abschnitte aus dem Leben Christi, da im letzten chaotischen Aufruhr der Welt, wie er im Evangelium beschrieben werde, das, was auf dem Spiel stehe, bedeutender sei als das von den Naturkatastrophen dargestellte Drama:

 „Wenn Jesus von dieser Katastrophe in einem anderen Abschnitt spricht, sagt er uns, dass es sich dabei um eine Entweihung des Tempels, um eine Entweihung des Glaubens, des Volkes handeln wird: es wird der unheilvolle Gräuel sein, die Verwüstung durch den Gräuel (vgl. Mt 24,15). Was bedeutet das? Es wird wie ein Triumph des Fürsten der Welt sein: die Niederlage Gottes. Es hat den Anschein, dass er sich in jener Endzeit der Katastrophe dieser Welt bemächtigen wird, dass er der Herr der Welt sein wird“.

 Darin bestehe der Kern dieser „Endprüfung“: die Profanierung des Glaubens. Dies gehe unter anderem auch sehr deutlich aus dem hervor, was der Prophet Daniel erleide, wie dies die erste Lesung berichte (Dan 6,12-28). Daniel sei in die Löwengrube geworfen worden, da er zu Gott statt zum König gebetet habe. Die „Verwüstung durch den Gräuel“ habe damit einen genauen Namen: das Verbot der Anbetung.

 „Man darf nicht von Religion sprechen“, so Franziskus, „sie ist eine private Sache, nicht wahr? Öffentlich redet man nicht davon. Die religiösen Zeichen sind entfernt worden. Man muss den Anordnungen der weltlichen Mächte gehorchen. Man darf vieles tun, viele schönen Dinge, nur eines nicht: Gott anbeten. Verbot der Anbetung. Das ist der Mittelpunkt dieses Endes. Und wenn man zur Fülle – zum ‚Kairos’ dieser heidnischen Haltung gelangt, wenn sich diese Zeit der Heiden erfüllt – dann, ja dann wird er kommen: ‚Dann wird man den Menschensohn mit grosser Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen’ (Lk 21,27). Die Christen, die Zeiten der Verfolgung erleiden, Zeiten des Verbots der Anbetung, sind eine Prophetie dessen, was uns allen geschehen wird“.

In dem Augenblick, in dem die Zeiten der Heiden zu ihrer Erfüllung gekommen seien, liege dennoch der Moment, das Haupt zu erheben, da der Sieg Jesu Christi nahe sei.

 „Haben wir keine Angst“, so der Papst abschliessend, „allein er fordert uns Treue und Geduld ab. Treue wie jene Daniels, der seinem Gott treu geblieben ist und ihn bis zum Ende angebetet hat. Und Geduld, da uns die Haare nicht ausfallen werden. So hat es der Herr verheissen. Diese Woche wird es uns gut tun, an diese grosse Apostasie zu denken, die sich ‚Verbot der Anbetung’ nennt, und uns zu fragen: ‚Bete ich den Herrn an? Bete ich Jesus Christus, den Herrn, an? Oder spiele ich so halb und halb das Spiel des Fürsten dieser Welt?’ Bis zum Ende anbeten, voll Vertrauen und Treue: das ist die Gnade, um die wir in dieser Woche bitten müssen“.




Häresie der Freudlosigkeit

 

„Häresie“ der Freudlosigkeit

Natürlich wünschen wir uns einen Papst, der die außerordentliche Form des römischen Ritus fördert, der die Handkommunion abschafft, der fastet und betet, der nicht zu viel redet, der Strenge mit Güte zu verbinden weiß, der bei den Bischöfen und in den Diözesen endlich einmal kräftig für Ordnung sorgt etc. etc.

Und doch, gehen wir nicht zu weit, wenn wir mit all unseren Wünschen Gott am liebsten vorschreiben wollten, wie und wer der richtige Papst hätte werden sollen bzw. sein sollte? Gehen wir nicht zu weit, wenn unsere kleinen Gehirne sich einbilden, genau zu wissen, wie es mit der Kirche weitergehen sollte? Sollten wir nicht besser annehmen, dass heilige Päpste wie Pius V. oder Pius X. der Kirche nur dann geschenkt wurden, wenn die Katholiken schlichtweg besser waren als wir heute??

Fragen über Fragen.

Eines ist sicher: ein Papst, der Fehler macht, ist ganz im Normbereich, einfach deshalb, weil seine Unfehlbarkeit auf einen klar umrissenen Bereich beschränkt bleibt. Auch ein schlechter Papst ist noch ganz im Normbereich, so bedauerlich die Verfehlungen und Sünden der Päpste in der ganzen Kirchengeschichte auch sind. Der besagte Normbereich wäre erst verlassen, wenn der Papst häretische Positionen verträte. Ein papa haereticus, das wäre nicht mehr im Normbereich.

Aber soweit sind wir nicht. Oder kann jemand Papst Franziskus einer Häresie bezichtigen? Wohl kaum.

Suchen wir einmal besser bei uns nach „Häresien“:

Da ist die „Häresie“ der Hochmütigkeit, die dann gegeben ist, wenn Personen ohne genaue Kenntnis der Tatsachen sich als Experten gerieren, wenn z. B. jemand mit abenteuerlichen Argumenten über die vorgebliche „Ungültigkeit“ des Rücktritts Papst Benedikts XVI. schwadroniert.

Und da ist ebenso die „Häresie“ der Freudlosigkeit, die dann gegeben ist, wenn Katholiken vor lauter Krisengerede in depressiven Stimmungen versinken. Und so müssen wir an dieser Stelle warnen vor einem kirchlichen Quichottismus. So wie bei Don Quijote das andauernde Lesen von Ritterromanen zu einem Ritterwahn mit schweren Folgen führte (Kampf gegen Windmühlen und Todesursache Melancholie), so kann das andauernde Hören von Vorträgen mit dem Thema „Die Kirchenkrise“ zu einem Krisenwahn führen mit ebenso schweren Folgen (Kampf gegen Windmühlen und Todesursache Melancholie).

Nein, vergessen wir unseren Katechismus nicht vor lauter Krisengerede, bleiben wir bei unserem Glauben in seiner Fülle. Die Kirche war immer mehr oder weniger in der Krise. Die guten, alten Zeiten hat es nie gegeben. Gebessert hat sie sich nur durch Heiligkeit, nur durch heroische Gottes- und Nächstenliebe, nur durch das Martyrium, nur durch Gebet und Opfer und nur durch eine geistig-geistliche Sicht: das Blicken auf das herrliche, verklärte Antlitz des auferstandenen Herrn, der Quelle unserer Freude und nicht unserer Freudlosigkeit ist.

Der Freudlose ist ein „Häretiker“, da er vom alles überstrahlenden Licht des Herrn „abgefallen“ ist. Ist am Ende nicht der Hauptgrund seiner Freudlosigkeit seine Trägheit, weil er den Kampf von „denen da oben“ gekämpft sehen will, statt selbst zu kämpfen??

„Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit; brich in deiner Kirche an, daß die Welt es sehen kann. Erbarm dich, Herr! Gib den Boten Kraft und Mut, Glaubenshoffnung, Liebesglut, laß viel Früchte deiner Gnad folgen ihrer Tränensaat. Erbarm dich, Herr!“

Mit freundlicher Genehmigung von IK-Nachrichten, Pro Sancta Ecclesia




12./13. Oktober 2013: Fatima-Statue besucht Rom

 

13. Mai 1981 – 13. Oktober 2013: die Rückkehr einer Pistolenkugel

 Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as).

Höhepunkt des Jahres des Glaubens: der Besuch der Gottesmutter von Fatima im Vatikan. Zusammen mit am Schluss fast 200.000 Menschen feierte Papst Franziskus die heilige Messe auf dem Petersplatz. Bereits am Vorabend stand der Papst einer marianischen Gebetsvigil vor – nach einem historischen Ereignis. Vor dem Mariengebet war die Madonna von Fatima auf den Platz eingezogen und von den Gläubigen mit großer Freude begrüßt worden. Blumen und weiße Papierschnitzel wurden entlang ihres Wegs verstreut, des Wegs des Triumphs des sanften und mütterlichen Herzens. An einem bestimmen Punkt hielt die Prozession an. Stille breitete sich aus.

Die Gottesmutter stand an genau jener durch einen Gedenkstein gekennzeichneten Stelle auf der rechten Seite des Petersplatzes, an der am 13. Mai 1981 eine Kugel das Leben und Wirken Papst Johannes Pauls II. stoppen sollte. Zerfetzte in jenem Jahr das glühende Stück Metall den Leib des Stellvertreters Christi, um sich einen Weg zu dessen Herzen zu bahnen, so durchpflügte 32 Jahre später dieselbe Kugel den Raum des Platzes – diesmal jedoch eingesetzt in die Krone der Frau, die den Sieg des unbefleckten Herzens verheißen hat.

Dieselbe Kugel am selben Ort, zum ersten Mal in der Geschichte, an einem Höhepunkt des bisherigen Pontifikats des ersten Papstes „vom Ende der Welt“, der diesen mit einem Gebet vor der Marienikone „Salus Populi Romani“ begonnen und dann den Patriarchen von Lissabon gebeten hatte, sein Wirken als Bischof von Rom und Papst der Gottesmutter von Fatima zu weihen. Dieselbe Kugel, die den Tod bringen wollte, erhöht in der Krone der Gebärerin Gottes, deren Hand an jenem Tag im Jahr 1981 das teuflische Zerstörungswerk stoppte.

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