Maria und Europa – Über den Ursprung der EU-Flagge

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Die europäische Flagge, die auch das Wahrzeichen Europas ist, wurde 1955 vom Europarat eingeführt. (Empfehlung der Parlamentarischen Versammlung vom 25. Oktober; Entschließung des Ministerkomitees vom 9. 12. 1955 – am Tag nach dem Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariä). Am 13. Dezember 1955 wurde sie zum ersten Mal in Paris festlich gehisst.

Der Europarat hat das Symbol folgendermaßen beschrieben: „Auf dem blauen Grund des westlichen Himmels bilden die für die Völker Europas stehenden Sterne einen Kreis als Zeichen der Einheit. Die Zahl zwölf ist unveränderlich; sie symbolisiert Vollkommenheit und Vollendung.“ Der Beschluss musste gefasst werden, dass auch bei Aufnahme mehrerer Staaten in die Gemeinschaft die Zahl der Sterne unverändert bleibe.

Damit hebt sich Europa auch erfrischend von der in ihrer Geschichte oft wechselnden Zahl der Sterne auf dem Banner der Vereinigten Staaten von Amerika, wo die Sterne die Anzahl der Staaten repräsentieren, während die 12 Sterne der  EU-Flagge  „Vollkommenheit und Vollendung“ bedeuten soll.

Unwillkürlich erinnert man sich an die Aussage über die „Frau der Vollendung“ aus der Geheimen Offenbarung des Apostels Johannes, die auch das Symbol der „Immakulata“, der „Unbefleckten Empfängnis Mariens“ ist:  „Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: Eine Frau, mit der Sonne bekleidet  [Fatima-Vision vom 13. Oktober 1917];  der Mond war unter Ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.“  (Offb 12,1). Die Zahl der Sterne in der Europaflagge ist also unabhängig von der Zahl der Mitgliedstaaten des Europarats bzw. der Gemeinschaft, die diese Flagge  1986  angenommen hat. [1986/1987:  Der Papst ruft das „Marianische Jahr“ aus!]

Ursprung der Flagge

Die Geschichte der Flagge begann zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Paul Levi, ein Belgier jüdischer Abstammung, sah damals in Löwen Eisenbahnzüge fahren, in denen Juden von der deutschen Gestapo nach Osten in eine ungewisse Zukunft transportiert wurden. Damals legte Levi das Gelübde ab, wenn er den Krieg und die Herrschaft der Nationalsozialisten lebend überstehen würde, zum katholischen Glauben überzutreten. Er überlebte und wurde katholisch. Am 5. Mai 1949 wurde in London der Europarat gegründet und Paul Levi der Leiter der Kulturabteilung. Sechs Jahre später diskutierten die Mitgliedsländer über eine gemeinsame Flagge. Sämtliche Entwürfe, in denen – etwa nach dem Vorbild der skandinavischen Flaggen – ein Kreuz enthalten war, wurde von den sozialistischen Ratsmitgliedern als „ideologisch gebunden“ und als „zu christlich“ abgelehnt. Eines Tages kam Levi an einer Statue der Immakulata mit dem Sternenkranz vorbei. Durch die Sonne beschienen leuchteten die goldenen Sterne vor dem blauen Himmel. Levi suchte daraufhin Graf Benvenuti auf, einen Venezianer, der damals Generalsekretär des Europarates war, und schlug ihm vor, zwölf Sterne auf blauem Grund als Motiv für die Europaflagge vorzuschlagen, was dann allgemein akzeptiert wurde. Und so ziert bis heute in allen Staaten der Europäischen Union der Sternenkranz die Europafahne schon beim Grenzeintritt.

Die Zwölfzahl der Sterne

(in der Bibel) weist unter anderem auf die zwölf Stämme Israels (Gen 37,9) und somit auf das Volk Gottes hin. Der Kranz kann als Symbol des Erfolges und des Triumphes und damit der Unbesiegbarkeit „der Frau“ gedeutet werden. [Fatima: „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren!“]. Europa hat noch die Chance, christlich zu bleiben – oder es erneut zu werden! Führen wir die Völker Europas Maria zu!

(af)

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